Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:11 Ukraine greift Ölraffinerie tief im Inneren von Russland an +++
Das ukrainische Militär hat eine Ölraffinerie in der russischen Stadt Ufa angegriffen. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Ukrainian National News" unter Berufung auf mehrere Telegram-Kanäle. Auf dem Gelände seien mehrere Brände ausgebrochen. Ufa liegt mehr als 1400 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt. Bereits im April nahm die ukrainische Armee die Anlage in der Stadt ins Visier.
+++ 09:42 Russische Behörden: Mindestens zwei Tote auf der Krim +++
Auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach Angaben der von Moskau eingesetzten Behörden mindestens zwei Menschen infolge ukrainischer Angriffe getötet worden. Eines der Opfer sei minderjährig, teilt der von Russland eingesetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow mit. Zwei weitere seien bei der Attacke im Umland von Simferopol verletzt worden.
+++ 09:01 Russland greift Industrieanlage im Gebiet Poltawa an +++
Russland hat in der Nacht eine Industrieanlage im Gebiet Poltawa mit Drohnen angegriffen. Das teilt Vitaliy Dyakivnych, Leiter der regionalen Militärverwaltung, bei Telegram mit. "Einheiten des Katastrophenschutzes konnten den durch den Angriff ausgelösten Brand umgehend löschen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten", schreibt er.
+++ 08:33 Russland greift Tankstellen in ukrainischen Städten an +++
Das russische Militär greift Tankstellen in den ukrainischen Städten Sumy und Saporischschja an. Das berichtet das Medium "Ukrainska Pravda" unter Berufung auf Amtsträger in den Regionen. Demnach sagt Artem Kobzar, Bürgermeister von Sumy, eine Drohne habe gegen 6 Uhr eine der Tankstellen im Stadtteil Zarichnyi getroffen. Daraufhin sei ein Feuer ausgebrochen. Nach Angaben des ukrainischen Rettungsdienstes gibt es vier Verletzte. Auch Iwan Fedorow, Militärgouverneur des Gebiets Saporischschja, teilt mit: Der Rauch, der über Saporischschja zu sehen sei, sei das Ergebnis eines russischen Angriffs auf eine Tankstelle.
+++ 07:56 Ukrainisches Militär meldet erneut hohe Verluste in Russlands Armee +++
Russland verliert nach ukrainischen Angaben 1270 Soldaten innerhalb eines Tages. Das teilt der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte mit. Einen Tag zuvor seien es 1260 Soldaten gewesen. Seit Beginn des Angriffskrieges hat Russland demnach insgesamt 1.397.060 Soldaten verloren. Über eigene Verluste macht die ukrainische Armee keine Angaben. Unabhängige westliche Denkfabriken - etwa das Center for Strategic and International Studies - schätzen, dass die russischen Verluste die ukrainischen deutlich übersteigen.
+++ 07:22 Ukrainische Kinder wenden sich an Regierungschefs +++
Vor der Konferenz zum Wiederaufbau der Ukraine im polnischen Danzig stellen ukrainische Kinder Forderungen an die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs. "Wir wissen, dass ihr Erwachsenen gerade darüber entscheidet, wie unser Land in Zukunft aussehen wird. Aber wenn diese Entscheidungen ohne uns getroffen werden, werden viele von uns einfach weggehen", heißt es in einem Brief, den die Nichtregierungsorganisation Save the Children veröffentlicht. Die Kinder fordern deshalb unter anderem einen Jugendrat für den Wiederaufbau, um gehört zu werden. Der Appell richtet sich auch an Bundeskanzler Friedrich Merz, der gemeinsam mit Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan an dem zweitägigen Treffen teilnimmt.
+++ 06:47 Ukrainische Drohnen treffen Energieinfrastruktur auf der Krim +++
Das ukrainische Militär greift in der Nacht zum Donnerstag erneut die von Russland besetzte Halbinsel Krim an. Wie das Medium "Kyiv Independent" unter Berufung auf russische Telegram-Kanäle berichtet, treffen Drohnen dabei auch die Energieinfrastruktur der Halbinsel. Bereits am Mittwoch kam es auf der Krim nach ukrainischen Angriffen zu weitreichenden Stromausfällen. Dem Bericht zufolge halten sie weiterhin an.
+++ 06:15 Schweiz verhandelt über Luftverteidigungssystem neben Patriot +++
Die Schweiz leitet Vertragsverhandlungen mit Herstellern aus Frankreich, Israel und Südkorea für ein zweites bodengestütztes Luftverteidigungssystem größerer Reichweite ein. Dies beschließt die Regierung. Das zusätzliche System neben dem US-System Patriot soll den Schutz vor Angriffen aus der Distanz rasch stärken und die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter verringern. Die USA hatten die Auslieferung von Patriot-Systemen zugunsten der Ukraine umpriorisiert. Ein Abbruch der Beschaffung sei für die Schweizer Regierung wegen der verschlechterten Sicherheitslage jedoch keine Option.
