Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 11:24 Protest gegen Waffenruhe: Streik in nordisraelischer Stadt +++

19.04.2026, 00:31 Uhr

Aus Protest gegen die Waffenruhe im Konflikt mit der libanesischen Hisbollah-Miliz treten Einwohner der größten israelischen Stadt an der Nordgrenze in den Streik. In Kiriat Schmona bleiben die Stadtverwaltung und das Bildungssystem heute geschlossen, wie der israelische Kan-Sender berichtet. Auch in Jerusalem sind Proteste von Repräsentanten der Stadt geplant, die auch während des jüngsten Kriegs immer wieder von der Hisbollah beschossen worden war. Die israelische Arbeitswoche beginnt am Sonntag. 

+++ 10:51 Bericht über Aufteilung des Südlibanons durch Israel +++

Die israelische Armee unterteilt den weiter von ihr kontrollierten Südlibanon laut einem Medienbericht nach der Waffenruhe in drei Abschnitte, in denen sie aktiv ist. Die sogenannte rote Linie bezeichne die erste Reihe von Dörfern direkt an der israelisch-libanesischen Grenze, berichtet die israelische Zeitung "Jediot Achronot". Dort seien die meisten Gebäude bereits zerstört, in dem Gebiet hielten sich keine Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz mehr auf, in einigen Orten hätten israelische Bodentruppen fest Stellungen bezogen. Die gelbe Linie - nach dem Modell des auch nach einer Waffenruhe weiter zur Hälfte von Israel besetzten Gazastreifens - verlaufe in sechs bis zehn Kilometer entfernt von der Grenze, berichtete das Blatt. In dieser Zone, in der Dutzende von Dörfern liegen, solle Beschuss von Orten im Norden Israels unterbunden werden, hauptsächlich durch Raketen. In dieser Zone seien israelische Bodentruppen noch im Einsatz, es gebe etwa im Bereich der Hisbollah-Hochburg Bint Dschubail auch noch vereinzelt Kämpfe. Die dritte Linie reiche bis zum Litani-Fluss, der in etwa 30 Kilometer Entfernung von der Grenze reicht. In dem Bereich wolle die Armee ihre Kontrolle vor allem durch "Feuerkraft und Beobachtungsposten durchsetzen". 

+++ 10:24 Irans Präsident pocht auf "nukleare Rechte" seines Landes +++

Der iranische Präsident Massud Peseschkian unterstreicht mit neuen Äußerungen die Differenzen mit den USA im Streit über das Atomprogramm der Islamischen Republik. US-Präsident Donald Trump sage, der Iran dürfe seine "nuklearen Rechte" nicht ausüben, nenne aber kein Verbrechen, das dies begründe, zitiert die Nachrichtenagentur Isna Peseschkian. "Wer ist er, dass er einer Nation ihre Rechte abspricht?", erklärt Peseschkian demnach.

+++ 09:54 Chamenei droht US-Militär mit "vernichtendem Schlag" +++

Die Straße von Hormus ist wieder gesperrt. Satellitenbilder zeigen, dass Schiffe vor der Meerenge umdrehen. Mehrere Tanker werden sogar beschossen. Der Iran spricht eine deutliche Drohung in Richtung der USA aus. Donald Trump bleibt weiter optimistisch.

+++ 09:22 US-Marine plant Enterung von iranischen Handelsschiffen +++

Nach Angaben von US-Beamten bereitet sich das US-Militär darauf vor, in den kommenden Tagen mit dem Iran in Verbindung stehende Öltanker zu entern und Handelsschiffe in internationalen Gewässern zu beschlagnahmen, womit es seine Marineoperationen über den Nahen Osten hinaus ausweitet. Diese Planungen erfolgen vor dem Hintergrund, dass das iranische Militär seinen Zugriff auf die Straße von Hormus weiter verschärft und mehrere Handelsschiffe angegriffen hat, während es erklärte, die Wasserstraße werde vom Iran "streng kontrolliert". 

