Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 10:55 Iranische Revolutionsgarden: erneutes Aufflammen des Krieges unwahrscheinlich +++

27.05.2026, 10:56 Uhr

Ein erneutes Aufflammen des Krieges zwischen dem Iran und den USA ist nach Einschätzung eines Vertreters der iranischen Revolutionsgarden unwahrscheinlich. "Die Wahrscheinlichkeit eines Krieges ist gering wegen der Schwäche des Feindes", sagt Mohammed Achbarsadeh, ein ranghoher Vertreter der Marine der Revolutionsgarden, laut der Nachrichtenagentur Tasnim vor dem Hintergrund der diplomatischen Verhandlungen über ein Ende des Krieges. Zugleich betont er die anhaltende Kampfbereitschaft des Iran: "Die Streitkräfte halten sich bereit, mit vollen Magazinen." "Das Gebiet von Tschabahar bis Mahschahr" an der Südküste des Iran könne "in einen Friedhof für Aggressoren" verwandelt werden, sagt er. Ungeachtet einer eigentlich geltenden Waffenruhe hatten die US-Streitkräfte am Montag iranische Raketenstellungen und Schiffe angegriffen. Dies löste Befürchtungen zum Fortgang der Gespräche über eine Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran aus.

+++ 09:15 Fraport-Chef: Versorgung mit Kerosin ist sicher +++

Der Frankfurter Flughafenchef Stefan Schulte will den Passagieren die Angst vor Kerosin-Engpässen im Sommer nehmen. "Ich würde jedem Fluggast klar sagen: Mach dir über deine Buchung derzeit keine Sorge", sagt der Fraport-Vorstandschef dem "Handelsblatt". Er sehe die Versorgung in Europa im Sommer gesichert. "Ich gehe davon aus, dass wir in den nächsten Monaten in Europa und damit auch in Deutschland genügend Kerosin haben. Wenn es gut läuft, auch bis Jahresende", sagt der Manager. Selbst wenn es in irgendeiner Region der Welt doch einen Engpass geben sollte, werde man umgebucht oder bekomme sein Geld zurück, erklärt der Fraport-Chef. "Und die Sorge, dass man irgendwo strandet, ist nach meiner Einschätzung unbegründet. Länder wie Indien oder China gehen sehr professionell durch Anlegen von Reserven mit der Situation um. Ein Flugzeug, das dort landen darf, wird auch wieder zurückfliegen."

+++ 08:18 Verteidigungsminister Pistorius zu Gesprächen in Kanada eingetroffen +++

Verteidigungsminister Boris Pistorius ist zu militärpolitischen Gesprächen in der kanadischen Hauptstadt Ottawa eingetroffen. Er wollte mit seinem kanadischen Amtskollegen David McGuinty über Fragen gemeinsamer Sicherheit, Rüstungskooperationen, Hilfe für die Ukraine und die Vorbereitung des für Juli geplanten Nato-Gipfels sprechen. Der SPD-Politiker nimmt auch an der Sicherheitskonferenz Cansec teil. Anders als bei früheren Nordamerika-Besuchen wird es keine Weiterreise zu Gesprächen mit der US-Regierung in Washington geben. Im deutschen Verteidigungsministerium wurde darauf hingewiesen, dass US-Verteidigungsminister Pete Hegseth derzeit an der asiatischen Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog teilnimmt. Ein USA-Besuch von Pistorius soll später stattfinden.

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Boris Pistorius auf dem Internationalen Flughafen in Ottawa in Kanada. (Foto: picture alliance/dpa)

+++ 06:59 Top-Chemiemanager: "Erholung der Lieferketten dauert Monate" +++

Die Weltwirtschaft muss sich nach einer Öffnung der für Öl- und Gastransporte wichtigen Straße von Hormus aus Sicht des deutschen Chemiemanagers Rainer Seele noch längere Zeit auf Einschränkungen einstellen. "Die Erholung der Lieferketten kommt nicht über Nacht, sondern wird Monate dauern", sagt der ehemalige Wintershall-Chef dem "Handelsblatt". Nach einer Öffnung dieses wichtigen Seewegs vor der Küste Irans werden Öltanker nach Seeles Angaben einige Zeit brauchen, bis der Rohstoff in Asien ankomme. "Es werden zunächst auch die strategischen Reserven in vielen Ländern wieder aufgefüllt. Der Nachholbedarf ist riesig", sagt Seele, der als Top-Manager beim Ölkonzern Adnoc der Vereinigten Arabischen Emirate arbeitet und zuvor mehrere Jahre Vorstandschef des österreichischen Energiekonzerns OMV war. Die Verfügbarkeit von Rohstoffen werde bis weit ins Jahresende hinein angespannt bleiben, sagt er. Das werde sich auf die Chemie in Asien auswirken. Die Energiekosten werden nach Einschätzung von Seele dagegen schnell sinken. "Ein Großteil dessen, was wir heute sehen, ist eine Risikoprämie, und diese wird sich schnell auflösen, sobald eine Lösung in Sicht ist." Der Rohölpreis werde wieder auf das Vorkriegsniveau von rund 80 Dollar pro Barrel (je 159 Liter) zurückkehren.

