Iran-Krieg im Liveticker+++ 22:00 USA bewerten erste Gespräche Israels und des Libanons als "historischen Meilenstein" +++
Nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon seit mehr als 30 Jahren haben die USA von einem "historischen Meilenstein" gesprochen. In einer Erklärung des US-Außenministeriums nach dem rund zweistündigen Treffen in Washington ist von "konstruktiven Gesprächen" die Rede, die den Weg für weitere Verhandlungen ebnen könnten. Der israelische Botschafter in den USA, Yechiel Leiter, spricht von einem "wunderbaren Austausch".
+++ 21:18 Kanada setzt Kraftstoffsteuer vorübergehend aus +++
Kanada setzt nach Angaben von Premierminister Mark Carney die Kraftstoffsteuer des Bundes auf Benzin und Diesel vom 20. April bis zum 7. September aus. Dies sei eine verantwortungsvolle Maßnahme, welche die Betriebskosten für Lastwagenfahrer sowie für Unternehmen aus der Lebensmittel- und Agrarbranche, dem Bauwesen und für Lieferdienste senken werde, sagt Carney. Der Schritt dürfte den Preis für Normalbenzin um zehn kanadische Cent und für Diesel um vier kanadische Cent pro Liter reduzieren, fügt er hinzu. n Kanada erheben der Bund und die Provinzen jeweils eigene Steuern auf Treibstoff.
+++ 20:47 Teapot-Raffinerien: Wie China iranisches Öl verarbeitet +++
Die USA haben Öl aus dem Iran sanktioniert. In China wird es offenbar trotzdem verarbeitet - in geheimen Anlagen. Die sogenannten Teapot-Raffinerien ermöglichen China bislang, die Preise an heimischen Tankstellen günstig zu halten. Doch die US-Blockade könnte dem einen Riegel vorschieben.
+++ 20:24 Israelischer Botschafter: Libanon will nicht mehr von Hisbollah "besetzt" sein +++
Die libanesische Regierung will nach israelischen Angaben nicht länger von der Hisbollah "besetzt" sein. Dies habe die Führung in Beirut in den von den USA vermittelten Gesprächen mit Israel deutlich gemacht, sagt der israelische Botschafter in den USA, Yechiel Leiter, vor Journalisten. Zudem gebe es Gespräche über eine langfristige Vision für eine klar gezogene Grenze.
+++ 19:45 Krieg hinterlässt Spuren in Irans historischem Herzen +++
Im Iran trifft der Krieg nicht nur Menschen, sondern auch jahrhundertealte Kulturstätten. In Isfahan werden bei Luftangriffen Teile des historischen Zentrums beschädigt - darunter Moscheen, Paläste und Raumschmuck. Der Iran versucht, sein Kulturerbe international unter Schutz zu stellen, die Unesco mahnt.
+++ 19:03 Rubio nennt Israel-Libanon-Gespräche historische Chance +++
Im US-Außenministerium haben die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon begonnen. US-Außenminister Marco Rubio spricht von einer "historischen Chance". Es gehe darum, den seit zwei bis drei Jahrzehnten bestehenden Einfluss der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz in der Region dauerhaft zu beenden, sagt er. Zwar ließen sich die komplexen Probleme nicht in den nächsten sechs Stunden lösen. Doch könne man nun einen Rahmen für das weitere Vorgehen schaffen.
+++ 18:12 Mehr als 10.000 Soldaten an US-Blockade beteiligt +++
An der Blockade iranischer Häfen sind nach Angaben des US-Militärs mehr als 10.000 Soldaten, über ein Dutzend Kriegsschiffe und Dutzende Flugzeuge beteiligt. In den ersten 24 Stunden nach Inkrafttreten der von Präsident Donald Trump angeordneten Maßnahme habe kein Schiff die Blockade passiert, teilt das US-Zentralkommando mit. Sechs Handelsschiffe seien der Anweisung der US-Streitkräfte gefolgt und in einen iranischen Hafen am Golf von Oman zurückgekehrt. Die Blockade werde gegenüber Schiffen aller Nationen ausnahmslos durchgesetzt, sollten sie iranische Häfen nutzen.
