Iran-Krieg im Liveticker+++ 22:50 Trump gibt Versprechen zur Straße von Hormus +++
US-Präsident Donald Trump verspricht, dass die Straße von Hormus "sofort nach Unterzeichnung" eines Abkommens mit Teheran wieder geöffnet werde. Trump sagte vor Reportern außerdem, er versuche, die Wiedereröffnung der für den Welthandel wichtigen Meerenge von den andauernden Kämpfen im Libanon zu trennen. Die israelische Invasion im Libanon und die Angriffe der pro-iranischen Hisbollah auf Israel erschweren eine Einigung aktuell erheblich.
+++ 22:10 Irans Außenminister: Kontakt zu Washington besteht, Fortschritte gibt es nicht +++
Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi sagt in einem Interview mit dem libanesischen Sender Al Mayadeen, dass die Kontakte zwischen Teheran und Washington zwar nicht abgerissen seien, es jedoch keine Fortschritte bei den Verhandlungen gebe. Beide Seiten prüften derzeit ausgetauschte Entwürfe. Zudem warnt der Minister: Sollte Israel die libanesische Hauptstadt Beirut angreifen, werde der Iran entschlossen reagieren.
+++ 21:27 Irans Revolutionsgarden schieben Verantwortung für Kuwait-Angriff auf US-Patriotsystem +++
Ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden bestreitet, dass sie für den Angriff verantwortlich seien, der einen Teil des Passagierterminals des internationalen Flughafens von Kuwait beschädigt habe. Stattdessen behauptet er laut Al Dschasira, dieser sei durch eine Fehlfunktion eines in den USA hergestellten Patriot-Raketensystems verursacht worden. Belege dafür gibt es nicht.
+++ 20:37 Netanjahu: Trumps Friedensrat soll über Entwaffnung von Hamas entscheiden +++
Entscheidungen über das Vorgehen gegen die Hamas im Gazastreifen und eine mögliche Entwaffnung der Extremistengruppe werden dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu zufolge gemeinsam mit dem Friedensrat getroffen. Beschlüsse über die Art und den Zeitpunkt von Maßnahmen würden mit dem Gremium ("Board of Peace") abgestimmt, sagt Netanjahu in einem Interview des US-Senders CNBC. US-Präsident Donald Trump hatte den Rat im vergangenen Jahr zur Überwachung eines schrittweisen Waffenstillstands eingerichtet.
+++ 19:48 Netanjahu spielt Streit mit Trump herunter +++
Der Konflikt mit dem Iran ist nach Einschätzung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu noch nicht ausgestanden. "Es ist im Iran noch nicht vorbei, sie sind jedoch geschwächt", sagt Netanjahu in einem Interview des US-Senders CNBC. Mit US-Präsident Donald Trump stimme er in den wesentlichen Punkten bezüglich des Irans überein. Gelegentliche taktische Meinungsverschiedenheiten würden ausgeräumt. Mit Blick auf die Hisbollah-Miliz erklärt Netanjahu zudem, viele derjenigen, die Israel angriffen, hielten sich in der libanesischen Hauptstadt Beirut auf.
+++ 18:55 Neumann: "Trump hat Druck, den Iraner nicht haben" +++
Politikwissenschaftler und CDU-Mitglied Peter Neumann ist sicher: Donald Trump will in den nächsten zwei bis drei Wochen einen Verhandlungserfolg im Konflikt mit dem Iran präsentieren - wie auch immer der aussehen könnte. Anlass zu viel Optimismus dürfte das trotzdem eher nicht sein.
+++ 18:17 Netanjahu: Entscheidung über neue Angriffe auf Iran trifft Trump +++
Die Entscheidung über eine vollständige Rückkehr zu Militäraktionen gegen den Iran liegt nach den Worten des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei US-Präsident Donald Trump. Die US- und israelischen Streitkräfte seien jedoch bereit, sagt Netanjahu in einem Interview des Senders CNBC.
+++ 17:36 Jäger: "Irankrieg nimmt für USA kein gutes Ende" +++
Politikexperte Thomas Jäger sieht eine selbst verschuldete Entmachtung der USA im Nahen Osten: "Die Vereinigten Staaten haben sich selbst verzwergt". Und zusätzlich habe Donald Trump einen jahrzehntealten US-Bluff auffliegen lassen.