+++ 05:42 Tass: Öllager in Region Krasnodar brennt nach Drohnenangriff +++
In der südrussischen Region Krasnodar brennt einem Agenturbericht zufolge das Öllager Poltawskaja. Wie die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf örtliche Behörden meldet, wurde das Feuer offenbar durch herabstürzende Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne ausgelöst.
+++ 04:42 NGO-Mitarbeiter bei Angriff getötet, weitere verletzt +++
Bei einem russischen Angriff im Süden der Ukraine ist ein ukrainischer Mitarbeiter einer norwegischen Nichtregierungsorganisation getötet worden. Fünf weitere Menschen wurden bei dem Angriff in der Region Cherson verletzt, wie der Leiter der auf die Räumung von Minen spezialisierten Organisation Norsk Folkehjelp, Bujar Hoxha, mitteilt. "Sechs unserer Mitarbeiter wurden getroffen: Einer von ihnen wurde getötet, ein weiterer schwebt in Lebensgefahr und vier sind verletzt", fügt Hoxha hinzu. Die Militärverwaltung von Cherson teilt mit, dass es sich bei den betroffenen Mitarbeitern um ukrainische Staatsbürger handelt. Der Angriff erfolgte demnach in der Ortschaft Nowopetriwka rund 40 Kilometer von der Front entfernt.
+++ 03:59 Selenskyj kündigt Präventivschläge gegen russische Anlagen an +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigt Präventivschläge gegen russische Einrichtungen an. Er habe die Geheimdienste und das Militär angewiesen, präventiv gegen Anlagen vorzugehen, die Russland für den Krieg nutze, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Unterdessen fällt die Moskauer Ölraffinerie Insidern zufolge nach schweren Schäden durch ukrainische Drohnenangriffe für mindestens sechs Monate aus. Die russische Produktion von Erdölprodukten sinkt offiziellen Daten zufolge im Mai im Jahresvergleich um 13,5 Prozent.
+++ 02:54 Erste Zahlen: Röwekamp hält Wiedereinführung der Wehrpflicht weiter für möglich +++
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp, hält eine Absage an die Wiedereinführung der Wehrpflicht nach den ersten vom Verteidigungsministerium präsentierten Zahlen über den Rücklauf beim neuen Wehrdienst für verfrüht. "Die bisher vorliegenden Rückmeldungen aus dem Fragebogen zum neuen Wehrdienst enthalten Licht und Schatten", sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Erfreulich ist, dass so viele junge Menschen der Aufforderung zur Beantwortung der Fragen nachgekommen sind." Röwekamp fährt fort: "Insgesamt werden wir jedoch die erste Auswertung erst nach einem vollständigen Jahrgang vornehmen können. Denn entscheidend für unsere militärischen Fähigkeiten ist am Ende nicht die abstrakte Bereitschaft, sondern die konkrete Zahl von Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr."
+++ 01:54 Russischer Oppositionspolitiker muss sieben Jahre in Haft +++
Knapp drei Monate vor der Parlamentswahl in Russland hat ein Gericht in Moskau den Oppositionspolitiker Maxim Kruglow wegen des Vorwurfs der Verbreitung von Unwahrheiten über die Armee zu sieben Jahren Strafkolonie verurteilt. Das melden mehrere russische Medien übereinstimmend. Vorgeworfen wurden dem stellvertretenden Vorsitzenden der Oppositionspartei Jabloko demnach zwei Posts in sozialen Medien aus dem Jahr 2022. In einem Post hatte Kruglow demnach geschrieben, dass er sich auf Angaben der Vereinten Nationen beziehe, und eine Zahl getöteter Zivilisten in der Ukraine genannt. Im anderen ging es um Butscha. Russische Truppen hatten die ukrainische Kleinstadt in den ersten Kriegstagen besetzt, sie wurde nach ihrer Befreiung zu einem Symbol für russische Kriegsverbrechen.
