Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 17:33 Irans Außenminister erneut in Pakistan eingetroffen +++

26.04.2026, 17:33 Uhr

Einen Tag nach seiner Abreise aus Islambad ist der iranische Außenminister Abbas Araghtschi laut Staatsmedien in die Hauptstadt Pakistans zurückgekehrt, das in den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs vermittelt. Laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna traf Araghtschi am frühen Sonntagabend (Ortszeit) nach einem Kurzbesuch im Oman wieder in Pakistan ein.

+++ 16:55 Trump spricht mit Starmer über Öffnung der Straße von Hormus +++

Der britische Premierminister Keir Starmer und US-Präsident Donald Trump sprechen über die Blockade der Straße von Hormus. Der Schiffsverkehr müsse angesichts gravierender Folgen für die Weltwirtschaft und steigender Lebenshaltungskosten dringend wieder in Gang kommen, erklärt ein Sprecher der Downing Street nach deren Telefonat - ohne konkrete Maßnahmen zu nennen. Zeitgleich meldet der iranische Außenminister Araghchi, dass er mit dem Premierminister von Katar über "diplomatische Bemühungen" zur Beendigung des Krieges gesprochen habe.

+++ 16:03 Israelische Armee greift erneut im Südlibanon an +++

Die israelische Armee hat laut libanesischen Medienberichten erneut mehrere Ziele im Südlibanon angegriffen. Unter anderem hätten Kampfflugzeuge am Sonntag einen Angriff in Kfar Tibnit ausgeführt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. In Sautar al-Scharkijah habe eine israelische Drohne ein Motorrad getroffen. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu sagt, die "Verstöße" der Hisbollah hebelten die Waffenruhe aus. Israel werde "energisch" gegen die Miliz vorgehen (siehe auch Eintrag um 13:16 Uhr).

+++ 15:16 Netanjahu-Prozess: Präsident will außergerichtliche Einigung +++

Im Korruptionsverfahren gegen Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu plädiert der Staatspräsident Izchak Herzog für eine außergerichtliche Einigung. Dies teilt ein Sprecher Herzogs als Reaktion auf einen Bericht der "New York Times" mit, demzufolge der Präsident entschieden habe, Netanjahu derzeit keine Begnadigung zu gewähren und stattdessen eine Einigung anzustreben. Angeklagt ist der Regierungschef wegen Betrugs, Untreue und Bestechlichkeit.

+++ 14:20 Militärexperte Thiele warnt: Iran-Konflikt kann jederzeit explodieren +++

Mehr US-Kriegsschiffe, Drohungen aus Teheran, wachsender Druck auf beide Seiten: Für Militärexperte Ralph Thiele ist die Lage am Golf brandgefährlich. Besonders die Straße von Hormus könne zur Zündschnur werden und Lieferketten weltweit bedrohen.

+++ 13:16 Hisbollah bekennt sich zu Angriff auf israelische Soldaten im Libanon +++

Trotz der jüngst erneuerten Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon erklärt die Hisbollah, sie habe eine Drohne eingesetzt, um eine Gruppe israelischer Soldaten in der südlichen Stadt Taybeh anzugreifen. Sie habe der Armee demnach Verluste zugefügt. Taybeh liegt rund zwölf Kilometer nordöstlich von Ramallah im zentralen Westjordanland. Während das Umland überwiegend muslimisch geprägt ist, bekennen sich in Taybeh nahezu alle Einwohner zum christlichen Glauben.

+++ 12:37 Blufarb: "Mehr als Hälfte der Israelis würde Netanjahu wiederwählen" +++

Trotz Eskalation im Libanon und wachsender Angst vor einem Mehrfrontenkrieg unterstützen viele Israelis weiter den harten Kurs der Netanjahu-Regierung. ntv-Korrespondentin Raschel Blufarb berichtet aus Tel Aviv über die Stimmung im Land.

+++ 11:55 Iran vollstreckt weiteres Todesurteil +++

Im Iran ist ein weiteres Todesurteil vollstreckt worden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim wurde am Morgen ein Mann erhängt. Er wurde demnach zuvor unter anderem wegen angeblicher Mitgliedschaft in der sunnitischen Rebellengruppe Dschaisch al-Adl und für Anschläge auf Streitkräfte verurteilt.

