Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 09:31 Pakistan hofft auf konstruktive Gespräche in Islamabad +++

11.04.2026, 00:01 Uhr

Pakistan hofft auf förderliche Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Außenminister Ishaq Dar sagt anlässlich der Ankunft der US-Delegation in Islamabad, er hoffe, die beiden Staaten würden sich konstruktiv einbringen. Zudem bekräftigt er seinem Ministerium zufolge den Wunsch der pakistanischen Regierung, die Parteien weiterhin dabei zu unterstützen, eine "dauerhafte und tragfähige Lösung für den Konflikt" zu finden.

+++ 08:18 Aus diesen Köpfen besteht die US-Delegation +++

US-Vizepräsident JD Vance sowie die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind einem pakistanischen Insider zufolge in Islamabad eingetroffen. Vance leitet die US-Delegation bei den Gesprächen mit dem Iran über eine Beendigung des Krieges.

+++ 07:31 Auch US-Delegation in Islamabad eingetroffen +++

Spitzenvertreter der US-Regierung sind Insidern zufolge in Pakistan eingetroffen, um durch Gespräche mit dem Iran den sechswöchigen Krieg zu beenden. Ein Flugzeug mit der US-Delegation an Bord sei in der Hauptstadt Islamabad gelandet, teilen zwei pakistanische Insider Reuters mit.

+++ 06:51 China plant offenbar, dem Iran weitere Luftverteidigung zu schicken +++

China bereitet sich offenbar darauf vor, dem Iran in den kommenden Wochen neue Systeme zur Luftverteidigung zukommen zu lassen. Das berichten CNN und die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf eine Analyse des US-Geheimdiensts. Peking könnte die MANPAD-Systeme, also schultergestützte Luft-Abwehrraketen, über Drittländer verschicken, um die Herkunft zu verschleiern, heißt es. Weder das US-Verteidigungsministerium noch das Weiße Haus oder die chinesische Botschaft in Washington wollten sich zu den Berichten äußern.

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Solche MANPAD-Systeme sind auch im Ukraine-Krieg im Einsatz. (Foto: picture alliance / Anadolu)

+++ 05:43 Iraner seit 1000 Stunden vom Internet abgeschnitten +++

Die Iraner sind inzwischen seit 1000 Stunden vom Zugang zum globalen Internet ausgeschlossen. Das teilte die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks in der Nacht auf der Plattform X mit. Es handelt sich demnach um die bislang längste landesweite Internetsperre weltweit. Mit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar hatte die Regierung in Teheran den Zugang zum weltweiten Internet weitgehend gesperrt. Die 90 Millionen Iraner können seitdem nur auf ein eingeschränktes internes Netzwerk zugreifen, in dem lediglich staatlich genehmigte Inhalte zur Verfügung stehen. Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats dagegen nutzt das Internet weiter ohne Einschränkungen. Auch iranische Medien publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X - also auf Portalen, die eigentlich gesperrt sind.

+++ 04:43 Kuwait meldet Verletzte durch Drohnenangriff +++

Im Golfstaat Kuwait sind nach offiziellen Angaben mehrere Mitglieder der Nationalgarde verletzt worden - offenbar bei einem Drohnenangriff. Bei einer "iranischen Aggression" seien Einrichtungen der Nationalgarde getroffen und mehrere Mitglieder verletzt worden, erklärt das Verteidigungsministerium. Demnach ist der Zustand der Verletzten stabil. Das Ministerium gibt weiter an, in den vergangenen 24 Stunden sieben Drohnen entdeckt und abgefangen zu haben.

+++ 03:49 Israel: Waffenruhe mit Hisbollah bei Libanon-Gesprächen kein Thema +++

Israel will bei den mit dem Libanon geplanten Gesprächen nicht über eine Waffenruhe mit der pro-iranischen Hisbollah-Miliz sprechen. Der israelische Botschafter in Washington, Yechiel Leiter, erklärt, Israel habe "formalen Friedensverhandlungen" mit der libanesischen Regierung zugestimmt. Israel weigere sich aber, über "eine Waffenruhe mit der Terrororganisation Hisbollah" zu sprechen. Die Miliz greife weiterhin Israel an und sei "das Haupt-Hindernis für Frieden zwischen beiden Ländern".

+++ 02:43 Trump: Werden Straße von Hormus "bald" öffnen +++

US-Präsident Donald Trump kündigt eine baldige Öffnung der Straße von Hormus an. "Das wird nicht einfach sein. Ich würde sagen - wir werden sie bald öffnen", sagt Trump vor Journalisten, ohne weitere Details zu nennen. "Wir werden den Golf mit oder ohne sie (die Iraner) öffnen", sagt Trump weiter und fügt hinzu: "Ich denke, es wird ziemlich schnell passieren, und wenn nicht, werden wir es zu Ende bringen." Andere Länder böten dabei ihre Hilfe an. "Andere Länder nutzen die Meerenge. Wir haben also andere Länder, die sich melden, und sie werden helfen." Welche Länder helfen wollen, sagt Trump nicht.

