Politik

Krise treibt Athener auf die Straße 13.000 haben keine Wohnung

30691902.jpg

Eine Obdachlose liegt vor dem griechischen Parlament in Athen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Durch die Krise in Griechenland hat sich die das Problem der Obdachlosigkeit stark verstärkt. Während früher Einwanderer und Drogenabhängige auf der Straße lebten, sind es nun auch viele Menschen, die einfach ihre Arbeit verloren haben.

In Athen leben rund 13.000 Obdachlose. Etwa 11.500 Menschen hielten sich zumeist auf engem Raum in verfallenen Wohnungen im Zentrum der griechischen Hauptstadt auf, heißt es in einem Bericht der Nichtregierungsorganisation (NGO) Praksis. Rund 1500 Menschen, die zumeist arbeitslos oder drogenabhängig seien, lebten auf der Straße.

Seit der Krise habe sich das Profil der Obdachlosen verändert, sagte der Vorsitzende von Praksis, Tzanetos Antypas. Früher seien es vor allem junge Einwanderer und Drogenabhängige gewesen, heute seien zahlreiche Männer zwischen 40 und 55 Jahren betroffen, die ihre Arbeit verloren hätten oder nicht mehr in der Lage seien, ihre Miete zu zahlen und ihre Familien zu ernähren.

In Griechenland gibt es keine offizielle Statistik zur Zahl der Obdachlosen. Bei den Angaben würde daher "manchmal übertrieben", sagte Antypas mit Blick auf eine kürzlich veröffentlichte Zahl von 25.000 Obdachlosen in Athen. Seine Organisation unterhält in Griechenland zwei Hilfszentren für Obdachlose und Migranten sowie eines für Kinder, die Opfer von Menschenhändlern wurden. Mit Spendengeldern eines griechischen Reeders sollen in diesem Jahr drei weitere Zentren für Obdachlose eröffnet werden.

Quelle: ntv.de