Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 08:31 Iran beschlagnahmt chinesisches Sicherungsschiff nahe Hormus +++

18.05.2026, 08:32 Uhr

Der Iran hat nahe der Straße von Hormus ein unter honduranische Flagge fahrendes chinesisches Sicherungsschiff beschlagnahmt. Anscheinend ist Teheran nicht bereit, bewaffneten Schutz selbst durch solche Schiffe zuzulassen, die im Auftrag seines stärksten Partners unterwegs sind. Laut dem Eigner Sinoguards Marine Security setzten die iranischen Behörden das Schiff am Donnerstag fest, also am Tag des Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Trump und dem chinesischen Staatschef Xi in Peking. Einen Tag zuvor war einem chinesischen Tanker die Durchfahrt durch die Straße von Hormus gestattet worden.

+++ 07:48 Trumps Widersacherin Greene warnt vor Aufstand in den USA +++

Marjorie Taylor Greene, einst glühende Unterstützerin von Trump und nun erbitterte Widersacherin des US-Präsidenten, fordert ein Ende des Kriegs. Falls auch noch US-Truppen in den Iran geschickt würden, werde es in den USA zu einer "politischen Revolution" kommen, schreibt die rechte Hardlinerin bei X. Die Forderung, sich nicht mehr an Kriegen im Ausland zu beteiligen, sei auch so gemeint gewesen, mahnt die ehemalige Kongressabgeordnete.

+++ 07:05 Einflussreicher Republikaner verlangt weitere US-Schläge +++

Der einflussreiche US-Senator Lindsey Graham fordert weitere US-Angriffe auf den Iran. "Was Präsident Trump getan hat, war militärisch beeindruckend, aber es gibt noch weitere Ziele, und wir können noch mehr tun", um dem Iran zu schaden, sagte der Republikaner dem Sender NBC. US-Präsident Donald Trump hat gerade mit einer Wiederaufnahme des Krieges gedroht.

+++ 06:31 Libanon meldet Tod von Terroristen-Kommandeur durch Israel +++

Bei israelischen Angriffen im Libanon sind am Sonntag nach libanesischen Angaben sieben Menschen getötet worden, darunter ein Kommandeur der Terrororganisation Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Nach einer vom Gesundheitsministerium veröffentlichten vorläufigen Bilanz wurden bei Angriffen im Süden des Landes fünf Menschen getötet. Später meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA zwei weitere Tote bei einem israelischen Angriff im Osten des Libanon.

+++ 05:40 Söder kann sich Verlängerung des "Tankrabatts" vorstellen +++

Der Iran-Krieg hat für Preissprünge an der Zapfsäule gesorgt. Seit Anfang Mai gilt der "Tankrabatt" - bis Ende Juni. CSU-Chef Markus Söder kann sich danach eine Verlängerung vorstellen. Der bayerische Ministerpräsident sagt in der ARD-Sendung "Caren Miosga", der "Tankrabatt" scheine zu wirken: "Und wenn es nicht anders geht, könnte ich mir vorstellen, dass wir darüber diskutieren müssen, ihn zu verlängern." Dies hänge von der Preissituation ab.

+++ 04:40 Wegen Iran: Zahl der Hinrichtungen weltweit um fast 80 Prozent gestiegen +++

Die Zahl der weltweit erfassten Hinrichtungen im vergangenen Jahr ist massiv gestiegen. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty verzeichnete 2025 mindestens 2707 Hinrichtungen in 17 Ländern - so viele wie seit 44 Jahren nicht mehr. Im Jahr 2024 waren 1518 Hinrichtungen erfasst worden, ein Plus von fast 80 Prozent binnen Jahresfrist. Der deutliche Anstieg werde vor allem durch den Iran verursacht, wo mindestens 2159 Menschen hingerichtet worden seien, teilt Amnesty mit. Die iranischen Behörden setzten die Todesstrafe "weiterhin als Waffe ein, (...) um Angst in der Bevölkerung zu verbreiten" und diejenigen zu bestrafen, die das System herausforderten. Auch in diesem Jahr sind nach den Massenprotesten im Januar im Verlauf des Krieges gegen die USA und Israel bereits mehrere Menschen im Iran exekutiert worden.

+++ 03:39 Drohnenangriff auf Atomkraftwerk in Vereinigten Arabischen Emiraten treibt Ölpreise an +++

Nach einem Drohnenangriff auf ein Atomkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) haben die Ölpreise am Morgen angezogen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,32 Prozent auf 110,70 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI stieg um 1,75 Prozent auf 107,26 Dollar. Zuvor hatten Behörden der VAE mitgeteilt, sie untersuchten die Herkunft des Angriffs auf das Kernkraftwerk Barakah und behielten sich das Recht vor, auf derartige "terroristische Angriffe" zu reagieren.

