Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:20 Streit um beschlagnahmte Geldtransporter: Kiew bestellt ungarischen Botschafter ein +++

09.03.2026, 00:01 Uhr

Im Streit mit der ungarischen Regierung um zwei beschlagnahmte Geldtransporter und mehrere Ukrainer hat das Außenministerium in Kiew den ungarischen Botschafter in der Ukraine, Antal Heizer, einbestellt. Das teilt das ukrainische Außenministerium am Abend mit. Demnach beschuldigt Kiew Budapest eines schwerwiegenden Verstoßes gegen seine völkerrechtlichen Verpflichtungen im Umgang mit den sieben festgehaltenen Mitarbeitern der staatlichen ukrainischen Oschadbank. Zwischen Ungarn und der Ukraine gibt es seit Wochen bereits Streit um die Druschba-Pipeline. Nach ukrainischen Angaben wurde die Öl-Pipeline bei russischen Angriffen beschädigt, Budapest äußerte Zweifel an der Darstellung und verlangt, dass wieder russisches Öl auf dem Weg geliefert wird.

+++ 22:07 Kreml: Trump und Putin haben über Ukraine-Krieg telefoniert +++

US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin haben nach Angaben aus Moskau über den Iran-Krieg und den Ukraine-Krieg gesprochen. Das Telefonat habe eine Stunde gedauert und sei sachlich, offen und konstruktiv gewesen, teilt Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow in einem vom Kreml veröffentlichten Kommentar mit. Trump habe angerufen. Aus den USA gab es zu dem Telefonat zunächst keine Informationen. Der US-Präsident habe erneut sein Interesse ausgedrückt, den Ukraine-Krieg so schnell wie möglich zu beenden, hieß es in der Mitteilung. Russland habe die Vermittlungsbemühungen von Trump und seinem Team positiv bewertet und eine Beurteilung der derzeitigen Lage an der Front gegeben. Russland rücke dort "äußerst erfolgreich" vor, sagte Uschakow. Die russische Armee arbeitet sich in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg Beobachtern zufolge langsam vor und erleidet hohe Verluste.

+++ 21:46 Russisches Gericht verurteilt drei Asow-Kämpfer zu langen Haftstrafen +++

Ein russisches Gericht hat drei ukrainische Kriegsgefangene der Asow-Brigade wegen Terrorismusvorwürfen zu langen Haftstrafen verurteilt. Das Militärgericht des Südlichen Bezirks in Rostow am Don verkündete die Urteile, wie das russische Exilmedium "Mediazona" unter Berufung auf den Pressedienst des Gerichts berichtet. Ihor Schtscherbonos, Serhij Schtschepkiw und Artem Domschenko wurden demnach die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und die Teilnahme an einer terroristischen Ausbildung vorgeworfen. Diese Anklagepunkte werden dem Bericht zufolge häufig gegen Ukrainer erhoben, die in Einheiten der Asow-Brigade gedient haben. Domschenko sei zu 18 Jahren Haft, Schtscherbonos zu 18,5 Jahren und Schtschepkiw zu 29 Jahren verurteilt worden.

+++ 20:58 Insider: Trump erwägt Lockerung von Sanktionen gegen russisches Öl +++

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt laut drei Insidern eine weitere Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl, um den Anstieg der weltweiten Energiepreise zu dämpfen. Das Schritt könnte die Bemühungen westlicher Länder erschweren, Moskau die Einnahmen für seinen Krieg in der Ukraine zu entziehen. Am Ölmarkt gibt der Preis nach Bekanntwerden der Nachricht um rund zehn Prozent nach.

