Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:10 Pistorius plant Ausstieg aus Rüstungsprojekt Fregatte F126 +++
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius plant dem "Spiegel" zufolge den Ausstieg aus dem größten Rüstungsprojekt in der Geschichte der Marine. Das von vielen Problemen begleitete Projekt zum Bau von F126-Fregatten solle nicht weiter fortgesetzt werden, berichtet das Magazin. Pistorius wolle stattdessen insgesamt acht Fregatten des Typs Meko-200 vom deutschen Hersteller TKMS kaufen. Sie sind mit gut 120 Metern Länge deutlich kleiner als die F126 mit 166 Metern. Der vom Verteidigungsministerium geplante Modell-Wechsel wird dem Bericht zufolge von der Führung der Marine mitgetragen.
+++ 01:53 Fünf Tote bei Luftangriffen in der Ukraine +++
Bei russischen Luftangriffen sind in verschiedenen Regionen der Ukraine fünf Menschen getötet worden. Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk kamen nach Angaben der dortigen Staatsanwaltschaft drei Menschen durch Drohnenangriffe im Kreis Nikopol ums Leben. Fünf weitere seien verletzt worden. Im benachbarten Gebiet Saporischschja wurde nach Angaben von Militärgouverneur Iwan Fedorow eine Frau durch einen Angriff mit Gleitbomben getötet. Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. In der südukrainischen Stadt Cherson wurde Militärgouverneur Olexander Prokudin zufolge ein Mann durch russischen Beschuss getötet.
+++ 22:15 Ukraine rettet 15 Kinder aus von Russland besetzten Gebieten +++
Im Rahmen der Präsidialinitiative "Bring Kids Back UA" konnten 15 Kinder aus den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine erfolgreich gerettet werden. Das teilt die Organisation auf Facebook mit. Zu den Geretteten gehören der 18-jährige Mykyta, der sich versteckt hielt, um einer Zwangsmobilisierung in die russische Armee zu entgehen, der 17-jährige Ivan, dessen Familie ständigen Drohungen durch die Besatzungsbehörden ausgesetzt war und die 13-jährige Dariia, die die Behörden von ihren Eltern trennen und in ein Waisenhaus unterbringen wollten, heißt es. Bis Anfang Juni hat die Initiative nach eigenen Angaben zufolge 2232 Kinder erfolgreich aus Russland und den derzeit besetzten Gebieten in die Ukraine zurückgebracht. Das gesamte Ausmaß der Vertreibung lässt sich nur schwer bestimmen. Daria Gerasymchuk, die Beauftragte des Präsidenten für Kinderrechte, berichtete zuvor, dass die ukrainischen Behörden bis Ende März 2023 bestätigt hatten, dass mehr als 19.500 Kinder aus vorübergehend besetzten Gebieten nach Russland verschleppt worden waren.
+++ 21:36 Unternehmen aus Polen und Lettland beschaffen Militärkleidung für russische Soldaten +++
Kleidung und Ausrüstung der Marke 5.11, die für die russischen Invasionstruppen beschafft wurde, wird über lettische, Hongkonger und polnische Firmen nach Russland importiert. Das gehe aus Zolldaten hervor, berichtet das russische investigative Exilmedium "The Insider". Den Unterlagen zufolge wird die Ausrüstung von dem lettischen Unternehmen SIA MD Met (Inhaberin und Geschäftsführerin Jeļena Timohina) unter Beteiligung der in Hongkong ansässigen NStar Logistics Limited und der polnischen Firma Tls Import-Export Sp. Z O. O importiert. Die Empfänger auf russischer Seite waren die in Kaliningrad ansässigen Unternehmen Laf (ООО "Лаф") und Partner Tekstil (ООО "Партнер текстиль"). Zu den importierten Artikeln gehörten Hosen, T-Shirts, Hemden und Mützen der Marke 5.11 TACTICAL. Ilya Kystov, Geschäftsführer der Tls Import-Export Sp. Z O.O., unternahm auch nach dem Ausbruch des umfassenden Krieges im Jahr 2023 weiterhin regelmäßig Autofahrten von der polnischen Stadt Elbląg nach Kaliningrad. Telefonische Nachfragen von "The Insider" bei Tls Import-Export Sp. Z O. O wurden nicht beantwortet. Kontaktdaten für SIA MD Met oder NStar Logistics Limited konnten nicht gefunden werden. Die Marke 5.11 ist in ganz Russland in zahlreichen Fachgeschäften für Militär- und taktische Ausrüstung erhältlich. In den 2010er Jahren war sie bei Kämpfern in den russisch besetzten ostukrainischen Gebieten Donezk und Luhansk sowie bei Dschihadisten und Kadyrow-Anhängern beliebt.
+++ 21:09 Russland wirft den USA Wortbruch vor - Trump habe Zusagen aus Alaska nie eingehalten +++
Russland wirft den USA vor, Absprachen nicht eingehalten zu haben, die die Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump bei einem Gipfel in Alaska im August 2025 getroffen hätten. Die Agentur Interfax zitiert Vize-Außenminister Sergej Rjabkow mit den Worten, die USA seien von "grundlegenden Vereinbarungen" abgewichen. Zudem beobachte Russland, dass sich "die Linie Washingtons immer mehr der fanatischsten antirussischen Politik annähert, die von den engsten europäischen Verbündeten der USA - nämlich Großbritannien und Frankreich - verfolgt wird." Außenminister Sergej Lawrow deutete an, der Gipfel sei möglicherweise ein "Trick der USA gewesen, um Zeit für die Wiederbewaffnung des Kiewer Regimes zu gewinnen". Die Kritik deutet auf eine wachsende Frustration Russlands über die USA hin, nachdem es lange Zeit so ausgesehen hatte, als stünde Trump Russland in dem Krieg näher als der Ukraine. Binnen drei Tagen haben damit nun drei hochrangige russische Vertreter erklärt, die USA hätten Zusagen nicht eingehalten. Was genau dabei versprochen, aber nicht eingehalten worden sein soll, blieb jedoch stets offen.
+++ 20:32 Nach Selenskyj-Ultimatum an Minsk: Lawrow versichert Belarus Beistand +++
Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärt, Russland sei bereit, alle im Unionsvertrag vorgesehenen Mechanismen anzuwenden, um die Sicherheit von Belarus zu gewährleisten. Bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Beilegung des Krieges in der Ukraine behauptet Lawrow, Äußerungen Selenskyjs zielten darauf ab, Belarus in den Krieg hineinzuziehen und den geografischen Umfang des Krieges auszuweiten. Lawrow verweist auf die Sicherheitsgarantien im Vertrag zwischen Russland und Belarus. Selenskyj hatte Belarus vorgeworfen, mit technischer Infrastruktur russische Raketen- und Drohnenangriffe auf die Ukraine zu unterstützen. Minsk solle dies unterlassen, andernfalls kümmere sich die Ukraine darum. Er setzte ein Ultimatum, das an diesem Freitag endet.
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