Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:37 Berichte über Explosionen nahe russischen Öldepots auf der Krim +++

07.06.2026, 00:41 Uhr

Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim haben Anwohner offenbar Explosionen gehört. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Telegram-Kanal "Crimean Wind". Demnach berichten Anwohner von einem Drohnenangriff. Die Explosionen seien in der Nähe der Öldepots in Feodossija und in Lenino gemeldet worden. 

+++ 08:53 Ukrainische Angriffswelle trifft erneut St. Petersburg +++

Zum zweiten Mal binnen weniger Tage hat die Ukraine St. Petersburg während des dortigen Wirtschaftsforums ins Visier genommen. Die Einwohner werden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen - ein nie dagewesener Vorgang. Auch in anderen Regionen Russlands brennen Militär- und Ölanlagen.

+++ 08:29 Mindestens zwei Tote bei russischen Angriffen auf Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja +++

Bei erneuten russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Nacht zum Sonntag mindestens zwei Menschen getötet worden. Ein 59-jähriger Mann sei bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf die zentralukrainische Region Dnipropetrowsk getötet worden, erklärte der örtliche Gouverneur Oleksandr Hanscha am Sonntag im Onlinedienst Telegram. Nach Angaben des staatlichen Rettungsdiensts wurde zudem ein 56-jähriger Minibusfahrer bei einem Drohnenangriff in der südlichen Region Saporischschja getötet. Bei den Angriffen auf Dnipropetrowsk sei außerdem ein 35-jähriger Mann verletzt und Infrastruktur beschädigt worden, erklärte Hanscha weiter.

+++ 07:59 Nato baut Präsenz an Nordostflanke in Schweden und Finnland aus +++

Die Nato baut ihre Präsenz in Schweden und Finnland aus. Am Samstag begannen neu geschaffene Einheiten in den beiden nordischen Ländern ihren Einsatz, wie die Militärallianz mitteilt. Die sogenannten Forward Land Forces (FLF) umfassen eine Kampfgruppe im schwedischen Boden sowie ein multinationales Hauptquartier in Rovaniemi in Finnland. Die Region sei "eine der strategisch bedeutendsten, mit einem Umfeld, das zu den schwierigsten der Welt zählt", erklärt der Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa, US-General Alexus Grynkewich.  

+++ 07:21 Medien: Russland nimmt Straße zwischen Charkiw und Sumy ins Visier +++

Die russische Armee hat offenbar begonnen, eine Straße zwischen Charkiw und Sumy anzugreifen. Das schreiben ukrainische Medien mit Verweis auf einen Berater des Verteidigungsministers. Demnach hat sie einen Autobahnabschnitt in der Nähe von Bohoduchiw ausgewählt, der mit 20 Kilometern Entfernung am nächsten an der Grenze liegt. 

+++ 06:22 Selenskyj trifft Merz, Macron und Starmer +++

Der neue Vorstoß des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für Gespräche mit Russland über ein Ende des Ukraine-Krieges ist zunächst ins Leere gelaufen. Der russische Staatschef Wladimir Putin hat ihn am Freitag abgeblockt. Trotzdem setzt man im Berliner Kanzleramt und anderen europäischen Regierungszentralen darauf, dass sich Putin langfristig Verhandlungen nicht entziehen kann. Um sich darauf vorzubereiten, kommen am heutigen Sonntag in London Bundeskanzler Friedrich Merz, der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer mit Selenskyj zusammen.

+++ 05:42 Bericht: Ukrainische Kampfdrohnen greifen Eisenbahnnetz in Donezk und Luhansk an +++

Ukrainische Drohnen haben in der Nacht Energie- und Transportinfrastruktur in den besetzten Gebieten Luhansk und Donezk angegriffen. Das berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf den unabhängigen Telegram-Nachrichtenkanal Exilenova Plus. Laut dem Bericht wurde am späten Abend in der Nähe des Dorfes Rodakove in der Oblast Luhansk die Eisenbahninfrastruktur von Kampfdrohnen angegriffen, wodurch ein Umspannwerk in Flammen aufging. In der Nähe von Chystiakove in der Oblast Donezk brach an einer weiteren Eisenbahninfrastrukturstelle ein Feuer aus. Laut Exilenova Plus trafen Kampfdrohnen am frühen Morgen des 7. Juni auch ein Wärmekraftwerk in der Stadt Zuhres in der Oblast Donezk.

+++ 04:45 Armenien steht vor richtungsweisender Parlamentswahl +++

In Armenien wird am heutigen Sonntag ein neues Parlament gewählt. Der seit 2018 amtierende Regierungschef Nikol Paschinjan, der das Land der EU annähern möchte, hofft dabei auf die Wiederwahl seiner Partei Zivilvertrag. Stärkster Herausforderer ist der pro-russische Milliardär Samwel Karapetjan mit seiner Oppositionspartei Starkes Armenien.

+++ 03:52 Pistorius begrüßt große Resonanz zum "Tag der Bundeswehr" +++

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat sich erfreut über die große Resonanz beim diesjährigen "Tag der Bundeswehr" geäußert. Bis zum Nachmittag seien bereits 307.000 Besucherinnen und Besucher gezählt worden, sagt Pistorius in Weißenfels in Sachsen-Anhalt. Dies seien 70.000 mehr als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. "Daran sieht man: Das Interesse ist enorm", sagt der SPD-Politiker. Der "Tag der Bundeswehr" sei für viele Menschen in Deutschland "eine nicht so häufige Gelegenheit, die Bundeswehr von innen zu erleben", fügte der Minister hinzu. Und dies in einer Zeit, "in der wir sie wieder mehr brauchen als noch vor zehn Jahren".

