Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:10 Nach ukrainischen Angriffen: Signalisiert Moskau Bereitschaft zum Dialog mit Europa? +++

17.05.2026, 00:01 Uhr

Der Kreml sieht laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass lebhafte Diskussionen in Europa über die Notwendigkeit eines Dialogs mit Russland und bezeichnet dies in Person von Sprecher Dmitri Peskow als "eine gute Sache". Demnach habe es einen Umdenkprozess gegeben, "dass man irgendwann mit den Russen reden muss". Peskow sagte dies am Nachmittag nach massiven ukrainischen Drohnenangriffen auf die Region Moskau mit mehreren Toten. In der Vergangenheit hatte der Kreml stets betont, in den USA den einzigen legitimen Vermittler bei Friedensverhandlungen mit der Ukraine zu sehen.

+++ 18:09 Angriffsszenario auf die Nato: Zivilschutz braucht laut Rot-Kreuz-Präsident Gröhe Milliarden +++

Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Herrmann Gröhe, warnt vor Milliardendefiziten beim Zivil- und Bevölkerungsschutz in Deutschland. "Wenn die Bundesregierung mit einem Angriffsszenario auf die Nato 2029 rechnet, muss sie den Schutz der Bevölkerung erst recht heute angehen und nicht morgen", sagt Gröhe der "Süddeutschen Zeitung". Derzeit werde ehrenamtlichen Helfern teils Material zur Verfügung gestellt, "mit dem schon ihre Großeltern gearbeitet" hätten. "Das kann doch nicht wahr sein. "Die großen Hilfsorganisationen fordern eine Zeitenwende im Zivilschutz. "Für den Kraftakt brauchen wir als Deutsches Rotes Kreuz zwei Milliarden Euro bis 2027", sagt Gröhe. "Danach eine Milliarde Euro jährlich." Ohne starke Hilfsorganisationen gebe es keinen wirksamen Bevölkerungsschutz, mahnt auch Oliver Meermann, Bundesvorstand der Johanniter-Unfallhilfe. Die jährlichen Mittel für die Hilfsorganisationen und ihre Partner müssten insgesamt dauerhaft auf etwa 2,6 Milliarden Euro jährlich vervierfacht werden, fordert er.

+++ 17:22 Inder bei ukrainischem Drohnenangriff auf Moskau getötet +++

Bei einem Drohnenangriff in der Region Moskau ist nach Angaben der indischen Botschaft in Russland ein indischer Arbeiter ums Leben gekommen. Drei weitere seien verletzt worden. Vertreter der Botschaft seien vor Ort gewesen und hätten die Verletzten im Krankenhaus besucht. Man arbeite mit den örtlichen Behörden zusammen, um den Arbeitern die nötige Hilfe zukommen zu lassen. Russischen Behörden zufolge war Moskau in der Nacht Ziel des größten ukrainischen Drohnenangriffs auf die Hauptstadt seit mehr als einem Jahr. Mindestens drei Menschen seien in der Region Moskau getötet worden.

+++ 16:29 Militärexperte Lange: "AfD redet dem Feind das Wort" +++

Militärexperte Nico Lange kritisiert die Position der AfD gegenüber Russland. "Die AfD kann sich nicht entscheiden, ob Putin friedliebend ist und nur durch den 'bösen Westen' zum Angriff gedrängt wurde oder ob Putin so brutal und gewalttätig ist, dass man ihn nicht reizen darf, weil er uns sonst bombardiert", schreibt Lange auf X. "So oder so redet die AfD dem Feind das Wort." Zuvor hatten Aussagen von AfD-Chefin Alice Weidel Empörung bei Unterstützern der Ukraine ausgelöst. Weidel hatte die ukrainische Kriegsführung als "ein hohes sicherheitspolitisches Risiko auch für die Bundesrepublik Deutschland" bezeichnet: "Sie können nicht (....) dem großen Bären mit einem heißen Eisen die ganze Zeit im Auge herumstochern wie der Drohnenangriff tief nach Russland hinein und dann erwarten, dass nichts passiert." Der Bär - damit meint Weidel offensichtlich Russland - werde irgendwann mit der Pranke ausholen. Die Ukraine-Politik der Bundesregierung habe Deutschland "einem erhöhten Sicherheitsrisiko ausgesetzt".