+++ 17:46 Trump: Gespräche mit dem Iran vielleicht in kommenden zwei Tagen +++
US-Präsident Donald Trump zufolge könnten Gespräche mit dem Iran in den kommenden zwei Tagen in Pakistan stattfinden. Das berichtet die Zeitung "New York Post".
+++ 17:22 Heftige Kämpfe in Hisbollah-Hochburg +++
In der von Israels Armee umstellten südlibanesischen Ortschaft Bint Dschubail gibt es weiter heftige Kämpfe zwischen israelischen Soldaten und Kämpfern der Hisbollah-Miliz. Aus libanesischen Sicherheitskreisen heißt es, es habe im Laufe des Tages wegen schweren Beschusses erhebliche Schäden gegeben. Nach Angaben der israelischen Armee wurden in der Nacht bei einem Angriff der Hisbollah in dem Grenzort Bint Dschubail zehn Soldaten teils schwer verletzt. Der Ort ist eine Hochburg der Hisbollah.
+++ 16:42 Iran erwägt Aussetzung von Lieferungen durch Straße von Hormus +++
Der Iran erwägt einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge, keine eigenen Handelsschiffe mehr die Straße von Hormus passieren zu lassen. So sollten mögliche Gespräche mit den USA über eine Beendigung des Krieges nicht gefährdet werden, meldet Bloomberg. Das US-Militär hat als Gegenmaßnahme zur Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran seinerseits begonnen, den Schiffsverkehr von und nach iranische Häfen zu blockieren. Die Verhandlungsteams der USA und des Irans könnten Insidern zufolge noch in dieser Woche für Gespräche zur Beendigung des Krieges nach Pakistan zurückkehren.
+++ 15:50 Britische Finanzministerin wirft Trump "Torheit" vor +++
Angesichts der gravierenden wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges hat die britische Finanzministerin Rachel Reeves US-Präsident Donald Trump "Torheit" vorgeworfen. "Das ist ein Krieg, den wir nicht begonnen haben. Es ist ein Krieg, den wir nicht wollten", sagt Reeves der Zeitung "Daily Mirror". "Ich bin sehr frustriert und wütend darüber, dass die USA in diesen Krieg gezogen sind, ohne einen klaren Exit-Plan, ohne eine klare Vorstellung davon, was sie erreichen wollten."
+++ 15:07 Außenminister: Israel will "Frieden und Normalisierung" mit Libanon +++
Die israelische Regierung strebt nach den Worten von Außenminister Gideon Saar nach Frieden und einer Normalisierung der Beziehungen zum Nachbarland Libanon. "Wir wollen Frieden und Normalisierung mit dem Staat Libanon erreichen", sagt Saar wenige Stunden vor dem geplanten Beginn von Gesprächen zwischen den Botschaftern beider Länder in Washington. Israel und der Libanon "haben keine größeren Streitigkeiten untereinander. Das Problem ist die Hisbollah", sagt der Außenminister mit Blick auf die proiranische Miliz im Libanon. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat die Hisbollah ihre Angriffe auf Israel wieder verstärkt. Israel flog daraufhin massive Luftangriffe auf Teile des Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. Die gegenseitigen Angriffe gingen trotz einer zwischen den USA und dem Iran vereinbarten Waffenruhe weiter.
+++ 14:23 Macron fordert neue Friedensgespräche zwischen USA und Iran +++
Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat US-Präsident Donald Trump und den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian in Telefonaten zur Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen aufgerufen. Die in Islamabad unterbrochenen Verhandlungen müssten wieder aufgenommen, Missverständnisse ausgeräumt und weitere Eskalationen vermieden werden, habe er in den Telefonaten am Montag gefordert, teilt Macron mit. Es sei von entscheidender Bedeutung, dass der Waffenstillstand von allen strikt eingehalten werde und auch den Libanon einschließe. "Ebenso wichtig ist es, dass die Straße von Hormus so schnell wie möglich bedingungslos, ohne Kontrollen und ohne Mautgebühren wieder geöffnet wird", schreibt Macron auf X. Unter diesen Voraussetzungen sollten die Verhandlungen mit Unterstützung der wichtigsten Beteiligten rasch wieder aufgenommen werden können.
