Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 10:56 Gouverneur: Russische Drohne tötete in der Nacht einen Jugendlichen in Odessa +++
Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa ist laut Behörden ein 17-Jähriger getötet worden. Er erlitt bei dem nächtlichen Angriff demnach tödliche Verletzungen. Das teilte der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Zuvor hatte er erklärt, eine Drohne sei zwischen dem 18. und 19. Stockwerk eines Hochhauses eingeschlagen, aber nicht detoniert. 58 Menschen, darunter acht Kinder, wurden aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht.
+++ 10:26 Munz zu Trumps 'Friedensrat': "Putin hat etwas völlig anderes gesagt" +++
Russland werde dem "Friedensrat" unter US-amerikanischer Führung beitreten. Das zumindest hatte US-Präsident Donald Trump verkündet. Die russische Regierung allerdings habe "mindestens ein Pausenzeichen" gesendet, erläutert ntv-Korrespondent Rainer Munz.
+++ 10:08 Merz: Angriff auf Ukraine hat Phase der Großmachtpolitik eingeläutet +++
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Europäer aufgerufen, sich schnell auf die veränderten politischen Machtverhältnisse in der Welt einzustellen. Russlands Angriff auf die Ukraine habe eine neue Ära eingeleitet, die aber über diesen Aggressionskrieg hinaus und viel weiter gehe, sagte der Kanzler beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Wir sind eine Zeit der Großmachtpolitik eingetreten", sagte Merz.
+++ 10:02 Selenskyj in Davos eingetroffen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist nach Angaben seines Büros beim Weltwirtschaftsforum in Davos eingetroffen.
+++ 09:52 Ukraine meldet Drohnenangriffe im Osten +++
In der Nacht haben russische Drohnen offenbar mehrere Ziele in der Ostukraine attackiert. Das meldete Oleksandr Ganzha, Leiter Verwaltung des Oblasts Dnipropetrowsk, auf seinem Telegram-Kanals. Demnach wurden in Pawlohrad acht Wohnhäuser und vier Autos beschädigt, im Bezirk Synelnykowe sei eine 81-Jährige mit Verletzungen in eine Krankenhaus gebracht worden. Dort seien außerdem Feuer ausgebrochen, ein Bürogebäude und eine Gasleitung beschädigt worden.
+++ 09:38 Selenskyj ist in der Schweiz angekommen und soll dort Rede halten +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump nach Davos gereist. Die Begegnung solle um 13:00 Uhr am Rande des Weltwirtschaftsforums stattfinden, teilt ein Sprecher mit. Um 14:30 Uhr werde Selenskyj zudem eine Rede halten.
+++ 09:04 Witkoff sieht bei Ukraine-Gesprächen nur noch "ein einziges Problem" +++
Die Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs sind nach Angaben des US-Sondergesandten Steve Witkoff weit fortgeschritten. Er werde noch am Donnerstag nach Moskau reisen, um über eine Lösung zu sprechen, kündigt Witkoff auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos an. "Ich denke, wir haben eine Menge Fortschritte gemacht", sagte er. Die Verhandlungen seien auf eine letzte Frage reduziert. "Wenn also beide Seiten eine Lösung wollen, werden wir sie auch finden." Die Schaffung einer Freihandelszone in der Ukraine wäre Witkoff zufolge "bahnbrechend" für die Wirtschaft des Landes.
+++ 08:47 Rutte: Trump steht weiter zur ukrainischen Unabhängigkeit +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist Sorgen vor einem nachlassenden Engagement der USA für die Ukraine entgegengetreten. Auf die Frage, ob US-Präsident Donald Trump zur Unabhängigkeit und Souveränität der Ukraine stehe, antwortet Rutte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos: "Ja! Daran habe ich nie gezweifelt." Man müsse den Blick auf die Ukraine gerichtet halten und dürfe in dieser Frage nicht nachlassen, fügt Rutte hinzu.
+++ 08:10 Klitschko: Rund 3000 Wohnblöcke in Kiew weiter ohne Heizung +++
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem russischen Luftangriff in dieser Woche rund 3000 Wohnblöcke weiter ohne Heizung. Das schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf seinem Telegram-Kanal. In der Nacht zu Donnerstag seien jedoch 227 Gebäude wieder an die Versorgung angeschlossen worden. Klitschko hatte am Dienstag mitgeteilt, dass durch einen russischen Luftangriff die Wärmeversorgung Tausender mehrstöckiger Wohnhäuser bei eisigen Temperaturen unterbrochen wurde.
+++ 07:38 Rutte zu Nato-Militärchefs: "Schauen Sie genau in Ihre Lager" +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte habe die Militärchefs der Nato dazu aufgefordert, Druck auf ihre Regierungen auszuüben, berichtet der britische "Guardian". In einer Videobotschaft habe Rutte gesagt: "Schauen Sie genau in Ihre Lager, um zu sehen, was Sie der Ukraine noch geben können, insbesondere Luftabwehrraketen. Jetzt ist wirklich der richtige Zeitpunkt dafür." Die Militärs sollten ihren Einfluss auf Politikerinnen und Politiker nutzen.
