Iran-Krieg im Liveticker+++ 18:49 Frankreich: "erhebliche Zugeständnisse" seitens des Irans erforderlich +++
Der französische Außenminister Jean-Noel Barrot fordert Teheran auf, in den Verhandlungen mit den USA Zugeständnisse zu machen. "Es kann keine dauerhafte Lösung für diese Krise geben, solange das iranische Regime nicht zu weitreichenden Zugeständnissen und einer radikalen Änderung seiner Haltung bereit ist", so Barrot.
+++ 18:03 Iran-Effekt: "Mehr Staaten könnten Atomwaffen anstreben" +++
Die Rüstungsausgaben steigen enorm an - "ein Ausdruck fehlender Rüstungskontrolle" und "dass man Diplomatie ad acta gelegt hat", attestiert Politikwissenschaftler Andreas Heinemann-Grüder. Ein Effekt des Iran-Kriegs könne zudem sein, "dass weitaus mehr Staaten nach Atomwaffen streben werden".
+++ 17:38 Irans Außenminister: Prüfen Trumps Bitte um Verhandlungen +++
Der Iran prüft Außenminister Abbas Araghtschi zufolge eine Bitte von US-Präsident Donald Trump um Verhandlungen. Trump habe um Gespräche gebeten, weil die USA keines ihrer Ziele erreicht hätten, sagt Araghtschi vor Journalisten in Russland laut einem Beitrag auf seinem Telegram-Kanal.
+++ 16:47 Israels Armee meldet neue Angriffe auf Hisbollah im Libanon +++
Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge trotz formell geltender Waffenruhe erneut Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon. Die israelische Armee sagt, sie habe begonnen, Infrastrukturanlagen der Miliz im Süden sowie in der Bekaa-Ebene im Nachbarland ins Visier zu nehmen. Die Bekaa-Ebene erstreckt sich im Osten des Landes. Das israelische Militär hat dort seit Beginn der Feuerpause nicht mehr angegriffen. Aus libanesischen Sicherheitskreisen heißt es, dort habe Israels Armee Orte angegriffen, die als Hochburgen der Hisbollah betrachtet werden. Demnach gibt es auch heftige Angriffe der israelischen Luftwaffe in mehreren Orten im Süden des Landes.
+++ 16:09 Putin sichert Iran Unterstützung beim Kampf um "Unabhängigkeit und Souveränität" zu +++
Kremlchef Wladimir Putin hat Teheran bei einem Treffen mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi in St. Petersburg die weitere Unterstützung Moskaus zugesichert. Er habe vorige Woche eine Botschaft des obersten Führers Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, erhalten und könne nur bestätigen, dass Russland und der Iran ihre strategische Partnerschaft fortsetzten, sagt Putin der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Araghtschi sagt laut russischer Übersetzung in der Präsidentenbibliothek der Newa-Metropole, dass die Beziehungen zwischen Teheran und Moskau auf höchstem Niveau seien und weiter gefestigt würden. Er dankt Russland für die Unterstützung. Putin wiederum äußert die Hoffnung auf baldigen Frieden in der Region. "Wir sehen, wie tapfer und heldenhaft das iranische Volk um seine Unabhängigkeit kämpft, um seine Souveränität", sagt Putin. "Wir werden von unserer Seite alles tun, was in ihrem Interesse liegt und den Interessen alles Völker der Region entspricht, damit der Frieden so schnell wie möglich erreicht werden kann."
+++ 15:33 EU-Kommissar warnt vor Belastungen im Luftverkehr +++
Der europäische Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas hat angesichts des Iran-Krieges und der Schließung der Straße von Hormus vor erheblichen Belastungen für den Luftverkehr gewarnt. "Die Lage ist nicht gut", sagt er dem griechischen Nachrichtensender Skai. Zwar seien aktuell ausreichend Treibstoffe verfügbar, und mehr als 80 Prozent der Flughäfen meldeten keine Engpässe. Allerdings hätten sich die Preise mehr als verdoppelt. Dies führe dazu, dass zahlreiche Fluggesellschaften Verbindungen einstellten, die bereits vor dem Krieg wirtschaftlich kaum tragfähig gewesen seien. Sollte die Sperrung andauern und keine Lösung gefunden werden, könnten nach Juni jedoch auch Knappheiten auftreten.
