Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:12 Bei Anschlagsversuch in Leipzig offenbar dritte Drohne im Spiel +++

25.08.2026, 00:01 Uhr

Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" gehen die Ermittler davon aus, dass bei dem mutmaßlichen Anschlagsversuch Anfang August am Leipziger Flughafen sogar drei Drohnen im Einsatz waren. Eine Drohne mit Sprengstoff hatte ein ukrainisches Frachtflugzeug angreifen sollen, das Rüstungsgüter transportiert; eine zweite Drohne könnte mit einem DHL-Flieger zusammengestoßen sein. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurde dem Bericht zufolge am 14. August auf einem Feld in Kabelsketal, das an den Flughafen grenzt, eine dritte Drohne gefunden. Am Tag danach sollen Ermittler eine Substanz entdeckt haben, bei der es sich um den hochexplosiven militärischen Sprengstoff Hexogen gehandelt haben könnte. 

+++ 06:40 Erstmals stirbt Brite, der für Russland gegen Ukraine kämpfte +++

Zum ersten Mal ist ein Brite gestorben, der sich der russischen Armee im Angriffskrieg gegen die Ukraine angeschlossen hatte. Das berichtet der britische "Telegraph". Der 33-jährige Bradley Townsend wurde demnach im Juni bei Lyman von einer Drohne getötet. Nach eigenen Angaben hatte er sich dem Bericht zufolge freiwillig für den Kriegsdienst gemeldet, um dem Donbass für die Unterstützung streikender Bergarbeiter seiner Heimat Yorkshire in den 1980er Jahren zu danken. Der Fischer hatte vorher keine militärische Erfahrung.

+++ 06:07 Weitere russische Ölraffinerie in Flammen +++

Die Ukraine hat in der Nacht erneut die Region Krasnodar angegriffen und dort die Ölraffinerie Afipski getroffen. Das berichtet Kyiv Independent unter Berufung auf russische Telegramkanäle. Die Raffinerie ist demnach eine der größten Ölverarbeitungsanlagen im Süden des Landes und produziert unter anderem Benzin und Diesel. Behörden bestätigten laut der Nachrichtenagentur Reuters den Brand einer Ölraffinerie in Krasnodar. Durch herabfallende Trümmerteile seien in der Umgebung zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden, teilt Regionalgouverneur Weniamin Kondratjew bei Telegram mit. 

+++ 04:55 London und Kiew schließen Abkommen zur militärischen Nutzung von KI +++

Die Ukraine und Großbritannien werden bei der militärischen Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) zusammenarbeiten. Der britische Premier Andy Burnham und der ukrainische Präsidenten Wolodymyr Selenskij haben ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Die Ukraine überlässt Großbritannien dazu einen Datensatz mit Millionen Aufnahmen vom Schlachtfeld. Dieser unter dem Namen "Rächer" bekannte Datensatz wird im Augenblick genutzt, um autonome ukrainische Drohnen zu trainieren. London spricht von einer "Goldmine". Im Gegenzug erhält die Ukraine Unterstützung durch britische Universitäten, Wissenschaftler und Technik-Unternehmen.

+++ 02:19 Ein Mensch bei Raketenangriff auf Charkiw getötet +++

Russland hat in der Nacht Charkiw mit Raketen beschossen. Laut Bürgermeister Igor Terekhov starb ein Mensch. In Kiew wurde bei einem Drohnenangriff ein Hochhaus beschädigt. Herabfallende Trümmer hätten das 16-stöckige Wohnhaus getroffen, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Feuer gebe es aber nicht. Über mögliche Verletzte ist bislang nichts bekannt.

