Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:57 "Oma steig ein!" - Bodendrohne rettet alte Ukrainerin +++
Ein Bodenroboter hat in der Ukraine eine 77-Jährige aus Lyman evakuiert, deren Zuhause von russischen Truppen zerstört worden war. Laut einem Bericht ging sie in einem von Drohnen kontrollierten Gebiet eine Straße entlang, als Piloten der 60. separaten mechanisierten Brigade sie entdeckten. Sie lenkten einen Bodenroboter mit einer Decke zu ihr, auf der „Oma, steig ein!“ stand. Drei weitere Zivilisten, die ebenfalls unterwegs waren, wurden von Drohnen zum Evakuierungspunkt eskortiert, wo ein gepanzertes Fahrzeug sie in Sicherheit brachte.
+++ 12:38 Ukrainische Drohnen trafen auch Militärzüge und Luftabwehrsystem +++
Neben einer Raffinerie und einem Düngemittelwerk hat die ukrainische Armee mit ihren Drohnenangriffen der vergangenen Nacht auf russisches Territorium auch mehrere Militärzüge im russisch besetzten Donezk getroffen. Nach früheren Angriffen wurden zudem Treffer auf eine Kasta-2E1-Radarstation in Melitopol in Region Saporischschja gemeldet und auf ein Pantsir-S1-Luftabwehrsystem in Mariupol, Region Donezk.
+++ 11:40 Ramstein-Gruppe hat Ukraine im Wert von 150 Milliarden US-Dollar geholfen +++
Die Ukraine-Verteidigungskontaktgruppe, auch bekannt als „Ramstein-Format“, hat der Ukraine über einen Zeitraum von vier Jahren militärische Hilfe in Höhe von mehr als 150 Milliarden US-Dollar bereitgestellt. Das bilanziert die ukrainische Regierung am vierten Jahrestag der Gründung der Gruppe am 26. April. Das Verteidigungsministerium nennt eine breite Palette an erhaltenen Waffen, darunter NASAMS-, Patriot- und IRIS-T-Luftabwehrsysteme, Leopard- und Abrams-Panzer, HIMARS-Mehrfachraketenwerfer, PzH 2000-Selbstfahrlafetten und M113-Schützenpanzer sowie F-16- und Mirage-2000-Kampfflugzeuge. Mehr als 50 Länder aus verschiedenen Kontinenten unterstützen die Ukraine bei der Deckung ihres dringenden Verteidigungsbedarfs.
+++ 11:27 Ukraine bilanziert 149 Gefechte seit gestern +++
In den vergangenen 24 Stunden wurden laut ukrainischem Generalstab 149 Gefechte zwischen Kiews Streitkräften und russischen Truppen verzeichnet. Russland führte zwei Raketenangriffe mit 50 Raketen sowie 66 Luftangriffe durch, bei denen 203 Lenkbomben abgeworfen wurden. Darüber hinaus setzten russische Streitkräfte 9658 Kamikaze-Drohnen ein und führten 3206 Artillerieangriffe auf bewohnte Gebiete und ukrainische Stellungen durch.
+++ 10:58 Russland meldet Schäden an großer Düngemittelfabrik +++
Russland meldet nach einem ukrainischen Drohnenangriff Schäden an einer großen Düngemittelfabrik in der Region Wologda. Demnach ist eine Hochdruckleitung für Schwefelsäure getroffen worden. Laut Aussage des dortigen Gouverneurs ist das Leck unter Kontrolle, es seien keine gefährlichen Chemikalien ausgetreten. Die Muttergesellschaft des Anlagebetreibers PhosAgro ist einer der weltweit größten Hersteller von Phosphatdünger. Nach Aussage des Gouverneurs sind bei dem schweren Angriff fünf Menschen verletzt worden. Die Anlage liegt rund 500 Kilometer nördlich von Moskau. Der Kreml teilt mit, vergangene Nacht seien mehr als 250 ukrainische Drohnen über mehr als einem Dutzend russischer Regionen abgeschossen worden. Es handele sich um einen der schwersten Angriffe bislang. Ein Mensch sei getötet und vier weitere seien verletzt worden.
+++ 10:37 Selenskyj wirft Russland "nuklearen Terrorismus" vor +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland am 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl "nuklearen Terrorismus" vor. Mit dem Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 habe Russland "die Welt erneut an den Rand einer menschengemachten Katastrophe" gebracht, erklärte Selenskyj online. Russische Drohnen flögen immer wieder über Tschernobyl hinweg, eine habe die Schutzhülle getroffen. In der Ukraine wird heute der Atomkatastrophe von Tschernobyl gedacht. Der Super-GAU am 26. April 1986 war die schlimmste zivile Nuklearkatastrophe der Geschichte.
+++ 09:50 Ukraine meldet 3 Todesopfer aus nächtlichen russischen Angriffen +++
Die ukrainische Seite erhöht die Zahl der Todesopfer aus der vergangenen Nacht auf 3. Demnach wurden 20 Personen bei den russischen Luftangriffen verletzt. Die Angriffe erfolgten unter anderem auf Dnipro, die Oblaste Cherson und Charkiw und die Stadt Tschernihiw. Neben den Verletzungen und Tötungen von Menschen erstand auch Sachschaden.
