Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:22 Heftige Explosionen in Kiew - Russland greift mit ballistischen Raketen an +++
Kurz nach der Warnung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj vor einem schweren russischen Luftangriff wird Kiew von heftigen Explosionen erschüttert. Eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtet von schweren Detonationen nach der Ausrufung eines Luftalarms durch die Behörden. Der in Kiew lebende Journalist Denis Trubetskoy schreibt auf X von "richtig lauten ballistischen Raketen". Der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, bestätigt auf Telegram, die Hauptstadt sei "das Ziel eines massiven Angriffs mit ballistischen Raketen" geworden. Weitere Angriffe seien möglich. "Bleiben Sie in den Schutzräumen", ruft er die Bevölkerung auf.
+++ 23:14 Mehrere Verletzte bei russischen Luftschlägen in Odessa und bei Charkiw +++
Bei russischen Luftangriffen im Süden und Osten der Ukraine sind am späten Abend zahlreiche Zivilisten verletzt worden. In der Region Odessa müssen nach einem Raketenangriff sieben Menschen ins Krankenhaus, unter ihnen auch drei Kinder, teilt Regionalgouverneur Oleh Kiper mit. Man verschaffe sich derzeit noch ein Bild über das gesamte Ausmaß des Angriffs. Weitere neun Verletzte gibt es im Raum Charkiw, dort haben Drohnen insbesondere die Stadt Balakilja angegriffen. In Kiew gibt es derzeit erneut Luftalarm, nachdem Drohnen Kurs auf die Hauptstadt genommen haben. Hier ist noch nichts über eventuelle Schäden bekannt.
+++ 21:53 Kiew steht möglicherweise eine sehr harte Nacht bevor +++
Die US-Botschaft in Kiew warnt vor einem möglicherweise "signifikanten" Luftangriff Russlands innerhalb der nächsten 24 Stunden. Die Sirenen in der Hauptstadt heulten vorhin bereits auf, die entsprechenden Warn-Apps leuchteten rot auf. Der in Kiew lebende Journalist Denis Trubetskoy schreibt auf der Plattform Bluesky: "Aus bisheriger Erfahrung muss man besonders die Mitteilung der US-Botschaft Kyjiw ernst nehmen. Nach früheren Warnungen dieser Art wurde tatsächlich Oreschnik eingesetzt." Gemeint ist die russische Mittelstreckenrakete. Die Ukraine hat ihre Bürger vor einer möglichen Attacke gewarnt:
+++ 21:02 Geheimdienstler: "Die Zeit arbeitet nicht zugunsten Russlands" +++
Dem Chef des estnischen Geheimdienstes zufolge läuft dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Zeit davon, den Krieg gegen die Ukraine zu gewinnen. Er verweist bei CNN auf die Pattsituation auf dem Schlachtfeld und wachsende Problemen im eigenen Land. In den nächsten vier oder fünf Monaten wird Putin "möglicherweise nicht mehr aus einer Position der Stärke heraus verhandeln können", sagt Kaupo Rosin. Das könnte den russischen Präsidenten an den Verhandlungstisch zwingen, so der Geheimdienstler. "Die Zeit arbeitet nicht zugunsten Russlands."
+++ 20:15 Ukrainisches Rüstungsunternehmen macht Streitkräften begehrtes Geschenk +++
Wild Hornets ist einer der bekanntesten Abfangdrohnenhersteller der Ukraine. Die entwickelte "Sting" kostet pro Stück nur wenige Tausend Dollar und eignet sich unter anderem zur Eliminierung von angreifenden Shahed-Drohnen. Die Abfangdrohne ist auch in anderen Ländern heiß begehrt, doch der Hersteller fokussiert sich in erster Linie auf die Ukraine. Nun wird Wild Hornets 1000 "Sting" an die Streitkräfte des Landes spenden. Alleine 200 Exemplare bekommt das 38. Flugabwehrregiment geliefert:
+++ 19:31 "Berichte erhalten" - setzt Russland bald wieder die Oreschnik-Rakete ein? +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet nach den jüngsten Angriffen Kiews auf russische Ziele einen Vergeltungsschlag Moskaus mit der Oreschnik-Mittelstreckenrakete. "Unsere Nachrichtendienste haben Berichte über eingegangene Daten erhalten, einschließlich von amerikanischen und europäischen Partnern, wonach Russland einen Schlag mit der Oreschnik-Rakete vorbereitet", teilt Selenskyj in den sozialen Netzwerken mit. Die Hauptstadt Kiew ist demnach auch in Gefahr. Russland hat die ballistische Rakete mit besonders großer Zerstörungskraft bereits zweimal in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt - einmal in der Großstadt Dnipro im Südosten des Landes ohne Sprengköpfe und zuletzt im Januar in der Westukraine:
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.