Iran-Krieg im Liveticker+++ 14:07 Israel ruft Bewohner von fünf Orten im Libanon zur Evakuierung auf +++
Die israelische Armee ruft alle Einwohner von fünf Ortschaften und Dörfern im Südlibanon zur sofortigen Evakuierung auf. Armeesprecher Avichay Adraee erklärt auf X, die Bewohner sollten ihre Häuser zu ihrer eigenen Sicherheit unverzüglich verlassen und sich nördlich des Flusses Sahrani begeben. Jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, deren Einrichtungen und Kampfmitteln aufhalte, bringe sein Leben in Gefahr. Der Armeesprecher begründet den Evakuierungsbefehl auf X mit Verstößen der libanesischen Hisbollah-Miliz gegen die Waffenruhe.
+++ 13:35 Kuwait: Iranische Angriffe seien "unter keinem Vorwand zu rechtfertigen" +++
Kuwait verurteilt die erneuten iranischen Angriffe auf das eigene Land und den Golfstaat Bahrain. Das kuwaitische Außenministerium teilt mit, die "wiederholten, abscheulichen" iranischen Angriffe seien "unter keinem Vorwand zu rechtfertigen". Die Angriffe stellten eine "offenkundige Aggression" dar, die internationale Forderungen nach einem Ende solcher Handlungen ignoriere und die Sicherheit der Bevölkerung sowie die Stabilität der Region gefährde.
+++ 12:50 Israel: Untersuchen Angriff auf libanesische Soldaten +++
Das israelische Militär erklärt zu dem Angriff auf libanesische Soldaten, der Vorfall werde geprüft. Das Militär habe im Südlibanon ein Fahrzeug angegriffen, weil es für eine Bedrohung für die eigenen Truppen gehalten worden sei. Einer ersten Untersuchung zufolge hätten sich zwei Offiziere und ein Soldat der libanesischen Armee in dem Wagen befunden. Es habe zuvor Hinweise gegeben, dass die Hisbollah-Miliz aus demselben Gebiet auf israelische Soldaten feuern wolle, heißt es aus Israel. Unterdessen konkretisiert die libanesische Armee ihre Angaben zu den Opfern: Zwei Offiziere und ein Soldat seien tot.
+++ 11:29 Bahrain verurteilt neue iranische Angriffe scharf +++
Der Golfstaat Bahrain verurteilt die erneuten iranischen Angriffe auf sein Staatsgebiet und Kuwait scharf. Es handle sich um eine "eklatante" Verletzung der Souveränität beider Länder, berichtet die Staatsagentur BNA unter Berufung auf das bahrainische Außenministerium. Der Iran müsse seine "ungerechtfertigten" Angriffe einstellen, heißt es weiter. Bahrain werde keine Kompromisse beim Schutz seiner Souveränität, Sicherheit und Bevölkerung eingehen.
+++ 10:37 Baby stirbt nach israelischem Armeeeinsatz im Westjordanland +++
Ein sieben Monate altes palästinensisches Baby stirbt nach Schüssen eines israelischen Soldaten auf ein Fahrzeug im Westjordanland. Das palästinensische Gesundheitsministerium in Ramallah teilt mit, Soldaten hätten südlich von Hebron das Feuer auf ein Fahrzeug eröffnet. Das Baby sei später in einem Krankenhaus an den Folgen seiner schweren Verletzungen gestorben. Die Eltern wurden demnach mittelschwer verletzt. Ersten Ermittlungen zufolge seien die Palästinenser unbeteiligte Zivilisten gewesen.
+++ 09:54 Fischer: Warum der Iran plötzlich bessere Karten hat +++
Trotz Sanktionen, Luftangriffen und internationalem Druck sieht Politikwissenschaftler Klemens Fischer Teheran nicht in der Defensive. Die iranische Führung könne auf Zeit spielen, während Donald Trump politisch unter Zugzwang gerate.
+++ 09:18 Mehrere libanesische Soldaten sterben bei israelischem Angriff +++
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon werden nach Angaben der libanesischen Armee mehrere ihrer Soldaten getötet, darunter ein Offizier. Ziel des Angriffs auf der Straße zwischen Khardali und Nabatieh ist demnach ein Militärfahrzeug. Die libanesischen Streitkräfte halten sich traditionell aus den Kämpfen zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel heraus.
