Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:33 Trump behauptet, Putin sei für Deal bereit +++

15.01.2026, 00:01 Uhr

Kreml-Chef Wladimir Putin sei bereit, ein Abkommen zur Beendigung des Krieges Russlands gegen die Ukraine zu schließen, sagt US-Präsident Donald Trump im Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Putin sei demnach "bereit, einen Deal zu machen". Selenskyj sei das Hindernis, behauptet Trump. "Wir müssen Präsident Selenskyj dazu bringen, mitzumachen", sagt er.

+++ 05:43 Energie-Notlage in Kiew: Selenskyj greift Bürgermeister Klitschko an +++

Kein Strom, keine Heizung, aber strenger Frost - die ukrainische Führung schaltet sich in die bereits seit Tagen andauernde Notlage der Hauptstadt Kiew ein. Zugleich kritisiert Präsident Wolodymyr Selenskyj das bisherige Krisenmanagement der Stadtverwaltung unter Bürgermeister Vitali Klitschko. Für den gesamten Energiesektor der Ukraine werde der Notstand ausgerufen, teilt Selenskyj nach einer Krisensitzung mit. Es werde ein Koordinationsstab eingerichtet, der sich besonders um die Nöte der Dreimillionenstadt kümmern solle. Die Regierung habe die Lage in Kiew, Odessa, Dnipro, Krywyj Rih und Charkiw besprochen, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Wir sehen, dass viel gemacht worden ist, - insbesondere in Charkiw, wo sich die lokalen Behörden vorbereitet haben", sagt er. "Kiew hat leider deutlich weniger getan. In der Hauptstadt wurde sehr wenig unternommen." Auch jetzt gingen die Reparaturarbeiten dort nicht intensiv genug voran, kritisiert er.

+++ 04:45 Linke kritisiert beschleunigte Beschaffung bei der Bundeswehr: "Großes Geschenk an die Rüstungsindustrie" +++

Die Linke im Bundestag reagiert mit scharfer Kritik auf das neue Gesetz zur beschleunigten Planung und Beschaffung bei der Bundeswehr. Es sei "ein großes Geschenk an die Rüstungsindustrie", das der "Korruption Tür und Tor" öffne, sagt Fraktionsvize Janine Wissler dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion monierte unter anderem die Erhöhung der Schwellenwerte, unterhalb derer öffentliche Auftraggeber ohne ein Vergabeverfahren Aufträge erteilen dürfen, die sogenannten Direktaufträge.

+++ 03:45 Empörung in Mariupol: Russischer Verwaltung geht Geld für Schulessen aus +++

In der von Russland besetzten Stadt Mariupol wurden die Schulmahlzeiten aufgrund fehlender finanzieller Mittel der russischen Behörden eingestellt. Das berichtet der Stadtrat der eigentlich ukrainischen Stadt auf Telegram. "Die Einwohner von Mariupol berichten über Probleme bei der Organisation der Schulverpflegung in der Stadt. Ihren Angaben zufolge wurde in einer Reihe von Bildungseinrichtungen die vollständige Verpflegung der Schüler bereits eingestellt", so der Stadtrat. "Aufgrund fehlender Finanzierung" würden die Kinder derzeit kein warmes Essen erhalten. Zum Frühstück hätte es in der ersten Woche dieses Jahres nur ein Brötchen und Tee gegeben. Die Schulverwaltungen würden erwägen, die Kosten auf die Eltern umzulegen, heißt es weiter. Der Stadtrat sieht darin "Machenschaften zur Veruntreuung von Geldern".

+++ 02:18 Lettland: Belarussische Behörden unterstützen illegale Migration +++

Lettland wirft den Behörden des autoritär regierten Nachbarlands Belarus vor, Migranten beim Versuch zu unterstützen, illegal die Grenze zu übertreten. Demnach seien bei einem aufgegriffenen Grenzgänger Dokumente und Kommunikationsausrüstung eines belarussischen Militärangehörigen gefunden. Dies teilt die Armee des baltischen EU- und Nato-Landes mit. Auf den Mobilgeräten von Migranten seien zudem Bilder gefunden worden, die belarussische Grenzschutzbeamte zusammen mit Migranten zeigen sollen - auch in Militärfahrzeugen.

+++ 00:41 Ukrainische Behörden ordnen Evakuierung von Kindern aus mehreren Dörfern an +++

Die ukrainischen Behörden ordnen angesichts der jüngsten russischen Geländegewinne die Evakuierung von Kindern aus mehreren Dörfern in der südlichen Region Saporischschja an. "Wir haben eine schwierige, aber notwendige Entscheidung getroffen: die Evakuierung von Kindern zusammen mit ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten aus fünf Ortschaften in der Region Saporischschja anzuordnen", erklärt Vize-Regierungschef Oleksij Kuleba. Demnach sollen 40 Kinder in die zentralukrainische Region Tscherkassy gebracht werden. Eine Zwangsevakuierung sei "immer ein schwerer Schritt", sagt Kuleba. Doch sei sie angesichts des "dauerhaften Beschusses die einzige verantwortungsvolle Möglichkeit, Leben zu retten".

+++ 23:11 Geheimdienst: Russlands Verluste letztes Jahr auf zweithöchstem Stand +++

Das britische Verteidigungsministerium nimmt an, dass Russland im vergangenen Jahr ungefähr 415.000 seiner Soldaten verloren hat. Die Zahl bezieht sich auf getötete oder verletzte Soldaten zusammen. Dies wäre die zweithöchste Zahl seit Kriegsbeginn nach den geschätzten Verlusten von 430.000 Soldaten im Jahr 2024, schreiben die Briten in ihrem Geheimdienst-Update. Die Gesamtverluste der Russen sollen demnach bei etwa 1.230.000 Soldaten liegen.

+++ 21:55 Drohnenkräfte reklamieren gleich mehrere bedeutende Treffer gegen russische Flugabwehr +++

Ukrainische Drohneneinheiten haben nach eigenen Angaben insgesamt sechs russische Raketenabwehr- und Radarsysteme in nur 48 Stunden ausgeschaltet. Das teilt der Kommandeur der Drohnenkräfte, Robert Brovdi, bei Facebook mit. Ihm zufolge befanden sich die Flugabwehrsysteme in den Gebieten Donezk und Saporischschja.

+++ 21:22 Lettland: Risiko für russische Einmischung bei Wahl steigt +++

In Lettland stehen im Herbst die Parlamentswahlen an. Nach einer Einschätzung aus Riga steigt das Risiko für eine russische Einmischung. Es wäre naiv anzunehmen, dass Russland keine Versuche unternehmen würde, eine Schwachstelle oder einen Fehler im lettischen System auszunutzen, sagt Viktor Makarov, Sonderbeauftragter des lettischen Außenministeriums für digitale Fragen, in einer Ausschusssitzung. "Die Einmischung in die Wahlen beginnt nicht erst einen Tag oder drei Monate vor den Wahlen, die Gelegenheiten werden jetzt gesucht, sie wurden auch gestern gesucht", wird Makarov vom Nachrichtenportal Delfi zitiert. Er weist drauf hin, dass die EU-Institutionen über nützliche Instrumente verfügten, die eingesetzt werden können. Zu den generellen Gefahren gehören zum Beispiel Desinformation und Cyberangriffe.

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