Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:47 Lettland: Russische Drohnen abgestürzt - Öllager in Grenzstadt getroffen +++
In Lettland sind nach Angaben der Armee des Landes zwei aus Russland kommende Drohnen abgestürzt. Eine der Drohnen sei in ein Öllager in einer Stadt nahe der russischen Grenze gestürzt, meldet der nationale Rundfunk LSM unter Berufung auf die Polizei und den Rettungsdienst. Einheiten der Streitkräfte, der Polizei sowie des Rettungsdienstes seien am Absturzort, teilt die Armee mit.
+++ 04:22 Ukraine will private Militärfirmen legalisieren +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj weist die Regierung an, noch in diesem Jahr einen gesetzlichen Rahmen für private Militärfirmen zu schaffen. In seiner Abendansprache begründet er den Schritt damit, dass Ukraine im globalen Sicherheitsmarkt eine eigene Rolle einnehmen solle. Innenminister Klymenko betont, ukrainische Soldaten verfügten über "beispiellose Kampferfahrung", die nach dem Krieg eine berufliche Perspektive für Veteranen bieten solle. Das Modell solle "transparent und kontrolliert" sein und verfassungskonform bleiben.
+++ 03:27 Witkoff und Umjerow treffen sich in Miami +++
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff wird sich US-Regierungsquellen zufolge noch in dieser Woche mit dem Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, treffen. Umjerow solle dafür nach Miami reisen, heißt es aus dem Weißen Haus. Über die geplanten Gesprächsinhalte ist nichts bekannt. Bei den Verhandlungen um den Ukraine-Krieg fehlt es derzeit an sichtbaren Fortschritten.
+++ 02:05 Ukraine rüstet Bahnhöfe mit modularen Schutzunterkünften aus +++
Der ukrainische Staatsbahn-Betreiber Ukrzaliznyzja stellt mehr als 800 modulare Schutzunterkünfte an Bahnhöfen und kritischen Bahnanlagen im ganzen Land auf – zum Schutz der Mitarbeiter vor den zunehmenden russischen Angriffen auf die Bahninfrastruktur. Seit Anfang 2026 hat die Bahn bereits 983 Angriffe auf ihr Streckennetz registriert. Dass die Unterkünfte Leben retten können, zeigte sich dem Unternehmen zufolge bereits: Am Dienstag überlebte ein Zugschaffner in der Oblast Charkiw einen Angriff, weil er rechtzeitig eine solche Unterkunft erreichte.
+++ 00:51 Ukraine: Vier Tote nach russischen Drohnenangriffen auf Sumy +++
Die Behörden der nordostukrainischen Region Sumy melden vier Tote bei russischen Drohnenangriffen. Unter den Opfern seien zwei Mitarbeiterinnen eines Kindergartens. Kinder hätten sich zum Zeitpunkt des Angriffs jedoch nicht in dem Gebäude befunden. Eine weitere Person sei ums Leben gekommen, als ein Wohnhaus von einer Drohne getroffen wurde. Ein Mann sei durch eine Mine getötet worden, die mutmaßlich von russischen Streitkräften abgeworfen wurde. Auch in Großstädten wie Charkiw, Krywyj Rih und Saporischschja seien bei Luftangriffen private Gebäude und Infrastruktur beschädigt worden. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha schreibt auf X, dies zeige, dass Russland den Frieden ablehne. "Putin geht es nur um Militärparaden, nicht um Menschenleben."
+++ 00:01 Selenskyj: Russland ignoriert Feuerpause +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagt zahlreiche Verstöße Russlands gegen die von Kiew ausgerufene Feuerpause. Bisher antworte Russland auf den Vorschlag einer Waffenruhe nur mit neuen Schlägen und Attacken, sagt er in seiner abendlichen Videobotschaft. "Abhängig von der Lage heute Abend und morgen werden auch wir unsere völlig angemessene Antwort festlegen", so Selenskyj. Russland habe ein klares Angebot bekommen und wisse, wie die Ukraine oder deren Partner für Detailfragen zu erreichen sei, sagt er und gibt damit der der Feuerpause noch eine zweite Chance.
