Iran-Krieg im Liveticker+++ 10:34 Israel ruft 29 Orte zur Evakuierung auf - Angriffe geplant +++
Die israelische Armee ruft die Menschen in 29 Orten im Süden des Libanon dazu auf, sich wegen geplanter Angriffe in Sicherheit zu bringen. Der arabischsprachige Armeesprecher Avichay Adraee gibt auf X zwei aufeinanderfolgende Warnungen aus, zunächst eine für 13 Orte im Süden des Libanon, anschließend für 16 weitere Orte nördlich des Flusses Sahrani. Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich fordert Ministerpräsident Netanjahu nach den jüngsten Drohneneinschlägen "mit Nachdruck" auf, "Gebäude in Dahijeh zum Einsturz zu bringen". Der israelische Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir erklärt, Dahijeh müsse "erzittern". Dahjieh ist der Name für die Region der südlichen Beiruter Vororte.
+++ 10:07 Hisbollah beschießt Israels Norden mit Sprengstoff-Drohnen +++
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Angaben erneut den Norden Israels mit Sprengstoff-Drohnen angegriffen. Das israelische Militär teilt mit, es habe zwei Einschläge auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zum Libanon gegeben. Niemand sei verletzt worden. Zuvor hatten in mehreren Orten an der Nordgrenze Warnsirenen geheult. Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtet, eine Drohne sei im Bereich des Grenzorts Schlomi eingeschlagen. Von der Hisbollah gibt es bisher zunächst keine Reaktion.
+++ 09:33 Katar kämpft in Teheran für Abkommen +++
Katarische Unterhändler sind einem Insider zufolge am Morgen nach Teheran geflogen. Die Reise stehe im Zusammenhang mit den Bemühungen um den Abschluss eines Abkommens zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran, sagt die mit der Angelegenheit vertraute Person. Führende Vertreter der USA und Pakistans haben für den heutigen Sonntag die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens in Aussicht gestellt, das den mehr als dreimonatigen Krieg beenden soll. Aus Teheran sind jedoch Zweifel an dem Zeitplan zu vernehmen gewesen.
+++ 08:41 Trump will sich mit Iran-Deal beschenken, Teheran stellt sich quer +++
US-Präsident Donald Trump verkündet eine Vereinbarung mit dem Iran, doch der will davon nichts wissen. Noch sei es zu früh, um von einer Einigung zwischen den Kriegsparteien zu sprechen. Währenddessen verspricht Trump bereits: Sofort nach Unterzeichnung soll die Straße von Hormus frei sein.
+++ 07:29 CDU-Außenexperte Beyer mahnt zur Vorsicht: "Signale sind widersprüchlich" +++
Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, am heutigen Sonntag ein Abkommen mit dem Iran unterzeichnen zu wollen, ist nach Ansicht des Außenexperten der Unionsfraktion, Peter Beyer, mit Vorsicht zu bewerten. Der CDU-Politiker sagt der "Rheinischen Post": "Zu oft sind ähnliche Ankündigungen in der Vergangenheit gescheitert." Beyer mahnt zugleich: "Die widersprüchlichen Signale aus Washington, Teheran und vom Vermittler Pakistan zeigen: Verlässlichkeit ist hier noch lange keine Realität." Dennoch könne eine grundsätzliche Rahmeneinigung zwischen den USA und dem Iran nach Wochen schwerer Gewalt ein erster Schritt aus der Eskalation sein. Entscheidend sei allerdings auch, "wie Israel in eine solche Vereinbarung einbezogen würde", betont Beyer.
+++ 06:20 Iran dementiert: "Heute definitiv keine Unterzeichnung des Abkommens" +++
Die iranischen Revolutionsgarden dementierten, dass der Iran am heutigen Sonntag ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten unterzeichnen würde. Sie kritisieren auch Donald Trumps "ungewöhnliches Beharren" auf diesem Termin. Iranische Unterhändler hätten den Revolutionsgarden signalisiert, dass das "Abkommen noch nicht finalisiert ist und eine Unterzeichnung am Sonntag definitiv nicht stattfinden wird", zitiert CNN die Revolutionsgarden. "Einige Beobachter glauben, dass sein Beharren von dem Wunsch getrieben sein könnte, den Anlass symbolisch zu nutzen und ihn zu einem persönlichen PR-Ereignis zu machen." Donald Trump feiert am 14. Juni seinen 80. Geburtstag. Der Iran erklärte bereits am Samstag, dass es keine Unterschrift binnen 24 Stunden geben werde.
+++ 05:43 USA-Iran-Deal: Wird heute unterschrieben? +++
Im zähen Ringen zwischen den USA und dem Iran um ein Kriegsende scheint ein Durchbruch bevorzustehen. Beide Seiten sowie der Vermittler Pakistan sprechen von der zeitnahen Unterzeichnung eines Abkommens. Laut US-Präsident Donald Trump soll die Vereinbarung heute finalisiert werden. Das pakistanische Außenministerium schreibt auf der Plattform X, eine virtuelle Zeremonie zur Unterzeichnung sei für heute geplant. Von iranischer Seite wurde dies zunächst weder bestätigt noch dementiert. Außenamtssprecher Esmail Baghai sagte zuvor, die Unterzeichnung könnte in den kommenden Tagen stattfinden.