+++ 02:47 Litauen: Sozialdemokraten wollen Populisten aus der Regierung werfen +++

Im baltischen EU- und Nato-Mitgliedsland Litauen ist das bislang regierende Viererbündnis zerbrochen. Die Sozialdemokraten beschlossen auf einer Parteitagung in Vilnius, die Zusammenarbeit mit der populistischen Partei Morgenröte von Nemunas zu beenden und aus ihrer Mitte-Links-Koalition auszuschließen. Parteichef Mindaugas Sinkevicius begründet den Schritt mit der Unberechenbarkeit der Protestpartei sowie der zunehmenden Radikalisierung von deren Gründer und Vorsitzenden Remigijus Zemaitaitis. In der Regierungskoalition war es zuletzt vermehrt zu Spannungen gekommen. So stimmte die Morgenröte von Nemunas im Mai gegen den auch von der Opposition unterstützten Bau eines neuen Militärübungsplatzes nahe der Grenze zu Belarus.

+++ 01:42 Ukraine: 40 russische Angriffe binnen 24 Stunden auf Dnipropetrowsk +++

Die russische Armee hat fünf Bezirke in der Region Dnipropetrowsk angegriffen und dabei sechs Menschen verletzt, darunter einen Minderjährigen. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf Oleksandr Hanzha, den Leiter der regionalen Militärverwaltung von Dnipropetrowsk. "Sechs Menschen wurden verletzt. Unter ihnen ist ein Kind. Der Feind hat fünf Bezirke der Region mehr als 40 Mal mit Drohnen und Artillerie angegriffen", heißt es in der Meldung.

+++ 00:44 Nato-Diplomaten: Ukraine-Hilfen über 70 Milliarden Euro in Planung +++

Die Nato-Staaten erwägen eine neue Militärhilfezusage in Höhe von 70 Milliarden Euro für die Ukraine. Laut der Plattform "Politico" soll das Hilfspaket während des Gipfeltreffens des Bündnisses im nächsten Monat in Ankara vorgestellt werden. Der Bericht beruft sich auf vier Nato-Diplomaten. Der von Deutschland im vergangenen Monat eingebrachte Vorschlag sieht demnach einen neuen Mechanismus zur Erhöhung der Transparenz bei der Finanzierung der Ukraine vor. Einige Länder beklagen, dass sie bislang unverhältnismäßig stark für die Unterstützung Kiews verantwortlich seien, während andere zu wenig beitragen.

+++ 23:19 IAEA: Längster Notstromeinsatz am Atomkraftwerk Saporischschja beendet +++

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) teilt mit, dass die externe Stromversorgung im Kernkraftwerk Saporischschja nach einem der längsten Stromausfälle wiederhergestellt sei. "Die externe Stromversorgung des Kernkraftwerks ZNPP wurde heute Morgen nach einem 15-stündigen Ausfall wiederhergestellt, in dem das Kraftwerk auf Notstromaggregate angewiesen war, um die sechs abgeschalteten Reaktoren zu kühlen", heißt es in einer Erklärung der IAEA auf der Plattform X. Die Agentur weist darauf hin, dass dies der 18. Ausfall der externen Stromversorgung während des Krieges war und zugleich einer der längsten.

+++ 22:07 Kiews Chef-Diplomat: Putin hat Chance verpasst, aus seinem "gescheiterten Krieg" auszusteigen +++

Nach Darstellung des ukrainischen Außenministers Andrij Sybiha hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Chance vertan, "aus seinem gescheiterten Krieg auszusteigen", indem er das Angebot von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu direkten Friedensgesprächen ausschlug. Für Russland werde sich die Lage nur noch weiter verschlechtern, schreibt Sybiha auf X. "Die Misserfolge werden immer demütigender ausfallen." Es gebe in Russland "bereits keine sicheren Orte mehr, die vor den ukrainischen Angriffen mit weitreichenden Waffen sicher wären - und deren Intensität wird weiter zunehmen". Die russische Wirtschaft werde tiefer in die Rezession abrutschen (...) und "die Inflation wird vor allem die Schwächsten hart treffen", ist sich Sybiha sicher.

+++ 21:10 Selenskyj bedankt sich bei Journalisten für Berichterstattung über "Russlands Verbrechen" +++

Anlässlich des Journalistentags in der Ukraine bedankt sich Präsident Wolodymyr Selenskyj bei ukrainischen Reportern und Journalisten aus dem Ausland. "Alles, was ukrainische Journalisten dokumentieren, ist unsere Wahrheit über diesen Krieg und Beweis für russische Verbrechen", schreibt Selenskyj auf X. Es sei wichtig, "dass diese Arbeit von hoher Qualität ist und dazu beiträgt, dass Russland für all seine Verbrechen und Angriffe auf das Leben zur Rechenschaft gezogen" werde. "Heute danken wir auch all jenen engagierten ausländischen Medienschaffenden, die auf der richtigen Seite der Geschichte stehen und dafür sorgen, dass die Welt nicht vergisst oder schweigt angesichts dessen, was in der Ukraine geschieht", so der Präsident. "Genau diese aktive Unterstützung hilft uns dabei, Hilfe auf politischer Ebene zu sichern." Selenskyj erinnert auch an all jene Journalisten, die seit der russischen Invasion bei ihrer Arbeit ums Leben gekommen sind.

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