+++ 08:41 Iran: Haben "auf dem Schlachtfeld" gewonnen - USA hat "Kriegsziele verfehlt" +++

Ghalibaf sagte am Samstag, der Iran habe den Krieg "auf dem Schlachtfeld" gewonnen. Die USA hätten ihre Kriegsziele nicht erreicht und der Iran kontrolliere die strategisch wichtige Straße von Hormus. Der Iran habe auch der Waffenruhe mit den USA nur zugestimmt, "weil sie unseren Forderungen zugestimmt haben". Die am 7. April zwischen Washington und Teheran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe läuft nach jetzigem Stand am kommenden Mittwoch aus. Die Vermittler um Pakistan versuchen, eine dauerhafte Lösung zu finden und die noch offenen Streitpunkte zwischen Washington und Teheran zu klären.

+++ 07:42 Hisbollah dementiert Macron-Anschuldigungen nach Tod von UN-Soldat +++

Frankreich hat die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz für den Tod eines französischen Blauhelmsoldaten im Süden des Libanon verantwortlich gemacht. Es deute alles darauf hin, dass die Hisbollah "für diesen Angriff verantwortlich ist", erklärt Präsident Emmanuel Macron im Onlinedienst X. Die libanesische Regierung verurteilt den Angriff und kündigt an, "die Angreifer zur Verantwortung zu ziehen". Die Hisbollah weist jegliche Verantwortung von sich und kritisiert die mit Israel vereinbarte Waffenruhe.

+++ 06:51 Juso-Chef fordert Übergewinnsteuer wegen Krisenprofiten +++

Juso-Chef Philipp Türmer fordert Bundeskanzler Friedrich Merz auf, sich einer Übergewinnsteuer zur Abschöpfung von Krisenprofiten nicht entgegenzustellen. "Es gibt eine Vereinbarung der Koalitionspartner", sagt Türmer. "Und es gibt eine Mehrheit von über 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland, die sagen, wir wollen es nicht mehr hinnehmen, dass sich irgendwelche Konzerne auf unseren Kosten bereichern. Dem sollte sich ein Bundeskanzler auch verpflichtet fühlen. "Die Koalitionsspitzen hatten sich offen für so eine Steuer gezeigt. Sie begrüßten, dass die EU sie prüft - Kanzler Friedrich Merz hatte aber zugleich seine Zweifel an der Maßnahme bekräftigt. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte aus ihrer Kritik an einer solchen Steuer auf kriegsbedingte Extraprofite der Mineralölkonzerne keinen Hehl gemacht. Finanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil spricht sich dafür aus.

+++ 06:12 Gefechte im Libanon trotz Waffenrufe +++

Bei Gefechten im Südlibanon wird nach Angaben des israelischen Militärs ein Soldat getötet. Neun weitere Soldaten seien verwundet worden, einer von ihnen schwer, teilt das Militär mit. Eigentlich herscht seit der Nacht zum Freitag eine Waffenruhe im Libanon.

+++ 05:34 Europäische Staaten klagen über Rückgang der Touristenzahlen +++

Die Schweiz, Österreich und Großbritannien beklagen wegen des Iran-Kriegs und seinen Folgen weniger Touristen. Gäste aus Asien hätten im März storniert, unter anderem, weil Flüge über Drehkreuze im Nahen Osten wie Dubai ausfielen, berichtet der Sprecher von Schweiz Tourismus, André Aschwanden. Auch Neubuchungen nähmen ab. "Dies ist umso ungünstiger, als dass aktuell in den Golfstaaten, aber auch in Indien oder Südostasien eigentlich Hochsaison wäre für Reisen nach Europa und in die Schweiz", sagt er der dpa. 