+++ 11:12 Israel kündigt im Südlibanon mit Flugblättern neue Militäroperation an +++

Das israelische Militär wirft im Bezirk Tyros im Südlibanon Flugblätter ab, zeigen Videoaufnahmen bei X. Die Armee warnt damit die Bewohner mehrerer Dörfer vor einer anstehenden Militäroperation. Israel wolle sich gegen "die andauernden terroristischen Aktivitäten" der Hisbollah wehren. Die Flugblätter untersagen den Bewohnern, sich unter anderem dem Gebiet des Litani-Flusses, dem Salhani-Tal und Al-Salqouqi zu nähern.

+++ 10:18 Energiekrise: DIW-Ökonom Fratzscher fordert ab sofort autofreie Sonntage +++

DIW-Präsident Marcel Fratzscher spricht sich angesichts der Energiekrise infolge des Iran-Krieges für autofreie Sonntage wie in den Siebzigerjahren aus. "Wir brauchen autofreie Sonntage und ein Tempolimit - auch jetzt schon, nicht erst, wenn es sich weiter zuspitzt", sagt Fratzscher gegenüber T-Online. "Das klingt sehr kontrovers. Aber was viele nicht verstehen: Wir haben im Augenblick weltweit zehn bis fünfzehn Prozent weniger Öl und Gas", mahnt der Ökonom.

DeutschlandAktuelle Spritpreis-Entwicklung

+++ 09:23 Trump: Niemand weiß, wer bei iranischer Führung das Sagen hat +++

Ob und wann eine neue Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran stattfindet, ist unklar. Trump sagt mit Blick auf die Islamische Republik, es gebe "innerhalb ihrer Führung enorme interne Streitigkeiten und Verwirrung". Niemand wisse, wer das Sagen habe, "nicht einmal sie selbst".

+++ 08:45 US-Präsident Trump: Glaube nicht, dass der Iran-Krieg das Motiv des Schützen war +++

Mit einer Schrotflinte bewaffnet will ein Angreifer ein Gala-Dinner in Washington stürmen - und wird nahe des US-Präsidenten gestoppt. Das Motiv der Tat ist bisher unklar. Danach gefragt, ob Trump einen Zusammenhang mit dem Iran-Krieg sehe, sagte der US-Präsident: "Ich glaube es nicht. Aber man kann es nie wissen." Am Montag soll der Schütze einem Richter vorgeführt werden.

+++ 06:37 Nouripour reist für Gespräche in den Nahen Osten +++

Angesichts der Energiekrise infolge des Iran-Kriegs reist Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour nach Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate. Der Grünen-Politiker Nouripour sei in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad eingetroffen, teilte sein Büro am Sonntag mit. Auf seiner Reise wolle er sich "über die Lage in der Region und insbesondere über die Sicherheit der Golfstaaten und die Auswirkungen auf den weltweiten Öl- und Energiemarkt informieren". Laut der Mitteilung soll auch der Stand der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA Thema bei Nouripours Gesprächen sein. In Riad steht demnach ein Treffen des iranisch-stämmigen Grünen-Politikers mit dem saudi-arabischen Außenminister Adel Al-Dschubeir auf dem Programm.

+++ 05:42 Pakistans Regierungschef: Schwer schockiert von Schüssen in Washington +++

Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif zeigt sich auf der Plattform X erleichtert, dass US-Präsident Donald Trump bei den Schüssen im Washingtoner Hilton-Hotel unverletzt geblieben ist. Kurz zuvor hatte Trump neue Gespräche zwischen Iran und den USA in Islamabad platzen lassen.