+++ 07:01 Bericht: Putin-Partei fürchtet vor Wahl allzu kriegerisches Image +++
Das russische Oppositionsmedium "Meduza" berichtet über Unmut in der Partei des Präsidenten Wladimir Putin "Einiges Russland". Der Entwurf einer Kandidatenliste für die im September anstehende Duma-Wahl habe interne Debatten ausgelöst. Demnach geht es um Machtkämpfe, aber auch um die Sorge, wie die Bevölkerung auf den langen Krieg blickt. Vor allem ein mögliches Comeback des ehemaligen Präsidenten Dmitri Medwedew sorgt offenbar für Zwist. Medwedew fällt immer wieder mit drastischen Äußerungen zum Ukraine-Krieg auf. In Putins Partei gibt es laut "Meduza" Befürchtungen, man wirke auf die Bevölkerung zu sehr wie eine "Partei des Krieges".
+++ 06:27 Selenskyjs abendliche Ansprache bleibt aus – Zeichen für Reise nach Davos? +++
Die Ukraine hat die Aussage des US-Präsidenten Donald Trump nicht bestätigt, wonach dieser sich heute in Davos mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj trifft. Der Ukrainer hatte im Vorfeld des Weltwirtschaftsgipfels erklärt, dass er nicht plane, in die Schweiz zu reisen. Angesichts der schweren russischen Angriffe aus der Luft habe er im eigenen Land genügend Probleme zu klären. Er werde höchstens fahren, wenn es Verträge zu unterzeichnen gelte oder es neue Hilfszusagen gebe etwa bei der Flugabwehr.
Allerdings publizierte Selenskyj am Mittwoch nicht wie gewöhnlich seine abendliche Videoansprache an die Ukrainer, was ein Indiz für eine Reise in die Schweiz sein könnte. Um nach Davos zu kommen, müsste Selenskyj aus Kiew zunächst mit dem Zug über die Grenze nach Polen, von wo aus er dann weiterfliegen könnte.
+++ 05:58 Trump will heute in Davos Selenskyj treffen +++
US-Präsident Donald Trump will sich auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos heute mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj treffen. Nannte er zunächst den gestrigen Mittwoch als Termin, korrigierte er die Aussage später vor Journalisten und erklärte, das Treffen werde am Donnerstag stattfinden, wie der US-Fernsehsender CNN berichtete. Er glaube, dass Selenskyj einen Deal machen wolle, sagte Trump in Davos. "Ich denke, ich kann sagen, dass wir einigermaßen nah dran sind." Aus Kiew gab es zunächst keine Bestätigung für eine Anreise Selenskyjs.
+++ 04:16 Moskau: Eingefrorene Gelder könnten für Wiederaufbau in Nahost verwendet werden +++
Russlands Präsident Wladimir Putin spricht mit US-Gesandten über die Verwendung eingefrorener russischer Gelder. Den russischen Nachrichtenagenturen zufolge geht es dabei um den Wiederaufbau in vom Krieg betroffenen Regionen. Am Donnerstag werde Putin das Thema demnach auch mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas erörtern. Außerdem prüfe das russische Außenministerium eine Einladung von US-Präsident Donald Trump zur Teilnahme an dessen vorgeschlagenem "Friedensrat". Putin sehe dies als Teil einer Nahost-Friedenslösung, heißt es aus dem Kreml. Bevor eine Entscheidung darüber gefallen ist, erklärt sich Moskau bereit, die geforderte eine Milliarde Dollar aus den eingefrorenen Vermögen bereitzustellen. Als Grund dafür nennt Putin die besonderen Beziehungen Russlands zum palästinensischen Volk.
+++ 02:47 Drei Tote bei Angriff auf russisches Tanklager +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Tanklager in Volna in der russischen Region Krasnodar hat es Tote gegeben: Drei Menschen seien ums Leben gekommen, außerdem gebe es acht Verletzte, teilt der Gouverneur Veniamin Kondratyev mit. "Derzeit brennt es an den Terminals, vier Öltanks stehen in Flammen", so Kondratyev. Knapp 100 Einsatzkräfte seien vor Ort.
+++ 01:12 Ukraine verhandelt in Davos mit US-Gesandten und Blackrock +++
Der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umerow hat sich nach eigenen Angaben in Davos mit den US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner getroffen. Bei dem Gespräch am Rande des Weltwirtschaftsforums sei es um Sicherheitsgarantien und den Wiederaufbau gegangen, teilt Umerow auf Telegram mit. Eine ukrainische Delegation habe zudem Vertreter des US-Finanzkonzerns Blackrock getroffen.
+++ 23:56 Behörden: Zwei Tote durch russische Drohnenangriffe +++
Bei russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Ziel der Angriffe sei die Stadt Krywyj Rih gewesen, teilt die regionale Militärverwaltung mit. Bei den Opfern handele es sich um einen 77-jährigen Mann und eine 72-jährige Frau. Krywyj Rih, die Geburtsstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, liegt rund 80 Kilometer von der Front entfernt.