+++ 16:57 Wadephul verurteilt iranische Drohnenattacke auf Kuwait scharf +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul verurteilt die jüngsten iranischen Angriffe auf Ziele in der Golfregion scharf. "Das sind Angriffe, die sich gegen den Friedensprozess richten", sagt Wadephul in New York. Die Attacken richteten sich "gegen unbeteiligte Dritte". "Parallel zu Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten und zu einem vereinbarten Waffenstillstand ist es völlig unzulässig, derartige Angriffe vorzunehmen", betont der Minister. "Wir verurteilen das auf das Schärfste und fordern den Iran auf, endlich diese Kampfhandlungen zu unterlassen."
+++ 16:39 Iran richtet Demonstranten für angebliche Tötung eines Polizisten hin +++
Im Iran ist ein Mann hingerichtet worden, der wegen der Tötung eines Polizisten während der Proteste im Januar verurteilt worden war. Der Mann habe den Beamten am 8. Januar während einer Demonstration in der Stadt Hamedan im Westen des Landes erstochen, erklärt die iranische Staatsanwaltschaft. Ihre Mitteilung enthält keinerlei Angaben dazu, wann der Männer festgenommen worden war und der Prozess gegen ihn stattgefunden hatte. Die regierungskritischen Proteste hatten Ende Dezember begonnen und am 8. und 9. Januar ihren Höhepunkt erreicht. Sie hatten sich an den hohen Lebenshaltungskosten entzündet, weiteten sich aber rasch zu einer landesweiten Protestwelle gegen die Führung der Islamischen Republik aus.
+++ 16:01 Kuwait weist wegen Drohnenangriffs Teherans iranische Diplomaten aus +++
Kuwait erklärt als Reaktion auf die jüngsten iranischen Angriffe auf sein Staatsgebiet zwei iranische Diplomaten zu unerwünschten Personen und ordnet deren Ausreise binnen 24 Stunden an. Zudem werde die Zahl der Mitarbeiter der iranischen Botschaft im Emirat reduziert, teilt das kuwaitische Außenministerium auf X mit. Demnach wird der kommissarische Geschäftsträger der iranischen Botschaft in Kuwait ins Außenministerium einbestellt. Dort übergibt ihm die Regierung eine formelle Protestnote gegen die nach kuwaitischer Darstellung anhaltenden iranischen Angriffe. Die Entscheidung sei aufgrund der fortgesetzten und schweren iranischen Angriffe mit ballistischen Raketen und Drohnen getroffen worden. Die Einrichtungen hätten mehrere zivile Einrichtungen und lebenswichtige Anlagen zum Ziel gehabt, darunter den Internationalen Flughafen Kuwait.
+++ 15:09 "Verdammt verrückt" - Trump bestätigt Beleidigung Netanjahus +++
US-Präsident Donald Trump betätigt in einem Interview im Podcast "Pod Force One", dass er Premierminister Benjamin Netanjahu während eines Telefonats am Montag über den Konflikt Israels mit der Hisbollah als "fucking crazy" ("verdammt verrückt") bezeichnet habe. Er erklärt allerdings, dass er Netanjahu respektiere und "sehr gut" mit ihm zusammenarbeite . "Ich mag Bibi sehr. Und ich arbeite sehr gut mit ihm zusammen."
+++ 14:32 Iran ist laut Trump zu Verzicht auf Atomwaffen bereit +++
US-Präsident Donald Trump zufolge stimmt der Iran einem Verzicht auf Atomwaffen zu. Zudem sei Irans Ajatollah an Verhandlungen mit den USA beteiligt, sagt Trump in einem Podcast-Interview. "Sie haben bereits zugestimmt, dass sie keine Atomwaffe besitzen werden", erklärt er. Die Führung in Teheran hat allerdings stets betont, dass ihr umstrittenes Nuklearprogramm ausschließlich zivilen Zielen diene. Schon mehrfach hatte Trump Behauptungen über angebliche Zugeständnisse des Irans aufgestellt. Oft dementierte Teheran diese.