+++ 02:42 Schifffahrtsdaten: Supertanker mit irakischem Öl auf dem Weg nach Vietnam +++

Der Supertanker "Agios Fanourios I" setzt nach einem fünftägigen Stopp durch die US-Marine im Golf von Oman seine Fahrt nach Vietnam fort. Das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff hat irakisches Rohöl an Bord und wird voraussichtlich am 30. Mai an der vietnamesischen Raffinerie Nghi Son eintreffen, wie aus Schifffahrtsdaten der LSEG hervorgeht. Der Tanker hatte die Straße von Hormus am 10. Mai verlassen, bevor er am 11. Mai im Golf von Oman wendete und am 16. Mai seine Reise wieder aufnahm. Das US-Zentralkommando hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, das Schiff sei im Rahmen der Durchsetzung der Blockade gegen den Iran umgeleitet worden.

+++ 01:39 Netanjahu: Israel "sehr nah" an Tötung aller Verantwortlichen für 7. Oktober +++

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu sieht das Ziel, alle Verantwortlichen für den Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 zu töten, nach eigenen Angaben nahezu erreicht. "Ich habe versprochen, dass jeder einzelne Architekt des Massakers und der Geiselnahme bis zum letzten ausgeschaltet wird, und wir sind sehr nah daran, diese Mission abzuschließen", sagt Netanjahu bei der wöchentlichen Kabinettssitzung. Am Freitag hatte die israelische Armee mitgeteilt, der Kommandeur des bewaffneten Arms der Hamas, Essedin al-Haddad, sei bei einem Luftangriff im Gazastreifen getötet worden. Netanjahu bezeichnet Haddad nun als "verabscheuungswürdigen Terroristen".

+++ 00:36 G7-Treffen: Klingbeil sieht Weltwirtschaft durch Iran-Krieg bedroht +++

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat vor den globalen wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges und der Blockade der Straße von Hormus gewarnt. "Dieser Krieg schadet der wirtschaftlichen Entwicklung massiv", sagt der SPD-Politiker am Abend vor seinem Abflug zum G7-Treffen der Finanzminister und Notenbankgouverneure in Paris. Es müsse alles getan werden, um den Konflikt dauerhaft zu beenden und freie Seewege zu gewährleisten. Die G7 seien der richtige Rahmen, um mit den USA und anderen Staaten über diese drängenden Fragen zu sprechen. Europa setze dabei auf Kooperation statt Konfrontation sowie auf offenen Handel. Die aktuellen Krisen zeigten zudem, dass Deutschland und Europa bei Rohstoffen, Energie und Lieferketten unabhängiger und krisenfester werden müssten.

+++ 23:20 Saudi-Arabien: Haben drei Drohnen abgefangen +++

Saudi-Arabien hat eigenen Angaben zufolge drei Drohnen abgefangen, die aus dem irakischen Luftraum in sein Hoheitsgebiet eingedrungen waren. Das Verteidigungsministerium des Königreichs erklärt, es werde die notwendigen operativen Maßnahmen ergreifen, um auf jeden Versuch zu reagieren, seine Souveränität und Sicherheit zu verletzen. Zwar haben sich die Feindseligkeiten im Iran-Konflikt seit Inkrafttreten der Waffenruhe im April weitgehend abgeschwächt, doch wurden vom Irak aus Drohnen in Richtung der Golfstaaten, darunter Saudi-Arabien und Kuwait, gestartet.

+++ 22:06 Libanon: Mindestens fünf Tote bei neuen israelischen Angriffen +++

Trotz der Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon sind bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon nach libanesischen Angaben am Sonntag mindestens fünf Menschen getötet worden. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden in der Ortschaft Tayr Felsay drei Menschen getötet, darunter ein Kind. Zwei Tote, unter ihnen ein weiteres Kind, gab es demnach in der Ortschaft Tayr Debba. Bei den Angriffen wurden nach Angaben des Ministeriums insgesamt elf Menschen verletzt.

+++ 21:07 Bericht: Trump berät Dienstag mit US-Sicherheitsberatern über den Iran +++

US-Präsident Donald Trump wird voraussichtlich am Dienstag das Lagezentrum zum Iran einberufen. Er wolle mit seinen wichtigsten nationalen Sicherheitsberatern die Optionen für militärische Maßnahmen gegen den Iran erörtern, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei Insider. Reuters konnte den Bericht zunächst nicht bestätigen.

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