+++ 05:03 Zivilschutz: Sieben Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen +++

Bei israelischen Luftangriffen sind im Gazastreifen nach palästinensischen Angaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Fünf Menschen seien bei einer Attacke auf eine "Gruppe Zivilisten" im Flüchtlingslager al-Maghasi getötet worden, erklärte die von der radikalislamischen Hamas kontrollierte Zivilschutzbehörde. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden. Das Al-Aksa-Krankenhaus bestätigte die Zahl der Opfer. Ein Zeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, eine Gruppe bewaffneter Männer sei am Dienstagmorgen in das Flüchtlingslager eingedrungen. Bewohner hätten die Männer attackiert. Daraufhin seien die Bewohner von einer israelischen Drohne ins Visier genommen worden. Die bewaffneten Männer seien daraufhin in ein Gebiet geflohen, das unter israelischer Kontrolle steht. Bereits mehrfach war über Auseinandersetzungen zwischen Einwohnern und angeblich von Israel unterstützten Anti-Hamas-Milizen berichtet worden.

+++ 02:54 UN-Sicherheitsrat verurteilt Angriff auf AKW in den Arabischen Emiraten +++

Der UN-Sicherheitsrat verurteilt den Angriff auf das Atomkraftwerk Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Der Angriff verstoße gegen das Völkerrecht, teilt das Gremium in einer Erklärung mit. Verantwortliche für die Attacke nennt der Rat nicht. Die VAE hatten vergangene Woche mitgeteilt, aus dem Irak seien sechs Drohnen gestartet, von denen eine das Kraftwerk getroffen habe. Im Irak hatten sich vom Iran unterstützte Milizen während des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran zu Angriffen auf "feindliche Stützpunkte im Irak und in der Region" bekannt.

+++ 01:23 "Boshafter Wille" der US-Regierung - Iran verurteilt Angriffe als groben Verstoß gegen Waffenruhe +++

Das iranische Außenministerium hat die jüngsten US-Angriffe als groben Verstoß gegen die Waffenruhe verurteilt und mit Vergeltung gedroht. "Zweifellos wird die Islamische Republik Iran keinen provokativen Akt unbeantwortet lassen und nicht das geringste Zögern bei der Verteidigung der nationalen Souveränität des Irans dulden", hieß es in einer Erklärung des Ministeriums. Diese parallel zum von Pakistan vermittelten Friedensprozess gestarteten aggressiven Handlungen hätten den "boshaften Willen" der US-Regierung offenbart. Das US-Militär hatte zuvor nach eigenen Angaben im Süden des Landes iranische Raketenstellungen sowie Boote angegriffen, die in der Straße von Hormus Minen verlegen wollten. Ein Sprecher des zuständigen Regionalkommandos der US-Streitkräfte erklärte, die jüngsten "Angriffe zur Selbstverteidigung" dienten dem Schutz der Truppen vor Bedrohungen durch iranische Kräfte. 

+++ 00:06 Libanon meldet mehr als 30 Tote durch israelische Angriffe +++

Bei israelischen Angriffen auf Ziele im Libanon sind nach Angaben der Regierung in Beirut mehr als 30 Menschen getötet worden. Es habe mindestens 31 Todesopfer gegeben, teilt das libanesische Gesundheitsministerium am Abend mit. Unter ihnen seien vier Kinder und drei Frauen. Etwa 40 Menschen seien zudem verletzt worden. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte am Montagabend eine nochmalige Verstärkung der Militäroffensive gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon angekündigt. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah hatte ihrerseits in den vergangenen Tagen ihre Drohnenangriffe auf Israel ausgeweitet. 

+++ 22:12 Insider: Israel fliegt mehr als 120 Luftangriffe im Libanon +++

Israel hat den Libanon nach Angaben aus deren Sicherheitskreisen mit über 120 Luftschlägen angegriffen. Dies sei eine der schwersten Bombardierungen seit Wochen, heißt es. Bei einem Angriff auf die Stadt Burdsch al-Schamali im Süden des Landes werden der staatlichen Nachrichtenagentur NNA zufolge mindestens zehn Menschen getötet. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärt, das Militär weite seine Einsätze in dem Land aus.

+++ 21:14 Revolutionsgarden: Iran lässt 25 Schiffe Straße von Hormus passieren +++

Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden passieren in den vergangenen 24 Stunden 25 Öltanker, Containerschiffe und andere Handelsschiffe die Straße von Hormus mit Erlaubnis des Iran. Dies meldet die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Marine der Elitetruppe.

+++ 20:27 Netanjahu: Haben neuen Hamas-Chef im Gazastreifen angegriffen +++

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilt mit, das Militär habe einen Angriff gegen den neuen Chef des bewaffneten Flügels der Hamas durchgeführt. Der Angriff habe sich im Gazastreifen ereignet. Weitere Details nennt Netanjahu nicht.

+++ 19:36 Hisbollah meldet Angriffe auf israelische Armee im Südlibanon +++

Die Hisbollah hat nach eigenen Angaben israelische Verbände attackiert, die im Süden des Libanon operieren. Demnach seien Truppen und Militärfahrzeuge mit Raketen, Drohnen und Artillerie angegriffen worden. Israels Armee hatte am Nachmittag wieder Beschuss mit mehreren mit Sprengstoff beladenen Drohnen der vom Iran unterstützten Miliz gemeldet.

+++ 18:56 Iran-Experte: Hormus ist der Schlüssel +++

Die Gespräche zwischen Iran und USA laufen weiter, doch zentrale Streitpunkte bleiben ungelöst. Iran-Experte Hans-Jakob Schindler erklärt, dass vor allem die Straße von Hormus und Sanktionen den Prozess bestimmen. Eine schnelle Einigung hält er für möglich, aber politisch kompliziert.

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