Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:43 Eingefrorenes russisches Vermögen: Gericht in Moskau fordert 200 Milliarden Euro von Euroclear +++

15.05.2026, 00:01 Uhr

Ein Gericht in Moskau hat der milliardenschweren Schadenersatzklage der russischen Zentralbank gegen den belgischen Finanzdienstleister Euroclear laut Medienberichten stattgegeben. Euroclear müsse 18,17 Billionen Rubel (umgerechnet etwa 200 Milliarden Euro) zahlen, urteilt nun ein Moskauer Gericht in erster Instanz laut dem Wirtschaftsportal RBK. Euroclear verwaltet den Großteil des in der EU nach Moskaus Invasion in die Ukraine festgesetzten russischen Vermögens. Demnach setzt sich die festgelegte Schadenssumme aus den etwas mehr als 180 Milliarden Euro zusammen, die auf den Euroclear-Konten blockiert sind, und knapp 20 Milliarden an entgangenem Gewinn für die russische Zentralbank. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidiger bezeichneten den Prozess hinter verschlossenen Türen als unfair und haben Berufung angekündigt. Das Urteil war allgemein erwartet worden. Experten gehen davon aus, dass damit der Weg freigemacht werden soll zu möglichen Gegenmaßnahmen gegen noch vorhandenes europäisches Kapital in Russland.

+++ 19:56 Selenskyj: Russland erwägt Angriff auf Nato-Staat von Belarus aus +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, Belarus tiefer in den Krieg hineinziehen zu wollen. Moskau erwäge, vom belarussischen Staatsgebiet aus den Norden der Ukraine oder ein Nato-Land anzugreifen, erklärt Selenskyj bei Telegram. Die Ukraine wisse von weiteren Kontakten zwischen Russland und dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko, um diesen zur Teilnahme an neuen russischen Offensiven zu bewegen. "Russland prüft Pläne für Operationen südlich und nördlich des belarussischen Territoriums", erklärt Selenskyj. Dies betreffe entweder die ukrainischen Regionen Tschernihiw und Kiew oder einen Nato-Staat. Stellungnahmen aus Moskau oder Minsk liegen bislang nicht vor. Selenskyj weist die Streitkräfte an, einen Reaktionsplan auszuarbeiten und die Verteidigung im Norden der Ukraine zu stärken.

+++ 19:36 Kreml: Vorbereitung für Putin-Reise nach China abgeschlossen +++

Nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump plant auch Kremlchef Wladimir Putin laut Angaben aus Moskau eine Reise nach China. Die Vorbereitungen dafür seien abgeschlossen und abgestimmt, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Der Besuch finde "ganz bald" statt, führte er aus, nannte aber kein genaues Datum. "Ganz ganz bald" werde es eine offizielle Erklärung in Abstimmung mit Peking geben, Moskau wolle nur nicht vorpreschen. Zuvor hatte die "South China Morning Post" unter Berufung auf eigene Quellen berichtet, dass der Besuch für den 20. Mai geplant sei. Das chinesische Außenministerium bestätigt das Datum auf Nachfrage nicht.

+++ 19:10 Selenskyj kündigt Vergeltung an für tödlichen Angriff auf Wohnhaus in Kiew +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt Vergeltung gegen Russland an. Wie Reuters berichtet, legte der Staatschef rote Rosen an den Trümmern eines Wohnhauses in Kiew nieder, wo bei einem russischen Raketenangriff 24 Menschen starben - darunter drei Kinder.

+++ 18:33 Drohnenangriff auf Raffinerie und Wohnblock: Video zeigt Schäden im russischen Rjasan +++

Das ukrainische Militär hat eine Raffinerie und einen Wohnblock in der russischen Stadt Rjasan angegriffen und dabei mehrere Brände verursacht. Dabei kamen laut russischen Behörden mindestens vier Menschen ums Leben und viele weitere wurden verletzt. Zuvor hatte Russland die Ukraine mit schweren Drohnenangriffen überzogen. Das Video zeigt Schäden nach den Angriffen.