+++ 14:58 Richter: US-Bodeneinsatz wäre "sehr blutiges Unternehmen" +++
Die Situation im Iran ist vertrackt. Oberst a.D. Wolfgang Richter sieht bereits jetzt "verheerende" politische Folgen für sowohl die USA als auch für den Iran. Das ursprünglich ausgegebene Ziel wäre nach Meinung des Militärexperten nur mit einem Bodeneinsatz der US-Kräfte durchsetzbar.
+++ 14:23 Kreml: Treffen mit Irans Außenminister sehr wichtig +++
Der russische Präsident Wladimir Putin wird nach Kremlangaben mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi in St. Petersburg zusammentreffen. Putin werde Araghtschi in der Präsidentenbibliothek der Newa-Metropole empfangen, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Das Gespräch sei wegen der Entwicklungen im Iran und dem Nahen Osten von unschätzbarer Wichtigkeit. Einen genauen Zeitpunkt für das Treffen nennt er nicht. Araghtschi ist nach Medienangaben bereits in St. Petersburg gelandet.
+++ 13:55 Wirtschaftsinstitut: Iran-Krieg zeigt erste Auswirkungen auf Wohnungsmarkt +++
Der Iran-Krieg dämpft nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft die Immobilienpreise, während er den Druck auf Mieter verschärft. Im ersten Quartal verteuerten sich Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser in Deutschland mit 0,1 Prozent gemessen am Vorquartal kaum, zeigt der Wohnindex des IW. Auf Jahressicht stiegen die Preise für Eigentumswohnungen um 2,5 Prozent, für Ein- und Zweifamilienhäuser wuchsen sie mit 0,7 Prozent nur leicht. "Der Krieg im Iran und die damit verbundenen Steigerungen der Energiepreise, insbesondere von Öl, zeigen erste Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt", schreibt das IW. Der Kapitalmarkt reagiere schnell und die Zinsen für Kredite mit langfristiger Zinsbindung seien wegen Inflationsängsten schon um rund 0,3 Prozentpunkte gestiegen. Zugleich gebe es Sorgen um die Wirtschaft. "Gerade die nun deutlich langsamere Entwicklung der Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser belegt die nachlassende Nachfrage privater Haushalte."
+++ 13:00 Merz: Iran "demütigt" die USA - "Amerikaner haben keine Strategie" +++
Die iranische Führung ist nach Ansicht von Kanzler Friedrich Merz dabei, die USA im Iran-Krieg zu "demütigen". "Die Amerikaner haben offensichtlich keine Strategie", sagt Bundeskanzler Friedrich Merz am Carolus-Magnus-Gymnasium im nordrhein-westfälischen Marsberg. "Ich erkenne im Augenblick nicht, welchen strategischen Exit die Amerikaner jetzt wählen, zumal die Iraner offensichtlich sehr geschickt verhandeln - oder eben sehr geschickt nicht verhandeln." Da werde "eine ganze Nation gedemütigt durch die iranische Staatsführung, vor allem durch diese sogenannten Revolutionsgarden". Deutsche und Europäer seien beim Beginn der Angriffe der USA und Israels auf Iran nicht gefragt worden, bekräftigt Merz. Er habe US-Präsident Donald Trump mittlerweile zweimal seine Skepsis direkt gesagt. "Wenn ich gewusst hätte, dass es fünf Wochen, sechs Wochen so weitergeht und immer schlimmer wird, dann hätte ich es ihm noch eindringlicher gesagt." Man wisse aus früheren Kriegen wie Afghanistan oder Irak, dass das Problem immer sei, wie man Konflikte wieder beende. Deshalb sei der Krieg gegen Iran unüberlegt gewesen. "Insofern hoffe ich, dass das so schnell wie möglich zu Ende geht." Das sehe er allerdings derzeit nicht, "weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben". Der Kanzler spricht von einer "ziemlich vertrackten Lage", die Deutschland sehr viel Geld und Wirtschaftskraft koste. "Dieser Krieg gegen den Iran hat unmittelbare Auswirkungen auf unsere Wirtschaftsleistung und deswegen muss er so schnell wie möglich beendet werden", sagt er. Deutschland und die Europäer hätten Hilfe für die Zeit nach Ende der Kampfhandlungen angeboten.
