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Erklärung bei Ukraine-BesuchPrinz Harry sieht sich für immer als "Teil der Royal Family"

25.04.2026, 01:43 Uhr
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Prinz Harry nimmt im ukrainischen Butscha nahe Kiew an einer Demonstration der Minenräumungsorganisation Halo Trust teil. (Foto: picture alliance/dpa/Halo Trust)

Prinz Harry trat 2020 von seinen royalen Pflichten zurück. Während seines Besuchs in der Ukraine weist er die Darstellung, er sei kein arbeitendes Mitglied der Königsfamilie mehr, entschieden zurück. Auch ein Scharmützel mit Trump trägt ihm seine Reise ein.

Prinz Harry sieht sich weiterhin im Dienst der Krone. Die Einordnung, er sei seit dem Megxit kein arbeitendes Mitglied des britischen Königshauses mehr, weist er deshalb jetzt deutlich zurück. Während seines Besuchs in der Ukraine sagte der Herzog von Sussex dem Sender ITV News, er könne mit der Bezeichnung "not a working royal" nichts anfangen. "Ich werde immer Teil der königlichen Familie sein", so der 41-Jährige. Er sei vor Ort, "um zu arbeiten und genau das zu tun, wofür ich geboren wurde".

Harry und seine Ehefrau Meghan hatten sich Anfang 2020 von ihren Pflichten als ranghohe Royals zurückgezogen und leben seither mit ihren beiden Kindern Archie und Lilibet in Kalifornien. Als "working royals" gelten in Großbritannien jene Mitglieder der Familie, die offizielle Termine im Auftrag des Königshauses wahrnehmen. Diese Rolle verlor das Paar mit dem sogenannten Megxit und dem endgültigen Bruch im Jahr darauf.

"Ich genieße es, solche Trips machen zu können und die Leute zu unterstützen, die Freunde, die ich gefunden habe", fuhr Harry im Interview fort. Er wolle damit die Aufmerksamkeit zurück auf wichtige Themen lenken, die wegen anderer Dinge aus den Medien verschwunden sind.

Anlass für das Gespräch war der überraschende Trip des Prinzen in das Kriegsland. Am Donnerstag war Harry in die Ukraine gereist, am Freitag besuchte er nahe der Stadt Butscha ein Räumkommando der Hilfsorganisation Halo Trust. Auf einem Übungsgelände ließ sich der Herzog die neuesten Methoden der digitalen Minenräumung zeigen. Bilder der Organisation zeigen ihn mit Pilotenhelm beim Steuern einer KI-gestützten Drohne, die Sprengkörper im Boden aufspürt. Anschließend bediente er einen Roboter, der zum Entfernen der Munition eingesetzt wird. Vor Ort würdigte er zudem die Opfer der russischen Besatzung von Butscha, die Anfang 2022 im Ort zahlreiche Zivilisten das Leben kostete.

Erinnerungen an Prinzessin Diana und Sticheleien von Trump

Dabei trug Harry eine hellblaue Schutzweste mit Halo-Logo - ein bewusst gewähltes Bild, denn der Auftritt erinnert nicht zufällig an seine Mutter. Prinzessin Diana hatte 1997 in Angola eine ähnliche Schutzweste getragen, als sie durch ein geräumtes Minenfeld ging. Das Foto, das Diana auf dem staubigen Pfad zeigt, wurde zu einer der prägendsten Aufnahmen ihrer letzten Lebensmonate und verlieh der Kampagne gegen Landminen globale Aufmerksamkeit. Wenige Monate nach dem Besuch starb Diana bei einem Autounfall in Paris.

Harry zieht in einer Mitteilung eine direkte Verbindung zwischen damals und heute: "Als meine Mutter vor fast 30 Jahren Angola besuchte, haben die Minenräumer ihre Arbeit auf Händen und Knien verrichtet", so der Prinz. "Heute setzen sie zusätzlich Drohnen, KI und Roboter ein - für mehr Präzision und mehr Schutz." Die Technik rette Leben und ermögliche es Landwirten, ihre Felder trotz des Krieges zu bestellen. Eines Tages, hofft Harry laut der Mitteilung, könnten vertriebene Ukrainer in sichere Gemeinden zurückkehren.

Auch Kritik am russischen Präsidenten für seinen Angriffskrieg und eine Botschaft für US-Präsident Donald Trump hatte Harry auf seiner Ukraine-Reise dabei. Ohne Trump namentlich zu erwähnen, sagte er, die USA sollten "zeigen, dass sie ihren internationalen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen können - nicht aus Nächstenliebe, sondern aufgrund ihrer dauerhaften Rolle für die globale Sicherheit und strategische Stabilität". Auf die Äußerungen angesprochen, spottete Trump laut der BBC: "Prinz Harry? Wie geht es ihm? Wie geht es seiner Frau? Bitte richten Sie ihr meine Grüße aus." Er fügte dem Bericht zufolge hinzu: "Eines weiß ich: Prinz Harry spricht nicht für Großbritannien, das ist sicher. Ich glaube, ich spreche mehr für Großbritannien als Prinz Harry."

Quelle: ntv.de, mau/spot

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