+++ 17:55 Selenskyj: Russland bereitet Angriffe auf Präsidialamt und weitere "Entscheidungszentren" vor +++

Nach Erkenntnissen des Militärischen Nachrichtendiensts der Ukraine DIU bereitet Russland neue Raketen- und Drohnenangriffe auf die Ukraine vor - auch auf Ziele, die die Russen als "Entscheidungszentren" bezeichnen. Das teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei X mit im Anschluss an ein Treffen mit den Leitern des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine, des DIU, des Auslandsgeheimdienstes sowie des Sicherheitsdienstes der Ukraine. "Spezialisten des Militärischen Nachrichtendienstes haben Dokumente beschafft, die darauf hinweisen, dass die Russen neue Raketen- und Drohnenangriffe auf die Ukraine vorbereiten - darunter, wie sie es selbst bezeichnen, auch auf 'Entscheidungszentren'. Zu diesen zählen fast zwei Dutzend politische Zentren und militärische Kommandoposten." Die ukrainische Regierung nehme diese Informationen "zur Kenntnis", so Selenskyj und schreibt an die russische Führung und an Kremlchef Wladimir Putin gerichtet: "Anders als beim Aggressorstaat, wo es einen eindeutigen Urheber dieses Krieges und einen langjährigen Zirkel um ihn herum gibt, der dessen Realitätsverlust aufrechterhält, liegt die Quelle der ukrainischen Verteidigung in der Kampfbereitschaft des ukrainischen Volkes."

+++ 17:18 Fico: Slowakei erwägt direkten Kauf von russischem Öl +++

Die Slowakei prüft eigenen Angaben zufolge Möglichkeiten, russisches Öl künftig direkt zu beziehen. Derzeit wickelt der ungarische Energiekonzern Mol die Käufe ab, wie Ministerpräsident Robert Fico erklärt. Eine Option sei, dass der staatliche Pipeline-Betreiber Transpetrol als Käufer auftrete. "Ich denke, es ist keine schlechte Idee, wenn die Slowakische Republik Vertragspartner der Russischen Föderation wird", sagt Fico. Die Slowakei und Ungarn sind von den EU-Beschränkungen für russische Ölimporte ausgenommen. Von Mol lag zunächst keine Stellungnahme vor.

+++ 16:52 Trump: Russischer Angriff auf Kiew könnte Friedensbemühungen zurückwerfen +++

US-Präsident Donald Trump sieht die Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg nach einem tödlichen russischen Angriff auf ein Kiewer Wohnhaus gefährdet. Bei dem Angriff auf das Wohnhaus kamen nach ukrainischen Angaben 24 Menschen ums Leben, unter ihnen drei Kinder. "Bis gestern Abend sah es gut aus, aber sie (die Ukrainer) haben einen schweren Schlag erlitten", sagt Trump zu Journalisten auf seinem Rückflug aus China. Er habe mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping über den Konflikt gesprochen, beide Staatschefs wollten ein Ende der Kämpfe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert unterdessen eine Bestrafung Moskaus für den Angriff.

+++ 16:23 Behörden: Vier Tote nach Drohnenangriff auf russische Raffinerie +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind nach russischen Behördenangaben in der Stadt Rjasan mindestens vier Menschen getötet und fast 30 verletzt worden. Zwei Wohnblocks und ein Industriebetrieb seien beschädigt worden, teilt Pawel Malkow, Gouverneur der Region südöstlich von Moskau, mit. Das meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Bei dem Industriebetrieb handelte es sich um die Raffinerie von Rjasan, nach Branchenangaben die drittgrößte in Russland. Der ukrainische Generalstab in Kiew bestätigte den Angriff. Dort sei ein großer Brand beobachtet worden.

+++ 15:47 Ukraine-Sondertribunal: 34 Europaratsmitglieder und EU unterzeichnen Absichtserklärung +++

