Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 08:40 Kiew: Russland greift mit 703 Drohnen und Raketen an +++

16.04.2026, 00:01 Uhr

Das russische Militär hat die Ukraine laut Angaben aus Kiew binnen 24 Stunden mit 44 Raketen und 659 Drohnen angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe teilt mit, dass die Flugabwehr 667 Flugobjekte abgeschossen beziehungsweise unschädlich gemacht habe, darunter 31 Raketen. 12 Raketen und 20 Drohnen seien an 26 Orten eingeschlagen. Zu den Schäden machte die Luftwaffe keine Angaben. Laut Behörden in mehreren ukrainischen Städten wurden bei den Angriffen in der Nacht mindestens 16 Menschen getötet (Stand: 08:40 Uhr) und Dutzende weitere verletzt.

+++ 08:15 Kuleba: Russland "greift gezielt Häuser an, in denen Kinder schlafen" +++

Der stellvertretende Ministerpräsident der Ukraine, Olexij Kuleba, sieht in den massiven russischen Angriffen der vergangenen Nacht einen "vorsätzlichen Terrorakt gegen die Zivilbevölkerung" seines Landes. "Der Feind greift gezielt Häuser an, in denen Kinder schlafen, sowie Straßen und kritische Infrastruktur, auf die die Gemeinden angewiesen sind", schreibt Kuleba auf X. Seinen Angaben zufolge sind bei den Angriffen in der Nacht mindestens 15 Menschen getötet worden. "Diese Zahl ist der aktuelle Stand; Such- und Rettungsmaßnahmen dauern noch an", so der Minister. Insgesamt seien bei den Angriffen im ganzen Land mehr als 80 Menschen verletzt worden. "Sanitäter kämpfen um ihr Leben."

+++ 07:40 Oberrabbiner nach heftigen russischen Angriffen: "Die Welt darf nicht schweigen!" +++

Ein führender Geistlicher der jüdischen Gemeinde in der Ukraine appelliert nach einem der "größten Angriffe der russischen Armee gegen die Zivilbevölkerung" des Landes an die Staatengemeinschaft. "Die Welt darf nicht schweigen!", fordert Oberrabbiner Moshe Azman auf X. Wohngebäude seien "fast vollständig zerstört" worden. "Bislang sind 14 Todesopfer bekannt (darunter ein 12-jähriges Mädchen) und mehr als 85 Verletzte, darunter auch Kinder…", schreibt der Geistliche.

+++ 07:10 Mindestens 14 Tote und Dutzende Verletzte bei massiven russischen Angriffen in der Nacht +++

Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Stadt Odessa (siehe Eintrag von 5:31 Uhr) sind nach Angaben der Behörden in der Nacht acht Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden. Bei dem Angriff mit Raketen und Drohnen seien Infrastruktureinrichtungen sowie ein Wohnhaus beschädigt worden, teilt der Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Serhij Lysak, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Insgesamt sind damit bei russischen Angriffen in der Nacht mindestens 16 Menschen in der Ukraine getötet worden. In der Hauptstadt Kiew seien mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Zwölfjähriger, teilt der ukrainische Katastrophenschutz mit. In der Hauptstadtregion wurden laut Behörden zudem mindestens 45 Menschen verletzt. Die russische Armee griff in der Nacht auch die Stadt Dnipro an. Dabei wurden nach Behördenangaben drei Menschen getötet. Auch aus Charkiw wurden Verletzte gemeldet.

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Rauch über Kiew nach heftigen russischen Angriffen. (Foto: AFP)

+++ 06:39 Ukraine trifft Ölraffinerie in Region Krasnodar - Gouverneur meldet zwei tote Kinder bei dem Angriff +++

Das ukrainische Militär hat in der Nacht offenbar mit Drohnen die Ölraffinerie Tuapse in der südrussischen Region Krasnodar angegriffen. Wie "Kyiv Independent" berichtet, meldeten Einwohner der Stadt Tuapse Explosionen in der Gegend. Laut Angaben des Telegram Kanals Exilenova-Plus trafen die Drohnen Treibstofftanks der Raffinerie, die Rosneft gehört und zu den zehn größten Ölraffinerien Russlands zählt. Der oppositionelle russische Telegram-Nachrichtenkanal Astra meldete, dass die Anlage in Tuapse nach dem Drohnenangriff in Flammen stand. Er spricht von einem massiven Angriff auf die Stadt am Schwarzen Meer, der einen großen Brand ausgelöst habe. Tuapse ist einer der wichtigsten Häfen im Süden Russlands und dient als Drehscheibe für den Export von Erdölprodukten, Kohle und Düngemittel. Außerdem befindet sich dort eine große Ölraffinerie gleichen Namens, die Rosneft, Russlands größtem Ölproduzenten, gehört. Eine Stellungnahme der Ukraine liegt zunächst nicht vor. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben zum Kampfgeschehen nicht. Laut dem Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, wurden bei dem Angriff zwei Kinder im Alter von fünf und 14 Jahren getötet. Zwei Erwachsene seien verletzt worden. Demnach traf der ukrainische Angriff auch ein Wohngebäude. Er berichtete ebenfalls, dass ein "Unternehmen im Hafengebiet" von Trümmern der Drohnen getroffen wurde, nannte die Raffinerie jedoch nicht namentlich. Tuapse ist einer der wichtigsten Häfen im Süden Russlands und dient als Drehscheibe für den Export von Erdölprodukten, Kohle und Düngemitteln. 

