Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:55 Selenskyj besucht Aserbaidjan +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj besucht Aserbaidjan und erklärte, die ukrainische Seite arbeite während seines Besuchs an fünf bilateralen Staatsabkommen. Außerdem soll es bei dem Treffen mit dem Präsidenten Aserbaidschans auch um Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich gehen, insbesondere in Bezug auf Drohnen, aber nicht nur darauf beschränkt.
+++ 11:10 Vier Tote nach nächtlichen russischen Luftschlägen +++
Die Zahl der Opfer nach den massiven russischen Luftangriffen aus der Nacht erhöht sich auf vier Tote und mehr als 30 Verletzte. Zwei Leichname wurden au einem eingestürzten Haus in Dnipro geborgen, fünf Menschen könnten noch unter den Trümmern gefangen sein. "Jede Attacke wie diese muss unsere Partner daran erinnern, dass die Situation eine sofortige, kräftige Reaktion erfordert", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Morgen. "Unsere Luftverteidigung muss gestärkt werden." Auch der Irankrieg trägt dazu bei, dass weniger Waffen und Munition für den Verteidigungskampf der Ukrainer zur Verfügung stehen.
+++ 10:31 Ukrainische Drohnen erreichen erstmals den Ural +++
Ukrainische Drohnen haben erstmals den Ural in Russland erreicht und dabei eine Rekordstrecke zurückgelegt. Dies berichtet ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers laut Ukrinform auf Telegram. Die Drohnen sollen demnach zehn Stunden unterwegs gewesen sein und mehr als 1800 Kilometer zurückgelegt haben. "Das ist noch nicht die Grenze", betont der Berater. Ihm zufolge haben russische elektronische Kampfsysteme in Jekaterinburg eine Drohne in ein Wohnhaus umgeleitet. Sechs Menschen seien verletzt worden.
+++ 09:17 193 Kriegsgefangene zurück in der Heimat +++
In der zweiten Phase des "Osteraustauschs" zwischen der Ukraine und Russland konnten 193 Kriegsgefangene, die in den 2000er Jahren geboren waren oder an der Front verwundet wurden, zurück nach Hause kommen, meldet die Agentur Ukrinform. Die meisten der Männer sollen illegal im russischen Chechnya eingesperrt gewesen sein, erfundene Anklagen seien gegen sie erhoben worden. Insgesamt sind die ausgetauschten ehemaligen Kriegsgefangenen zwischen 24 und 60 Jahre alt, zwei von ihnen feiern heute ihre Geburtstag in der Heimat.
+++ 08:55 Ukraine: 29 Artilleriesysteme der Russen zerstört +++
In den vergangenen 24 Stunden hat die ukrainische Armee nach eigenen Angaben 13 gepanzerte Fahrzeuge, 29 Artilleriesysteme, 1257 Drohnen und 166 Tank- oder andere Fahrzeuge der russischen Invasoren zerstört.
+++ 08:21 Ukraine: 1230 russische Verluste seit gestern +++
Der ukrainische Generalstab meldet 1230 Verluste auf russischer Seite seit gestern. Damit steigt die Gesamtzahl verwundeter und getöteter Kreml-Soldaten nach ukrainischen Angaben auf 1.324.690. Seit einiger Zeit haben sich die Zahlen russischer getroffener Kämpfer wieder erhöht aufgrund der nahezu kompletten Kontrolle der sogenannten Todeszone auf beiden Seiten der Front durch First-Person-View-Drohnen. Es ist kaum möglich, sich als Soldat zu exponieren, ohne von einer feindlichen Drohne entdeckt und bekämpft zu werden.
+++ 07:32 Russlands Öllieferstop laut Reiche "verkraftbar" +++
Der von Russland angekündigte Lieferstopp von kasachischem Rohöl über die Druschba-Pipeline an die Raffinerie PCK in Schwedt sei für Deutschland verkraftbar, sagt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. "Sollten diese Mengen wegfallen, dann würde sich die Produktion der PCK leicht reduzieren, aber wir stehen nicht mit leeren Händen da", versicherte die Ministerin. Es sei "nicht das erste Mal, dass Russland Energie als Waffe einsetzt". Als Konsequenz aus der gegenwärtigen Energiekrise will Reiche neue Öllieferungen erschließen und die Widerstandsfähigkeit fossiler Infrastruktur wie Raffinerien und Pipelines stärken.