+++ 20:19 Niederländische Geheimdienste warnen vor russischen Hacker-Attacken auf Signal und WhatsApp +++

Niederländische Geheimdienste warnen vor einer neuen groß angelegten globalen Cyberkampagne russischer Staatshacker. Wie der niederländische Militärgeheimdienst (MIVD) und der AIVD mitteilen, zielt die organisierte Attacke darauf ab, Zugang zu den Konten hochrangiger Beamter und Militärangehöriger auf Signal und WhatsApp zu erlangen. Demnach könnten auch andere Personen, die für die russische Regierung von Interesse sind, wie beispielsweise Journalistinnen und Journalisten, betroffen sein. Bemerkenswert sei, dass die Kampagne nicht auf hochentwickelter Schadsoftware basiert. Stattdessen versuchten die Angreifer, die Opfer zur Preisgabe ihrer Sicherheitscodes und PINs zu bewegen. Häufig sollen sie sich als Support-Chatbots von Messengerdiensten ausgeben.

+++ 19:37 Streit mit Kiew: Fidesz-Partei will beschlagnahmtes ukrainisches Bargeld und Gold länger einbehalten +++

Die regierende ungarische Fidesz-Partei hat vorgeschlagen, dass die Behörden die vergangene Woche in zwei ukrainischen Bankfahrzeugen beschlagnahmten Bargeld- und Goldbestände für zwei Monate bis zum Abschluss der Ermittlungen einbehalten. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf hat die Regierungspartei heute im Parlament vorgelegt, wie Reuters meldet. Am Dienstag soll darüber abgestimmt werden. Die Beziehungen zwischen Budapest und Kiew, die durch die engen Verbindungen von Ministerpräsident Viktor Orbán zu Russland ohnehin schon angespannt sind, erreichten letzte Woche einen neuen Tiefpunkt, als Ungarn sieben Ukrainer festnahm, die Bargeld und Gold im Wert von rund 82 Millionen US-Dollar transportierten. Ihnen wird Geldwäsche vorgeworfen. Die Ukraine wirft Ungarn Diebstahl vor.

+++ 18:50 Selenskyj: Iran-Krieg verzögert Friedensgespräche zur Ukraine weiter +++

Aufgrund des Iran-Krieges ist eine weitere Verhandlungsrunde zu einer Friedenslösung in der Ukraine verschoben worden. "Derzeit liegt der Schwerpunkt der Partner und die ganze Aufmerksamkeit auf der Situation um den Iran", schreibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einer Beratung mit dem ukrainischen Verhandlungsteam auf sozialen Netzwerken. Die Verschiebung sei auf Vorschlag der US-amerikanischen Seite erfolgt. "Doch ist die Ukraine bereit zu Treffen in jedem Moment und in jedem Format", fügte Selenskyj hinzu. Zuvor hatte das ukrainische Präsidentenbüro Presseberichte über ein mögliches Treffen in Istanbul (Türkei) am Mittwoch dementiert. Davor waren in der vergangenen Woche geplante Gespräche zwischen Russland und der Ukraine mit US-Vermittlung in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) aufgrund der Sicherheitslage verschoben worden. 

+++ 18:11 Putin: Russische Konzerne sollen Energie-Krise nutzen +++

Russlands Präsident Wladimir Putin ruft die heimische Industrie auf, die Eskalation im Nahen Osten für sich zu nutzen. Die Öllieferungen durch die Straße von Hormus könnten bereits im kommenden Monat vollständig zum Erliegen kommen, sagte Putin der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Er sprach von einer weltweiten Energiekrise. Allerdings dürfte der Preisanstieg von kurzer Dauer sein. Russland sei bereit, auch wieder mit europäischen Abnehmern zusammenzuarbeiten, sagte Putin weiter. Voraussetzung sei jedoch eine Rückkehr zu einer langfristigen und entpolitisierten Kooperation.

+++ 17:43 General Syrskyj bestätigt Geländegewinne der ukrainischen Truppen an südlicher Frontlinie +++

Die ukrainischen Streitkräfte setzen nach eigenen Angaben ihre Gegenoffensive an der südlichen Frontlinie fort. Das erklärte General Oleksandr Syrskyj in einer Mitteilung bei Facebook Bereits seit Wochen gibt es Berichte über ukrainische Gegenangriffe in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk. Laut Syrskyj eroberte eine einzige Hauptangriffsgruppe der Luftlandetruppen bereits 285,6 Quadratkilometer zurück. "Zum ersten Mal seit 2024, als wir die Offensive bei Kursk durchführten, haben unsere Truppen innerhalb eines Monats ein größeres Gebiet ukrainischen Territoriums zurückerobert, als der Feind im selben Zeitraum eingenommen hat", schreibt Syrskyj. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte sich bereits gestern zu ukrainischen Geländegewinnen an der südlichen Frontlinie geäußert.

