Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:43 Bedrohung aus Russland: Drei Bundesländer wollen von Finnland lernen +++
Angesichts russischer Bedrohungen wollen sich Regierungsvertreter aus Niedersachsen, Thüringen und Bremen in Finnland über den Bevölkerungsschutz informieren. Heute treten Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens, ihr thüringischer Amtskollege Georg Maier und Bremens Innensenatorin Eva Högl - alle SPD - dazu eine viertägige Reise an. "Die Finnen verfügen schon aufgrund ihrer unmittelbaren Nachbarschaft zu Russland über vielfältige Erfahrungen im Umgang mit Bedrohungen, denen wir uns auch in Deutschland und in Niedersachsen immer stärker ausgesetzt sehen", sagt Behrens. "Ich bin mir sicher, dass wir von dieser Reise wertvolle Impulse für unser sicherheitspolitisches Handeln mitnehmen werden."
+++ 04:44 Banner auf Schloss Narva nennt Putin "Kriegsverbrecher" +++
An der Mauer von Schloss Narva in der estnischen Stadt Narva, mit Blickrichtung Russland, ist ein Banner mit der Aufschrift "Putin Kriegsverbrecher" angebracht worden. Laut Ukrinform erklärt die Direktorin des Narva-Museums, Maria Smorzhievski-Smirnova, das Banner sei gegen Mitternacht aufgehängt worden. Das Banner zum Europatag diene als Mahnung an den andauernden Krieg und die Kriegsverbrechen Russlands gegen das ukrainische Volk. Das Banner "Putin - Kriegsverbrecher" wurde erstmals am 9. Mai 2023 an der Burgmauer angebracht und blieb dort etwa eine Woche lang.
+++ 02:58 Selenskyj bietet neuem ungarischen Regierungschef Zusammenarbeit an +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem ungarischen Ministerpräsidenten Peter Magyar zu seinem Amtsantritt gratuliert. Selenskyj merkt an, dass es symbolisch sei, dass seine Amtseinführung am Europatag stattfinde. "Die Ukraine ist bereit, die Zusammenarbeit mit Ungarn zu vertiefen und starke Beziehungen zwischen unseren Ländern aufzubauen, die auf guter Nachbarschaft und Respekt vor unseren Völkern beruhen." Weiter schreibt Selenskyj: "Gemeinsam können wir unsere Nationen stärken und ganz Europa kräftiger machen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und gute Ergebnisse in Ihrem Amt!"
+++ 01:55 EU: Zahl ukrainischer Flüchtlinge nimmt leicht ab +++
Laut der EU-Statistikbehörde Eurostat ist die Zahl der ukrainischen Flüchtlinge in Europa zuletzt leicht gesunken. Am 31. März 2026 besaßen insgesamt demnach 4,33 Millionen Ukrainer vorübergehenden Schutzstatus in der EU. Im Vergleich zu Ende Februar 2026 sank die Gesamtzahl um 68.980 (-1,6 Prozent). Die EU-Länder, die die meisten ukrainischen Flüchtlinge aufnahmen, sind Deutschland (1.274.955 Personen; 29,4 Prozent aller Ukrainer in der EU), Polen (961.405; 22,2 Prozent) und Tschechien (379.820; 8,8 Prozent).
+++ 00:44 Kiew und Moskau werfen sich Waffenruhe-Verstöße vor +++
Kiew und Moskau beschuldigen sich gegenseitig, die dreitägige Waffenruhe gebrochen zu haben. Der ukrainische Generalstab teilt mit, seit Beginn des Tages seien 51 russische Angriffe verzeichnet worden. Die ukrainische Luftwaffe spricht von 44 russischen Drohnenangriffen seit Freitagabend. Dies war die geringste Zahl seit Monaten. Bei Drohnenangriffen in der Region Saporischschja wurden nach Behördenangaben zwei Zivilisten getötet und drei weitere verletzt. Das russische Verteidigungsministerium erklärt, ukrainische Kräfte hätten russische Stellungen mit Drohnen und Artillerie angegriffen. In der russischen Grenzregion Belgorod meldet Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow drei Verletzte bei einem ukrainischen Drohnenangriff.