+++ 09:27 Ukraine: 960 russische Verluste seit gestern +++
Der ukrainische Generalstab meldet 960 russische Verluste auf russischer Seite seit gestern. Damit steigt nach Einschätzung der Ukrainer die Zahl der verletzten und getöteten russischen Soldaten seit Beginn des Krieges auf 1.325.650. Zudem zerstörten ukrainische Angriffe fünf Schützenpanzer, 76 Artilleriesysteme, ein Fliegerabwehrsystem, 2229 Drohnen und 30 Marschflugkörper
+++ 08:47 Kreml: Mehr als 203 ukrainische Drohnen abgeschossen +++
Das russische Verteidigungsministerium meldet am Morgen den Abschuss von mehr als 203 ukrainischen Drohnen. Zu Schäden infolge von Treffern macht die Behörde wie in den meisten Fällen keine Angaben. Im russischen Gebiet Wologda berichtet der dortige Gouverneur von fünf Verletzten nach einem Drohnenangriff auf das Werk Apatit, das zu den größten Düngemittelproduzenten in Russland gehört. Durch den Drohnenangriff sei eine Hochdruckleitung mit Schwefelsäure beschädigt worden, fünf Menschen hätten Verätzungen erlitten. Russland nimmt nicht nur durch seinen Öl-Export, sondern auch mit den Ausfuhren von Düngemitteln für die Kriegswirtschaft Milliarden ein..
+++ 08:39 Ukraine: Kreml fährt Kredithilfen für Wirtschaft zurück +++
Der Kreml fährt die staatlich geförderten Kredithilfen für Unternehmen zurück, das berichtet der ukrainische Auslandsgeheimdienst auf seiner Website. Demnach teilte der russische Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Maksim Reschetnikow, mit, das Volumen neuer subventionierter Kredite gehe zurück, da der Haushalt diese Belastung nicht mehr tragen könne. Nach Einschätzung der ukrainischen Seite "belasten drei Faktoren gleichzeitig die russische Staatskasse: rekordhohe Zinssätze, ein chronischer Arbeitskräftemangel und die physische Erschöpfung des makroökonomischen Handlungsspielraums".
+++ 08:11 Ukraine meldet 144 Drohnenangriffe Russlands letzte Nacht +++
Nach den zahlreichen Luftangriffen der Vornacht hat die Ukraine von Samstag auf Sonntag wieder eine etwas ruhigere Nacht erlebt. Nach Angaben der dortigen Luftwaffe griff Russland mit 144 Drohnen an, von denen 124 abgeschossen oder abgelenkt werden konnten. Die Flugkörper, die ihr Ziel erreichten, verursachten an elf Orten Einschläge. Trümmer von abgeschossenen Drohnen kamen an sechs Stellen zu Boden.
+++ 07:49 Zahl der Toten vom Angriff am Samstag steigt auf 10 +++
Der massive russische Luftangriff aus der Nacht auf Samstag, der noch bis zum Nachmittag andauerte, hat zwei weitere Todesopfer gefordert. Damit steigt die Zahl der Toten auf 10. 67 Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt. Die russische Armee hatte besonders in der ostukrainischen Stadt Dnipro nach der nächtlichen Welle weiter angegriffen und die Luftwaffen in die bereits betroffenen Gebiete gelenkt. Dabei war eine weitere Person getötet worden. Die nächtlichen Angriffe hatten 619 Drohnen und 47 Raketen umfasst.
+++ 06:55 Russischer Drohnenangriff tötet zwei Männer +++
Bei einem russischen Drohnenangriff im Nordosten der Ukraine sind nach Militärangaben zwei Menschen getötet worden. Bei dem Angriff in der Gemeinde Bilopillia in der Region Sumy seien nicht einmal fünf Kilometer von der russischen Grenze entfernt zwei Männer im Alter von 48 und 72 Jahren gestorben, erklärt die regionale Militärverwaltung.
+++ 06:28 Regierung: Seit 2022 Rüstungsverträge für 111 Milliarden +++
Seit der 2022 wenige Tage nach Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine eingeläuteten "Zeitenwende" hat der Bund nach eigenen Angaben 47.000 Beschaffungsverträge zu Rüstungsgütern abgeschlossen. Sie hätten einen Gesamtwert von 111 Milliarden Euro. Dies geht aus der Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage de Linken hervor. 2022 beschloss der Bundestag ein schuldenfinanziertes Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr und auch der Verteidigungshaushalt wuchs seitdem stark an. 2026 stehen 82,7 Milliarden Euro im Haushalt und 25,5 Milliarden Euro aus dem Sonderetat zur Verfügung. Es fehlten Controlling und ein Gesamtüberblick, kritisiert Linken-Politiker Dietmar Bartsch. Damit wachse das Risiko, dass Milliarden an Steuergeldern beziehungsweise Krediten in verspäteten oder untauglichen Projekten versickerten.
