Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 07:05 Italien unterstützt ukrainische Wärmeversorgung +++

29.01.2026, 00:01 Uhr

Die Ukraine hat von Italien gelieferte Industriekesselanlagen an Gemeinden in zehn Regionen verteilt. Dies ist Teil eines Hilfsprogramms zur Stärkung der Heizungsinfrastruktur des Landes, wie der stellvertretende Ministerpräsident Oleksij Kuleba mitteilt. Die Lieferung umfasse 78 modulare Warmwasserboiler mit einer Gesamtleistung von mehr als 112 Megawatt sowie Brenner, Komponenten und Hilfssysteme im Wert von schätzungsweise 1,86 Millionen Euro. Laut Kuleba können die Anlagen als Wärmequelle für Krankenhäuser, Schulen, Verwaltungsgebäude, kritische Infrastruktureinrichtungen und kommunale Fernwärmesysteme genutzt werden, insbesondere in Regionen, die von Schäden an städtischen Netzen betroffen sind. "Die Heizkessel sind für beschädigte städtische Netze, Krankenhäuser und Gemeinden bestimmt, die wichtige Dienstleistungen erbringen", sagt der italienische Botschafter in der Ukraine, Carlo Formosa. Diese humanitäre Initiative könne eine ausreichende Heizleistung für etwa 90.000 Haushalte oder ein Stadtzentrum mit 250.000 Einwohnern bereitstellen.

+++ 06:35 Noch keine Bestätigung aus Moskau zu begrenzter Feuerpause +++

Kommt es zu einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten begrenzten Waffenruhe für die Ukraine? Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj äußert sich zurückhaltend dazu. Er dankte zunächst den USA für die Bemühungen, ein Moratorium für russische Angriffe auf Energieanlagen zu erreichen. "Die Lage in den kommenden Tagen, die tatsächliche Situation in unseren Energieanlagen und Städten" werde zeigen, ob es eine solche Waffenruhe tatsächlich geben werde, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Trump hatte erklärt, dass er Kremlchef Wladimir Putin bei einem Telefonat wegen der enormen Kälte in der Ukraine gebeten habe, eine Woche lang auf Schläge gegen Städte und Energieanlagen im Nachbarland zu verzichten. Putin habe dieser Bitte zugestimmt, sagte Trump. Er sagte dabei nicht, ab wann dieser Verzicht gelten soll - aus Moskau selbst gab es keine offizielle Bestätigung dafür. In der Nacht gab es keine Berichte über größere Luftangriffe auf ukrainische Städte.

+++ 06:05 EU bereitet neues Sanktionspaket gegen Russland vor +++

Die Europäische Union will am 24. Februar, dem vierten Jahrestag der Invasion Russlands in der Ukraine, das 20. Sanktionspaket gegen Moskau verhängen. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte gegenüber Reportern, dass eine Einigung über das Sanktionspaket trotz laufender Gespräche mit den EU-Ländern noch nicht erzielt worden sei, wie "Kyiv Independent" berichtet. "Die Länder schlagen unterschiedliche Dinge vor (...), die Arbeit ist noch im Gange", sagte Kallas und fügte ohne nähere Angaben hinzu, dass die Vorschläge ein "vollständiges Verbot von Seeverkehrsdiensten" sowie zusätzliche Sanktionen gegen russische Energie und Düngemittel beinhalten. Bei den "Seeverkehrsdiensten" dürfte es sich um Schritte gegen die sogenannte Schattenflotte von russischen Öltankern handeln.

+++ 01:33 Merz verurteilt "brutale Zerstörung ziviler Infrastruktur" +++

Bundeskanzler Friedrich Merz prangert in einem Telefonat mit Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj die anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes an. Merz habe "die fortdauernde systematische und brutale Zerstörung ziviler ukrainischer Energieinfrastruktur durch russische Angriffe auf das Schärfste" kritisiert, erklärt die Bundesregierung im Anschluss an das Gespräch am Donnerstagabend. Merz wie Selenskyj hätten die derzeit laufenden Bemühungen um eine Feuerpause in der Ukraine begrüßt und stünden hierzu "in engstem Kontakt". Direktverhandlungen von USA, Ukraine und Russland in Abu Dhabi sollen im Laufe der Woche fortgesetzt werden.

+++ 22:25 Selenskyj: Erwarten, dass die Feuerpause umgesetzt wird +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet mit der Umsetzung der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Aussetzung der Angriffe auf Kiew und andere Großstädte. "Wir erwarten, dass die Vereinbarungen umgesetzt werden", schreibt Selenskyj auf X. Dies sei auch bei den Verhandlungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten Thema gewesen. Deeskalierungen trügen zu Fortschritten zur Beendigung des Krieges bei, heißt es in dem Beitrag weiter.

+++ 21:51 Russlandsanktionen umgangen? Fahnder durchsuchen Fabrik in NRW +++

Wegen des Verdachts auf Verletzung des Exportverbots nach Russland haben Zollfahnder Geschäftsräume des Maschinenherstellers Köppern aus Hattingen durchsucht. Es geht um mögliche Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz: Anlagenteile sollen über Usbekistan nach Russland geliefert worden sein, was wegen der EU-Sanktionen als Reaktion auf den Ukraine-Krieg verboten ist. Die Maschinenfabrik Köppern GmbH & Co. KG teilt mit, dass sie mit den Ermittlungsbehörden kooperiere. Die Einhaltung von Ausfuhrvorgaben sei dem Unternehmen sehr wichtig. Unternehmensintern lägen bislang keine Anhaltspunkte für Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz vor, hieß es von dem 1898 gegründeten Familienunternehmen.

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