+++ 06:09 Zahl der Toten in Kiew und Dnipro steigt nach russischen Angriffen +++

Nach russischen Raketenangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und die Großstadt Dnipro im Osten des Landes (siehe Einträge von 4:12 und 4:52 Uhr) ist die Zahl der Todesopfer gestiegen. Bei der Angriffswelle auf Kiew seien mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Kind, schrieb Kiews Militärverwalter Tymur Tkatschenko auf der Plattform Telegram. Zudem seien 18 Menschen verletzt worden. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko war das getötete Kind zwölf Jahre alt, eine getötete Frau 35 Jahre. Journalisten des Nachrichtenportals "The Kyiv Independent" berichteten von lauten Explosionen, als Raketen die Millionenstadt in mehreren Salven getroffen hätten. Einsatzkräfte hätten ein Kind aus den Trümmern eines beschädigten Mehrfamilienhauses gerettet. Sowohl das Kind als auch seine Mutter würden behandelt. Das Ausmaß der Schäden und die Opferzahl blieben unklar, da die Angriffe auch am frühen Morgen andauerten. Luftalarm wurde auch in anderen Regionen des Landes ausgelöst. In Dnipro, der viertgrößten Stadt der Ukraine, kamen bei einem russischen Raketenangriff mindestens zwei Menschen ums Leben, 27 weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram schrieb. Fünf der Verletzten seien in Lebensgefahr. Mehrere Häuser in Wohngebieten brannten demnach. Bereits vor wenigen Tagen waren bei einem Raketenangriff auf die Industriestadt mindestens fünf Menschen getötet worden.

+++ 05:31 Nächtliche Explosionen in Odessa +++

Aus der ukrainischen Hafenstadt Odessa werden in der Nacht Explosionen gemeldet. Bereits am Abend war beim Einschlag einer russischen Drohne in einen Wohnblock mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, sechs weitere wurden verletzt, wie Gouverneur Oleh Kiper bei Telegram schreibt.

+++ 04:52 Luftalarm in Dnipro - ein Toter und Verletzte +++

In Dnipro, der viertgrößten Stadt der Ukraine, kam bei einem russischen Raketenangriff mindestens ein Mensch ums Leben, zehn weitere wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebietes Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf Telegram schreibt.

+++ 04:12 Ein totes Kind bei Raketenangriff auf Kiew +++

Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist am frühen Morgen ein zwölfjähriges Kind getötet worden. Mehrere Menschen seien verletzt und Gebäude beschädigt worden, bestätigte Bürgermeister Klitschko auf Telegram die vorigen nächtlichen Berichte der Militärverwaltung. 

+++ 02:14 Verletzte bei russischem Raketenangriff auf Kiew +++

Der Leiter der Militärverwaltung von Kiew, Tymur Tkatschenko, berichtet in der Nacht bei Telegram von einem erneuten russischen Raketenangriff auf die Hauptstadt. Es habe mindestens vier Verletzte gegeben. Die Luftabwehr sei im Einsatz.

+++ 00:33 Ukrainisches Militär meldet massive russische Luftangriffe +++

Nach ukrainischen Angaben haben russische Streitkräfte binnen 13 Stunden 361 Drohnen und 21 Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Dies teilt die ukrainische Luftwaffe mit. 349 Drohnen und 20 Raketen seien abgeschossen oder abgefangen worden. Es seien zwölf Drohneneinschläge und ein Raketeneinschlag sowie zwölf Fälle von herabfallenden Trümmern registriert worden.

+++ 23:41 Ukrainische Armee meldet mehr als 100 Angriffe mit Kampfrobotern +++

Eine ukrainische Armee-Einheit hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 100 Angriffe mit Kampfrobotern gegen russische Ziele an der Front ausgeführt. "Insgesamt hat es mehr als 100 solche Einsätze gegeben", heißt es am Mittwoch aus der ukrainischen NC-13-Einheit, die Teil der dritten ukrainischen Angriffsbrigade ist. "Diese Einsätze umfassen das Ausschalten von feindlichen Soldaten sowie die Zerstörung von Schutzräumen, Kommandoposten und anderer feindlicher Infrastruktur." 

+++ 22:34 Selenskyj erfreut über millionenschwere Zusagen für Drohnenproduktion für die Ukraine +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußert sich zufrieden über das heutige Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin - ursprünglich auch Ramstein-Format genannt. "Unsere Partner in Ramstein haben die starke Stellung der Ukraine auf dem Schlachtfeld hervorgehoben - ich bin dankbar für diese Anerkennung unserer Kampfbrigaden", schreibt Selenskyj in einer Mitteilung in den sozialen Medien. "Auch unser Bedarf an Luftverteidigung und gemeinsamer Waffenproduktion ist uns klar. Entscheidend ist, dass jede eingegangene Verpflichtung vollständig und fristgerecht erfüllt wird. Ist unsere Verteidigung ausreichend, hat Russland keine realistische Chance, seine Besatzungsziele zu erreichen." Neben Deutschland und Norwegen haben unter anderem die Niederlande Finanzhilfen über mehrere hundert Millionen Euro für die Drohnenproduktion der Ukraine zugesagt. Zudem unterstützt Großbritannien das von Russland überfallene Land mit der Lieferung von rund 120.000 Drohnen bis zum Jahresende.

+++ 21:57 Drohnensystem kombiniert mit Infanterie: Kiew spricht von Novum in der Kriegsführung +++

Die Ukraine setzt zukünftig auf ein neues Modell für Kampfeinsätze: Das Verteidigungsministerium kündigt an, Luft- und Bodendrohnen mit Infanterie, also Bodentruppen, in einem System zu kombinieren. Es verweist auf Erfolge bei der Rückeroberung von Gebieten von russischen Streitkräften im Süden des Landes. "Es wird ein neues Kriegsführungsmodell eingeführt: Drohnenangriffseinheiten, die unbemannte Luft- und Bodensysteme mit Infanterie zu einem integrierten System verbinden", heißt es in einer Erklärung des Ministeriums bei Telegram.

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