Angriff auf den Iran im Liveticker+++ 08:40 Israel attackiert Hisbollah-Hochburgen +++
Bei ihren jüngsten Angriffen auf Ziele in mehreren Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut hat Israels Luftwaffe Armeeangaben zufolge in der Nacht unter anderem eine Kommandozentrale der Hisbollah ins Visier genommen. Außerdem seien zehn Hochhäuser angegriffen worden, in denen sich militärische Infrastruktur der Miliz befunden habe, teilte Israels Militär am Morgen mit. Ein weiteres Ziel sei ein Drohnenlager gewesen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Israels Armee hatte zuvor am Donnerstagnachmittag die Bewohner der betroffenen Beiruter Vororte aufgefordert, diese zu verlassen. Es war das erste Mal, dass Israels Militär eine Warnung für ein Gebiet dieser Größe in der Gegend ausgab. Die betroffenen Viertel gelten als Hochburg der Hisbollah. Sie sind aber auch dicht besiedelte Wohngebiete.
+++ 08:25 Emirates und Etihad nehmen Flugbetrieb eingeschränkt wieder auf +++
Die Fluggesellschaften Emirates und Etihad Airways nehmen den Flugbetrieb von ihren Drehkreuzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) in begrenztem Umfang wieder auf. Emirates teilte mit, bis auf Weiteres 82 Destinationen zu bedienen. Passagiere, die am Drehkreuz Dubai umsteigen, würden jedoch nur befördert, wenn ihr Anschlussflug gesichert sei. Die in Abu Dhabi ansässige Etihad kündigte an, bis zum 19. März einen eingeschränkten Flugplan anzubieten. Angeflogen werden rund 70 Ziele, darunter Frankfurt, London und Paris.
+++ 08:11 Evakuierungsflug für Deutsche auch aus Saudi-Arabien geplant +++
Die Bundesregierung will bei ihrer Evakuierungsaktion für Deutsche aus der Golf-Region neben den Sonderflügen aus dem Oman auch einen Flug aus Saudi-Arabien anbieten. "Wir sind derzeit auch in den Planungen für einen vierten Sonderflug, dann aus Riad in Saudi-Arabien", sagt Bundesaußenminister Johann Wadephul. Geprüft werde auch, ob weitere Sonderflüge "notwendig sind und möglich sind". Im Zuge der Evakuierungsaktion war am Donnerstagmorgen eine erste Maschine aus Maskat in Oman in Frankfurt am Main gelandet. An Bord des Airbus A340 der Lufthansa waren laut Wadephul mehr als 250 Menschen.
+++ 07:50 Iran will Gegenangriffe ausweiten+++
Irans Streitkräfte haben knapp eine Woche nach Kriegsbeginn eine Ausweitung ihrer Gegenangriffe angekündigt. In den kommenden Tagen werde der Feind intensiver und umfangreicher angegriffen, berichtet der staatliche Rundfunk unter Berufung auf das zentrale Hauptquartier "Chatam Al-Anbija", das in Kriegszeiten das Kommando im Generalstab übernimmt. Die iranische Militärführung berichtet unterdessen über Angriffe mit Kamikazedrohnen auf den Luftwaffenstützpunkt Ramat David und eine Radarstation in Israel, einen US-Stützpunkt in Kuwait sowie im irakischen Erbil.
+++ 07:33 Saudi-Arabien holt iranische Drohnen vom Himmel +++
Saudi-Arabien hat am siebten Tag des Iran-Kriegs nach eigenen Angaben drei Drohnen östlich der Hauptstadt Riad abgefangen. Sie seien zerstört worden, erklärt das saudi-arabische Verteidigungsministerium bei X. Zuvor hatte das Ministerium bereits mitgeteilt, drei ballistische Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Sie seien in Richtung des Prinz-Sultan-Luftwaffenstützpunkts abgefeuert worden.
+++ 07:05 Trump will neuen Chamenei verhindern +++
Der US-Präsident Donald Trump pocht auf eine Beteiligung bei der Findung einer neuen Staatsführung im Iran. "Wir müssen in der Lage sein, mit vernünftigen und rationalen Menschen umzugehen", erklärt Trump dem "Time"-Magazin. "Eine meiner Forderungen wird sein, dass ich bei der Auswahl eines neuen Führers mitwirken kann", sagt er. "Ich mache das nicht mit, um am Ende wieder einen Chamenei zu bekommen. Ich möchte an der Auswahl beteiligt sein. Sie können wählen, aber wir müssen sicherstellen, dass es jemand ist, der für die Vereinigten Staaten akzeptabel ist."