+++ 08:37 Kuwait kauft in den USA Drohnenabwehrsystem für zwei Milliarden Dollar +++
Der Golfstaat Kuwait kauft beim Verbündeten USA Abwehrsysteme gegen Drohnenangriffe. Man habe den Verkauf entsprechender Rüstungsgüter im Wert von rund zwei Milliarden US-Dollar (rund 1,7 Milliarden Euro) genehmigt, teilt das US-Außenministerium mit. Hauptauftragnehmer sei das Unternehmen Anduril mit Sitz in Kalifornien. Wann das System geliefert werden soll, ist unklar. Bei Rüstungsgeschäften geht es häufig um langfristige Beschaffungszeiträume.
+++ 07:34 Iran weist Vorwurf der Instrumentalisierung des Libanon zurück +++
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi weist Äußerungen des libanesischen Präsidenten Joseph Aoun zurück, wonach Teheran den Libanon als Verhandlungsmasse nutzt. Aoun wirft dem Iran vor, das Land in seinen Verhandlungen mit den USA als Druckmittel einzusetzen, wofür die libanesische Bevölkerung den Preis zahle. "Wäre der Libanon eine Verhandlungsmasse für den Iran, hätten wir schon längst ein Abkommen", schreibt Aragtschi auf der Plattform X. "Retten Sie den Libanon vor Ihrem wahren Feind, Herr Präsident."
+++ 06:41 Iran droht mit vollständiger Schließung der Straße von Hormus +++
Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) drohen mit einer vollständigen Schließung der Straße von Hormus für Öl- und Gasexporte. Die USA würden für die Folgen verantwortlich gemacht, sollten ihre "Machenschaften" andauern, heißt es in einer Erklärung. Das US-Militär weist unterdessen iranische Angaben zurück, wonach das Hauptquartier der Fünften Flotte der US-Marine in Bahrain beschädigt worden sei.
+++ 05:43 US-Militär: Irans Angriffe auf Kuwait und Bahrain abgewehrt +++
Der Iran hat nach Angaben des US-Militärs sieben ballistische Raketen auf Kuwait und Bahrain abgefeuert. Sechs der Raketen seien abgefangen worden, die siebte habe ihr Ziel nicht erreicht, teilt das US-Militär weiter mit. Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) erklären, die Angriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain seien eine Vergeltung für US-Attacken auf iranische Stellungen im Golf. Zudem hätten die IRGC vier Öltanker beschossen, die versucht hätten, die Straße von Hormus ohne ihre Genehmigung zu durchfahren.
+++ 04:44 Kuwait meldet feindliche Angriffe - Raketenalarm in Bahrain +++
Der Golfstaat Kuwait wird erneut von Raketen und Drohnen angegriffen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilten die Streitkräfte des Landes am frühen Morgen auf der Plattform X mit. Auch in Bahrain gab es kurz darauf Raketenalarm, wie das Innenministerium auf X bekanntgab. Die Bevölkerung solle Ruhe bewahren und sich an sicheren Orten aufhalten.
+++ 04:19 Trump: Iran verfügt noch über 21 bis 22 Prozent seiner Raketen +++
Laut US-Präsident Donald Trump verfügt der Iran immer noch über "einige Raketen und Drohnen". In einem Interview mit dem US-Sender NBC News sagt Trump: "Sie haben wahrscheinlich noch 21 bis 22 Prozent ihrer Raketen. Das sind eine Menge Raketen, aber es ist nicht mehr das, was es war, als wir zum ersten Mal angegriffen haben."
+++ 03:20 Kreise: Palästinensergruppen wollen bei Treffen in Ägypten über Gaza-Zukunft beraten +++
Mehrere Palästinensergruppen wollen am heutigen Samstag bei einem Treffen im Vermittlerland Ägypten über die Zukunft des weitgehend von der islamistischen Hamas kontrollierten Gazastreifens beraten. Dabei dürfte auch über die mögliche Rolle von Mohammed Dahlan gesprochen werden, einem Rivalen von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Palästinenserkreisen erfährt. Demnach wird auch die Teilnahme von Nikolai Mladenov erwartet, dem für den Gazastreifen zuständigen hochrangigen Vertreter im Friedensrat von US-Präsident Donald Trump. Den Informationen zufolge will Dahlan die Hamas davon überzeugen, ihm die Zuständigkeiten im Gazastreifen zu übertragen. Demnach will er damit erreichen, dass die zweite Phase der Waffenruhe-Vereinbarung sowie die Entsendung eines zuvor benannten Technokraten-Gremiums erleichtert werden. Das Gremium soll im Gazastreifen laut dem US-Friedensplan die Übergangsverwaltung übernehmen.
