Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:50 EU-Staaten können sich nicht auf neue Russland-Sanktionen einigen +++
Die Botschafter der EU-Staaten können sich vorerst nicht auf ein 21. Sanktionspaket gegen Russland einigen. Die Obergrenze für den Preis von russischem Rohöl bleibt jedoch bis zum 23. Juli unverändert bei 44,10 Dollar pro Barrel, wie ein EU-Diplomat sagt. Die Verhandlungen über das Paket, das im Juni vorgeschlagen wurde, dauern an. Es richtet sich unter anderem gegen russische Banken, Krypto-Netzwerke, die Drohnenproduktion sowie Ölhändler und Raffinerien. Dem litauischen Außenminister Kestutis Budrys zufolge sind die EU-Staaten uneins über ein vorgeschlagenes Verbot für maritime Dienstleistungen und strengere Beschränkungen für russisches Flüssigerdgas (LNG). Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte in dieser Woche vor einer fehlenden Einigung gewarnt.
+++ 23:37 Wadephul sieht Finnland beim Zivilschutz als Vorbild +++
Deutschland und Finnland wollen ihre Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich vor dem Hintergrund der andauernden Bedrohungen durch Russland verstärken. Es gehe etwa um den Schutz vor hybriden Bedrohungen und die Cybersicherheit, aber auch den Ausbau der europäischen Handlungsfähigkeit und die wirtschaftliche Zukunft, sagt Außenminister Johann Wadephul bei einem Treffen mit seiner Kollegin Elina Valtonen in der finnischen Hauptstadt Helsinki.
+++ 22:09 Russland will Ölraffinerien mit "Spinnennetz" vor Drohnenangriffen schützen +++
Der russische Staatskonzern Rostec hat ein neues System zum Schutz von Industrieanlagen vor Drohnenangriffen vorgestellt. Das "Pautina" genannte System – russisch für Spinnennetz – besteht aus Trägersäulen, einem Kraftnetz und Stützen und soll Objekte ab 25 Metern Höhe schützen. Nach Angaben der Hersteller kann es eine 200 Kilogramm schwere Drohne stoppen, die mit 250 Stundenkilometern fliegt. Schützen soll das System vor allem Öldepots, Kraftstoffterminals, Umspannwerke und Lagerhäuser – Ziele, die die Ukraine in den vergangenen Monaten wiederholt mit Drohnen angegriffen hat. Das System befindet sich nach russischen Angaben derzeit in der Erprobung an mehreren Energieanlagen.
+++ 21:26 Insider: Russische Energiekonzerne bitten Indien um Benzin +++
Führende russische Energiekonzerne bitten Insidern zufolge indische Raffinerien um Benzinlieferungen, nachdem ukrainische Angriffe einen erheblichen Teil der russischen Raffineriekapazitäten lahmgelegt haben. Mindestens eine Ladung indischen Benzins sei bereits nach Russland unterwegs und weitere würden erwartet, sagt eine von insgesamt zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Zu den russischen Unternehmen, die Kontakt aufgenommen haben, gehören demnach Rosneft, Gazprom Neft und Lukoil. Drei indische staatliche Ölverarbeiter erklären, sie hätten keine Überschüsse für den Export. Die genannten Konzerne sowie das russische Energieministerium äußern sich zunächst nicht dazu.
+++ 20:37 Russland: Chefingenieur von AKW Saporischschja durch Drohne getötet +++
Der Chefingenieur des von Russland kontrollierten Atomkraftwerks Saporischschja, Alexej Jakowlew, ist nach russischen Angaben bei einem ukrainischen Angriff getötet worden. Eine Drohne habe einen Dienstwagen zwischen dem Kraftwerk und der Stadt Enerhodar getroffen, teilt der Chef des staatlichen russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, mit. Dabei seien Jakowlew und sein Fahrer ums Leben gekommen. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor.
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