+++ 17:02 Kiew wirft Budapest Misshandlung festgenommener Bankmitarbeiter vor +++

Die Ukraine hat Ungarn vorgeworfen, die Rechte von sieben vorübergehend festgenommenen ukrainischen Bankmitarbeitern massiv verletzt zu haben. Das ukrainische Außenministerium teilt mit, es habe Aussagen von den inzwischen freigelassenen Bankmitarbeitern erhalten, wonach sie während ihrer Haft misshandelt wurden. Die Festgenommenen seien "psychischem und physischem Druck" ausgesetzt gewesen, heiß es weiter. Die sieben Mitarbeiter der staatlichen ukrainischen Oschadbank waren am Donnerstag in Ungarn festgenommen worden, als sie Bargeld aus Österreich in die Ukraine transportierten. Budapest gab an, die Bankmitarbeiter im Rahmen von Ermittlungen wegen Geldwäsche-Verdachts festgenommen zu haben.

+++ 16:21 Russisches Waffenlager explodiert direkt neben Wohngebiet +++

Über Donezk steigt eine riesige Rauchwolke auf. Medienberichten zufolge explodiert ein russisches Waffenlager im Zuge einer groß angelegten ukrainischen Operation, die der Generalstab inzwischen bestätigt hat. Das Waffenlager befindet sich direkt neben Wohngebieten, Anwohnerinnen und Anwohner berichten von reihenweisen Detonationen und umherfliegender Munition.

+++ 15:47 Generalstab bestätigt ukrainische Angriffe auf russische Stellungen auf der Krim +++

Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte hat Angriffe auf russische Stellungen auf der vorübergehend besetzten Krim und anderen vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine bestätigt. Das teilt der Generalstab bei Facebook mit. Demnach griffen Einheiten der ukrainischen Streitkräfte am Sonntag und in der Nacht zu Montag Luftverteidigungssysteme, Kommando- und Beobachtungsposten sowie Bereiche an, in denen russische Truppen stationiert sind.

+++ 14:53 Selenskyj: Elf Staaten haben Kiew um Hilfe bei Abwehr iranischer Drohnen gebeten +++

Im Zuge des Iran-Krieges haben nach ukrainischen Angaben bislang elf Länder die Hilfe Kiews bei der Abwehr von Drohnen angefragt. Dabei handele es sich um Nachbarländer des Iran, um europäische Staaten und die USA, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Es besteht ein klares Interesse an den Erfahrungen der Ukraine beim Schutz von Menschenleben, an Abfangsystemen, Systemen zur elektronischen Kriegsführung und bezüglich der Ausbildung", führte Selenskyj weiter aus. Die Ukraine hat nach eigener Darstellung im Zuge des russischen Angriffskrieges große Fähigkeiten zur Abwehr von Drohnen der Bauart iranischer Schahed-Modelle aufgebaut, die Russland fast täglich für Angriffe in der Ukraine nutzt. Kiew hat eine Reihe von Abfangdrohnen entwickelt.