+++ 05:43 Berichte: Ölraffinerie in Jaroslawl brennt +++
In der russischen Stadt Jaroslawl brennt es in einer Ölraffinerie, nachdem ukrainische Drohnen in der Nacht zum 26. April mehrere russische Regionen angegriffen haben, berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf den unabhängigen Telegram-Nachrichtenkanal Exilenowa Plus. Die russischen Behörden melden lediglich Drohnenangriffe in Jaroslawl.
+++ 04:45 Pjöngjang: Duma-Vorsitzender ehrt gefallene Nordkoreaner +++
Der Vorsitzende der russischen Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, ist in Pjöngjang eingetroffen, um an der Eröffnungszeremonie eines neuen Denkmals für die im Ukraine-Krieg gefallenen nordkoreanischen Soldaten teilzunehmen, wie die nordkoreanische Staatsagentur KCNA berichtet. Jo Yong Won, Vorsitzender des Ständigen Ausschusses der Obersten Volksversammlung Nordkoreas, erklärt laut KCNA, die Entsendung einer hochrangigen Delegation Moskaus zur Eröffnungszeremonie sei Ausdruck aufrichtiger Wertschätzung und Unterstützung seitens des russischen Volkes.
+++ 02:45 Russische Behörden: Ein Toter und drei Verletzte durch ukrainische Drohnen in Sewastopol +++
In Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat eine ukrainische Drohne nach Behördenangaben einen Mann getötet und drei weitere Menschen verletzt. Insgesamt seien 43 Drohnen abgeschossen worden, erklärt der von den russischen Behörden eingesetzte Gouverneur Michail Raswoshajew im Onlinedienst Telegram. Bei dem Todesopfer handelte es sich demnach um einen 1983 geborenen Mann, der sich in einem Fahrzeug befunden habe. Dem Gouverneur zufolge wurden bei dem Drohnenangriff in verschiedenen Vierteln der Hafenstadt mehrere Wohnhäuser sowie eine Tanzschule beschädigt. Sewastopol hat rund eine halbe Million Einwohner und ist Standort eines historischen Stützpunktes der russischen Schwarzmeerflotte.
+++ 01:54 Kreml-Freund tritt ab: Orban verzichtet auf sein Abgeordnetenmandat +++
Nach seiner klaren Niederlage bei der Parlamentswahl in Ungarn hat der scheidende Regierungschef Viktor Orban seinen Verzicht auf seinen Sitz im künftigen Parlament verkündet. Er habe entschieden, sein Abgeordnetenmandat abzugeben, da er "derzeit" nicht im Parlament gebraucht werde, erklärt der Putin-Vertraute im Onlinedienst Facebook. Vielmehr wolle er sich auf die "Neuorganisation des nationalen Lagers" in Ungarn konzentrieren. Gleichzeitig betont Orban, er stehe weiter als Chef seiner rechtsnationalistischen Fidesz-Partei bereit, wenn die Delegierten eines Parteitags im Juni sich dafür aussprächen. Bei der Parlamentswahl vor zwei Wochen hatte die konservative Tisza-Partei von Oppositionsführer Peter Magyar eine Zweidrittelmehrheit im Parlament errungen, was dem künftigen Regierungschef grundlegende Reformen ermöglicht.
+++ 00:44 Russland: 43 ukrainische Drohnen über Sewastopol abgewehrt +++
Russland wehrt über der Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim einen ukrainischen Drohnenangriff ab. Insgesamt seien 43 Drohnen über dem Meer und verschiedenen Stadtteilen abgeschossen worden, teilt der Gouverneur der Stadt, Michail Raswoschajew, auf Telegram mit. Zwei Menschen seien verletzt worden. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
+++ 23:11 Sechs Verletzte nach russischen Angriffen auf Nikopol +++
Im Tagesverlauf werden sechs Menschen - darunter zwei Kinder - durch russischen Beschuss in den Bezirken Nikopol und Synelnykivskyi der Region Dnipropetrowsk verletzt. Dies berichtet Oleksandr Hanzha, Leiter der regionalen Militärverwaltung von Dnipropetrowsk, laut Ukrinform auf Telegram. "Neben Dnipro wurden auch die Bezirke Nikopol und Synelnykiwskyj den ganzen Tag über von Feinden angegriffen. Die Russen attackierten mit Drohnen und Artillerie. Sechs Menschen wurden verletzt", schreibt der Regionalchef.
+++ 21:35 Zahl der Toten in Dnipro steigt auf mindestens acht +++
Nach stundenlangen russischen Angriffen auf die ostukrainische Stadt Dnipro steigt die Zahl der Getöteten Behördenangaben zufolge auf mindestens acht, dutzende weitere verletzt worden. Die Bomben- und Drohnenangriffe dauerten rund 20 Stunden lang bis in den späten Nachmittag, wie Bürgermeister Borys Filatow berichtet. Mindestens 49 Menschen wurden laut Filatow verletzt, darunter zwei Kinder. Auch sein Stellvertreter sei schwer verletzt worden, berichtet der Bürgermeister.
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