Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 09:20 Israels Armee meldet Luftalarm im Norden des Landes +++

04.06.2026, 00:12 Uhr

Die israelische Armee teilt mit, dass im Norden Israels Luftalarm ausgelöst worden sei, einer davon habe sich als Fehlalarm herausgestellt. Bei dem ersten Vorfall sei ein "feindliches Flugzeugs in der Gegend von Kfar Juval" festgestellt worden. Der Vorfall sei "abgeschlossen" worden, es habe keine Verletzten gegeben. Ein zweiter Alarm in der Gegend von Al-Aramsche habe sich als Fehlalarm herausgestellt.

+++ 08:21 Libanon meldet Drohnenangriffe trotz Waffenruhe +++

Trotz eines neuen Anlaufs, die bisher kaum wirksame Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah umzusetzen, kommt es im Libanon weiter zu israelischen Angriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtet am Morgen von mindestens zwei Drohnenangriffen auf verschiedene Fahrzeuge im Süden des Landes. Das israelische Militär äußert sich bislang nicht.

+++ 07:13 Zivilschutz: Acht Tote bei neuen israelischen Angriffen auf Gaza-Stadt +++

Bei neuen israelischen Angriffen auf den Gazastreifen sind nach Zivilschutz-Angaben mindestens acht Menschen getötet worden. Die israelische Luftwaffe habe im Morgengrauen mehrmals Gaza-Stadt angegriffen, sagt Zivilschutzsprecher Mahmud Bassal. Es habe mindestens acht Todesopfer gegeben. Nach Krankenhausangaben wurden zudem mindestens 15 Menschen verletzt.

+++ 06:05 Trump stellt rasche Einigung mit dem Iran in Aussicht +++

US-Präsident Donald Trump stellt eine baldige Einigung in den Verhandlungen mit dem Iran in Aussicht. Die Gespräche liefen gut und die Unterzeichnung von Dokumenten stehe kurz bevor, sagt Trump vor Journalisten im Weißen Haus. Ein Abschluss könne bereits am Wochenende erfolgen, auch wenn dies noch nicht sicher sei.

+++ 04:45 Trump will hochangereichertes Uran aus dem Iran übernehmen +++

Die USA werden nach den Worten von US-Präsident Donald Trump im Rahmen eines derzeit diskutierten Abkommens die iranischen Bestände an hochangereichertem Uran übernehmen. "Wir werden es uns in nicht allzu ferner Zukunft holen", sagt Trump. Die Uran-Vorräte Teherans sind ein Hauptstreitpunkt in den Verhandlungen.

+++ 04:00 Bericht: Trump würde Iran wieder angreifen, falls US-Soldaten getötet würden +++

Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" hat US-Präsident Donald Trump seinen Beratern privat gesagt, dass er erwägen werde, den Waffenstillstand mit dem Iran zu beenden, falls amerikanische Soldaten getötet würden. Dem Bericht zufolge, der sich auf anonyme Regierungsbeamte beruft, bleibt die wochenlange Pause größerer US-Militäreinsätze trotz einer anhaltenden Reihe gewaltsamer Gefechte mit iranischen Streitkräften bestehen. Die Zurückhaltung des Präsidenten, den Krieg neu zu entfachen, deutet demnach darauf hin, dass dieser bereit sein könnte, kleine Aufflackern über Wochen oder sogar Monate hinzunehmen, um einen breiteren Konflikt im Nahen Osten zu vermeiden.

+++ 02:46 Bericht: Sanitäter bei israelischem Angriff auf medizinisches Team im Süden des Libanon getötet +++

Nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA haben israelische Kampfflugzeuge ein medizinisches Team in der Ortschaft Zebdine im Bezirk Nabatäa "gezielt" angegriffen und dabei einen Sanitäter getötet. Ein weiteres Mitglied des Teams sei bei dem Angriff verletzt worden, berichtet die NNA.

+++ 01:23 Schaffung von "Testgebieten": Israel und Libanon vereinbaren "Umsetzung" von Waffenruhe +++

Israel und der Libanon haben sich nach US-Angaben auf die "Umsetzung einer Waffenruhe" geeinigt. Voraussetzung dafür sei, dass die Hisbollah-Miliz das Feuer vollständig einstelle und sich aus dem Gebiet südlich des Litani-Flusses zurückziehe, teilt das US-Außenministerium nach Verhandlungen in Washington mit. Zudem sollen rasch "Testgebiete" eingerichtet werden, in denen ausschließlich die libanesische Armee die Kontrolle übernimmt und nicht-staatliche Akteure ausgeschlossen werden. In der Woche vom 22. Juni wollen beide Seiten die direkten Gespräche fortsetzen, um ein umfassendes Abkommen zu erzielen. Alle beteiligten Parteien verurteilen der gemeinsamen Erklärung zufolge zudem die iranischen Angriffe in der Region.

