Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 11:30 ISW: Tempo russischer Vorstöße verlangsamt sich +++

03.05.2026, 00:01 Uhr

Die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) vergleichen in ihrem neuesten Bericht die russischen Geländegewinne der vergangenen Kriegsjahre mit denen aus 2026. Dabei stellen sie fest, dass sich die russischen Vorstöße verhältnismäßig verlangsamt haben und zurückgegangen sind. "Das Tempo der russischen Vorstöße hat sich 2026 im Vergleich zu 2025 verlangsamt, doch der sich wandelnde Charakter des Krieges, insbesondere Russlands verstärkter Einsatz von Infiltrationstaktiken im Laufe des Jahres 2025, erschwert Vergleiche auf Jahresbasis", heißt es in dem Bericht.

+++ 10:40 Finnland: Verdacht der Luftraumverletzung durch unbekannte Drohne +++

In Finnland hat eine unbekannte Drohne nach Angaben des Verteidigungsministeriums nahe der Grenze zu Russland möglicherweise den finnischen Luftraum verletzt. Die finnische Luftwaffe habe die Drohne am Sonntagmorgen entdeckt, erklärt das Ministerium. Das Modell und die Herkunft der Drohne hätten nicht ermittelt werden können. Sie befinde sich nicht mehr im finnischen Luftraum. Der Vorfall werde untersucht. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht. Finnland hat eine 1340 Kilometer lange Grenze zu Russland. Im März hatte sich die Ukraine bei der Regierung in Helsinki entschuldigt, nachdem zwei ukrainische Drohnen im Süden Finnlands abgestürzt waren. Sie wurden vermutlich durch russische Störmaßnahmen vom Kurs abgebracht.

+++ 09:55 ISW: Ukrainer gewinnen Gebiete bei Kostjantyniwka zurück +++

Während russische Truppen Infiltrationsmissionen in der strategisch wichtigen Frontlinie Kostjantyniwka-Druschkiwka durchführen und ihre Angriffe in Richtung der Stadt Kostjantyniwka verstärken, erobern die ukrainischen Streitkräfte verschiedene Stellungen um die Stadt in der Region Donezk zurück. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Kostjantyniwka bildet zusammen mit anderen Städten einen sogenannten Festungsgürtel im Osten des Landes – ein Gebiet, das vom ukrainischen Militär gut befestigt ist. Das ukrainische Militär soll unter anderem im Süden der Stadt in der Nähe des Ortes Dowha Balka sowie im Nordosten und Osten der Stadt Stellungen der Russen angegriffen und zurückgewonnen haben. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 09:10 Selenskyj: Haben zwei Tanker der russischen Schattenflotte getroffen +++

Ukrainische Streitkräfte haben zwei Tanker der Schattenflotte in den Gewässern vor dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk angegriffen, teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. "Diese Tanker wurden aktiv für den Transport von Öl genutzt - das ist nun vorbei", erklärt Selenskyj in den sozialen Medien. "Die Fernkampfkapazitäten der Ukraine werden weiterhin umfassend ausgebaut - auf See, in der Luft und an Land."

+++ 08:37 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.334030 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1080. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem zwei Panzer, 76 Artilleriesysteme und 2224 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.908 Panzer, 41.193 Artilleriesysteme, 1357 Flugabwehrsysteme und 435 Flugzeuge, 352 Hubschrauber, 269.813 Drohnen, 33 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 07:52 Flughafen in Moskau stellt wegen ukrainischem Drohnenangriff Betrieb ein +++

In der russischen Hauptstadt Moskau wurde auf den großen Flughäfen Wnukowo und Scheremetjewo vorübergehend der Betrieb "aus Sicherheitsgründen" eingestellt, meist eine Reaktion auf Drohnenflüge. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin teilt den Abschuss von mehreren Drohnen über der russischen Hauptstadt mit. Die russischen Behörden machten zunächst ebenfalls keine Angaben zu den möglichen Flugzielen der ukrainischen Drohnen sowie über mögliche Opfer oder Schäden. Moskau liegt etwa 500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

+++ 07:11 Russland meldet mehr als 300 ukrainische Drohnenangriffe binnen einer Nacht +++

Die russische Luftverteidigung hat in der vergangenen Nacht 334 ukrainische Drohnen über russischen Gebieten abgefangen und zerstört. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Russlands, Tass, unter Berufung auf Angaben des russischen Verteidigungsministeriums. Betroffen waren demnach unter anderem die Regionen Belgorod, Brjansk, Woronesch, Kaluga, Kursk, Leningrad, Nischni Nowgorod, Nowgorod, Orjol, Pskow, Rjasan, Smolensk, Twer, Tula, Moskau und die von Russland besetzte Krim.