+++ 13:58 Mindestens acht Tote: Libanon verurteilt "barbarisches Vorgehen" Israels +++
Bei israelischen Angriffen im Libanon werden nach Behördenangaben mindestens acht Menschen getötet. Bei einem Angriff nahe der Küstenstadt Tyrus seien sechs Menschen getötet worden, meldet das libanesische Gesundheitsministerium. Israels Armee äußert sich auf Anfrage bislang nicht dazu. Bei einem weiteren Angriff werden dem Ministerium zufolge zwei Sanitäter getötet. Ein weiterer sei schwer verletzt worden. Das Ministerium verurteilt den Angriff als "barbarisches Vorgehen" Israels. Israels Militär teilte mit, den Fall zu prüfen.
+++ 13:24 Trump: Unzufrieden mit Israels Kämpfen im Libanon +++
US-Präsident Donald Trump räumt ein schroffes Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ein. Er sei unzufrieden mit den Kämpfen Israels im Libanon, sagt Trump in einem Interview des Podcasts "Pod Force One". "Ich würde nicht sagen wütend. Ich war ein wenig irritiert über seine ständigen Kämpfe mit dem Libanon", erklärt er. Trump fügt jedoch hinzu, dass er und Netanjahu sehr gut miteinander auskämen.
+++ 12:51 Mann im Iran wegen tödlichem Angriff auf Polizisten hingerichtet +++
Der Iran hat einen Mann hinrichten lassen, der wegen einer tödlichen Messerattacke auf einen Polizisten verurteilt worden war. Die Tat habe sich im Januar während Unruhen in der westiranischen Stadt Hamadan ereignet, berichtet das Justizportal Mizan. Das Todesurteil sei vollstreckt worden, nachdem der Oberste Gerichtshof die Strafe bestätigt habe. Mizan ist das offizielle Medienportal der iranischen Justiz, über das Urteile und Vollstreckungen in der Islamischen Republik üblicherweise bekanntgegeben werden. Bei Massenprotesten gegen die Regierung im Januar haben iranische Sicherheitskräfte Tausende Menschen getötet. Es waren die schwersten innenpolitischen Unruhen seit der Islamischen Revolution 1979.
+++ 12:16 Ein Toter bei Drohnenangriff auf Flughafen von Kuwait +++
Bei dem jüngsten iranischen Drohnenangriff auf Kuwait sind am Flughafen der Hauptstadt ein Mensch getötet und weitere verletzt worden. Das teilen das Außen- sowie das Verteidigungsministerium des Golfstaats mit. Es habe im Passagierbereich an Terminal 1 auch schwere Sachschäden gegeben. Die Verletzten seien ärztlich behandelt worden. Die Streitkräfte seien bereit, «jegliche Schritte» zu unternehmen, um die Sicherheit und Stabilität des kleinen Landes am Persischen Golf zu schützen.
+++ 11:42 Israel fängt "feindliches Flugobjekt" aus dem Libanon ab +++
Das israelische Militär fängt nach eigenen Angaben ein "feindliches Flugobjekt" ab, das aus dem Libanon in den Luftraum über dem Norden Israels eingedrungen ist. Die Armee bringt den Vorfall zunächst nicht mit der libanesischen Hisbollah-Miliz in Verbindung. Zudem übernimmt die vom Iran unterstützte Gruppe keine Verantwortung dafür. Der Libanon hatte eine Teilwaffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel verkündet. Demnach stellt Israel seine Angriffe auf die von der Hisbollah kontrollierten Vororte von Beirut ein, während die Miliz ihre Angriffe auf Israel stoppt.
+++ 11:08 Iran: Kuwait und Bahrain tragen "direkte" Verantwortung +++
Das Außenministerium in Teheran verurteilt angebliche US-Angriffe auf einen iranischen Öltanker in der Straße von Hormus und einen Telekommunikationsturm auf der Insel Keschm. Die Angriffe verletzten die vereinbarte Waffenruhe und internationales Recht, erklärt das Ministerium. Zudem trügen Kuwait und Bahrain eine "direkte und klare Verantwortung", da deren Territorium und Einrichtungen zur Unterstützung der US-Militäroperationen genutzt worden seien. Teheran behalte sich das Recht auf Selbstverteidigung vor und werde mit allen verfügbaren Mitteln reagieren. Dazu gehöre auch, die Ausgangspunkte künftiger Angriffe ins Visier zu nehmen.