+++ 07:10 Zahl der Verletzten bei russischen Luftschlägen steigt auf 14 +++
In der Luftangriffswelle der vergangenen Nacht hat die russische Armee auch Marschflugkörper eingesetzt. In beinahe allen Landesteilen wurde Luftalarm ausgelöst und die Bevölkerung aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Nach Darstellung der ukrainischen Luftwaffe hatten russische Bomber vom Typ Tupolew Tu-95 kurz nach Mitternacht Ortszeit aus großer Distanz über dem Kaspischen Meer eine unbekannte Zahl von Marschflugkörpern abgefeuert. Mit deren Annäherung an die Ukraine starteten die russischen Militärs noch Drohnen und ballistische Raketen, um die ukrainische Flugabwehr mit diesem Waffenmix zu überlasten. Allein in Dnipro seien mindestens 14 Zivilisten verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter auf Telegram mit.
+++ 06:20 Drohnentrümmer fallen auf rumänisches Gebiet +++
Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine sind auch in der rumänischen Stadt Galati im Südosten des Landes Trümmerteile einer Drohne niedergegangen. Dabei wurden ein Nebengebäude und ein Strommast beschädigt, teilte die Regierung in Bukarest mit. Verletzte oder Tote wurden nicht gemeldet. Seit Beginn der russischen Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur jenseits der Donau fielen schon mehrfach Drohnenteile auf rumänisches Gebiet. Erstmals entstand dabei Sachschaden.
+++ 05:46 Mindestens sechs Verletzte bei russischem Großangriff +++
Bei dem nächtlichen russischen Großangriff auf die Ukraine mit Drohnen und Raketen wurden mindestens sechs Menschen verletzt, wie offizielle Stellen mitteilen. In den Städten Charkiw und Dnipro waren ab etwa 3:30 Uhr Ortszeit mehrere Explosionen zu hören. Gleichzeitig gab es Berichte, wonach Russland mehrere ballistische Raketen und Dutzende von Kampfdrohnen auf Regionen im ganzen Land abgefeuert hatte, schreibt der "Kyiv Independent". Später, gegen 4:50 Uhr, ereigneten sich demnach Explosionen in Bila Zerkwa, einer Stadt im Gebiet Kiew. Die ukrainische Luftwaffe warnte vor russischen Drohnenschwärmen, die in der Nacht mehrere Regionen, darunter die Oblast Kiew, ins Visier genommen hatten. Gegen 3:45 Uhr wurde aufgrund der Bedrohung durch ballistische Raketen für alle Regionen des Landes Luftalarm ausgelöst.
+++ 04:44 Russland greift Ukraine mit Raketen und Drohnen an +++
In der Nacht hat Russland eine neue Angriffswelle gegen ukrainische Städte gestartet. Neben Drohnen und ballistischen Raketen kamen nach Angaben der ukrainischen Luftabwehr auch Marschflugkörper zum Einsatz. In beinahe allen Landesteilen wurde Luftalarm ausgelöst und die Bevölkerung aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Aus Charkiw und Dnipro wurden schwere Explosionen gemeldet, zu Opfern gibt es bislang keine Angaben. Nach Darstellung der ukrainischen Luftwaffe hatten russische Bomber vom Typ Tupolew Tu-95 kurz nach Mitternacht Ortszeit aus großer Distanz über dem Kaspischen Meer eine unbekannte Zahl von Marschflugkörpern abgefeuert. Mit deren Annäherung an die Ukraine starteten die russischen Militärs noch Drohnen und ballistische Raketen, um die ukrainische Flugabwehr mit diesem Waffenmix zu überlasten.
+++ 03:46 US-Finanzminister: Keine weiteren Sonderregeln für sanktioniertes Öl +++
US-Finanzminister Scott Bessent schließt eine Verlängerung der Ausnahmegenehmigungen von den US-Sanktionen für iranisches und russisches Öl aus. Das sagt er in einem Interview der Nachrichtenagentur AP.
+++ 01:46 Prinz Harry gedenkt der Opfer von Butscha +++
Der britische Prinz Harry hat der zivilen Opfer russischer Kriegsverbrechen im ukrainischen Butscha gedacht. Das teilt die Minenräumungsorganisation Halo Trust mit, die nach eigenen Angaben die Umgebung des einst schwer verminten Orts weitgehend von Sprengsätzen befreit hat. Harry besuchte demnach einen Gedenkort in Butscha. Der jüngere Sohn von König Charles III. traf am Donnerstag überraschend in der Ukraine ein. Bei einer Rede in Kiew kritisierte er die Kriegsführung Russlands scharf und forderte Russlands Präsidenten auf, den Krieg zu beenden.