+++ 23:18 Trump: Putin hat Einladung zu Friedensrat angenommen +++
Nach den Worten von US-Präsident Trump hat Kremlchef Putin die Einladung zu seinem umstrittenen "Friedensrat" angenommen - Putin selbst hatte allerdings kurz zuvor erklärt, der Kreml prüfe das Angebot noch. "Er wurde eingeladen, er hat zugesagt", sagt Trump unter Verweis auf Putin beim Weltwirtschaftsforum in Davos vor Journalisten. "Viele haben zugesagt", so der US-Präsident. Darauf angesprochen, dass er auch nicht-demokratische Persönlichkeiten eingeladen habe, sagt Trump, einige seien "umstritten", aber "wenn ich nur Babys in den Rat aufnehmen würde, wäre das nicht sehr viel". Putin seinerseits erklärte, Trumps Einladung zu "prüfen".
+++ 22:15 Britischer Verteidigungsminister: "Dürfen nie vergessen, wer unsere Gegner sind" +++
Der britische Verteidigungsminister John Healey hat angesichts der russischen Bedrohung zum Zusammenhalt aufgerufen. "Wir dürfen nie vergessen, wer unsere Gegner sind und wer unsere Verbündeten bleiben", sagte der Minister nach einem Treffen mit seinem dänischen Amtskollegen Troels Lund Poulsen in Kopenhagen. "Es sind russische Angriffe, die in der Ukraine eskalieren. Es sind russische Aktivitäten, die im hohen Norden zunehmen. Und es ist die russische Rücksichtslosigkeit, die die Nato auf die Probe stellt", sagte Healey weiter. Ein sicheres Europa erfordere eine starke Ukraine. Dafür setzten sich Großbritannien und Dänemark gemeinsam ein.
+++ 21:43 Putin will mit US-Unterhändlern über eingefrorene Vermögen sprechen +++
Russlands Machthaber Putin hat die Gespräche am Donnerstag mit den US-Unterhändlern Steve Witkoff und Jared Kushner bestätigt. Neben Lösungen für den Krieg wolle er mit den US-Vertretern über eine mögliche Nutzung eingefrorener russischer Vermögenswerte für den Wiederaufbau in den Kriegsgebieten sprechen.
+++ 21:14 Deutsche Ermittler nehmen mutmaßliche Russland-Spione fest +++
In Berlin und Brandenburg hat es am Mittwoch drei Festnahmen mit mutmaßlichem Bezug zu Russland gegeben. Eine Deutschukrainerin soll für Moskau spioniert haben, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilt. Es wird auch gegen frühere Bundeswehrangehörige ermittelt, die ihr womöglich Informationen gaben. Außerdem wurden zwei mutmaßliche Helfer von prorussischen Separatisten der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk festgenommen. Die in Berlin festgenommene Frau heißt Ilona W. Sie soll für einen russischen Geheimdienst spioniert haben. Ihrem Kontaktmann habe sie unter anderem Informationen mit Bezug zum Ukraine-Krieg verschafft, teilt die Bundesanwaltschaft mit. Zwei frühere Mitarbeiter der Bundeswehr stehen unter Verdacht, ihr dienstliche Informationen gegeben zu haben.
+++ 20:39 "Putin benutzt Kälte als Waffe" +++
Die Bundesregierung wirft Russland nach den jüngsten schweren Angriffen auf die Ukraine Kriegsverbrechen vor. "Hunderttausende Kinder, ältere Menschen, ganze Familien müssen bei eisigen Minusgraden ohne Strom, ohne Heizung und ohne warmes Wasser ausharren", sagt der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer. Russland überziehe die Ukraine im kältesten Winter seit Kriegsbeginn mit brutalen Angriffswellen auf zivile Ziele und Energieanlagen, so auch in der vergangenen Nacht. "Die Bundesregierung verurteilt diese fortgesetzten massiven russischen Luftangriffe aufs Schärfste." Meyer erklärt mit Blick auf den russischen Präsidenten: "Putin nutzt Kälte als Waffe. Sein Vorgehen ist zutiefst unmenschlich und menschenverachtend." Diese Kriegsführung solle die Ukraine zermürben und sei ein Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht. "Putins Russland begeht hier aus unserer Sicht Kriegsverbrechen", sagt der Sprecher.
+++ 20:03 Ukrainischer Militär: Zwei russische Luftabwehrsysteme innerhalb eines Tages zerstört +++
Das ukrainische Verteidigungsministerium veröffentlicht auf der Plattform X ein Video, dass zeigen soll, wie ukrainische Lufteinheiten zwei russische Flugabwehr Raketensysteme zerstören. Dabei soll es sich nach den Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums um russische Buk-SAM-Systeme - Buk-M2 und Buk-M3 - gehandelt haben. "Sie wurden von ukrainischen Aufklärungsdrohnen entdeckt und trotz Waldtarnung präzise getroffen", heißt es in dem Post auf X. Der Verlust für die Russen betrage ungefähr 70 Millionen Dollar, so die Schätzung des ukrainischen Verteidigungsministeriums.
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