+++ 13:40 Italien will Verteidigungsabkommen mit Israel vorerst nicht verlängern +++
Italien setzt die automatische Verlängerung des Verteidigungsabkommens mit Israel aus. Das habe die Regierung "angesichts der aktuellen Lage im Nahen Osten" entschieden, erklärt Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Verona italienischen Nachrichtenagenturen zufolge. Details zu dem Abkommen nennt sie nicht.
+++ 12:50 Rotes Kreuz schickt mehr als 170 Tonnen Hilfsgüter in den Iran +++
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat eigenen Angaben zufolge mehr als 171 Tonnen Hilfsgüter in den Iran geschickt. Gestern seien die ersten fünf von insgesamt 14 entsandten IKRK-Lieferungen seit Kriegsbeginn angekommen, teilt die Hilfsorganisation mit. Sie sollen ausreichen, um den Bedarf von rund 25.000 Menschen zu decken. Zu den Lieferungen gehören unter anderem Decken, Küchensets, Hygienepakete und Solarlampen. Die erste Lieferung von fünf Lastwagen wurde in Teheran an die IRCS zur Weiterverteilung übergeben. "Zu einem Zeitpunkt, an dem der humanitäre Bedarf im ganzen Land weiterhin hoch ist, hoffen wir, dass diese Lieferung den Gemeinschaften, die die verheerenden Auswirkungen des Konflikts ertragen, etwas Erleichterung bringen wird", sagte Vincent Cassard, Leiter der IKRK-Delegation im Iran.
+++ 12:20 Energieagentur rechnet wegen Iran-Krieg mit geringerer Öl-Nachfrage +++
Durch die Auswirkungen des Iran-Kriegs geht die internationale Energieagentur IEA für dieses Jahr mittlerweile von einer geringeren Öl-Nachfrage aus. Aufs Jahr gesehen erwartet die IEA einen Nachfragerückgang von 84.000 Barrel pro Tag, wie es in ihrem monatlichen Ölmarktbericht heißt. Damit senkt die in Paris ansässige Agentur ihre Prognose deutlich. Im März war sie noch davon ausgegangen, dass die Nachfrage dieses Jahr um etwa 644.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag steigen werde. Allerdings liegen beiden Monatsberichten leicht unterschiedliche Werte für die Nachfrage nach Öl im vergangenen Jahr zugrunde. Insgesamt geht die Organisation von einer täglichen Rohöl-Nachfrage von gut 100 Millionen Barrel aus. Für das zweite Quartal dieses Jahres dürfte es laut IEA einen Nachfragerückgang von 1,5 Millionen Barrel pro Tag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geben. Einen solch rapiden Rückgang gab es dem Bericht zufolge seit der Corona-Pandemie nicht. Zunächst sei die Ölnutzung vor allem im Nahen und Mittleren Osten und im asiatisch-pazifischen Raum zurückgegangen. Doch bleibe das Öl knapp und die Preise hoch, werde die Nachfrage auch andernorts stärker zurückgehen.
+++ 11:50 Treibstoff-Nachschub gefährdet: Inselstaat erklärt Notstand +++
Der Inselstaat Tuvalu im Pazifik ruft wegen Sorgen um seinen Treibstoff-Nachschub den Notstand aus. Die Maßnahme gelte für zwei Wochen und nur für die Hauptinsel Funafuti, erklärt Staatschef Tofiga Vaevalu Falani. Sie sei aufgrund der "zunehmenden Instabilität der Stromerzeugungs- und Stromverteilungssysteme sowie der realen Risiken für die Kraftstoffversorgung" getroffen worden. Die Zuverlässigkeit der Versorgung mit grundlegenden Dienstleistungen auf Funafuti sei gefährdet. Auf Funafuti liegt die Hauptstadt des winzigen Inselstaates, dort leben zwei Drittel der insgesamt rund 10.000 Einwohner. Tuvalu arbeitet daran, die Energieproduktion von Diesel auf Sonnenkraft umzustellen. 2021 musste der Staat noch rund 70 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für Diesel ausgeben, aktuell sind es noch etwa 25 Prozent. Der Iran-Krieg hat die Ölpreise stark steigen lassen. Asiatische Länder, die stark von Importen aus Nahost abhängig sind, fürchten auch Versorgungsengpässe. Tuvalus Staatschef Falani erklärte, der Notstand erlaube es der Regierung, "koordinierte und sofortige Maßnahmen anzuordnen", um die nationale Stabilität zu gewährleisten.