+++ 00:45 Lawrow wirft USA Streben nach Dominanz auf Energiemärkten vor +++
Der russische Außenminister Sergej Lawrow wirft den USA vor, anerkannte diplomatische Konventionen aufzugeben, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Washington gehe es vor allem um die Vorherrschaft auf den Energiemärkten, sagt Lawrow in einem vom russischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Die USA seien bereit, ihren Wohlstand mit allen Mitteln zu verteidigen, einschließlich Putschen, Entführungen oder Attentaten auf ausländische Staatschefs. Lawrow spielt damit auf die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und die Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei an. Zudem hätten die USA Europa von Russland "abgeschnitten", indem sie europäische Staaten zur Aufgabe der Nord-Stream-Pipeline gedrängt und sich gegen russische Gaslieferungen an Ungarn und die Slowakei gestellt hätten. Auch bei der Suche nach einer Lösung für den Krieg in der Ukraine stünden für die USA wirtschaftliche Chancen im Vordergrund, erklärt Lawrow weiter.
+++ 23:37 Gefälschter BBC-Report unterstellt Selenskyj Gemälderaub +++
Im Internet ist eine gefälschte BBC-Reportage aufgetaucht, die einen Gemäldediebstahl in Italien in Verbindung bringt mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Erzählt wird in dem Video, dass ein Ende März aus einem Museum in der Nähe von Parma gestohlenes Bild von Paul Cézanne im Präsidialamt Selenskyjs hänge. Behauptet wird, dass Selenskyj das Gemälde von der Mafia bekommen habe. Allerdings ist die gesamte Reportage gefälscht, wie die Sender France 24 und Euronews berichten. So hat die BBC nie eine solche Reportage gemacht und das in den Videos präsentierte "Beweismaterial" ist unecht. So wurde das Cézanne-Bild in eine der Selenskyj-Videobotschaften hinein retuschiert. Im Original hängt nach Angaben der Investigativjournalisten ein Werk des ukrainischen Künstlers Andrij Tschebotaru an der Stelle. Die Fälschung soll den Recherchen zufolge von einem dem russischen Militärgeheimdienst nahestehenden Netzwerk produziert und verbreitet worden sein.
+++ 22:12 Bericht: Tanker mit russischem Öl meiden schwedische Gewässer wegen verstärkter Kontrollen +++
Russische Öltanker meiden auf der Ostsee seit kurzem schwedische Hoheitsgewässer, wie die Nachrichtenagentur "Bloomberg" auf Grundlage ausgewerteter Schiffsdaten meldet. Die schwedischen Behörden hatten zuletzt verstärkt Schiffe auf See kontrolliert und Frachtpapiere überprüft. Vor etwas mehr als einem Monat wurde ein Frachter, der zu Putins sogenannter Schattenflotte gehören soll, von den Behörden festgesetzt. Seit dem 7. April nahmen 13 von 22 sanktionierten Schiffen laut der Analyse der Nachrichtenagentur eine Route südlich der dänischen Insel Bornholm anstatt der üblichen Route weiter nördlich und näher an der schwedischen Küste. Die sogenannte Schattenflotte besteht aus heruntergekommenen Schiffen, die unter falscher Flagge oder mit gefälschten Papieren unterwegs sind. So versucht Moskau, die gegen Russland verhängten Sanktionen zu umgehen.
+++ 21:27 Nato: US-Waffenlieferungen im Rahmen des Purl-Programms laufen wie geplant +++
Die US-Waffenlieferungen im Rahmen der Nato-Initiative Purl laufen wie geplant. Das sagte der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses Admiral Giuseppe Cavo Dragone am Rande des Kiewer Sicherheitsforums, wie die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass die Lieferungen von US-Waffensystemen an die Ukraine reduziert würden, so der hochrangige Nato-Vertreter. Das Purl-Programm ist ein gemeinsamer Mechanismus der USA und der Nato, der die Lieferungen amerikanischer Waffen und Ausrüstung an die Ukraine beschleunigen soll. Partnerländer finanzieren die Käufe auf Grundlage des prioritären Bedarfs der Ukraine.
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