+++ 06:26 ISW: Russen erobern Gebiete bei Nowopawliwka +++

Russische Truppen sind kürzlich in der Nähe von Nowopawliwka in der Region Dnipropetrowsk vorgerückt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 04:49 Drohnen am Flughafen in St. Petersburg +++

Am Flughafen Pulkowo in St. Petersburg ist der Flugbetrieb zeitweise eingestellt worden. Mindestens 35 Drohnen seien abgeschossen worden, berichtet der Gouverneur der umliegenden Oblast Leningrad, Alexander Drosdenko. Zuletzt hatte die Ukraine in diesem Gebiet russische Raffinerieanlagen attackiert.

+++ 03:25 Kämpfe um strategisch wichtige Stadt Kostjantyniwka +++

Russische Truppen rücken nach ukrainischen Angaben auf die Stadt Kostjantyniwka in der östlichen Region Donezk vor. Laut dem ukrainischen Armeechef Oleksandr Syrskyj versuchen die russischen Truppen mit Infiltrationstaktiken, am Rande der Stadt Fuß zu fassen. Man wehre die hartnäckigen Versuche ab, erklärt Syrskyj weiter. Kostjantyniwka ist Teil eines stark befestigten Verteidigungsgürtels der ukrainischen Armee. Das russische Verteidigungsministerium meldete am Mittwoch die Einnahme des nördlich gelegenen Ortes Nowodmytriwka. Moskau meldet dagegen die Einnahme des Dorfes Myropillja in der nordukrainischen Region Sumy. Die ukrainische Armee weist dies als "komplette Lüge" zurück.

+++ 02:31 Nordkoreas Arbeiterpartei lobt Einsatz junger Soldaten in der Ukraine +++

Die herrschende Arbeiterpartei in Nordkorea lobt den Einsatz junger Soldaten an der Seite Russlands in der Ukraine. Sie seien zu "Bomben und Flammen" geworden, um die Ehre des Landes zu verteidigen, heißt es in einem Brief an den Kongress der Jugendliga, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA meldet. Westlichen, südkoreanischen und ukrainischen Angaben zufolge kämpfen schätzungsweise 14.000 nordkoreanische Soldaten mit russischen Truppen in der Region Kursk. Mehr als 6000 von ihnen seien dabei getötet worden. 

+++ 00:07 Selenskyj sanktioniert seinen früheren Bürochef +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verhängt Sanktionen gegen seinen früheren Bürochef Andrij Bohdan. Unter anderem werden Bohdan staatliche Auszeichnungen aberkannt, sein Vermögen wird eingefroren und es werden Handelsgeschäfte untersagt. Die Maßnahmen gelten vorerst für zehn Jahre. Eine Begründung wird nicht genannt.

+++ 23:19 Russische Drohnenschwärme greifen Region Kiew an +++

Das russische Militär startet eine neue Angriffswelle auf die Ukraine. Laut den ukrainischen Luftstreitkräften sind am Abend mehrere Drohnengruppen in der Luft - auch im Gebiet Kiew. Die Menschen dort werden aufgerufen, in Schutzräume zu gehen.

+++ 22:02 Russen melden Internetausfälle in Moskau und St. Petersburg +++

In der russischen Hauptstadt sowie der Oblast Moskau sind vermehrt Internetausfälle gemeldet worden. Das geht aus Daten des Störungsportals Downdetector hervor. Wie mehrere russische Exilmedien berichten, sollen in der Hauptstadtregion über Stunden vor allem Festnetzanschlüsse betroffen gewesen sein, während Nutzer in St. Petersburg Störungen des mobilen Internets gemeldet hätten. Zuvor schrieb der Gouverneur der Region Leningrad, die St. Petersburg umgibt, das mobile Internet könne wegen eines Drohnenalarms eingeschränkt sein. Laut unabhängigen Medienberichten könnte die Kommunikation in Russland im Vorfeld der Siegesparade in Moskau am 9. Mai stärker eingeschränkt werden.

+++ 21:18 Cherson: Vier Menschen bei Drohnenangriff auf Supermarkt verletzt +++

Die Stadt Cherson erklärt, das russische Militär habe am Abend einen Supermarkt mit einer Drohne angegriffen. Vier Menschen seien verletzt worden. Die Frauen und Männer in ihren 50ern wurden in ein Krankenhaus gebracht.

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