Die von der EU und der Ukraine vorangetriebene internationale Initiative zu einem Ukraine-Sondertribunal hat eine weitere Hürde genommen. 34 Mitgliedstaaten des Europarats sowie die Europäische Union, Australien und Costa Rica haben in einer Erklärung ihre Absicht bekundet, dem künftigen speziellen Gerichtshof für die Ukraine beizutreten. "Der Moment, in dem Russland für seine Aggression zur Rechenschaft gezogen wird, rückt näher", erklärte der Europarat-Generalsekretär Alain Berset. Das Ministerkomitee des Europarates - in dem die Außenminister der Mitgliedstaaten vertreten sind - verabschiedete bei seinem Treffen in Moldaus Hauptstadt Chisinau eine Resolution, welche die Grundlagen für den "Lenkungsausschuss" des künftigen Tribunals festlegt. Nun gelte es, diesem politischen Bekenntnis "Taten folgen zu lassen, indem die Funktionsweise und die Finanzierung des Gremiums gesichert werden", erklärte Berset weiter. Zu dieser Frage erklärte die EU-Kommission ihrerseits in einer separaten Mitteilung, dass sie sich mit zehn Millionen Euro an der Einrichtung der speziellen Justizbehörde beteiligen werde.

+++ 15:08 Mutmaßlicher Russland-Spion nach Auslieferung in U-Haft +++

Ein in Spanien festgenommener mutmaßlicher Russland-Spion ist nach Deutschland ausgeliefert worden und sitzt in Untersuchungshaft. Das teilt der Generalbundesanwalt in Karlsruhe mit. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes habe den Haftbefehl gegen den Ukrainer in Vollzug gesetzt, heißt es einer Mitteilung. Der 43 Jahre alte Beschuldigte war am 24. März bei Alicante festgenommen worden und dann unter Auflagen wieder auf freien Fuß gekommen. Gestern war der Mann dann nach Deutschland überstellt worden. Die Bundesanwaltschaft hatte den Ukrainer sowie in Rheine in Nordrhein-Westfalen auch eine mutmaßliche Komplizin des Mannes festnehmen lassen. Die 45 Jahre alte Rumänin soll mit ihm im Auftrag eines russischen Geheimdienstes einen Mann in Deutschland ausspioniert haben, der Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine liefert. Die Frau sitzt ebenfalls in Deutschland in Untersuchungshaft.

+++ 14:20 Moskau-Korrespondent Munz: Im Sommer "werden wir heftige Kämpfe erleben" +++

Russland und die Ukraine überziehen sich mit Angriffen, beide Seiten beklagen viele Tote. ntv-Korrespondent Rainer Munz erwartet für den Sommer heftige Kämpfe an der Front - ohne große Verschiebungen, aber mit hoher Belastung für beide Seiten. In Russland wachse derweil der Unmut.

+++ 13:53 Putin lobt Russlands Wirtschaft trotz gesenkter Wachstumsprognose +++

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die jüngste Entwicklung der heimischen Wirtschaft gelobt und erste positive Ergebnisse staatlicher Konjunkturmaßnahmen hervorgehoben. Die Wirtschaftsdaten für März seien mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent positiv ausgefallen, sagt Putin bei einem im Fernsehen übertragenen Regierungstreffen. Die von der Regierung eingeleiteten Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft würden greifen. Putin räumt bei dem Treffen jedoch ein, dass die Wirtschaft im gesamten ersten Quartal um 0,3 Prozent geschrumpft sei. Seine optimistische Einschätzung der März-Zahlen steht damit im Kontrast zu der schwachen Entwicklung im gesamten ersten Vierteljahr 2026. Diese hatte die Regierung zu einer deutlichen Korrektur ihrer Erwartungen veranlasst und die Notwendigkeit weiterer staatlicher Eingriffe unterstrichen.

+++ 13:18 Nordkorea: London wird für Sanktionen wegen Kinderlager "Preis zahlen" +++

Nordkorea verurteilt die von Großbritannien verhängten Sanktionen wegen eines Sommerlagers für Kinder. London werde für diesen böswilligen Akt einen Preis zahlen, hieß es in einer von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung des Außenministeriums. Die Sanktionen seien unbegründet und verletzten die Rechte und Interessen der Kinder des Landes. Großbritannien hatte am Montag Sanktionen gegen das internationale Kinderlager Songdowon wegen dessen mutmaßlicher Beteiligung an von Russland betriebenen Deportationen und die Umerziehung ukrainischer Kinder verhängt.