+++ 11:20 Im März fast verdoppelt: Iran-Krieg treibt russische Öl-Einnahmen in die Höhe +++
Russlands Einnahmen aus Ölexporten haben sich im März laut Angaben der Internationalen Energieagentur fast verdoppelt. Wie die Agentur mitteilt, liegt dies insbesondere an den Sanktionserleichterungen für Moskau, die darauf abzielten, die steigenden Energiepreise während des Krieges der USA und Israels gegen den Iran zu dämpfen. Russland habe im vergangenen Monat Einnahmen in Höhe von 19 Milliarden US-Dollar erzielt, da die Exporte von Rohöl und Ölprodukten von nur 320.000 Barrel pro Tag im Februar auf 7,1 Millionen Barrel pro Tag in die Höhe geschossen seien, heißt es. Die USA hatten einige der wegen des russischen Krieges gegen die Ukraine verhängten Beschränkungen für den Verkauf von russischem Rohöl gelockert und erlaubten es Ländern, Öl zu kaufen, das sich bis zum 11. April bereits auf See befand.
+++ 10:43 Insider: USA und Iran wollen Friedensgespräche in Pakistan fortsetzen +++
Pakistan arbeitet an einer neuen Verhandlungsrunde zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten. Islamabad wolle die Gespräche so bald wie möglich, erfuhr die Deutschen Presse-Agentur aus pakistanischen Diplomatenkreisen. Auch China, Ägypten, Saudi-Arabien und die Türkei seien mit beiden Kriegsparteien im Gespräch. Die Länder hätten einen Vorschlag eingebracht, noch in dieser Woche in Islamabad weiterzuverhandeln, heißt es. Den Angaben zufolge hat China dem Iran geraten, weitere Gespräche einzugehen. Eine offizielle Bestätigung über weitere Verhandlungen liegt bisher nicht vor.
+++ 10:10 Iran will Reparationen: Kriegsschäden liegen bei mindestens 270 Milliarden Dollar +++
Nach vorläufigen Schätzungen des Iran liegen die Kriegsschäden, die die US-israelischen Angriffe in dem Land verursacht haben, bei 270 Milliarden Dollar. Eine Regierungssprecherin nannte diese Schätzung im Gespräch mit der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtet. Demnach würden die endgültigen Kosten wahrscheinlich höher ausfallen. "Eines der Themen, das unser Verhandlungsteam verfolgt und das auch bei den Gesprächen in Islamabad behandelt wurde, ist die Frage der Kriegsentschädigungen. Schäden müssen in der Regel auf mehreren Ebenen geprüft werden. Die Verluste des Iran durch Angriffe der USA und Israels werden derzeit auf rund 270 Milliarden Dollar geschätzt", wird die Sprecherin zitiert.
+++ 09:40 Trumps Beteuerungen zum Trotz: "Der Iran hat noch Trümpfe in der Hand" +++
Glaubt man Donald Trump, zeigt die US-Blockade der Straße von Hormus bereits Erfolge, der Iran sei verhandlungsbereit. Doch es deute nichts am Teheraner Gebaren darauf hin, dass das Mullah-Regime zu einem Deal um jeden Preis bereit sei, sagt ntv-Reporterin Kavita Sharma. Letztlich habe der Iran noch "Trümpfe in der Hand".
