Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:30 Selenskyj: Russland könnte mit Sperrung von sozialen Netzwerken Unruhen verhindern wollen +++
Die Rekrutierung von Freiwilligen in Russland für den Krieg gegen die Ukraine läuft schlechter. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt im Fernsehen, dass Russland den Zugang zu sozialen Netzwerken einschränken könnte, um Unruhen infolge einer allgemeinen Mobilmachung für eine neue Großoffensive zu verhindern. Um eine solche Mobilisierung drückt sich Moskau seit Jahren, da sie in der Bevölkerung unbeliebt ist. Selenskyj hält zum Beispiel Unruhen in zentralen Städten wie Moskau und St. Petersburg für möglich.
+++ 23:26 Militärökonom: Russland wird den Krieg verlieren +++
Der Militärökonom Marcus Keupp geht davon aus, dass Russland den Krieg verlieren wird. Im Interview mit dem Portal Watson sagt er: "Sie merken das am Zurückschrauben der russischen Kriegsziele. Mittlerweile ist nicht mal mehr die Rede von den vier Oblasten, die man vollständig besetzen will. Sie sehen, wie die inneren wirtschaftlichen Probleme in Russland langsam durchschlagen: Die Inflation steigt stark an, die Produktivkraft sinkt, den enormen Opfern steht bisher kein Ertrag gegenüber. Sie sehen auch, dass die Taktik der Russen – wir schieben die Front, egal, was es an Menschenleben kostet, Kilometer für Kilometer voran – immer weniger funktioniert." Putin gingen langsam nicht nur die militärischen Systeme aus, sondern auch die Menschen, so Keupp. "Er muss laufend die Mobilisierungsprämien erhöhen. Und Sie sehen eben auch, dass die Ukraine technologisch laufend besser wird."
+++ 22:28 Ukraine dringt auf europäisches Raketenabwehrsystem +++
Europa muss nach Darstellung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein eigenes Abwehrsystem gegen ballistische Raketen aufbauen. Die Ukraine führe bereits Gespräche mit mehreren Staaten über dessen Entwicklung, sagte Selenskyj im Fernsehen. "Wir müssen innerhalb eines Jahres unser eigenes System zur Abwehr ballistischer Raketen aufbauen", erklärte er. Dies sei eine extrem schwierige, jedoch realistische Aufgabe. Er habe das Vorhaben bereits mit wichtigen europäischen Ländern besprochen, ohne diese namentlich zu nennen. Der Schutz vor solchen Angriffen gehört zu den größten Herausforderungen für die Ukraine, da Russland mit diesen Waffen gezielt Kraftwerke und Stromnetze des Landes angreift. Bislang können nur bestimmte Raketen des US-Systems Patriot die russischen Geschosse abfangen. Diese sind jedoch wegen ihres verstärkten Einsatzes in der Golfregion zunehmend knapp. Das einzige europäische System, das französisch-italienische SAMP/T, wird in relativ geringen Stückzahlen produziert.
+++ 22:04 "Keine Belohnung für Russland" - US-Beamter verteidigt verlängerte Lockerung der Ölsanktionen +++
Der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz, hat die Entscheidung der USA verteidigt, die Lockerung der russischen Ölsanktionen zu verlängern. "Das ist keine Belohnung für Russland. Das ist absurd", sagte Waltz in einem Interview mit Kristen Welker in der NBC-Sendung "Meet the Press". Das US-Finanzministerium entschied am 17. April, die Sanktionsausnahmeregelung zu verlängern.
+++ 21:10 Selenskyj: Attacken auf Ölindustrie bescheren Russland Verluste in Milliardenhöhe im März +++
Die ukrainischen Langstreckenangriffe auf die russische Ölindustrie haben laut Wolodymyr Selenskyj allein im März Milliardenverluste für Moskau zur Folge. "Unsere Langstrecken-Sanktionen zeigen weiterhin Wirkung - ich bin all unseren Kämpfern für ihre Präzision dankbar", sagte der ukrainische Präsident in seiner abendlichen Videoansprache. "Allein im März belaufen sich Russlands Öleinnahmenverluste durch unsere Langstreckenfähigkeiten schätzungsweise auf mindestens 2,3 Milliarden US-Dollar. In nur einem Monat. Wir setzen diese Arbeit im April fort." Zudem äußerte Selenskyj sein Bedauern über die Entscheidung der USA, die Lockerung der Ölsanktionen gegen Russland zu verlängern. "Diese Entscheidung wird der Diplomatie keinen wirklichen Nutzen bringen - und jeder Dollar aus dem Ölgeschäft ermutigt Russland nur, den Krieg fortzusetzen."
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