+++ 12:45 Ukraine zerstört 32 russische Artilleriegeschütze +++

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben in den vergangenen 24 Stunden 32 Artilleriesysteme der russischen Angreifer zerstört. Das geht aus der Lageübersicht des ukrainischen Generalstabs hervor. Darüber hinaus wurden den Angaben zufolge 1150 Kämpfer Moskaus getötet oder verwundet. In dem Zeitraum konnten zudem vier Panzer, zwölf Schützenpanzer und ein Mehrfachraketenwerfer außer Gefecht gesetzt werden. 

+++ 12:12 Munz: "China lässt Russland seinen Krieg weiterführen" +++

Präsident Putin kündigt einen eintägigen Arbeitsbesuch beim chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping am 20. Mai an. Russland-Korrespondent Rainzer Munz meint, das sende eine klare Botschaft: China ließe Russland seinen Krieg gegen die Ukraine weiterführen.  

+++ 11:28 Ukraine schießt 130 russische Drohnen ab +++

In der vergangenen Nacht haben die ukrainischen Streitkräfte wieder russische Luftangriffe abgewehrt. Dabei setzten Putins Streitkräfte insgesamt 141 Drohnen ein, von denen 130 abgeschossen werden konnten, so die Luftwaffe. Darüber hinaus setzte Russland auch Raketen vom Typ Kh-31P ein. Schäden gab es demnach an sechs Orten über die Ukraine verteilt. 

+++ 10:57 Explosion erschüttert UN-Konvoi - zweiter Angriff folgt +++

Ein UN-Hilfsfahrzeug wird zur Zielscheibe: In der ukrainischen Region Cherson wird ein deutlich gekennzeichnetes Fahrzeug der Vereinten Nationen bei einem Hilfseinsatz von einer Drohne getroffen, als es sich gerade auf dem Weg in das unterversorgte Gebiet befindet.

+++ 10:26 Ukraine bestätigt Drohnenangriff auf Raffinerie +++

Drohnen haben nach Angaben des Kommandeurs der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, eine Ölraffinerie in der zentralrussischen Stadt Rjasan getroffen. Damit bestätigt er entsprechende Berichte in den sozialen Medien. Die Stadt liegt etwa 200 Kilometer südöstlich von Moskau. Zudem hätten seine Truppen in der Nacht 23 militärische Ziele und Einrichtungen in Russland sowie in den besetzten ukrainischen Gebieten getroffen, erklärt Kommandeur Browdi.

+++ 09:53 Russland und Ukraine tauschen je 205 Kriegsgefangene aus +++

Russland und die Ukraine tauschen einem Bericht der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA zufolge jeweils 205 Kriegsgefangene aus. Der Austausch ist Teil einer von US-Präsident Donald Trump vermittelten dreitägigen Feuerpause über die russischen Feiern zum Sieg über Nazi-Deutschland am 9. Mai, der Russland zugestimmt hatte.

+++ 09:19 Gefangene landen an der Front – russische Gefängnisse leeren sich +++

Die Zahl der russischen Gefängnisinsassen hat sich seit Beginn des Angriffskriegs drastisch reduziert. Ende 2021 saßen dort noch 465.000 Menschen ein, heute sind es nur 282.000, berichtet Kyiv Independent unter Berufung auf den Chef des russischen Strafvollzugsdienstes, Arkadi Gostew. Die Zahl der Insassen nahm demnach um rund 40 Prozent ab. Dabei gibt es einen Zusammenhang zum Krieg: Insassen in Gefängnissen werden großflächig als Soldaten für die Streitkräfte Putins angeworben.

+++ 08:35 Vorübergehender Drohnen-Alarm in Finnlands Hauptstadtregion +++

In Finnlands Hauptstadtregion ist vorübergehend Alarm wegen Drohnen unbekannter Herkunft ausgerufen worden. "Die Gefahr ist vorüber. Die Menschen können sicher zur Arbeit und zur Schule gehen", erklärt Innenministerin Mari Rantanen auf X. Der Flugverkehr am Flughafen Helsinki wird nach einer dreistündigen Unterbrechung wieder aufgenommen, wie der Betreiber auf seiner Website mitteilt. Zuvor ließen die Streitkräfte einem Bericht des öffentlich-rechtlichen Senders Yle zufolge Kampfjets aufsteigen. Ministerpräsident Petteri Orpo erklärt auf X, die Streitkräfte hätten ihre Kontrollen intensiviert.