+++ 14:01 Nach Wiedereinführung der Wehrpflicht: Erste Einberufene treten Militärdienst in Kroatien an +++

In Kroatien sind nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht die ersten Rekruten seit fast zwei Jahrzehnten zum Dienst in der Kaserne angetreten. Rund 800 junge Menschen, in der Mehrheit Freiwillige, haben an drei Standorten ihre militärische Grundausbildung begonnen. Unter ihnen waren 82 Frauen. Sobald die Rekruten ihre Ausbildung abgeschlossen haben, werden sie Teil der Reserve der kroatischen Streitkräfte. Die Einberufung soll schrittweise ausgeweitet werden, schließlich sollen jährlich 19.000 junge Menschen ihre militärische Grundausbildung durchlaufen. Das kroatische Parlament hatte im vergangenen Oktober vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs die Wiedereinführung des Wehrdienstes besiegelt. Kroatien ist der erste frühere Teilstaat Jugoslawiens, der verpflichtenden Militärdienst wiedereinführt. Das benachbarte Serbien plant dies jedoch ebenfalls. Der Balkanstaat hatte die Wehrpflicht 2008 abgeschafft und stattdessen auf eine reine Berufsarmee gesetzt. 2009 trat das Land mit 3,8 Millionen Einwohnern der Nato bei, seit 2013 ist es in der EU.

+++ 13:45 Orban fordert Aufhebung der EU-Sanktionen gegen russisches Öl und Gas +++

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat laut seines Regierungssprechers Zoltan Kovacs die Europäische Kommission aufgefordert, die gegen russische Energieressourcen verhängten Sanktionen aufzuheben. Orban behauptet demnach, die steigenden Kraftstoffpreise in Ungarn seien nicht nur auf den Krieg im Nahen Osten, sondern auch auf die angebliche Blockade russischer Öllieferungen durch die Ukraine mittels der Druschba-Pipeline zurückzuführen. Er bezeichnete den Stopp des russischen Öltransits zudem als Bedrohung nicht nur für Ungarn, sondern angeblich für die gesamte Europäische Union. "Die ukrainische Ölblockade und der Nahostkrieg treiben die Preise in die Höhe. Europa muss der Realität ins Auge sehen: Wir müssen alle Sanktionen gegen russische Energieunternehmen überprüfen und aufheben. Ich habe dies der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, vorgeschlagen und eine Dringlichkeitssitzung der Regierung einberufen, um ungarische Familien zu schützen", zitiert Kovacs Orban in einem Beitrag bei X.

+++ 13:12 Niederländische Geheimdienste beschuldigen Russland der Hackerangriffe auf Politiker +++

Russische Hacker haben laut einem Medienbericht eine Angriffswelle auf Politiker über die Messengerdienste Signal und WhatsApp gestartet. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf eine Einschätzung niederländischer Geheimdienste. Demnach versuchen russische staatliche Akteure weltweit in großem Umfang, Signal- und WhatsApp-Konten von Würdenträgern, Beamten und Militärangehörigen zu kompromittieren. Der Bericht bezieht sich auf ein vorliegendes Papier des Militärgeheimdiensts MIVD und des zivilen AIVD. Zu den Opfern der Kampagne sollen unter anderem niederländische Regierungsmitarbeiter gehören. Zudem sei es wahrscheinlich, dass auch andere Personen von Interesse zu den Zielen der Kampagne gehören, etwa Journalisten. Den Hackern sei es vermutlich gelungen, sich Zugang zu sensiblen Informationen zu verschaffen, heißt es weiter in dem Bericht mit Verweis auf die Nachrichtenagentur Reuters, die aus einer Erklärung der Dienste zitiert. Mit der Einschätzung der niederländischen Dienste sei die aktuelle Phishing-Welle auf Messengerdiensten erstmals öffentlich Russland zugeschrieben worden. Das Bundesamt für Informationstechnik (BSI) hatte laut "Spiegel" bereits vor rund einem Monat vor entsprechenden Angriffen auf Signal gewarnt und "wahrscheinlich staatlich gesteuerte Cyberakteure" dahinter vermutet, ohne diese genauer zu benennen.