+++ 04:47 Iran: Weit entfernt von endgültiger Einigung mit den USA +++

Bei den Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA bestehen nach Angaben aus Teheran weiter große Differenzen. Man habe zwar Fortschritte erzielt, doch gebe es weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den beiden Staaten, erklärt Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf in einem Interview der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Einige Streitpunkte seien zwar gelöst worden, andere Punkte blieben jedoch ungeklärt. Man sei noch "weit von einer endgültigen Einigung entfernt." Sein Land kontrolliere den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, sagt Ghalibaf in dem am Morgen im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. 

+++ 02:02 Hisbollah-Chef: bleiben trotz Waffenruhe einsatzbereit +++

Der Chef der libanesischen Hisbollah-Miliz sieht die zwischen Israel und dem Libanon vereinbarte Waffenruhe als Erfolg seiner Schiiten-Organisation. Die Feuerpause wäre nicht ohne den Kampf seiner Miliz im Südlibanon erreicht worden, sagt Naim Kassim laut einer am Abend veröffentlichten Mitteilung. Kurz nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatten sich auch die vom Iran unterstützte Hisbollah und Israels Militär erneut Kämpfe geliefert. In der Nacht zum Freitag trat die Waffenruhe in Kraft. Die libanesische Regierung und ihre Armee sind dabei selbst nicht Konfliktpartei. 

+++ 00:14 Bericht: Iran hat genügend Waffen, um Straße von Hormus noch lange lahmzulegen +++

Die "New York Times" schreibt unter Berufung auf US-Militär- und Geheimdienstvertreter, dass der Iran noch immer über etwa 40 Prozent seines Bestands an Angriffsdrohnen und mehr als 60 Prozent seiner Raketenwerfer verfügt. Das sei mehr als genug, um den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus auch in Zukunft lahmzulegen.

+++ 22:12 Trump beruft Sitzung im Weißen Haus ein +++

US-Präsident Donald Trump beruft einem Medienbericht zufolge eine Sitzung im Lagezentrum des Weißen Hauses ein, um die erneute Blockade der Straße von Hormus und die Verhandlungen mit dem Iran zu besprechen. Axios berichtet, dass ein hochrangiger US-Beamter davor warnt, dass der Krieg offenbar innerhalb weniger Tage wieder ausbrechen könnte, sofern es nicht zu einem Durchbruch bei den Friedensgesprächen komme. Der Beamte teilte Axios auch mit, dass unter anderem der US-Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Finanzminister Scott Bessent sowie weitere hochrangige Regierungsvertreter an der heutigen Sitzung teilgenommen hätten.

+++ 21:35 Irans Revolutionsgarden drohen mit Angriff auf alle Schiffe an Straße von Hormus +++

Die iranischen Revolutionsgarden drohen mit Angriffen auf alle Schiffe, welche die für den Welthandel immens wichtige Straße von Hormus zu durchfahren versuchen. "Jeder Versuch, sich der Straße von Hormus zu nähern, wird als Kooperation mit dem Feind betrachtet werden", warnen die Revolutionsgarden in einer Erklärung auf ihrer Website "Sepah News". Jedes Schiff, das auf die Meerenge zufahre, werde "ins Visier genommen". Die Revolutionsgarden warnen alle Schiffe "von jeglicher Art" davor, ihre Ankerplätze im Persischen Golf und dem Golf vom Oman nicht zu verlassen.

+++ 21:06 Bericht: Niederlande aktivieren Energiekrisenplan +++

Die niederländische Regierung setzt einem Medienbericht zufolge die erste Stufe ihres Energiekrisenplans in Kraft. Der 2022 infolge des russischen Einmarsches in die Ukraine ausgearbeitete Plan wird damit zum ersten Mal aktiviert, meldet die Nachrichtenagentur ANP unter Berufung auf Regierungskreise. Dieser Schritt besagt, dass die Kraftstoffmärkte gestört sind, ohne dass unmittelbare Engpässe bestehen. Die Energiemärkte werden nun streng überwacht, während sich Regierung und Wirtschaft auf eine Verschlechterung der Lage vorbereiten.

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