+++ 15:41 "Ukraine hat momentan leichtes militärisches Übergewicht" +++

Die Ukraine greift als Reaktion auf die russische Offensive Großstadtregionen wie Sewastopol und Moskau an. Die Attacken sind für Russland sowohl psychologisch als auch wirtschaftlich ein Problem, wie Sicherheitsexperte Frank Umbach einordnet.

+++ 15:03 Dutzende Ausfälle an Flughäfen in Moskau wegen Drohnengefahr durch Ukraine +++

In Moskau kommt es nach massiven ukrainischen Drohnenangriffen heute zu dutzenden Flugausfällen. Auf den Flughäfen der russischen Hauptstadt sitzen Reisende stundenlang fest, weil es wegen der Drohnengefahr zeitweilig keine Starts und Landungen gibt. Dutzende Flüge fallen aus, verspäten sich oder werden auf andere Airports umgeleitet. Russischen Behörden zufolge war Moskau in der Nacht Ziel des größten ukrainischen Drohnenangriffs auf die Hauptstadt seit mehr als einem Jahr. Mindestens drei Menschen seien in der Region Moskau getötet worden.

+++ 14:23 AfD-Chefin Weidel: Kriegsführung der Ukraine "ein hohes sicherheitspolitisches Risiko für Deutschland" +++

Nach Meinung von AfD-Chefin Alice Weidel stellt die Kriegsführung der Ukraine "ein hohes sicherheitspolitisches Risiko auch für die Bundesrepublik Deutschland" dar. Dies sagte Weidel beim verteidigungspolitischen Forum der AfD-Fraktion im Bundestag. "Sie können nicht (....) dem großen Bären mit einem heißen Eisen die ganze Zeit im Auge herumstochern wie der Drohnenangriff tief nach Russland hinein und dann erwarten, dass nichts passiert." Der Bär - damit meint Weidel offensichtlich Russland - werde irgendwann mit der Pranke ausholen. Die Ukraine-Politik der Bundesregierung habe Deutschland "einem erhöhten Sicherheitsrisiko ausgesetzt". Weidel kündigte an, dass die AfD im Falle einer Machtübernahme auf eine "Ausgleichspolitik" setzen werde. Die Ukraine fliegt in den vergangenen Monaten in ihrem Abwehrkampf immer wieder erfolgreiche Drohnenangriffe bis tief nach Russland hinein und zielt dabei vor allem auf die Energieinfrastruktur. In der vergangenen Nacht hatte Kiew sogar die Region um die russische Hauptstadt Moskau ins Visier genommen. Dabei wurden nach Angaben russischer Behörden nahe Moskau mindestens drei Menschen getötet. Der Gouverneur des Moskauer Gebiets Andrej Worobjow sprach auch von fünf Verletzten, nachdem im Zuge der Angriffe zahlreiche Wohnhäuser beschädigt worden seien. In Moskau berichtete Bürgermeister Sergej Sobjanin von zwölf Verletzten beim Angriff auf eine Ölraffinerie. Getroffen worden seien Bauarbeiter nahe der Anlage, das Werk selbst sei technisch weiter intakt. Eigentlich rühmt sich die Hauptstadtregion damit, über die beste und dichteste Flugabwehr in Russland zu verfügen. Treffer gab es zwar schon in der Vergangenheit. Die Hauptstadtmedien berichten nun aber von einem der heftigsten ukrainischen Angriffe seit Beginn der russischen Invasion vor mehr als vier Jahren - und den größten seit Jahresbeginn. Weidel äußerte ihre Kritik an der Kriegsführung der Ukraine bereits vor den jüngsten Angriffen.

+++ 13:43 Behörden: Weiteres Todesopfer in Grenzregion Belgorod +++

Bei einer massiven Angriffswelle mit fast 600 ukrainischen Drohnen sind in Russland mindestens vier Menschen getötet worden. Ein Todesopfer gab es den Behörden zufolge in Belgorod. In der an die Ukraine grenzenden Region wurde in der Nacht im Bezirk Schebekino ein Mann bei einem Drohnenangriff auf einen Lastwagen getötet, wie die örtlichen Behörden mitteilten.