+++ 12:30 Hisbollah: Keine direkten Verhandlungen mit Israel +++
Die vom Iran unterstützte Hisbollah lehnt direkte Verhandlungen mit Israel nach Worten ihres Generalsekretärs Naim Kassim weiterhin ab. Die Organisation werde weiter "defensiven Widerstand" gegen Angriffe Israels leisten, teilte Kassim heute mit. Die Miliz werde ihre Waffen auch nicht abgeben, weil diese nötig seien, um sich gegen Israel zu verteidigen. Im Konflikt zwischen der Hisbollah und Israel gilt eine Waffenruhe. Diese hatte US-Präsident Donald Trump verkündet nach Gesprächen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun. Die Mitte April verkündete Feuerpause gilt noch gut zwei Wochen. Der Libanon ist offiziell keine Konfliktpartei. Die Hisbollah war nicht direkt an den Gesprächen zur Waffenruhe beteiligt, hat aber signalisiert, dass sie sich an die Feuerpause halten würde - vorausgesetzt, dass Israel die Angriffe ebenfalls aussetzt. Faktisch kommt es aber fast täglich zu Angriffen beider Seiten.
+++ 12:00 Von der Leyen: Aufhebung von EU-Iran-Sanktionen wäre verfrüht +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht sich gegen die Aufhebung von europäischen Sanktionen gegen Iran aus. "Wir sind der Meinung, dass eine Aufhebung der Sanktionen verfrüht wäre", sagt sie bei der CDU/CSU-Fraktionsklausur in Berlin. "Denn es gibt einen Grund, warum Sanktionen gegen den Iran verhängt wurden. Und dieser Grund ist das Verhalten des Regimes gegenüber der eigenen Bevölkerung." Allein in diesem Jahr seien 17.000 junge Menschen getötet worden. Menschenrechte und insbesondere Frauenrechte würden im Iran unterdrückt. Diese Themen seien Anlass für die Sanktionen. "Wir müssen zunächst eine Veränderung sehen, eine grundlegende Veränderung im Iran, bevor die Sanktionen aufgehoben werden können", sagt die Kommissionspräsidentin. Kanzler Friedrich Merz hatte im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg angeboten, dass die EU Sanktionen aufheben könnte, dies aber an klare Kriterien geknüpft.
+++ 11:30 "Waffenruhe wurde Israel und der Hisbollah aufgezwungen" +++
Laut Aussage des libanesischen Ministers für Vertreibung, Kamal Shehadi, hält die Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel nicht. Es gebe aber "klare Anzeichen dafür, dass beide Seiten sich darum bemühen, eine Eskalation über das derzeitige Ausmaß der Gewalt hinaus zu vermeiden". Am Sonntag seien im Libanon bei israelischen Angriffen 14 Menschen getötet worden. Man dürfe nicht vergessen, dass die "Waffenruhe sowohl Israel als auch der Hisbollah aufgezwungen" worden sei, sagt Shehadi. "Keine Seite wollte die Waffenruhe. Und beide haben einen Weg gefunden, zu der Vorgehensweise vor der Ankündigung des Waffenstillstands zurückzukehren."
+++ 10:45 Iran: US-Regierung ist für Scheitern der Gespräche verantwortlich +++
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat die USA für das Scheitern der Friedensverhandlungen in Pakistan verantwortlich gemacht. "Die Vorgehensweise der USA hat dazu geführt, dass die letzte Verhandlungsrunde trotz einiger Fortschritte ihre Ziele aufgrund überzogener Forderungen nicht erreicht hat", sagte Araghtschi nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens nach seiner Ankunft in Sankt Petersburg. In der zweitgrößten russischen Stadt sollte der iranische Außenminister von Kreml-Chef Wladimir Putin empfangen werden. Mit Blick auf die Blockade der Straße von Hormus sagte Araghtschi, die sichere Durchfahrt durch die Meerenge sei ein "wichtiges globales Thema". Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist die für die weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte wichtige Seestraße durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die USA blockieren ihrerseits iranische Häfen und lassen dort keine Schiffe ein- und auslaufen. Pakistan hatte vor rund zwei Wochen bereits Gespräche zwischen Vertretern Irans und der USA in Islamabad ausgerichtet, die jedoch ohne Ergebnis blieben. Araghtschi führte am Samstag und am Sonntag Gespräche mit Regierungsvertretern in Pakistan. US-Präsident Donald Trump hatte eine Reise seiner Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner zu möglichen neuen Verhandlungen in Islamabad am Samstag kurzfristig abgesagt.