+++ 00:49 Selenskyj: "Wir brauchen viel mehr Geld" +++

Bei einem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen wirbt der ukrainische Präsident Selenskyj für zusätzliche Militärhilfen für sein Land. Die Ukraine benötige "viel mehr Geld", um die Drohnenproduktion zu steigern und die Angriffe auf Russland zu verstärken, sagt Selenskyj vor den Staatenlenkern, die zu dem Treffen in die Ukraine gereist waren. Sein Land wolle mit Blick auf die Angriffe tief im Landesinneren Russlands "wettbewerbsfähig sein", um "diesen Krieg auf russischen Boden zu verlagern und ihnen wirklich wehzutun". Die Unterstützer der Ukraine hatten bei ihrem Treffen zugesagt, die militärische Unterstützung für Kiew zu verstärken.

+++ 23:20 Attacken am ukrainischen Unabhängigkeitstag: Ein Toter und viele Verletzte +++

Russland nutzt den ukrainischen Unabhängigkeitstag für neue Angriffe. In der Industriestadt Pawlohrad wurde mindestens ein Zivilist getötet. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden, teilt der Militärgouverneur des südostukrainischen Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Autos seien abgebrannt und Fensterscheiben in Mehrfamilienhäusern geborsten. Zur eingesetzten Waffe machte er keine Angaben. Parallel dazu wurden nach Behördenangaben bei einem Drohnenangriff auf das Zentrum der nordostukrainischen Großstadt Tschernihiw mindestens 20 Menschen verletzt. Zwei Frauen seien mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, so Militärgouverneur Wjatscheslaw Tschaus mit. Ein Mehrfamilienhaus sei beschädigt worden. Bei einer weiteren Drohnenattacke im Gebiet Tschernihiw wurden zudem in der Stadt Mena Polizeiangaben zufolge mindestens zwölf Menschen verletzt.

+++ 22:02 "Belastbarer Frieden": Wadephul berät mit Rubio zu Ukraine-Krieg +++

Bundesaußenminister Johann Wadephul und US-Außenminister Marco Rubio haben telefonisch über die Ukraine beraten. Beide Politiker hätten die "Bedeutung eines dauerhaften und belastbaren Friedens zwischen Russland und der Ukraine" betont, teilt das US-Außenministerium in Washington mit.

+++ 21:01 Bericht: Auch Moskau erhält Kriegsgefangene zurück +++ 

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj zehn vermisste Soldaten aus russischer Kriegsgefangenschaft zurückerhalten (siehe Meldung 13:53 Uhr). Laut Medienberichten erhält Moskau nun ebenfalls zehn Soldaten zurück. Russland kommentiert den Kriegsgefangenentausch bisher nicht.

+++ 20:04 Selenskyj: Schwarzmeer-Häfen offen - aber Warenumschlag bricht ein +++

Trotz russischer Luftangriffe sind die ukrainischen Häfen am Schwarzen Meer nach Regierungsangaben aus Kiew nicht komplett blockiert. "Jeweils drei bis vier Schiffe fahren täglich in den Großraum Odessa hinein und wieder hinaus", sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj auf einer Pressekonferenz am ukrainischen Unabhängigkeitstag in Kiew. Allerdings sei der Hafenumschlag vor Beginn der russischen Raketenangriffe drei- bis viermal so hoch gewesen, räumt Selenskyj ein.

+++ 19:05 Bericht: Russische Ölraffinerie nach Angriff stillgelegt +++

Die russische Ölraffinerie in Perm hat nach einem ukrainischen Drohnenangriff Insidern zufolge vorerst ihren Betrieb eingestellt. Die Attacke habe bereits am Freitag stattgefunden - rund 1500 Kilometer von der Ukraine entfernt. Dabei sei ein Feuer ausgebrochen, was Schäden an den technischen Einrichtungen verursacht habe, erklären nun zwei Branchenvertreter. Die Anlage falle voraussichtlich bis zu zwei Wochen aus. Der Betreiber Lukoil äußert sich bisher nicht zu dem Vorfall. Perm liegt am östlichen Rand des europäischen Teils Russlands, nahe dem Uralgebirge. 

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