+++ 12:26 Selenskyj: Haben Oblast Moskau mit Drohnen angegriffen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigt den Drohnenangriff auf die russische Oblast Moskau. "Unsere Antworten auf die Verlängerung des Krieges durch Russland und seine Angriffe auf unsere Städte und Gemeinden sind vollkommen gerechtfertigt", schreibt Selenskyj auf X. Die Entfernung von der ukrainischen Staatsgrenze betrage mehr als 500 Kilometer, erklärt Selenskyj. Die Konzentration der russischen Luftabwehr in der Region Moskau sei die höchste. "Aber wir überwinden sie." Man teile den Russen damit klar mit: "Ihr Staat muss seinen Krieg beenden."

+++ 11:46 Bericht: Zwei Tote und mehr als 20 Verletzte bei russischen Angriffen in Cherson und Saporischschja +++

Bei russischen Angriffen in den Regionen Cherson und Saporischschja sind am Samstag offenbar zwei Menschen getötet und 23 weitere verletzt worden. Das meldet die Ukrainska Pravda unter Berufung auf die Militärverwaltungen der beiden Regionen. Unter den Verletzten ist demnach ein Kind. Mehrere Häuser, eine Tankstelle und ein Kleinbus seien beschädigt worden. 

+++ 10:54 Ukrainischer Generalstab meldet mehr als 200 Front-Gefechte +++

Im Laufe des vergangenen Tages hat es offenbar 234 Zusammenstöße zwischen ukrainischen und russischen Truppen gegeben. Das meldet die Nachrichtenagentur Ukrinform mit Verweis auf den Generalstab der Streitkräfte der Ukraine. Besonders schwer umkämpft waren demnach die Frontabschnitte bei Pokrowsk und Huliaipole.

+++ 10:02 Russland: Haben mehr als 500 ukrainische Drohnen abgefangen +++

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht und am Morgen im ganzen Land 556 ukrainische Drohnen abgefangen. Allein im Großraum Moskau seien in den vergangenen 24 Stunden mehr als 120 Drohnen abgeschossen worden, teilt der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin, mit. Drei Häuser seien bei dem Angriff beschädigt worden. Russland teilt stets nur mit, wie viele feindliche Drohnen abgefangen wurden, nicht aber, wie viele die ukrainischen Streitkräfte gestartet haben.

+++ 09:22 Drohnenalarm in Lettland: Flugobjekt durchquert Luftraum +++

Im Baltikum haben die Streitkräfte des EU- und Nato-Mitglieds Lettland Anwohner über eine mögliche Bedrohungslage durch eine Drohne im Osten des Landes informiert. Das Flugobjekt sei am Morgen in den Luftraum eingedrungen und habe diesen dann wieder verlassen, teilen die Streitkräfte mit. Kampfjets der Nato seien aktiviert worden, heißt es, ohne nähere Angaben. In der Vergangenheit kam es bereits zu Explosionen durch Drohnenvorfälle auf lettischem Gebiet. "Solange die russische Aggression in der Ukraine andauert, ist es möglich, dass es erneut zu Vorfällen kommt, bei denen ausländische Drohnen in den lettischen Luftraum eindringen oder sich diesem nähern", teilt das Militär weiter mit. Der Luftraum werde ständig überwacht, gemeinsam mit den Nato-Verbündeten sei auch schnelle Reaktion auf Bedrohungslagen gewährleistet.

+++ 08:47 Ukrainische Luftwaffe: Russland greift Ukraine mit fast 300 Drohnen an +++

Russland hat die Ukraine in der Nacht offenbar mit 287 Drohnen angegriffen. Das schreibt das Portal Ukrainska Pravda unter Berufung auf die ukrainische Luftwaffe. Demnach wurden 279 dieser Drohnen abgeschossen oder gestört. 

+++ 07:50 Behörden: Mindestens drei Tote bei ukrainischem Angriff auf Großraum Moskau +++

Bei einem ukrainischen Angriff auf den Großraum Moskau sind in der Nacht nach Angaben russischer Behörden mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Zudem seien bei Drohnenangriffen zwölf Menschen verletzt worden, die meisten von ihnen in der Nähe der Moskauer Ölraffinerie. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärt, die "Technik" der Raffinerie sei nicht beschädigt worden. 