+++ 07:59 Russland meldet massiven ukrainischen Drohnenangriff +++

Das russische Verteidigungsministerium meldet den Abschuss von 355 ukrainischen Drohnen über russischen Regionen in der Nacht. In der zentralrussischen Stadt Rjasan kommen bei einem Drohnenangriff drei Menschen ums Leben, zwölf weitere werden verletzt. Zudem werden Hochhäuser beschädigt und ein Industrieunternehmen getroffen, wie der regionale Gouverneur Pawel Malkow mitteilt.

+++ 07:32 Totenzahl nach russischen Luftangriffen auf Kiew steigt auf 24 +++

Infolge der russischen Luftangriffe am Donnerstag sind 24 Menschen gestorben. Darunter befinden sich drei Kinder, melden die ukrainischen Behörden. Die Zahl der Todesopfer war über Nacht noch einmal um drei Menschen gestiegen. Bei dem Angriff war unter anderem ein neunstöckiges Wohngebäude attackiert worden. Dieses brach durch den Angriff in sich zusammen und begrub etliche Personen unter sich. 

+++ 06:59 Heftige Brände nach ukrainischem Angriff auf Ölraffinerie +++

Die ukrainischen Angriffe auf eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Rjasan haben dort Brände ausgelöst. Auf Videos in den sozialen Medien sind riesige Rauchwolken zu sehen. Die Raffinerie in der Stadt zählt zu den größten Russlands. Die Anlage liegt rund 600 Kilometer von der Ukraine entfernt. 

+++ 06:30 Selenskyj will Verhandlungen intensivieren +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj setzt auf eine baldige Fortsetzung der Verhandlungen für ein Ende des Angriffskriegs gegen sein Land. "Wir freuen uns darauf, die Verhandlungspause zu beenden und die diplomatischen Bemühungen zu intensivieren", schreibt Selenskyj auf X. "Dies ist wichtig, um das Leben unserer Bevölkerung zu schützen und die Sicherheit in Europa wiederherzustellen."

+++ 05:50 Ukraine: Drohnenalarm in mehreren Region +++

In der Ukraine ist am frühen Morgen in mehreren Regionen Drohnenalarm ausgerufen worden. Darunter ist auch die Hauptstadt Kiew, berichtet die Ukrainska Prawda. Auch in allen Regionen, die direkt an Russland grenzen, wurde eine entsprechende Warnung herausgegeben. 

+++ 04:30 Ukrainischer Außenminister: Mehr Druck auf Putin nötig +++

Nach Angaben des ukrainischen Außenministers Andrij Sybiha zeigt der schwere russische Angriff während des China-Besuchs von US-Präsident Donald Trump, dass Russland den Krieg trotz der Friedensbemühungen Washingtons fortsetzen wolle. Es müsse mehr internationaler Druck auf Putin ausgeübt werden. "Ich bin sicher, dass die Staats- und Regierungschefs der USA und Chinas genug Einfluss auf Moskau haben, um Putin zu sagen, dass er den Krieg endlich beenden soll", schreibt er auf X.

+++ 03:31 Klitschko ruft nach massiven Kiew-Angriffen Trauertag aus +++

Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, erklärt den heutigen Freitag zu einem Trauertag. Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind am Donnerstag nach Angaben der Rettungskräfte mindestens 21 Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. Der staatliche Rettungsdienst teilt mit, Retter suchten in einem zerstörten neunstöckigen Wohnhaus weiter nach Vermissten. 

+++ 02:21 Generalinspekteur der Bundeswehr: Russland könnte Nato 2029 angreifen +++

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, rechnet damit, dass Russland spätestens 2029 die Nato militärisch testen könnte: "Die verschiedenen Indikatoren - Aufrüstung, Personalaufbau, wirtschaftliche und politische Entwicklungen - laufen auf einen Punkt zu: 2029. Könnte es früher passieren? Ja", sagt Breuer in einem gemeinsamen Interview mit seinem britischen Amtskollegen Air Chief Marshal Sir Richard Knighton in der "Süddeutschen Zeitung". "Unser Problem ist in Moskau und nirgendwo anders", warnt Breuer.