+++ 00:53 Kreml bezeichnet Atomwaffen als "einzige" Garantie gegen globalen Krieg +++
Atomwaffen sind aus Sicht des Kreml das "einzige" Bollwerk, das die Welt vor einem globalen Krieg bewahrt. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagt bei einem außenpolitischen Forum in Moskau, das globale Sicherheitssystem erodiere. "Tatsächlich haben wir auf dieser Welt nichts mehr außer der nuklearen Abschreckung. Sie ist das Einzige, was die Welt vor einem globalen Krieg schützt", sagt Peskow. "Angesichts der technologischen Entwicklung ist bereits klar, dass neue Arten von nicht-nuklearen Waffen entstehen werden, die jedoch letztendlich in ihrer Zerstörungskraft mit Atomwaffen gleichziehen könnten", fährt der Kreml-Sprecher fort. Im Februar war mit New Start der letzte Atomwaffenkontrollvertrag zwischen Russland und den USA ausgelaufen. Dadurch sind Beschränkungen für die beiden größten Atommächte der Welt aufgehoben. Russlands Präsident Wladimir Putin hat während des Krieges gegen die Ukraine wiederholt auf nukleare Rhetorik gesetzt.
+++ 23:44 "Er schlägt sich ziemlich gut": Trump lobt Selenskyj im Kampf gegen Russland +++
US-Präsident Donald Trump hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für den Verteidigungskampf der ukrainischen Truppen gegen Russland gelobt. "Er schlägt sich ziemlich gut. Er hält zumindest gut stand", sagt Trump im Weißen Haus über Selenskyj. "Auf beiden Seiten sterben viele Menschen, aber ich denke, er schlägt sich ziemlich gut." Trump hatte Selenskyj in der Vergangenheit oft scharf kritisiert und ihm vorgeworfen, er blockiere Bemühungen um eine Beendigung des Konflikts, obwohl er "keine Karten" mehr in der Hand halte. Zuletzt erhöhte der US-Präsident aber den Druck auf Moskau. Zusammen mit den anderen Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten kündigte er in der vergangenen Woche verschärfte Sanktionen gegen Russland an. Der US-Präsident forderte den Kreml auf, Verhandlungen für ein Ende des Kriegs aufzunehmen.
+++ 22:55 Ukraine will Grenzorte im Norden evakuieren +++
Die Menschen in zwölf Grenzsiedlungen im Norden der Ukraine sollen innerhalb der nächsten zwei Monate evakuiert werden. Das sei auf Antrag des Militärs beschlossen worden, erklärt die Oblast Tschernihiw auf Telegram. Diese liegt nordöstlich von Kiew und grenzt sowohl an Belarus als auch an Russland. Zudem soll die Evakuierung von sieben weiteren Grenzdörfern in Tschernihiw fortgesetzt werden, die bereits im Winter begonnen wurde. Ein Teil der Bewohner habe sich allerdings geweigert, zu gehen, heißt es. Den Behörden zufolge leben noch etwa Tausend Menschen in den Grenzsiedlungen, darunter 120 Kinder.
+++ 22:06 Angriff tötet eine Person und verletzt fünf weitere +++
Durch Angriffe Russlands im Südosten der Ukraine gibt es weitere Opfer. Eine Frau sei gestorben und fünf weitere Menschen seien verletzt, nachdem das russische Militär das Gebäude eines Versorgungsunternehmens im Bezirk Saporischschja attackiert habe, schreibt die regionale Verwaltung auf Telegram. Das Gebäude liege teilweise in Trümmern.
+++ 21:47 Kreml beharrt auf Forderungen und stellt zugleich Europas Dialogbereitschaft infrage +++
Der Kreml stellt die Bereitschaft Europas zu Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs und die Wiederherstellung der Beziehungen infrage. "Erst einmal müssen wir sicher sein, dass vonseiten Europas der Wunsch da ist, einen Dialog zu führen", antwortet Kremlsprecher Dmitri Peskow auf die Frage zu den Aussichten möglicher Gespräche. Es gebe zwar erste Signale, doch diese seien widersprüchlich, sagt Peskow mit Blick auf den Streit in Brüssel über eine Kontaktaufnahme von EU-Ratspräsident António Costa mit Moskau. Letzte Woche wurde bekannt, dass Costa über sein Büro Kontakt mit Moskau aufgenommen hatte, um Kommunikationskanäle für mögliche künftige Verhandlungen zu öffnen. Die deutsche Regierung äußerte sich verärgert über das Vorgehen, da es nicht vorher abgestimmt war. Peskow betont einmal mehr die Dialogbereitschaft Russlands, beharrt dabei aber auf altbekannten Moskauer Positionen. Für eine Beendigung des Kriegs müsste die Ukraine sich damit aus allen Landstrichen der Region Donezk zurückziehen.
+++ 21:18 Ukraine: Russische Drohnenangriffe beschädigen Naftogaz-Anlagen +++
Russische Drohnenangriffe beschädigen nach Angaben von Naftogaz die Gaserzeugungs- und Speicheranlagen des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns in der zentralen Region Poltawa erheblich. Ein Teil der Anlagen stellt den Betrieb ein, wie das Unternehmen auf Telegram mitteilt.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.