+++ 23:12 Russland droht erneut und fordert Diplomaten zum Verlassen Kiews auf +++
Russland bekräftigt seine Drohung mit einem massiven Luftangriff auf Kiew, sollte die Ukraine versuchen, die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland am 9. Mai zu stören. Das Außenministerium in Moskau fordert Diplomaten auf, die ukrainische Hauptstadt rasch zu verlassen, sollte die Parade in Anwesenheit von Präsident Wladimir Putin angegriffen werden. Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wirft Außenamtssprecherin Maria Sacharowa vor, "aggressive und drohende Erklärungen" abzugeben. Selenskyj hatte mit Blick auf die geplante Parade erklärt, Moskau fürchte sich offenbar vor Drohnen über dem Roten Platz.
+++ 21:57 Bericht: Halbes FSB-Gebäude auf der Krim nach Drohnenangriff zerstört +++
Drohnen haben Berichten zufolge ein Gebäude des russischen Geheimdienstes FSB im besetzten Armjansk auf der Krim getroffen. Auf Videos in sozialen Netzwerken sind Explosionen und die Schäden an dem Gebäude zu sehen. Der pro-ukrainische Telegram-Kanal "Crimean Wind" berichtet, "die Hälfte des FSB-Gebäudes ist vollständig zerstört". Der von Russland eingesetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow bestätigt Drohnenangriffe auf die Halbinsel und ruft die Bevölkerung zur Ruhe auf. Die Ukraine hat sich zu dem Angriff bislang nicht geäußert. Die Angaben können unabhängig nicht überprüft werden.
+++ 21:16 Litauen will von Deutschland abziehende US-Truppen in Europa halten +++
Litauen hofft nach den Worten von Präsident Gitanas Nauseda, dass aus Deutschland abgezogene US-Truppen in Europa bleiben. Das baltische Land beherberge derzeit mehr als 1000 US-Soldaten und sei bereit, künftig weitere aufzunehmen, erklärt er weiter. US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich angekündigt, 5000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Später legte er nach, dass es weit mehr sein werden.
+++ 20:29 Polens Geheimdienst meldet "beispiellosen Anstieg" hybrider Angriffe aus Russland +++
Polen hat in den vergangenen zwei Jahren Geheimdienstangaben zufolge einen "beispiellosen Anstieg" hybrider Angriffe zumeist aus dem benachbarten Russland erlebt. Laut einem Bericht des Inlandsgeheimdienstes ABW wurden seit 2024 allein 69 Verfahren wegen Spionage eröffnet - so viele wie in den 30 Jahren zuvor zusammengerechnet. Der Geheimdienst bezeichnet darin von "russischen Sonderdiensten inspirierte und organisierte" Sabotageakte als "die größte Herausforderung". Diese richteten sich insbesondere gegen militärische Anlagen, wichtige Infrastruktur-Einrichtungen und öffentliche Gebäude. Betroffen waren demnach auch Orte, die mit der Organisation von Hilfe für die Ukraine in Verbindung stehen. Aus dem benachbarten und mit Russland verbündeten Belarus gibt es dem Bericht zufolge Versuche der Infiltration insbesondere bei der Exil-Opposition.
+++ 19:38 Russland verdoppelt Rohstoffeinnahmen dank Iran-Krieg +++
Russland hat im April nach Angaben des Finanzministeriums auch dank des Iran-Kriegs 917 Milliarden Rubel (gut zehn Milliarden Euro) an Steuern für die Rohstoffförderung eingenommen. Das ist mehr als doppelt so viel wie noch im März mit 443 Milliarden Rubel (4,9 Milliarden Euro), wie aus der vom Ministerium veröffentlichten Statistik hervorgeht. Der April war der erste Monat, in dem sich die Preissteigerungen an den Weltmärkten infolge des Iran-Kriegs voll bemerkbar machten. Allerdings kommt der Geldregen nicht uneingeschränkt im Haushalt an. So gab die Regierung die Hälfte der Öleinnahmen an die russische Petrolindustrie zurück. Die Konzerne sollten damit einerseits die Preissteigerungen im Land für Benzin und Diesel dämpfen und andererseits ihre Raffinerien modernisieren und reparieren.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.