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Bewohner stehen vor zerbrochenen Fenstern in einem beschädigten Wohnhaus nach einem ukrainischen Drohnenangriff in Krasnogorsk in der Region Moskau. (Foto: REUTERS)

+++ 07:13 Russland-Experte erwartet keinen raschen Angriff gegen Nato +++

Der Historiker Matthias Uhl hält die Warnungen von Bundespolitikern und Sicherheitsexperten vor einem baldigen Angriff Russlands auf Deutschland oder ein anderes Nato-Land für überzogen. "Es wäre unklug, jenen Experten Beachtung zu schenken, die zu Dramatisierungen neigen, ohne das Potenzial Russlands wirklich zu kennen", sagt er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. In seinem Buch "Wie stark ist Russland wirklich? Die Wahrheit über Putins Militärmacht" warnt er vor einem für den Westen "fatalen Rüstungswettlauf". Er plädiert für eine Abschreckung mit Augenmaß sowie für Dialog der EU mit Russland. Der Experte beklagt, dass zahlreiche deutsche Experten in Militär- und Sicherheitsfragen der russischen Propaganda von der "zweitstärksten Armee" der Welt erlegen seien. Das deutsche Bild beruhe nicht selten auf Fehlwahrnehmungen oder Mythen. "Dies führt zu einer Überschätzung der russischen Fähigkeiten und birgt die Gefahr, in eine fatale Rüstungsspirale zu geraten, die der Nato keine Vorteile in der Auseinandersetzung mit Russland bringt." Kremlchef Wladimir Putin versuche zwar, mit Waffenschauen und Raketentests, den Eindruck einer vermeintlichen Stärke russischer Rüstungsindustrie zu erzeugen. "Doch nichts ist weiter von der Realität entfernt", betont Uhl in seinem Buch.

+++ 06:23 Behörden: Ukraine greift Sewastopol mit Drohnen an +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russisch besetzte Marinestadt Sewastopol auf der Halbinsel Krim sind nach Behördenangaben in der Nacht mehrere Wohnblocks und Häuser beschädigt worden. Zudem hätten Trümmer einer abgeschossenen Drohne eine Hochspannungsleitung getroffen, wodurch Stromausfälle verursacht worden seien, schreibt der Verwaltungschef der Stadt, Michail Raswoschajew, auf der Plattform Telegram. Das Kraftwerk der Stadt sei aber nicht getroffen worden. Insgesamt seien 25 Drohnen über mehreren Stadtteilen und dem Schwarzen Meer abgeschossen worden, schreibt Raswoschajew weiter. Verletzt worden sei nach vorläufigen Informationen niemand.

+++ 05:43 Bürgermeister: 64 Drohnen über Moskau abgeschossen +++

Russland meldet ukrainische Drohnenangriffe auf die Hauptstadt Moskau. Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtet auf Telegram, von Mitternacht bis zum frühen Morgen seien 64 Drohnen abgeschossen worden.

+++ 04:47 Kiew: Verfolgen jede einzelne Drohne durch Belarus +++

Die Einheiten für unbemannte Systeme der ukrainischen Streitkräfte nehmen alle Drohnen, die durch den belarussischen Luftraum geflogen sind, genau ins Visier. Ukrinform zitiert Robert "Madyar" Brovdi, Kommandeur der unbemannten Systemstreitkräfte. "Wir verfolgen jede einzelne Shahed-Drohne, die über belarussische Luftkorridore in Richtung Ukraine unterwegs ist", bemerkt Brovdi. Ihm zufolge kann der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko sein eingeschüchtertes Volk nicht ständig über "Neutralität" belügen.

+++ 03:33 Estland: Kosten für Rüstungsgüter um 50 Prozent gestiegen +++

Die europäischen Länder sehen sich mit steigenden Kosten für Verteidigungsgüter konfrontiert - in den letzten zwei Jahren sind die Preise in einigen Fällen aufgrund erhöhter Nato-Verteidigungsausgaben um mehr als 50 Prozent gestiegen. Der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur äußert sich dazu auf der Lennart-Meri-Sicherheitskonferenz in Tallinn, wie Ukrinform unter Berufung auf Bloomberg berichtet. "Wir stellen fest, dass die Preise für einige Artikel um 50 oder 60 Prozent gestiegen sind, wenn wir die vor zwei Jahren gekauften Mengen - also die gleichen Artikel - jetzt erhöhen wollen", sagt er. Der drastische Preisanstieg bei Waffen und militärischer Ausrüstung erschwert die Verteidigungsausgabenpläne der Nato, da Europa unter Druck steht, rasch aufzurüsten. Bloomberg merkt zudem an, dass Europa einen Großteil der Lieferungen für die Ukraine übernehmen muss, während die USA ihren Fokus auf andere Regionen richten.