+++ 09:10 Verbündete gegen US-Blockade: Russischer Außenminister spricht mit Peking über Iran-Krieg +++
Der russische Außenminister Sergej Lawrow ist heute zu Gesprächen in Peking eingetroffen, um unter anderem vor dem Hintergrund des Krieges in der Golfregion die Zusammenarbeit mit China zu intensivieren. Bei seiner Ankunft in der chinesischen Hauptstadt wurde zu seinem Empfang der rote Teppich ausgerollt, wie auf Bildern des russischen Außenministeriums zu sehen war. In China wurden noch weitere Vertreter von Ländern begrüßt, die vom Iran-Krieg und seinen wirtschaftlichen Auswirkungen betroffen sind, darunter der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams, To Lam, und der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sayed Al Nahyan. Lawrow und der chinesische Außenminister Wang Yi wollten in Gesprächen "Meinungen austauschen und Positionen koordinieren über die Entwicklung bilateraler Beziehungen, die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen und internationale und regionale Angelegenheiten von gemeinsamem Interesse", wie das Außenministerium in Peking im Vorfeld mitteilte. Dem russischen Außenministerium zufolge wollten beide über den Krieg in der Ukraine und die Situation im Nahen Osten beraten.
+++ 08:40 New Yorker Polizei nimmt fast 100 Menschen bei Protest gegen den Iran-Krieg fest +++
Die Polizei in der US-Metropole New York City hat bei einem Protest gegen den Iran-Krieg und US-Waffenlieferungen an Israel rund 90 Demonstranten festgenommen. Eine beteiligte Aktivistengruppe schrieb, dass an dem Protest auch die Whistleblowerin Chelsea Manning und örtliche Politiker beteiligt gewesen seien. Die Demonstranten hatten in Manhatten den Verkehr blockiert. Laut Nachrichtenagentur AP versuchte die mehrere hundert Personen starke Menge zunächst, vor den Büros des demokratischen Senatsführers Chuck Schumer und der Senatorin Kirsten Gillibrand einen Sitz-Streik zu veranstalten. Sie warfen den beiden vor, Israels eskalierende Angriffe im Libanon und den Krieg der USA und Israels gegen den Iran zu unterstützen. Nachdem Sicherheitskräfte die Demonstranten am Betreten des Gebäudes gehindert hatten, blockierten sie den Verkehr vor dem Gebäude und skandierten "Geld für Menschen, nicht für Bomben!", während sie festgenommen und in Busse verladen wurden.
+++ 07:50 Chinesischer Tanker passiert Straße von Hormus trotz US-Blockade +++
Ein von den USA sanktionierter chinesischer Tanker hat Schiffsdaten zufolge trotz einer US-Blockade die Straße von Hormus durchquert. Laut den Daten der Anbieter LSEG, MarineTraffic und Kpler ist es das erste Schiff, dem die Durchfahrt aus dem Persischen Golf seit Beginn der US-Blockade am Montag gelungen ist. Der Tanker mittlerer Größe hat den Angaben zufolge rund 250.000 Barrel Methanol an Bord, die er im Hafen von Hamrija in den Vereinigten Arabischen Emiraten geladen habe. Das Schiff und seine Eignergesellschaft Shanghai Xuanrun Shipping wurden von den USA wegen Geschäften mit dem Iran auf eine Sanktionsliste gesetzt. Ein weiterer von den USA mit Sanktionen belegter Tanker nahm den LSEG-Daten zufolge ebenfalls Kurs auf die Meerenge. Der leere Tanker soll laut den Daten von Kpler im Irak Heizöl laden. Das Schiff hat bereits russisches und iranisches Öl transportiert. Die USA wollen den gesamten Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen in der Straße von Hormus blockieren und auch Schiffen die Durchfahrt verweigern, die vom Iran geforderte Transitgebühren an Teheran bezahlen.
+++ 07:20 Chinas Handel leidet unter Folgen des Iran-Kriegs +++
Chinas Exportmotor ist im März ins Stottern geraten. Die Ausfuhren legten nur um 2,5 Prozent im Jahresvergleich zu und verfehlten damit die Erwartungen deutlich, wie die Zollbehörde mitteilt. Ökonomen hatten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit einem Plus von 8,6 Prozent gerechnet. Der Einbruch folgt auf ein kräftiges Wachstum von 21,8 Prozent in den ersten beiden Monaten des Jahres. Die Importe überraschten dagegen positiv mit einem Anstieg um 27,8 Prozent - erwartet worden waren nur 11,2 Prozent. Die schwachen März-Zahlen sind der erste echte Test dafür, ob die starke Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz - und den dafür benötigten Chips und Servern - die Folgen des Iran-Kriegs ausgleichen kann. Die Blockade der Straße von Hormus durch den Iran, über die 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gaslieferungen laufen, hat einen Energieschock ausgelöst und Erinnerungen an frühere Golfkriege geweckt.