+++ 10:37 Inflation im Iran steigt in astronomische Höhen +++
Die Inflation im Iran klettert nach Angaben von Experten auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten. Der Verbraucherpreisindex in den städtischen Gebieten liegt im Mai 77,2 Prozent über dem Vorjahreswert, wie die Staatsagentur Irna unter Berufung auf die Zentralbank berichtet. Die durchschnittliche Inflationsrate der vergangenen zwölf Monate beträgt 53,9 Prozent. Das auf Wirtschaftsthemen spezialisierte Bamdad-Institut in der iranischen Hauptstadt Teheran spricht von den höchsten registrierten Preissteigerungen seit dem Zweiten Weltkrieg.
+++ 10:09 Eskalation des Iran-Konflikts dürfte Folgen für die EZB-Zinspolitik haben +++
Eine Analyse des ZEW-Instituts deutet auf eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der nächsten Woche hin. Demnach hat sich die Kommunikation im EZB-Rat seit der Eskalation des Iran-Konflikts deutlich in Richtung einer restriktiveren Geldpolitik verschoben, wie aus einer Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) hervorgeht. Die öffentlichen Äußerungen der Ratsmitglieder signalisierten eine zunehmende Sorge vor neuen Inflationsrisiken. "Die Eskalation des Iran-Konflikts hat die geldpolitische Debatte in der Eurozone binnen weniger Wochen vollständig neu geordnet", sagte Friedrich Heinemann vom ZEW.
+++ 09:35 Berichte über israelische Luftangriffe auf Fahrzeuge im Libanon +++
Ein israelischer Luftangriff soll ein Auto in der Stadt Khalde, südlich der Hauptstadt Beirut, getroffen haben. Dies berichtet "The Times of Israel" unter Berufung auf libanesische Medienberichte. Demnach werden auch zwei weitere Fahrzeuge in der südlichen Stadt Deir ez-Zahrani angegriffen.
+++ 09:02 Rubio kritisiert Netanjahus Kontrollpläne für den Gazastreifen +++
US-Außenminister Marco Rubio kritisiert das kürzlich von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verkündete Ziel, 70 Prozent des Gazastreifens zu erobern, um die Hamas zu besiegen. "Wir haben einen Plan – der sieht so etwas nicht vor", sagt Rubio im Kongress. "Und letztendlich verstehen wir, dass das, was wir wollen – und ich denke, was auch die Israelis letztendlich wollen würden –, ein Gazastreifen ist, der von einer Nicht-Hamas-Einrichtung regiert wird."
+++ 08:22 Kuwait suspendiert Flüge +++
Kuwait setzt nach einem Drohnenangriff den Linienflugverkehr aus. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Brigadegeneral Saud Abdulaziz Al-Otaibi, erklärt, dass "mehrere feindliche Drohnen" das Passagierterminal des Kuwait International Airport ins Visier genommen hätten, wodurch das Gebäude schwer beschädigt und "mehrere Personen" verletzt worden seien.
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+++ 07:46 US-Abgeordneter: Berichte über Streit zwischen Trump und Netanjahu "reines Gerede" +++
Der republikanische US-Abgeordnete Thomas Massie kritisiert die anhaltende finanzielle Unterstützung seiner Regierung für Israel und tut Berichte über einen heftigen Wortwechsel zwischen Trump und Netanjahu als leere Rhetorik abgetan. "Das ist alles nur Gerede. Man muss nur die Auslandshilfe für Israel für einen Monat aussetzen, und schon hören sie auf, ihre Nachbarn zu bombardieren – sofortiger Frieden, die Straße von Hormus kann geöffnet werden, und der Benzinpreis sinkt um 2 Dollar pro Gallone", schreibt er in einem Social-Media-Beitrag. "Israel war und ist nach wie vor der größte Sozialhilfeempfänger auf Kosten der amerikanischen Steuerzahler", fügt er hinzu.
+++ 07:14 Libanons Airline-Piloten wegen israelischer Luftangriffe besorgt +++
Libanons Luftfahrtbehörde leitet eine Sicherheitsprüfung der nationalen Fluggesellschaft Middle East Airlines (MEA) ein. Pilotenverbände äußern Bedenken, dass Besatzungen in der Nähe von israelischen Luftangriffen fliegen müssen und für das Melden sicherheitsrelevanter Vorfälle bestraft werden. Dies geht aus Briefen hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen. Die Fluggesellschaft weist die Vorwürfe zurück und teilt mit, sie verfüge über eine nachweislich gute Sicherheitsbilanz. Der Leiter der Zivilluftfahrtbehörde, Mohammed Aziz, bestätigt die laufende Prüfung und kündigt Gespräche mit der Airline an.