+++ 23:30 Fico wendet sich gegen "Eisernen Vorhang zwischen EU und Russland" +++
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat seine Teilnahme am Weltkriegsgedenken in Moskau verteidigt und zur neuerlichen Zusammenarbeit Europas mit Russland aufgerufen. "Ich lehne einen neuen Eisernen Vorhang zwischen der EU und Russland ab", sagt der Linksnationalist in einem Facebook-Video auf dem Rückflug aus Moskau nach Bratislava. Er und seine Regierung hätten "Interesse an normalen freundschaftlichen und gegenseitig vorteilhaften Beziehungen" zur Großmacht Russland ebenso wie zu allen anderen Ländern, die daran interessiert seien. Die Absicht der EU, sich vollkommen von russischen Energielieferungen loszulösen, betrachte er als rein "ideologisch" und zudem "schädlich für die europäische Konkurrenzfähigkeit". Es sei ein Fehler, "aus Hass gegen Russland eine Energie-Abhängigkeit durch eine andere zu ersetzen, diesmal eine amerikanische, die noch dazu weitaus teurer ist".
+++ 22:24 Putin: Fico hat keine "persönliche Botschaft" von Selenskyj übermittelt +++
Berichte über eine Botschaft Wolodymyr Selenskyjs an den Kremlchef, die der slowakische Regierungschef Robert Fico überbracht haben wollte, tut Wladimir Putin als unwahr ab. "Es gab keine persönliche Botschaft." Fico habe von Selenskyjs Gesprächsbereitschaft berichtet. "Aber das hören wir nicht zum ersten Mal", so Putin.
+++ 21:58 Zufällig gefilmt: Ukrainischer Kampfjet-Pilot schießt Drohne direkt über Zivilisten ab +++
Ein ukrainischer MiG-29-Pilot hat für seinen Drohnenabwehr-Einsatz am Boden Applaus und Anerkennung bekommen: Der ukrainische Soldat jagte mit dem Kampfjet hinter einer Angriffsdrohne hinterher und schoss sie ab. Was er nicht wusste: Am Boden verfolgten Zivilisten den Einsatz über der Oblast Riwne und filmten den erfolgreichen Abschuss. Das Luftkommando West der Ukrainischen Streitkräfte postete das Video, in dem die Zeugen am Ende begeistert jubeln und "Gute Arbeit" rufen, als die russische Drohne getroffen wird und am Himmel explodiert. Nach Angaben des Luftkommandos West heißt der Pilot "Marcel" und ist Jagdflieger der 204. Brigade der taktischen Luftfahrt "Sewastopol". "Die feindliche Drohne wurde wahrscheinlich ferngesteuert. Die Shahed manövrierte, änderte ihre Flughöhe und ihre Flugrichtung. Das erschwerte meine Arbeit", wird der Kampfjet-Pilot zitiert. "Der Anflug und der Angriff mussten in extrem geringer Höhe erfolgen. (...) Ich sah noch, wie Trümmer in den Wald stürzten."
+++ 21:17 Putin zu Gesprächen mit Selenskyj bereit: "Wer sich treffen will, muss nach Moskau kommen" +++
Kremlchef Wladimir Putin ist bereit zu direkten Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, aber nur in der russischen Hauptstadt. "Wer sich mit mir treffen will, muss nach Moskau kommen", sagte Putin bei einer außerordentlichen Pressekonferenz nach der Siegesparade zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Moskau. Es sei keine direkte Einladung an Selenskyj, doch würde er sich auch mit ihm treffen. "Wir können uns auch an einem anderen Ort als Moskau treffen, aber nur wenn zuvor eine langfristige Friedensvereinbarung getroffen wurde", sagte Putin. Selenskyj schließt eine Reise nach Moskau aus.
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