+++ 06:43 Mehr Macht im Krieg für Irans Führungstrio +++
Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts ist dem für die Übergangszeit ernannten Führungstrio mehr Macht gewährt worden. Dem provisorischen Führungsrat seien unter anderem die Befugnisse zur Erklärung von Frieden und Krieg übertragen worden, berichtet das iranische Onlineportal Didban. Der Rat, dem Präsident, Justizchef und ein Geistlicher angehören, sollen außerdem Militärvertreter und Polizeioffiziere ernennen und absetzen können. Die Entscheidung dafür traf der sogenannte Schlichtungsrat, ein wichtiges Schiedsorgan im iranischen Machtapparat. Dem aktuellen Führungstrio gehören Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie der Kleriker Aliresa Arafi an. Sie leiten die Staatsgeschäfte, bis ein neuer Religionsführer ernannt ist.
+++ 06:16 Trump: "Kompletter Abriss des Feindes" +++
US-Präsident Donald Trump hat sich positiv über das Fortlaufen des Krieges gegen den Iran geäußert. Man sei dabei, den "kompletten Abriss des Feindes weit vor dem Zeitplan zu vollziehen", so Trump. "Wir zerstören jede Stunde mehr Raketen und Drohnen des Iran und schalten sie aus, wie es niemand für möglich gehalten hätte", behauptet der US-Präsident.
+++ 05:55 Israel greift erneut Ziele in Teheran an - Explosionen in iranischer Hauptstadt +++
Israel hat am frühen Morgen erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen. Die israelischen Streitkräfte sprechen von "Angriffen gegen die iranische Terrorregime-Infrastruktur in Teheran". Das iranische Staatsfernsehen spricht von Explosionen in mehreren Gebieten der Stadt. Katar erklärt am Morgen, einen Drohnenangriff gegen den US-Luftwaffenstützpunkt Al-Udeid abgewehrt zu haben. Al-Udeid ist der größte US-Stützpunkt im Nahen Osten.
+++ 05:37 Italien schließt Botschaft in Teheran +++
Italien hat wegen des Iran-Kriegs seine Botschaft in der Hauptstadt Teheran vorübergehend geschlossen. Außenminister Antonio Tajani begründet dies am Abend in Rom mit Sicherheitsgründen. Das Personal sei bereits ins Nachbarland Aserbaidschan in die dortige Hauptstadt Baku verlegt worden. Eine Gruppe von etwa 50 Diplomaten und anderen Italienern habe den Iran bereits verlassen.
+++ 04:44 Blatt: Emirate erwägen Einfrieren iranischer Vermögenswerte +++
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) erwägen einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge, iranische Vermögenswerte in Milliardenhöhe einzufrieren. Die Zeitung beruft sich dabei auf mit den Gesprächen vertraute Personen.
+++ 03:42 Trump will sich nach dem Iran um Kuba kümmern +++
US-Präsident Donald Trump will sich nach eigenen Angaben mit Kuba befassen, sobald der Konflikt im Iran beendet ist. Er wolle diesen Konflikt zuerst abschließen, sagt Trump bei einem Empfang des Fußballteams Inter Miami im Weißen Haus. Danach sei es "nur eine Frage der Zeit, bis Sie und viele großartige Menschen" nach Kuba zurückkehren könnten. Die Regierung in Havanna wolle unbedingt eine Einigung erzielen. Eine Stellungnahme Kubas liegt zunächst nicht vor. Die USA haben nach dem von ihnen erzwungenen Machtwechsel in Venezuela die Öllieferungen des bisherigen Verbündeten an Kuba gestoppt und die Insel damit unter Druck gesetzt.
+++ 02:58 US-Abgeordnete setzen Trumps Iran-Krieg keine Grenzen +++
US-Kongressabgeordnete haben dem militärischen Vorgehen von US-Präsident Donald Trump im Iran keine Grenzen gesetzt. Eine Abstimmung im Repräsentantenhaus über einen parteiübergreifenden Antrag, der dem Kongress ein stärkeres Mitspracherecht beim Einsatz der Streitkräfte eingeräumt hätte, kam nicht auf genug Stimmen. Vier Demokraten stimmten mit der Mehrheit der Republikaner dagegen. Eine ähnliche Maßnahme war am Mittwoch bereits im Senat geblockt worden.