+++ 06:50 US-Vize Vance: Vatikan sollte sich "auf moralische Fragen beschränken" +++
Vor dem Hintergrund des Streits zwischen US-Präsident Donald Trump und Papst Leo XIV. hat US-Vizepräsident JD Vance den Vatikan aufgefordert, sich aus der Politik fernzuhalten. "Ich bin durchaus der Meinung, dass es in manchen Fällen das Beste für den Vatikan wäre, sich auf moralische Fragen zu beschränken", sagt Vance dem US-Sender Fox News. Es sollte dem US-Präsidenten überlassen bleiben, "die amerikanische Politik zu bestimmen", fügt Vance hinzu. Leo XIV. hatte am Samstag vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs zum Frieden in der Welt aufgerufen.
+++ 06:15 UN-Chef Guterres zu Iran-Krieg: Einigung nicht über Nacht möglich +++
UN-Generalsekretär António Guterres hat nach dem Scheitern der Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA am Wochenende in Pakistan zu einer Fortsetzung der Gespräche gemahnt. Auch wenn es keine Einigung gegeben habe, so hätten die Gespräche selbst doch die "Ernsthaftigkeit des Engagements" betont und stellten somit einen bedeutenden Schritt hin zu einem neuen Dialog dar, teilt der Sprecher des UN-Chefs mit. "Angesichts der tief verwurzelten Differenzen kann eine Einigung nicht über Nacht erzielt werden", so der Sprecher.
+++ 05:43 Irans Präsident wirft USA mangelnden politischen Willen vor +++
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat erneut die US-Seite für das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den beiden Kriegsparteien in Islamabad verantwortlich gemacht. Übertriebene Forderungen und der "mangelnde politische Wille hochrangiger US-Beamter" hätten eine Einigung verhindert, sagt Peseschkian laut einem Bericht des staatlichen englischsprachigen Senders PressTV in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Die USA und der Iran hatten am Wochenende in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad direkte Gespräche unter Vermittlung Pakistans geführt. Die Friedensgespräche waren ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.
+++ 04:46 IEA-Chef: April könnte für Weltwirtschaft schwieriger werden als März +++
Der April könnte laut dem Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, für die Energiemärkte und die Weltwirtschaft aufgrund des Iran-Krieges ein schwierigerer Monat werden als der März. Während im März noch Lieferungen aus der Region eingetroffen seien, die "lange vor Beginn der Krise verladen wurden", sei im April "nichts verladen worden", sagt Birol vor Reportern nach der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington. Die Welt steht Birol zufolge vor einer großen Herausforderung in Bezug auf Energiesicherheit. "Kein Land ist gegen dieses Problem immun", sagt er. "Je länger die Unterbrechung anhält, desto gravierender wird das Problem."
+++ 03:47 JD Vance: Teheran ist in Friedensverhandlungen am Zug +++
In den Verhandlungen um ein Ende des Iran-Krieges ist US-Vizepräsident JD Vance zufolge Teheran am Zug. "Ich glaube wirklich, dass der Ball im Feld der Iraner liegt, weil wir sehr viel auf den Tisch gelegt haben", sagt Vance dem US-Sender Fox News. "Wir haben tatsächlich sehr klar gemacht, wo unsere roten Linien verlaufen", fügt er hinzu. Besonders in zwei Punkten habe US-Präsident Donald Trump klar gemacht, "dass wir keinerlei Spielraum haben", sagt Vance. Diese Punkte seien die US-Kontrolle über das angereicherte Uran des Iran und ein Überprüfungsmechanismus, um sicherzustellen, dass Teheran in Zukunft keine Atomwaffe entwickelt. "Es ist das eine, wenn die Iraner sagen, sie werden keine Atomwaffe besitzen", sagt der US-Vize. "Es ist etwas anderes, wenn wir einen Mechanismus schaffen, der sicherstellt, dass das nicht passieren wird."