+++ 01:22 Zahl der Toten steigt nach Angriffen auf Kiew weiter +++

 Die Zahl der Toten nach den jüngsten massiven Angriffen Russlands auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist nach Behördenangaben auf 21 gestiegen. Unter den Toten seien drei Kinder, teilt der staatliche Katastrophenschutz in der Nacht bei Telegram mit. Einsatzkräfte durchsuchen im Stadtteil Darnytskyji weiter die Trümmer eines Gebäudes nach Opfern.

+++ 00:35 Ukraine zieht beim Eurovision Song Contest ins Finale ein +++

Auch mitten im Krieg nimmt die Ukraine am Eurovision Song Contest teil. LELÉKA sichert sich am späten Donnerstagabend in Wien das Ticket für die Finalshow am Samstag. LELÉKA ist das Musikprojekt von Victoria Leleka, das die Künstlerin 2016 während ihres Aufenthaltes in Berlin gründete. Ihre Musik vereint ukrainische Tradition mit modernen Klängen. Die Sängerin und Songwriterin absolvierte ihr Studium an der Karpenko-Karyi-Theateruniversität in Kiew und arbeitete zeitweise als Schauspielerin am Molodyi-Theater in der ukrainischen Hauptstadt.

+++ 23:46 Russland greift Energieanlage in der Oblast Odessa an +++

Russische Streitkräfte greifen am Abend die Energieinfrastruktur im Gebiet Odessa an, sodass kritische Infrastruktureinrichtung auf Notstromversorgung umgeschaltet werden muss, berichtet das Portal "Ukrainska Pravda". Demnach gibt es keine Verletzten. DTEK - das größte private Energieunternehmen der Ukraine - teilt mit, dass die Energieversorger alle Maßnahmen ergreifen würden, um die Stromversorgung aller Verbraucher "so schnell wie möglich" wiederherzustellen.

+++ 22:31 Nach tödlichem Angriff auf Kiew: Zahl der Toten auf 16 gestiegen - darunter zwei Kinder +++

Die Zahl der Todesopfer des russischen Angriffs auf Kiew in der der vergangenen Nacht ist auf 16 gestiegen, darunter zwei Kinder. Das meldet der Staatliche Dienst für Notfallsituationen in der Ukraine bei Telegram. Demnach wurden mindestens 57 Menschen verletzt, 27 befinden sich im Krankenhaus. Die Zahl der Toten könnte noch steigen: Laut der Mitteilung sind die Rettungskräfte noch dabei, Trümmer nach Vermissten zu durchsuchen.

+++ 21:54 Tschernobyl-Sperrzone: Erneut Brände nach Drohnenabschuss ausgebrochen +++

In schwer zugänglichem Gelände innerhalb der Sperrzone von Tschernobyl sind nach dem Abschuss mehrerer russischer Drohnen erneut Brände ausgebrochen. Das teilt die staatliche Agentur der Ukraine für die Verwaltung der Sperrzone bei Facebook mit. Demnach sind unter anderem russische "Geran-2"-Drohnen im wissenschaftlichen Forschungs- und Naturschutzgebiet Opatschytschi des Tschernobyl-Biosphärenreservats für Strahlenschutz und Ökologie abgefangen worden. Nach Angaben der staatlichen Atomaufsichtsbehörde der Ukraine wird die Lage durch starke Rauchentwicklung, umgestürzte Bäume und das schwierige Gelände erschwert.

+++ 21:13 Nach tödlichem Angriff auf Kiew: Selenskyj fordert schmerzhaftere Sanktionen für Russland +++

Nach einem verheerenden russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew mit vielen Toten und Verletzten fordert Präsident Wolodymyr Selenskyj schmerzhaftere Sanktionen für Russland. In ein Gebäude in Kiew sei ein Marschflugkörper vom Typ Ch-101 eingeschlagen, der im zweiten Quartal dieses Jahres hergestellt worden sei, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft unter Berufung auf vorläufige Angaben. Das bedeute, dass Russland die dafür nötigen Komponenten weiterhin beziehe und die weltweiten Sanktionen umgehe. In Kiew stieg die Zahl der Toten nach dem Angriff auf mindestens zwölf Menschen an, wie der Zivilschutz mitteilte. Darunter seien zwei Minderjährige. Bürgermeister Vitali Klitschko sprach außerdem von mehr als 50 Verletzten. 

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