+++ 02:08 Hegseth: Wir wissen genau, was wir im Iran wollen +++
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erteilt einer Ausweitung der militärischen Ziele der USA im Iran eine Absage. Es gebe keinerlei Ausweitung der Ziele, man wisse genau, was man im Iran erreichen wolle, sagt Hegseth. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, die USA müssten bei der Auswahl der nächsten Führungsperson des Landes mithelfen. Hegseth fügt hinzu, Trump rede angesichts der laufenden Militäroperation bereits "ein gewichtiges Wort mit", wer den Iran regiere. Dem Pentagon zufolge zielt die Militäraktion darauf ab, die Offensivraketen, die Raketenproduktion und die Marine des Iran zu zerstören. Zudem soll Teheran am Bau einer Atombombe gehindert werden.
+++ 01:29 USA: Über 30 iranische Schiffe versenkt - weniger Raketenangriffe +++
Die US-Streitkräfte haben im Krieg gegen den Iran nach eigenen Angaben bislang über 30 Schiffe versenkt. Darunter befinde sich auch ein Drohnenschiff, teilt das Militär mit. Die Zahl der iranischen Angriffe mit ballistischen Raketen sei seit Kriegsbeginn um 90 Prozent zurückgegangen, sagt der Oberbefehlshaber des US-Zentralkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper.
+++ 00:26 Trump: "Der Iran hat keine Flugzeuge mehr" +++
Die Luftabwehr und die Raketen des Irans sind nach der Darstellung von US-Präsident Donald Trump bereits ganz oder in großen Teilen zerstört. "Sie haben also keine Luftwaffe mehr, sie haben keine Luftabwehr mehr. Alle ihre Flugzeuge sind weg", sagte Trump in Washington. Zudem seien ihre Raketen zu 60 und ihre Abschussvorrichtungen zu 64 Prozent ausgeschaltet, sagte er. "Sobald sie eine Rakete abschießen, wird die Abschussrampe innerhalb von vier Minuten getroffen." Unabhängig überprüfen lassen sich diese Angaben nicht. Neben dem Nuklearprogramm und der Marine hatte die US-Regierung das Raketenprogramm des Irans zuvor als wichtigstes Kriegsziel genannt.
+++ 23:46 Französischer Rückholflug kehrt wegen Raketenbeschuss um +++
Ein zur Rückholung gestrandeter Franzosen Richtung Dubai gestarteter Air France-Flug hat wegen Raketenbeschuss in der Region umkehren müssen. "Diese Situation zeugt von der Instabilität in der Region und der Komplexität der Rückholaktionen", sagt Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot. Die Regierung hatte das Flugzeug gechartert, um französische Staatsbürger zurück nach Paris zu fliegen. "Wir sind uns der berechtigten Erwartungen unserer Landsleute vor Ort voll bewusst, aber ihre Rückkehr kann nur unter garantierten Sicherheitsbedingungen erfolgen", sagte der Minister.
+++ 22:56 Iran: Raketen mit Streumunition auf Israel abgefeuert +++
Irans Luftstreitkräfte haben in zwei neuen Wellen Raketen auf Israel gefeuert. Dabei seien auch Gefechtsköpfe mit Streumunition zum Einsatz gekommen, berichtet der staatliche iranische Rundfunk. "Raketenregen auf dem Weg nach Tel Aviv", betitelte der Rundfunk ein Video, das Leuchtspuren der sogenannten Clustermunition zeigen soll. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst. Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.
+++ 21:59 First Lady im Irak: "Lasst die Kurden in Ruhe" +++
Die kurdische Ehefrau des irakischen Präsidenten Abdel Latif Raschid, Schanas Ibrahim Ahmed, hat sich mit klaren Worten gegen eine mögliche Offensive kurdischer Kämpfer im Iran ausgesprochen. "Lasst die Kurden in Ruhe. Wir sind keine Waffen zur Miete", teilt Schanas heute mit. "Zu häufig denkt man nur dann an die Kurden, wenn ihre Stärke oder ihre Opfer gebraucht werden." Die Kurden seien aber keine "Schachfiguren der globalen Supermächte". Die irakische First Lady bezieht sich in ihrem Schreiben auf angebliche Pläne von US-Präsident Donald Trump, die iranischen Kurden im Irak für eine Bodenoffensive im Iran zu gewinnen.
+++ 21:30 Nato erhöht wegen Iran Einsatzbereitschaft der Raketenabwehr +++
Die Nato erhöht wegen des iranischen Raketenbeschusses auf die Türkei die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer ballistischen Abwehrsysteme. Das teilt ein Sprecher des militärischen Hauptquartiers im belgischen Mons mit.
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