+++ 09:50 "Iran schlägt eine Art gestaffelten Ansatz vor" - Milliardenschäden in Golfregion? +++
Iran und die USA kommen diplomatisch kaum voran - auch ein Treffen am Wochenende scheitert. Während Teheran nun einen gestaffelten Lösungsansatz ins Spiel bringt, werden neue Details zu der Lage im Golf bekannt: "Der Iran soll Schäden in Milliardenhöhe verursacht haben", berichtet ntv-Reporterin Kavita Sharma.
+++ 08:50 Experte: Iraner verhandeln mit Bewusstsein, "dass das ihr letzter Tag sein könnte" +++
Nach Einschätzung von Nahost-Experte Daniel Gerlach können Teile des iranischen Regimes gut mit einer Fortsetzung des Konfliktes mit den USA über mehrere Jahre leben. Mit Blick auf die Friedensverhandlungen sagte Gerlach in der ARD: "Wir denken, dass ein solcher Prozess jetzt bald zu einem Ergebnis führen muss. Da muss jetzt eine Lösung kommen. Für das iranische Regime ist das nicht so. Ich glaube, innerhalb des iranischen Regimes gibt es Kräfte, die sehr gut damit leben können, sich darauf einstellen können, dass das so ein halb politischer, halb militärischer Konflikt wird, der sich vielleicht die nächsten zwei oder drei Jahre noch fortsetzt." Außerdem verwies Gerlach auf die unterschiedliche Ausgangslage der Verhandler: "Wir dürfen nicht vergessen, dass die Iraner - und zwar alle Personen, die da involviert sind - mit dem Bewusstsein verhandeln oder auch nicht verhandeln, dass das ihr letzter Tag sein könnte. Denn nur weil die Amerikaner oder die Israelis gerade aufgehört haben zu bombardieren und Personen des iranischen Regimes umzubringen, heißt es nicht, dass das nicht wieder anfangen kann." Das sei eine Asymmetrie, da die amerikanischen Verhandler nicht in der Gewissheit lebten, "dass sie morgen umgebracht werden können, wenn das Verhandlungsergebnis nicht zum gewünschten Erfolg führt".
+++ 08:10 Mögliche Kriegsverbrechen: Satellitenbilder zeigen Zerstörung von Dörfern im Südlibanon +++
Israels Armee zerstört im Südlibanon wichtige Straßen und Brücken, aber auch Wohnhäuser. Neue Satellitenaufnahmen zeigen das Ausmaß der Zerstörung in zwei Ortschaften nahe der israelischen Grenze. Israel will mit dem äußerst umstrittenen Vorhaben, alle Häuser in grenznahen Dörfern zu zerstören, eigenen Angaben zufolge verhindern, dass sich dort weiterhin Hisbollah-Kämpfer verstecken und Angriffe auf Israel ausführen können. Israel spricht von einer "Sicherheitszone", die Nordisrael vor Hisbollah-Angriffen schützen soll. Dieses etwa zehn Kilometer breite Gebiet soll nach Worten von Premier Benjamin Netanjahu vom Mittelmeer bis zur syrischen Grenze reichen. Kritiker sprechen von einer illegalen Besatzung und möglichen Kriegsverbrechen.