+++ 06:42 USA sanktionieren größte iranische Kryptobörse +++
Die USA verhängen Sanktionen gegen die größte iranische Kryptowährungsbörse Nobitex sowie deren Führungsebene. Das US-Finanzministerium wirft dem Unternehmen vor, der Regierung in Teheran sowie sanktionierten staatlichen Institutionen bei der Umgehung westlicher Strafmaßnahmen geholfen zu haben. Neben der Börse selbst werden die beiden Gründer - zwei Brüder aus der einflussreichen Charrasi-Familie - sowie Firmenchef Amir Hossein Rad auf die Sanktionsliste gesetzt. Während sich die iranische Wirtschaft im freien Fall befinde, nutze das Regime digitale Vermögenswerte für seine eigenen korrupten Zwecke, erklärt US-Finanzminister Scott Bessent. Dazu gehöre die Umgehung von Sanktionen und der Transfer von Vermögen ins Ausland.
+++ 06:09 Israel plant Hunderte neue Schutzräume im Norden +++
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu verspricht dem immer wieder von der libanesischen Hisbollah-Miliz angegriffenen Norden seines Landes Milliarden-Hilfen. Die Regierung habe die Bereitstellung von 13 Milliarden Schekel, umgerechnet knapp vier Milliarden Euro, "für die Sicherung und Entwicklung des an den Libanon grenzenden Nordens" beschlossen, erklärteder Ministerpräsident Es handele sich um einen "Mega-Plan". Mit dem nun bewilligten Geld sollen nach Regierungsangaben unter anderem 1800 neue Schutzräume geschaffen und 500 bereits bestehende Schutzräume renoviert werden. Damit sollten die Bewohner besser vor Raketen- und Drohnenangriffen geschützt werden.
+++ 05:33 US-Militär: Weiterer Angriff des Irans abgewehrt +++
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen weiteren iranischen Angriff auf die amerikanischen Streitkräfte im Golfstaat Kuwait abgewehrt. Eine "Welle iranischer Drohnen" habe ihr Ziel verfehlt, teilt das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf X mit. Die US-Luftverteidigung habe mehrere Drohnen erfolgreich abgeschossen. Niemand sei verletzt worden, es gebe keine Schäden, heißt es weiter. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
+++ 03:32 Bahrain gibt Sirenenalarm - Bevölkerung soll Schutz suchen +++
Das Innenministerium von Bahrain gibt Sirenenalarm. Die Bevölkerung solle Ruhe bewahren und Schutz am nächstgelegenen sicheren Ort suchen.
+++ 02:42 Iranische Medien: Revolutionsgarden greifen 5. US-Flotte an +++
Die iranischen Revolutionsgarden greifen Medienberichten aus dem Iran zufolge das Hauptquartier der 5. US-Flotte sowie einen Luftwaffenstützpunkt in der Region mit Raketen und Drohnen an. "Die Gefährdung der Sicherheit in der Straße von Hormus wird das US-Militär teuer zu stehen kommen", zitieren iranische Medien die Revolutionsgarden. Zudem feuere die Marine der Revolutionsgarden Raketen auf ein Schiff namens "Panaya" ab. Die Angriffe seien eine Reaktion auf US-Angriffe gegen einen Kommunikationsturm südlich der Insel Qeschm sowie gegen einen iranischen Tanker nahe der Meerenge.
+++ 01:35 Wadephul verspricht starken Einsatz für Völkerrecht +++
Außenminister Johann Wadephul versucht kurz vor der erwarteten Zitterpartie bei der Wahl Deutschlands für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat, Zweifel am deutschen Einsatz für das Völkerrecht zu zerstreuen. "Wir haben immer das Völkerrecht klar verteidigt und werden das auch in Zukunft mit großer Konsequenz machen", sagt der CDU-Politiker am Rande eines Besuches bei den Vereinten Nationen in New York. Er sei fest überzeugt, dass Deutschland sowohl den Sicherheitsrat als auch die UN "insgesamt stärker und handlungsfähiger machen kann".