+++ 02:16 USA greifen iranische Radarstellungen an +++
US-Streitkräfte haben nach dem Start von vier iranischen Angriffsdrohnen iranische Radarstellungen angegriffen. Das für den Nahen Osten zuständige US-Zentralkommando teilt mit, die iranischen Drohnen hätten den regionalen Seeverkehr bedroht. Die US-Angriffe auf die Anlagen in Goruk und auf der Insel Qeschm dienten der Verteidigung gegen weitere iranische Attacken.
+++ 01:27 Medienbericht: USA schießen iranische Drohnen über Straße von Hormus ab +++
Nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN hat der Iran mehrere Drohnen in Richtung der Straße von Hormus abgeschossen. US-Kampfflugzeuge hätten mindestens vier der Drohnen abgefangen, berichtet der Sender unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter.
+++ 00:27 Bedingung für Frieden: Mullahs bestehen auf Freigabe eingefrorener Milliarden +++
Ein mögliches Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hängt davon ab, ob die Trump-Regierung der Freigabe von 24 Milliarden Dollar an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten zustimmt. Das sagt ein hochrangiger iranischer Beamter gegenüber CNN und warnt, dass die USA "in einen dunklen Korridor geraten" würden, sollten sie die Kämpfe wieder aufnehmen. "Die Verhandlungen stecken fest, und (US-Präsident Donald) Trump muss diese Blockade auflösen", erklärt Mohsen Rezaei, Militärberater des Obersten Führers Modschtaba Chamenei. Iran fordert Berichten zufolge die Freigabe von 12 Milliarden Dollar eingefrorener Gelder, sobald ein Interimsabkommen mit den USA unterzeichnet sei, und weitere 12 Milliarden Dollar zu einem späteren Zeitpunkt.
+++ 23:06 Libanons Präsident: Iran soll sich nicht in "unser Land" einmischen +++
Libanons Präsident Joseph Aoun hat den Iran aufgefordert, sich nicht in sein Land einzumischen. "Es ist nicht euer Land, es ist unser Land", sagt er in einem Interview mit dem Sender CNN an die iranischen Revolutionsgarden gerichtet. "Es ist nicht eure Aufgabe, euch in unser Land einzumischen", fährt er fort. "Sie nutzen den Libanon als Druckmittel in ihren Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten. Das ist inakzeptabel", sagte Aoun weiter, wobei er sich auf die Führung im Iran bezog. Teheran beharrt darauf, dass die Kämpfe im Libanon und in der Golfregion miteinander verbunden seien. Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz müsse verstehen, dass es "keinen anderen Weg gibt, als sich an einen Tisch zu setzen und zu reden, keinen anderen Weg, dieses Problem zu lösen und das zu retten, was noch übrig ist, als durch Verhandlungen und Diplomatie", sagt Aoun. "Es ist das libanesische Volk, nicht das Volk von (Hisbollah-Chef) Naim Kassem", fährt Libanons Präsident fort. "Die Mehrheit des libanesischen Volkes hat den Krieg satt."
+++ 21:45 Irland verhängt Einreiseverbot gegen zwei israelische Minister +++
Irland hat einem Bericht der öffentlich-rechtlichen Rundfunkgesellschaft RTE zufolge ein Einreiseverbot gegen die israelischen Minister Itamar Ben-Gvir und Bezalel Smotrich verhängt. Der irische Regierungschef Micheál Martin erklärte demnach, sein Justizminister habe dies veranlasst. Martin sagte demnach, die Handlungen und Äußerungen der beiden israelischen Minister "laufen auf den Wunsch hinaus, die Palästinenser aus Palästina zu vertreiben". Dies sei etwas, das auch die internationale Gemeinschaft berücksichtigen müsse. Martin sprach sich auch für dahingehende EU-Sanktionen aus.
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