+++ 01:35 Bericht: Libanon und USA bitten Israel um Angriffspause vor Gesprächen +++

Die libanesische Regierung und die US-Regierung haben laut einem Medienbericht Israel um eine "Pause" bei seinen Angriffen auf die Hisbollah gebeten. Dies solle vor den für kommende Woche geplanten direkten Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon geschehen, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei Insider.

+++ 00:19 Krieg kostet USA bislang 25 Milliarden US-Dollar +++

Der Iran-Krieg hat die USA und ihre Verbündeten einem Forschungsinstitut zufolge bislang 25 bis 35 Milliarden US-Dollar gekostet. Der untere Rand der Schätzung umfasst Kosten, die den USA angefallen sind, der obere Rand berücksichtigt auch Kosten, die bei Partnernationen in der Region entstanden sind. Das geht aus Schätzungen für das American Enterprise Institute hervor, die von Elaine McCusker erhoben wurden, einer hochrangigen Budgetbeamtin im Pentagon während der ersten Trump-Regierung. Demnach haben die USA und ihre Partner Abfangraketen im Wert von rund 13,7 Milliarden Dollar sowie Bomben und Raketen für Angriffe im Wert von 9,7 Milliarden Dollar abgefeuert. Die Gefechtsschäden an US-Beständen, wie etwa zerstörte oder beschädigte Flugzeuge, werden auf 2,6 Milliarden Dollar geschätzt.

+++ 23:08 Libanon bestätigt Verhandlungen mit Israel für kommenden Dienstag +++

Der Libanon hat Verhandlungen mit Israel über eine Waffenruhe für kommenden Dienstag in Washington bestätigt. Dies hätten die Botschafter Libanons und Israels in Washington und der US-Botschafter im Libanon vereinbart, erklärt das Präsidialbüro in Beirut. Gegenstand dieses "ersten Treffens" sei die mögliche "Bekanntgabe einer Waffenruhe" und des "Beginns von Verhandlungen zwischen dem Libanon und Israel unter Federführung der USA". Am Donnerstag hatte die israelische Regierung bekannt gegeben, sie wolle direkte Gespräche mit dem Libanon über die Entwaffnung der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz und über friedliche Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern aufnehmen.

+++ 22:21 Irans Verhandlungsdelegation in Islamabad eingetroffen +++

Die iranische Verhandlungsdelegation ist in Islamabad angekommen. Das berichten iranische Medien. Zu den Unterhändlern zählten Außenminister Abbas Araghtschi, der Sekretär des Verteidigungsrates, der Chef der Zentralbank sowie mehrere Parlamentsabgeordnete. Angeführt werde die Gruppe von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf. Ghalibaf hat zuvor auf X erklärt, die USA hätten zugestimmt, eingefrorene iranische Vermögenswerte freizugeben und den Libanon in die Feuerpause einzubeziehen. Die Verhandlungen würden nicht beginnen, bevor diese Voraussetzungen erfüllt seien, betont Ghalibaf.

+++ 21:55 Israel: Haben 180 Hisbollah-Kämpfer in einer Minute getötet +++

Israels Militär hat nach eigenen Angaben bei einer koordinierten Angriffswelle auf Stellungen der Hisbollah im Libanon innerhalb einer Minute mehr als 180 Kämpfer getötet. Laut Armee wurden am Mittwoch rund 100 Ziele in Beirut, im Bekaa-Tal und im Südlibanon getroffen, darunter Kommandozentren, militärische Infrastruktur und Waffenlager. Das Militär erklärt weiter, von diesen Kommandozentren aus hätten Hisbollah-Kämpfer Angriffe gegen israelische Soldaten und Zivilisten vorbereitet und geplant. Die meisten der angegriffenen Einrichtungen hätten sich inmitten ziviler Wohngebiete befunden.

+++ 21:25 Insider: Trump verzichtet auf TV-Ansprache zu Waffenstillstand +++

US-Präsident Donald Trump hat Insidern zufolge auf eine geplante Fernsehansprache an die Nation zu dem Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran verzichtet. Berater hätten Bedenken geäußert, die noch fragile Vereinbarung im Vorfeld der am Samstag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad beginnenden Friedensgespräche zu sehr zu loben, sagten drei mit den Vorgängen vertraute Personen. Das Präsidialamt weist die Darstellung zurück und teilt mit, eine solche Ansprache sei nie auf Ebene des Präsidenten diskutiert worden. Trump hatte die Feuerpause am Dienstag nur wenige Stunden vor Ablauf eines Ultimatums über die sozialen Medien verkündet.

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