+++ 01:08 US-Militär feuert Rakete auf Tanker vor iranischer Insel Kharg +++
Das US-Militär hat im Persischen Golf nach eigenen Angaben einen unbeladenen Öltanker mit einer Rakete angegriffen und damit außer Gefecht gesetzt. Das Schiff habe versucht, einen iranischen Hafen anzulaufen und sei daher vor der für Teherans Ölexport wichtigen Insel Kharg getroffen worden, teilt das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) auf X mit. Die USA hatten am 13. April mit einer Blockade des gesamten Schiffsverkehrs begonnen, der in iranische Häfen ein- und ausläuft.
+++ 00:29 Agentur: Explosionen nahe iranischer Insel zu hören +++
In der Nähe der iranischen Insel Qeschm sind Explosionen zu hören. Das meldet die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf örtliche Insider und Anwohner.
+++ 23:25 Vier Ärzte, 27 Krankenpfleger: Libanon berichtet von verheerendem Angriff aus Israel +++
Bei einem israelischen Angriff nahe einem Krankenhaus in der Stadt Tyrus im Süden des Libanon sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums vier Menschen getötet worden. Bei dem Angriff nahe dem Krankenhaus Dschabal Amel seien zudem 127 weitere Menschen verletzt worden, darunter 39 Mitarbeiter der Klinik, teilt das Ministerium mit. Unter den verletzten Mitarbeitern befinden sich nach Angaben des Ministeriums vier Ärzte, 27 Krankenpfleger und acht Verwaltungsangestellte. "Vier von ihnen befinden sich in einem kritischen Zustand und werden auf der Intensivstation behandelt." Der Angriff habe außerdem "schwere und weitreichende Schäden auf den verschiedenen Stockwerken, in den Abteilungen und auf dem Parkplatz des Krankenhauses verursacht", heißt es weiter.
+++ 21:57 Trump bekräftigt erneut: Gespräche mit Iran finden statt +++
Wie auch schon am Tag zuvor bekräftigt US-Präsident Donald Trump ungeachtet gegenteiliger Aussagen aus dem Iran, dass die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran zum Iran-Krieg andauern. "Fake-News-Berichte, wonach die Islamische Republik Iran und die USA vor einigen Tagen die Gespräche eingestellt hätten, sind falsch und irreführend", schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Die Gespräche zwischen uns laufen ununterbrochen weiter, auch vor vier Tagen, vor drei Tagen, vor zwei Tagen, vor einem Tag und heute." Er habe dem Iran gesagt: "Es ist an der Zeit, dass ihr auf die eine oder andere Weise einen Deal abschließt. Ihr macht das schon seit 47 Jahren, und das darf nicht länger so weitergehen." Er spielt damit auf die Revolution von 1979 an, bei der die Monarchie im Iran durch die Islamische Republik ersetzt wurde.
+++ 21:08 USA glauben, dass Modschtaba Chamenei sich zunehmend in Amtsgeschäfte einbringt +++
Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, bringt sich nach Einschätzung der USA immer mehr in die Amtsgeschäfte ein. "Es gibt Hinweise darauf, dass er sich auf einer bestimmten Ebene zunehmend engagiert, obwohl die gesamte Kommunikation schriftlich und über Dritte läuft", sagt US-Außenminister Marco Rubio vor dem Auswärtigen Ausschuss des US-Senats. Modschtaba Chamenei war nach Angaben des iranischen Regierung am ersten Tag der Angriffe der USA und Israels am 28. Februar verletzt worden, trug aber demnach nur "oberflächliche Wunden" davon. Sein Vater Ayatollah Ali Chamenei wurde dagegen getötet. Seitdem war Modschtaba Chamenei nicht mehr öffentlich aufgetreten, was Spekulationen über seinen Gesundheitszustand genährt hatte. Am 8. März wurde er zum Nachfolger seines Vaters im Amt des obersten Führers des Iran ernannt.
+++ 20:34 Satellitenbilder zeigen Bauarbeiten: Iran gräbt verschüttete Raketendepots wieder aus +++
An Irans unterirdischen Raketenbunkern herrscht reges Treiben. Mit Baggern und Muldenkippern versuchen die Mullahs, ihre Waffenlager wieder auszugraben. Auf Satellitenbildern ist zu sehen, dass die US-Angriffe nur die Eingänge verschüttet hatten. Die Bilder zeigen, wie schnell Teheran seine Feuerkraft wiederherstellt:
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