+++ 00:12 US-Repräsentantenhaus stimmt für Einschränkung von Trumps Macht im Iran-Krieg +++

Im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump eine innenpolitische Niederlage erlitten: Das US-Repräsentantenhaus in Washington beschloss am Mittwoch mehrheitlich eine sogenannte Kriegsbefugnis-Resolution, die Trumps Macht einschränken und den Krieg beenden soll. Damit sie in Kraft tritt, müsste auch der Senat zustimmen. Die Entschließung gilt als symbolisch, da Trump sie mit einem Veto stoppen könnte. Im Repräsentantenhaus stimmten vier republikanische Abgeordnete mit den Demokraten, die den Text eingebracht hatten. Im Kongress gibt es Unmut, weil Trump den Militäreinsatz gegen den Iran Ende Februar ohne parlamentarische Zustimmung begonnen hatte. Laut US-Verfassung hat aber der Kongress "die Befugnis (...), Krieg zu erklären".

+++ 23:35 Trump verbreitet Optimismus: Iran-Gespräche könnten am Wochenende erfolgreich enden +++

US-Präsident Donald Trump hat sich erneut optimistisch über eine bevorstehende Einigung mit dem Iran geäußert. Die Verhandlungen liefen "sehr gut" und womöglich gebe es eine Einigung am Wochenende, sagte er in Washington. Trump widerspricht damit Äußerungen des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi. Dieser hatte erklärt, es gebe "keine greifbaren Fortschritte". Zur Bedingung für weitere Gespräche machte der Iran erneut, dass Israel seine Angriffe auf die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon einstelle. Trump sagt dazu, er würde das Thema Libanon gerne "getrennt" behandeln. Zu einer möglichen Einigung mit dem Iran fügt Trump hinzu: "Es kann natürlich auch sein, dass es nicht dazu kommt, man weiß es ja nicht -, aber wenn es passiert, könnte es zum Beispiel am Wochenende passieren." Verhandelt wurde zuletzt über ein Rahmenabkommen für eine 60-tägige Verlängerung der Feuerpause. Währenddessen sollten Gespräche über das iranische Atomprogramm stattfinden.

+++ 22:50 Trump gibt Versprechen zur Straße von Hormus +++

US-Präsident Donald Trump verspricht, dass die Straße von Hormus "sofort nach Unterzeichnung" eines Abkommens mit Teheran wieder geöffnet werde. Trump sagt vor Reportern außerdem, er versuche, die Wiedereröffnung der für den Welthandel wichtigen Meerenge von den andauernden Kämpfen im Libanon zu trennen. Die israelische Invasion im Libanon und die Angriffe der proiranischen Hisbollah auf Israel erschweren eine Einigung aktuell erheblich.

+++ 22:10 Irans Außenminister: Kontakt zu Washington besteht, Fortschritte gibt es nicht +++

Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi sagt in einem Interview mit dem libanesischen Sender Al Mayadeen, dass die Kontakte zwischen Teheran und Washington zwar nicht abgerissen seien, es jedoch keine Fortschritte bei den Verhandlungen gebe. Beide Seiten prüften derzeit ausgetauschte Entwürfe. Zudem warnt der Minister: Sollte Israel die libanesische Hauptstadt Beirut angreifen, werde der Iran entschlossen reagieren.

+++ 21:27 Irans Revolutionsgarden schieben Verantwortung für Kuwait-Angriff auf US-Patriotsystem +++

Ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden bestreitet, dass sie für den Angriff verantwortlich seien, der einen Teil des Passagierterminals des internationalen Flughafens von Kuwait beschädigt habe. Stattdessen behauptet er laut Al Dschasira, dieser sei durch eine Fehlfunktion eines in den USA hergestellten Patriot-Raketensystems verursacht worden. Belege dafür gibt es nicht. 

+++ 20:37 Netanjahu: Trumps Friedensrat soll über Entwaffnung von Hamas entscheiden +++

Entscheidungen über das Vorgehen gegen die Hamas im Gazastreifen und eine mögliche Entwaffnung der Extremistengruppe werden dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zufolge gemeinsam mit dem Friedensrat getroffen. Beschlüsse über die Art und den Zeitpunkt von Maßnahmen würden mit dem Gremium ("Board of Peace") abgestimmt, sagt Netanjahu in einem Interview des US-Senders CNBC. US-Präsident Donald Trump hatte den Rat im vergangenen Jahr zur Überwachung eines schrittweisen Waffenstillstands eingerichtet.

+++ 19:48 Netanjahu spielt Streit mit Trump herunter +++

Der Konflikt mit dem Iran ist nach Einschätzung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu noch nicht ausgestanden. "Es ist im Iran noch nicht vorbei, sie sind jedoch geschwächt", sagt Netanjahu in einem Interview des US-Senders CNBC. Mit US-Präsident Donald Trump stimme er in den wesentlichen Punkten bezüglich des Irans überein. Gelegentliche taktische Meinungsverschiedenheiten würden ausgeräumt. Mit Blick auf die Hisbollah-Miliz erklärt Netanjahu zudem, viele derjenigen, die Israel angriffen, hielten sich in der libanesischen Hauptstadt Beirut auf.

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