+++ 02:03 Rumänische Behörden entschärfen Blindgänger nahe der ukrainischen Grenze +++

Das rumänische Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass auf einem Grundstück nahe der Grenze zur Ukraine ein nicht explodiertes Geschoss entdeckt wurde. Das Geschoss wurde im Hof ​​eines unbewohnten Hauses im Dorf Pardina im rumänischen Kreis Tulcea gefunden, berichtet der "Kyiv Independent". Rumänien teilt eine 650 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Das Ministerium bezeichnet das Objekt als ein "ungelenktes reaktives Geschoss", macht aber keine Angaben zur Herkunft. "Technische Überprüfungen bestätigten das Vorhandensein von zwei Kilogramm Sprengstoff im Geschosskörper", heißt es in der Erklärung. Laut dem rumänischen Verteidigungsministerium wurde "das Geschoss kontrolliert gezündet".

+++ 00:18 Kanzleramtsminister Frei besucht Irpin und Butscha +++

Eine deutsche Delegation unter der Leitung von Kanzleramtsminister Thorsten Frei hat laut Ukrinform die Region Kiew besucht. Der Leiter der Kiewer Regionalverwaltung, Mykola Kalashnyk, schreibt auf Facebook, die Delegation habe Irpin und Butscha besucht - beide Städte sind seit dem russischen Überfall auf die Ukraine zu Symbolen des Widerstands geworden. In Irpin besuchte die Delegation die Romanivskyi-Brücke, die in den ersten Kriegstagen zu einer Evakuierungsroute für Tausende von Zivilisten wurde, die vor der russischen Besatzung und dem Beschuss flohen.

+++ 23:14 USA lassen Ausnahme von Sanktionen auf russisches Öl auslaufen +++

Die USA haben eine Ausnahmeregelung auslaufen lassen, die in den vergangenen Wochen angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise Sanktionen auf russisches Öl gelockert hatte. Vor gut einem Monat hatte eine Behörde des Finanzministeriums mitgeteilt, den Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auf Schiffe geladen wurde, bis zur Nacht auf diesen Samstag von US-Verboten auszunehmen. Bis zum Nachmittag (Ortszeit) veröffentlicht die Behörde auf ihrer Website keinen Hinweis über eine Verlängerung der Maßnahme.

+++ 22:00 Paris und Kiew wollen Zusammenarbeit bei Abwehrsystemen vertiefen +++

Bei einem Telefonat haben der französische Präsident Emmanuel Macron und sein ukrainischer Amtskollege Wolodymyr Selenskyj über die Stärkung der Flugabwehr der Ukraine gesprochen. "Frankreich ist bereit, an ballistischen Abwehrfähigkeiten zu arbeiten", schrieb Selenskyj auf X. Er danke Macron dafür und sprach von einem "wichtigen Schritt". Macron schrieb seinerseits auf X, dass sich die Ukraine auf Frankreich verlassen könne.

+++ 21:05 Selenskyj plant Maßnahmen wegen Transnistrien: Russland sollte mehr an eigene Raffinerien denken +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich eng mit der Regierung der Republik Moldau über das Vorgehen angesichts der jüngsten Schritte Russlands in Bezug auf das Separatistengebiet Transnistrien abstimmen. "In Moskau erzählen sie (...) oft, dass sie angeblich nur am Donbass interessiert seien. In Wirklichkeit geht es bei weitem nicht nur um den Donbass. Darauf müssen wir reagieren", sagte Selenskyj. Er habe das ukrainische Außenministerium angewiesen, mit Moldau eine gemeinsame Bewertung und gemeinsame Maßnahmen zu erarbeiten. "Ich erwarte auch Vorschläge von den ukrainischen Geheimdiensten bezüglich der Form der Reaktion. Russland sollte mehr über seine eigenen Raffinerien und Ölumschlaganlagen nachdenken, statt über die Bürger anderer Staaten und die Länder anderer Völker." Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuvor die Ausgabe russischer Pässe im Separatistengebiet Transnistrien erleichtert und damit den Druck auf die Republik Moldau verstärkt.

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