+++ 04:40 Israelische Soldaten entdecken Karten von Grenzdörfern in Hisbollah-Tunnel +++
Die israelische Armee setzt die Räumung der Tunnel unterhalb des Beaufort-Rückens im Süden des Libanons fort, wie das Militär mitteilt. Die israelischen Streitkräfte (IDF) hätten in einem der Tunnel Karten entdeckt, auf denen Ortschaften im Norden Israels an der Grenze zum Libanon verzeichnet waren. Laut KAN News errichtete die Hisbollah einen weitläufigen unterirdischen Komplex, der für den Notfalleinsatz der Terrorgruppe gedacht war, nachdem sie die mittelalterliche Burg Beaufort durch Israels Anti-Terror-Operation verloren hatte. Das Tunnelsystem sei ein "zentraler Knotenpunkt der Terrororganisation Hisbollah in diesem Gebiet" gewesen, hieß es weiter. Den Armeeangaben zufolge wurde das Tunnelsystem vom Iran finanziert und so konzipiert, dass es Hunderten Kämpfern Schutz bieten kann.
+++ 01:27 Medien: Proteste vor Irans Außenministerium gegen Friedensvereinbarung mit den USA +++
Im Iran haben dutzende Menschen gegen eine Friedensvereinbarung mit den USA demonstriert. Sie riefen vor einem Büro des Außenministeriums in der Stadt Maschhad Parolen gegen Außenminister Abbas Araghtschi, der zuvor in einem Fernsehinterview über ein mögliches Abkommen gesprochen hatte. Auf einem Video, das die iranische Nachrichtenagentur Fars verbreitet, waren Frauen in schwarzen Umhängen zu sehen, die "Tod dem ehrlosen Araghtschi" skandierten.
+++ 22:40 Israelischer Ex-Diplomat zu möglichem Deal: "Trump ist in eine neue Phase eingetreten" +++
Israels ehemaliger Generalkonsul in Los Angeles, Yaki Dayan, bewertet das Drängen von US-Präsident Donald Trump auf ein Abkommen mit dem Iran als einen Richtungswechsel in Washington, der in Israel Besorgnis ausgelöst habe. In einem Interview mit dem israelischen Radiosender 103FM sagt Dayan, Trump sei in eine neue Phase eingetreten. "Trump hat eine neue Phase eingeleitet. Er konzentriert sich nun auf den Weltfrieden, den Frieden mit dem Iran und die Erweiterung der Abraham-Abkommen", erklärt Dayan laut der "Jerusalem Post". "Er wird durch Zeichen und Wunder zeigen wollen, dass er ein Präsident des Friedens ist." Zu den Einzelheiten des sich abzeichnenden Abkommens mit Teheran sagt Dayan, das Bild sei nicht ermutigend.
+++ 21:23 Starmer bekundet gegenüber Trump Unterstützung für Iran-Abkommen +++
Der britische Premierminister Keir Starmer betont in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump, dass jedes Abkommen mit dem Iran einen "dauerhaften und nachhaltigen Frieden" gewährleisten solle. Starmers Büro teilt mit, der Premier habe bekräftigt, dass Großbritannien "bereit sei, die Umsetzung jedes Friedensabkommens zu unterstützen und mit internationalen Partnern zusammenzuarbeiten, um dessen Erfolg zu gewährleisten". In der Erklärung heißt es weiter, beide Staatschefs seien sich einig, dass die Freiheit der Schifffahrt wiederhergestellt werden müsse.
+++ 20:11 US-Insider: Geplantes Abkommen ist sehr gut +++
Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter bezeichnet das sich abzeichnende Abkommen mit dem Iran als sehr gut. Die USA werden sich an der Minenräumung in der Straße von Hormus beteiligen, sobald die Vereinbarung besiegelt ist, erklärt er.
+++ 19:24 USA wollen bei G7-Gipfel über weitere Iran-Schritte sprechen +++
US-Präsident Donald Trump will beim G7-Gipfel nach US-Angaben über das weitere Vorgehen rund um ein Rahmenabkommen im Iran-Krieg sprechen - dabei könnte es auch um eine Beteiligung bei der Minenräumung in der Straße von Hormus gehen. Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter sagt vorab, G7-Länder hätten erklärt, es gebe einiges, was sie tun könnten, sobald ein Rahmenabkommen steht. Er spricht die Minenräumung in der für den Ölhandel wichtigen Meerenge an. Die USA hätten in dem Bereich Möglichkeiten, aber auch einige der G7-Länder verfügten über erhebliche Kapazitäten, die sie freiwillig zur Verfügung stellen wollten, ergänzt er.
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