+++ 07:10 Bei Evakuierung von Soldaten: Hisbollah greift israelischen Militärhubschrauber mit Drohne an +++
Einem Bericht zufolge hat die Hisbollah-Miliz israelische Truppen bei der Evakuierung nach einer Operation im Süden des Libanon angegriffen. Auf einem von Al Jazeera verbreiteten Video ist zu sehen, wie mutmaßlich eine Drohne nur wenige Meter neben einem Helikopter des Militärs einschlägt und die Soldaten auseinanderstieben. Der Helikopter hebt daraufhin sofort ab. Laut Bericht hat Israel neue Evakuierungsanordnungen für Gebiete im Südlibanon erlassen und die Bewohner von sieben Ortschaften aufgefordert, diese zu verlassen. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete am Sonntag 14 Tote bei israelischen Angriffen. Es handelte sich um die meisten Todesopfer an einem Tag seit dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon am 17. April. Die Feuerpause war am vergangenen Donnerstag um drei Wochen verlängert worden. Unter den Toten waren nach Angaben aus Beirut zwei Kinder und zwei Frauen. Zudem seien 37 weitere Menschen verletzt worden. Damit stieg die Zahl der Todesopfer bei israelischen Angriffen im Libanon seit Beginn der Waffenruhe auf mindestens 36.
+++ 06:42 Irans Außenminister zu Gesprächen mit Putin in Russland eingetroffen +++
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi ist iranischen Medienberichten zufolge in Russland eingetroffen. Dort wird er Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin führen.
+++ 06:12 Karliczek: Energiekrise macht Fernreisen zum Risiko +++
Die Vorsitzende des Tourismusausschusses im Bundestag, Anja Karliczek, hat wegen der Energiekrise vor unkalkulierbaren Risiken bei Fernreisen gewarnt. Stand heute sei die Versorgung mit Kerosin in Deutschland für gebuchte Flugreisen zwar gesichert, dies sehe in anderen Regionen der Welt jedoch anders aus. Es bestehe durchaus ein Risiko für Urlauber, nicht zum Ziel oder wieder nach Hause zu kommen, sagt die CDU-Politikerin der "Rheinischen Post". Niemand wisse zudem, wie sich die Lage speziell für Reisen nach Asien und in den Nahen Osten entwickeln werde.
+++ 05:42 Ölpreise steigen erneut wegen stockender Friedensgespräche +++
Die Ölpreise haben am Morgen wegen stockender Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran erneut deutlich angezogen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um gut zwei Prozent auf 107,49 Dollar pro Barrel. Der Preis für die US-Sorte WTI stieg um knapp zwei Prozent auf 96,17 Dollar. Die Hoffnungen auf erneute Friedensbemühungen hatten am Wochenende einen Dämpfer erhalten: US-Präsident Donald Trump sagte eine geplante Reise seiner Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Islamabad ab, obwohl der iranische Außenminister Abbas Aragtschi bereits in Pakistan eingetroffen war.
+++ 04:52 Zähe Verhandlungen: Iraner sorgen sich um Zukunft +++
Die ins Stocken geratenen Verhandlungsbemühungen zwischen Washington und Teheran um ein Kriegsende bereiten den Menschen im Iran zunehmend Sorgen. "Die Lage hier ist wirklich sehr, sehr kritisch", sagt ein Bewohner Teherans mit Blick auf die Zukunft. "Entweder gibt es wieder Krieg, oder es gibt keinen Krieg und das Regime bleibt. Oder am allerschlimmsten: Krieg und Regime bleiben trotz allem." Der Mann will aus Furcht vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen der Sicherheitsbehörden der Islamischen Republik nicht namentlich genannt werden.
+++ 03:47 Medien: Iran macht USA Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus +++
Der Iran hat den USA einem Medienbericht zufolge offenbar einen neuen Vorschlag zur Öffnung der Straße von Hormus und zur Beendigung des Krieges gemacht. Der Plan sei bereits über pakistanische Vermittler übermittelt worden, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter und zwei weitere Insider. Demnach solle zunächst die Seeblockade aufgehoben werden. Verhandlungen über das iranische Atomprogramm würden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
+++ 02:59 Iran-Schock: Auch Umweltminister Schneider schließt Haushaltsnotlage nicht aus +++
Bundesumweltminister Carsten Schneider schließt wegen der aktuellen Iran-Krise und ihrer Folgen für Verbraucher und Wirtschaft eine Haushaltsnotlage nicht aus. "Wir müssen auf Sicht fahren, das geht in so einer Krisensituation gar nicht anders", sagt der SPD-Politiker in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" auf die Frage, inwieweit das Ausrufen einer solchen Notlage überhaupt vermittelbar wäre. Deswegen könne er nichts ausschließen. "Aber wir zielen nicht darauf ab." Zuvor hatte bereits SPD-Fraktionschef Matthias Miersch das Aussetzen der Schuldenbremse ins Spiel gebracht. Schneider bezeichnet die Iran-Krise als Schock für das Wirtschaftswachstum.
