Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:18 Militärverwaltung in Luhansk: Russen "verstaatlichen" rund 150 Immobilien +++

11.05.2026, 00:01 Uhr

Im besetzten Luhansk wählen die russischen Besatzer offenbar rund 150 Gewerbeimmobilien für eine "Verstaatlichung" aus. Dies berichtet der Leiter der regionalen Militärverwaltung von Luhansk, Oleksii Kharchenko, laut Ukrinform auf Telegram. "Die Russen planen, 150 Gewerbeimmobilien in Luhansk zu 'verstaatlichen'. Nach Wohnimmobilien haben sie nun damit begonnen, auch Gewerbeimmobilien in der Stadt zu inspizieren." Bislang hätten sie etwa 150 Gebäude identifiziert, die Anzeichen dafür aufwiesen, "herrenlos" zu sein. Dazu könnten nicht nur seit Langem verlassene Immobilien gehören, sondern auch solche, deren Eigentümer seit nur drei Monaten nicht mehr erschienen seien oder bei denen die Stromrechnungen nicht bezahlt worden sei, so der Leiter der Militärverwaltung.

+++ 05:44 EU-Außenminister schauen auf ukrainische Rüstungsbranche +++

Die EU-Außenminister diskutieren heute in Brüssel über die militärische Unterstützung der Ukraine sowie eine engere Zusammenarbeit mit der ukrainischen Rüstungsindustrie. Am Nachmittag steht ein Treffen der internationalen Koalition zur Rückkehr ukrainischer Kinder an.

+++ 04:28 Selenskyj: Keine ukrainischen Angriffe, solange Russen nicht zum offenen Krieg zurückkehren +++

Die Ukraine werde von Angriffen auf russische Militärziele absehen, solange Moskau keine Massenangriffe starte, sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Während der Waffenruhe habe die Ukraine angesichts des Ausbleibens massiver russischer Angriffe auf weitreichende Aktionen verzichtet. Er fügt hinzu: "Sollten die Russen beschließen, zum offenen Krieg zurückzukehren, werden unsere Sanktionen dafür sofort und spürbar sein. Die Entfernung spielt bereits eine immer geringere Rolle - das haben wir mit unseren Langstreckenfähigkeiten bewiesen." Zugleich wirft er Russland vor, die Waffenruhe an der Front nicht zu respektieren. (Siehe Eintrag um 21:31)

+++ 02:57 Ukraine übergibt Namensliste für Gefangenenaustausch +++

Die Ukraine hat der russischen Seite im Rahmen der Vorbereitungen für einen Gefangenenaustausch eine "Liste mit 1000" Namen übergeben. Wie Ukrinform berichtet, hat das Koordinierungshauptquartier für die Behandlung von Kriegsgefangenen der russischen Seite die Namensliste übermittelt, die nach der Dauer der Gefangenschaft zusammengestellt worden sei.

+++ 01:09 Sabotage an russischer Lokomotive stört Frontnachschub +++

Die Partisanenbewegung Atesh hat Sabotageakte auf einem Eisenbahnabschnitt in der russischen Region Lipezk durchgeführt. Die Agenten hätten eine Güterzuglokomotive außer Gefecht gesetzt, die für militärische Transporte der russischen Streitkräfte eingesetzt war, berichtet Ukrinform mit Verweis auf einen Telegram-Post der Partisanen. Diese Lokomotiven dienen dem Transport von Munition, Treibstoff, Waffen und schwerem Gerät aus dem russischen Hinterland in die Kampfgebiete. Die Störung auch nur einer einzigen dieser Einheiten erschwert die Versorgung der Fronttruppen erheblich und verlangsamt den Transfer von Reserven. "Die außer Gefecht gesetzte Elektrolokomotive kann nun nicht mehr am Transport von Militäreinheiten teilnehmen, was bedeutet, dass ein weiterer Teil des Logistiksystems des Feindes gestoppt wurde", schreiben die Partisanen.

+++ 23:36 Trump: Gefangene in Belarus freigelassen - Danke Lukaschenko für seine Freundschaft +++

Russland und Belarus haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump Gefangene freigelassen. "Wir haben soeben die Freilassung von drei polnischen und zwei moldauischen Gefangenen aus belarussischer und russischer Haft erwirkt", schreibt Trump auf seiner Plattform "Truth Social". "Mein Freund, der polnische Präsident Karol Nawrocki, hat sich im vergangenen September mit mir getroffen und mich gebeten, dabei zu helfen, Andrzej Poczobut aus einem belarussischen Gefängnis freizubekommen." Dieser sei nun frei. "Die USA liefern Ergebnisse für unsere Verbündeten und Freunde. Ich danke Präsident Alexander Lukaschenko für seine Kooperation und Freundschaft. Sehr schön!" Wer die anderen Freigelassenen sind und welche Umstände zu den Freilassungen führten, teilt Trump nicht mit.

+++ 22:27 Kriegsgefangenen-Austausch: Selenskyj fordert Trump zur Umsetzung auf +++

Bei der Verkündung der Feuerpause hat US-Präsident Donald Trump auch einen Austausch von je 1000 Kriegsgefangenen beider Seiten angekündigt - wann das passiert, ist bisher allerdings unklar. "Wir erwarten, dass die amerikanische Seite aktiv ist, um für die Umsetzung dieser Vereinbarung zu sorgen", sagt Selenskyj am Sonntagabend.

+++ 21:56 Belgien will Ukraine komplette F-16-Kampfjet-Flotte überlassen +++

Das belgische Verteidigungsministerium will bis 2029 insgesamt 53 F-16-Kampfjets an die Ukraine übergeben, berichten das Nachrichtenmagazin "Le Vif" und die Tageszeitung "Le Soir" übereinstimmend. Der Großteil der Lieferungen solle dabei im letzten Jahr der aktuellen belgischen Legislaturperiode erfolgen. Grundlage hierfür sei ein vor zwei Jahren geschlossenes Sicherheitsabkommen, das unter anderem die Bereitstellung belgischer Jagdbomber plane. Die Übergabe sei jedoch an den Erhalt neuer F-35-Maschinen gekoppelt, welche die F-16-Kampfjets in Belgien schrittweise ersetzen sollen.

+++ 21:31 Selenskyj beklagt brüchige Waffenruhe: Russland "versucht es nicht einmal" +++

Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig die Verletzung der zuvor ausgerufenen dreitägigen Waffenruhe vor. "Die Russen setzen die Angriffe in für sie wichtigen Gebieten fort", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videoansprache. "An der Front respektiert die russische Armee die Waffenruhe nicht und versucht es nicht einmal." Das russische Verteidigungsministerium beschuldigt dagegen die Ukraine, binnen 24 Stunden 16.071 Verletzungen der Waffenruhe begangen zu haben - darunter zahlreiche Drohnenangriffe.

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