+++ 02:34 Russland bietet Vermittlung im Nahen Osten an +++
Russlands Außenminister Sergej Lawrow sieht es als wichtig an, eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen im Nahen Osten zu verhindern. Dies sagt er seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi in einem Telefonat, wie das russische Außenministerium mitteilt. Lawrow bekräftigt zudem Russlands Bereitschaft, bei einer Lösung der Krise zu helfen. Diese habe keine militärische Lösung. Araghtschi informiert Lawrow den Angaben zufolge über die am Wochenende gescheiterten amerikanisch-iranischen Gespräche in Pakistan.
+++ 01:36 IWF, Weltbank und IEA warnen vor Horten von Energie +++
Der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank und die Internationale Energieagentur (IEA) rufen die Staatengemeinschaft dazu auf, das Horten von Energie und Exportkontrollen zu vermeiden. Dies könne den bislang größten Schock für den globalen Energiemarkt weiter verschärfen, warnen die Organisationen. IEA-Chef Fatih Birol zufolge halten derzeit mehrere namentlich nicht genannte Länder ihre Bestände zurück und verhängen Exportbeschränkungen. Er appelliert an alle Staaten, Energie dem Markt zur Verfügung zu stellen. IWF-Chefin Kristalina Georgiewa mahnt, oberstes Gebot sei es, keinen Schaden anzurichten. Sie verweist auf besonders stark betroffene Länder in Asien, Afrika südlich der Sahara und im Südpazifik, die um ihre Versorgung bangen.
+++ 00:16 Medien: USA fordern 20 Jahre keine Urananreicherung vom Iran +++
Die USA haben den Iran Medienberichten zufolge dazu aufgefordert, 20 Jahre lang auf die Anreicherung von Uran zu verzichten. Einen entsprechenden Vorschlag hätten sie Teheran bei den Verhandlungen am Wochenende vorgelegt, berichten das Nachrichtenportal "Axios" und das "Wall Street Journal" unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle beziehungsweise mit der Angelegenheit vertraute Personen. Mit einer entsprechenden Forderung würden die USA ihre bisherige Position aufweichen. US-Präsident Donald Trump etwa hatte erst jüngst betont, es werde keine Urananreicherung geben - ohne seine Forderung dabei auf einen bestimmten Zeitraum zu begrenzen.
+++ 23:05 EU-Kommission will Staatshilfen wegen des Kriegs lockern +++
Die EU-Kommission will den Mitgliedsstaaten mehr Spielraum bei finanziellen Hilfen für Unternehmen einräumen, die unter den hohen Treibstoff- und Düngemittelpreisen leiden. Sie schlägt vor, die Beihilferegeln vorübergehend zu lockern. Damit sollen Regierungen einen Teil der Kostensteigerungen übernehmen dürfen, die seit dem Beginn des Krieges angefallen sind. Davon sollen vor allem die Landwirtschaft, der Straßenverkehr und die Schifffahrt profitieren. Zudem sollen energieintensive Industrien künftig staatliche Unterstützung für mehr als 50 Prozent ihrer Stromkosten erhalten können.
+++ 22:07 Merz ruft Netanjahu zur Beendigung der Angriffe im Südlibanon auf +++
Bundeskanzler Friedrich Merz hat in einem Telefonat mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu ein Ende der Kämpfe im Südlibanon gefordert. Merz habe sich dafür ausgesprochen, "die Kampfhandlungen im Süden des Libanon zu beenden", teilt Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz müsse zudem ihre Waffen niederlegen. Merz "ermutigte" Netanjahu demnach zur Aufnahme direkter Friedensgespräche mit der libanesischen Regierung.
+++ 21:33 UN-Generalsekretär Guterres fordert freie Schifffahrt durch Straße von Hormus +++
UN-Generalsekretär António Guterres ruft "alle Parteien" im Iran-Krieg dazu auf, eine freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Im Einklang mit dem Völkerrecht müsse "die Freiheit der Schifffahrt auch in der Straße von Hormus" respektiert werden, erklärt Guterres laut seinem Sprecher Stéphane Dujarric. Der UN-Generalsekretär fordert zudem ein Ende jeglicher Verstöße gegen den geltenden Waffenstillstand und eine Fortsetzung der Verhandlungen.
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