+++ 01:55 Iran: Gespräche im Oman auch über sicheren Transit in Straße von Hormus +++
Bei den Gesprächen im Oman geht es nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi auch um die Sicherheit in der Straße von Hormus. Es werde über Wege beraten, einen sicheren Transit durch die wichtige Meerenge zu gewährleisten, teilt der Minister auf der Plattform X mit.
+++ 00:24 Libanon meldet 14 Tote bei israelischen Angriffen +++
Bei israelischen Angriffen im Libanon werden nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums 14 Menschen getötet und 37 verletzt. Unter den Todesopfern seien zwei Kinder. Israelischen Angaben zufolge kommt zudem ein Soldat der eigenen Streitkräfte ums Leben. Ein Sprecher des israelischen Militärs erklärt auf der Plattform X, die radikal-islamische Hisbollah-Miliz verletze die geltende Waffenruhe. Israel werde dagegen vorgehen. Das Militär fordert die Bewohner von sieben Ortschaften nördlich des Litani-Flusses auf, sich nach Norden und Westen in Sicherheit zu bringen. Die Orte liegen außerhalb der von israelischen Truppen besetzten Pufferzone im Südlibanon.
+++ 23:11 Irans Präsidialamt rechtfertigt Internetsperren +++
Im Iran sieht sich das Präsidialamt nach massiver Kritik an den Internetsperren im Land zu einer Rechtfertigung der Maßnahmen gezwungen. "Auch der Präsident (Massud Peseschkian) ist strikt gegen eine eingeschränkte Internetnutzung für die Bevölkerung", behauptet die Pressestelle des Präsidialamts auf der Plattform X. Das Projekt "Pro Internet" - so werden die Einschränkungen in der Islamischen Republik genannt - sei nicht dauerhaft, sondern lediglich eine vom Sicherheitsrat verhängte vorübergehende Maßnahme in der aktuellen Kriegssituation, heißt es weiter. Nach Ende der Konflikte werde der reguläre Zugang für alle Bürger wiederhergestellt.
+++ 22:01 Iran: Rekonstruieren nicht detonierte US-Raketen und Bunkerbrecher-Bomben +++
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran könnte Teherans militärisches Know-How vorantreiben. Der staatliche iranische Fernsehsender Press TV berichtet über "nicht detonierte US-Raketen und Tausende von Submunitionen", die vom Korps der Islamischen Revolutionsgarden gefunden wurden. Man habe mehr als 15 schwere amerikanische Raketen unschädlich gemacht und an Forschungseinheiten übergeben. Dort könnten sie analysiert und rekonstruiert werden. Man habe auch eine GBU-57-Bunkerbrecher-Bombe gefunden.
+++ 21:20 Neue Gaza-Hilfsflotte von Sizilien aus in See gestochen +++
Dutzende Schiffe der "Global Sumud Flotilla" mit Aktivisten aus zahlreichen Ländern an Bord sind von Sizilien aus Richtung Gazastreifen in See gestochen. Nach einer wetterbedingten Verzögerung seien nun 56 Schiffe von einem Hafen bei Syrakus aufgebrochen, teilt die Organisation mit. Sie sprach von der größten Flottille, die jemals versucht habe, den Gazastreifen zu erreichen. Die propalästinensischen Aktivisten wollen erneut versuchen, die seit 2007 bestehende israelische Seeblockade des Gazastreifens, die auch von Ägypten mitgetragen wird, zu durchbrechen und Hilfsgüter in die Konfliktregion zu bringen. Erklärtes Ziel der "Global Sumud Flotilla" ist es außerdem, die Einrichtung eines dauerhaften humanitären Korridors voranzubringen.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.