+++ 05:23 US-Armee: Dritter US-Flugzeugträger im Nahen Osten einsatzbereit +++

Das US-Militär bündelt seine Kapazitäten in der Golfregion. Auch der Flugzeugträger "USS George H.W. Bush" befindet sich nach US-Angaben mittlerweile im Zuständigkeitsbereich des US-Regionalkommandos Centcom. Es ist demnach das erste Mal seit 2003, dass drei US-Flugzeugträger gleichzeitig im Nahen Osten eingesetzt werden. Die Schiffe umfassten über 200 Flugzeuge und 15.000 Matrosen und Marineinfanteristen.

+++ 01:21 US-Militär fängt Schiff der iranischen "Schattenflotte" ab +++

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen mit Sanktionen belegten Frachter der iranischen "Schattenflotte" abgefangen. Das Schiff sei im Arabischen Meer von einem Helikopter des Zerstörers "USS Pinckney" gestoppt worden und werde zurück in Richtung Iran eskortiert, teilt das US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Das abgefangene Schiff, die "M/V Sevan", gehört demnach zu den 19 Frachtern, die am Freitag mit Sanktionen des US-Finanzministeriums belegt wurden. Die Sanktionen zielen auf die sogenannte Schattenflotte des Irans ab, die nach US-Angaben von zentraler Bedeutung für Teherans Einnahmen aus dem Öl- und Gasexport ist.

+++ 23:39 Irans Außenminister reist erneut nach Pakistan +++

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi wird einem Medienbericht zufolge nach seinem Aufenthalt im Oman voraussichtlich erneut das Vermittlerland Pakistan besuchen. Danach werde er nach Russland weiterreisen, meldet die iranische Nachrichtenagentur Mehr. Mitglieder von Araghtschis Delegation seien nach Teheran zurückgekehrt, um "die notwendigen Anweisungen zu Themen im Zusammenhang mit einer Beendigung des Krieges" entgegenzunehmen, meldet die Nachrichtenagentur Irna. Anschließend sollten sie am Sonntagabend in Islamabad erneut mit Araghtschi zusammentreffen.

+++ 22:23 Pakistans Premier Sharif lobt Telefongespräch mit Irans Präsident Pezeshkian +++

Der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif bezeichnet ein Telefongespräch mit dem iranischen Präsident Masoud Pezeshkian über die Lage in der Region als "herzlich und konstruktiv". Er wisse, "das anhaltende Engagement des Iran zu schätzen, einschließlich der hochrangigen Delegation unter der Leitung von Außenminister Abbas Araghchi, die nach Islamabad gereist ist und die ich heute früh kennenlernen durfte", schreibt Sharif bei X. Der Premierminister Pakistans hebt zudem hervor, dass sein Land mit der Unterstützung von Freunden und Partnern weiterhin entschlossen sei, "als ehrlicher und aufrichtiger Vermittler zu fungieren und unermüdlich daran zu arbeiten, "dauerhaften Frieden und beständige Stabilität in der Region zu fördern."

+++ 21:50 Irans Präsident ruft Bevölkerung zum Stromsparen auf +++

Der iranische Präsident Massud Peseschkian ruft die Bevölkerung angesichts massiver Versorgungsengpässe zum Stromsparen auf. Laut der Nachrichtenagentur Mehr sagt Peseschkian, der Konsum müsse eingeschränkt werden. "Zu Hause sollten statt zehn Lampen nur zwei eingeschaltet sein - was spricht dagegen?" Peseschkian begründet die Krise primär mit militärischen Angriffen der USA und Israels auf die nationale Infrastruktur sowie einer "Belagerung". Damit bezieht er sich auf die US-Blockade iranischer Häfen. Eine unabhängige Schadensbilanz zu den behaupteten Treffern an Energieanlagen liegt jedoch bisher nicht vor.

+++ 21:07 Israel weist Armee zu massiven Angriffen auf Hisbollah im Libanon an +++

Die israelische Regierung weist das Militär an, Ziele der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz im Libanon massiv anzugreifen. Weitere Details werden in einer Mitteilung des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nicht genannt. Zuvor wurden nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur vier Menschen bei israelischen Angriffen im Südlibanon getötet. Die israelische Armee meldet ihrerseits Raketenbeschuss der Hisbollah auf Israel. Die anhaltenden Gefechte stellen die Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien auf die Probe.

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