+++ 12:40 Ukraine zerstört Radarstationen auf der Krim +++

Einheiten der mittleren Stoßgruppe der Spezialeinsatzkräfte (SOF) der Streitkräfte der Ukraine haben eigenen Angaben zufolge Präzisionsschläge auf vier Radarstationen auf der von Russland besetzten Krim ausgeführt. Zudem wurde ein russischer Militärkommandoposten in der Region Donezk angegriffen, berichtet Ukrinform unter Berufung auf einen Facebook-Post des Kommandos der SOF. "Die Zerstörung feindlicher Radarstationen schwächt die Fähigkeit des Feindes erheblich, Luftziele aufzuspüren und zu zerstören. Die Spezialeinsatzkräfte führen weiterhin asymmetrische Operationen durch, die darauf abzielen, die Fähigkeit des Feindes, Krieg gegen die Ukraine zu führen, strategisch zu schwächen", heißt es in der Mitteilung des Kommandos.

+++ 11:58 DeepState: Russen rücken in Region Saporischschja weiter vor +++

Die russischen Streitkräfte sind laut dem ukrainischen Militärblog DeepState in der Nähe der Stadt Huliaipole im Gebiet Saporischschja weiter vorgerückt. Dazu teilt der ukrainische Generalstab mit, dass es im Laufe des vergangenen Tages 19 Angriffe russischer Streitkräfte an der Huliaipole-Front gegeben habe. Die Stadt Huliaipole im Gebiet Saporischschja im Südosten des Landes soll von den Russen "fast besetzt" sein, berichtet "Ukrainska Prawda" unter Berufung auf den Kommandeur des 1. Separaten Sturmregiments, Dmytro "Perun" Filatov. Dies sei jedoch "Teil des Plans", wird Filatov zitiert, ohne genauer darauf einzugehen.

+++ 11:36 Ukraine: Russland wird Einsatz ballistischer Raketen verstärken +++

Die russischen Truppen werden bei ihren massiven Angriffen auf die Ukraine laut einer Analyse weiterhin viel häufiger ballistische Raketen einsetzen. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf den Kommunikationschef des ukrainischen Luftwaffenkommandos, Yurii Ihnat. "Wir haben diese Informationen über den häufigeren Einsatz ballistischer Waffen an so wichtigen Tagen wie dem vierten Jahrestag und dem Jahresende gesammelt, und diese Materialien deuten darauf hin, dass der Feind in den Jahren 2025-2026 mehr ballistische Raketen einsetzen wird ", wird Ihnat zitiert. Seinen Angaben zufolge wurden in diesem Winter etwa ein Dutzend Angriffe verzeichnet, bei denen der Einsatz von Raketen mit ballistischer Flugbahn deutlich zunahm. Dieser Trend würde bereits seit einiger Zeit anhalten.

+++ 10:50 Drei Regionen der Ukraine nach Moskaus Angriffen ohne Strom +++

Seit dem Morgen sind die Verbraucher in den Regionen Charkiw, Sumy und Tschernihiw wegen russischer Angriffe ohne Strom. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf eine Meldung des staatlichen Übertragungsnetzbetreibers der Ukraine, NEC Ukrenergo, auf Facebook. "Aufgrund feindlicher Angriffe auf die Energieinfrastruktur und der Kampfhandlungen in den Frontregionen sind seit heute Morgen die Verbraucher in den Regionen Charkiw, Sumy und Tschernihiw ohne Strom. Wo die Sicherheitslage es zulässt, laufen bereits Notfallreparaturen. Die Energiearbeiter setzen alles daran, die vom Feind beschädigten Anlagen so schnell wie möglich wiederherzustellen", heißt es in der Erklärung.

+++ 10:32 Von der Leyen: EU kann sich nicht mehr allein auf regelbasierte Ordnung verlassen +++

Die Europäische Union muss nach Worten von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihre Macht entschiedener einsetzen. Die Gemeinschaft könne sich angesichts der Bedrohungen nicht mehr allein auf eine "regelbasierte Ordnung" verlassen, sagt von der Leyen auf einer Konferenz der EU-Botschafter. Es müsse dringend geprüft werden, ob die auf Konsens und Kompromiss ausgerichteten Institutionen und Entscheidungsprozesse der Glaubwürdigkeit der EU als geopolitischer Akteur eher nützen oder schaden. Diese Aussage fällt vor dem Hintergrund der Kriege in der Ukraine und in Nahost.

+++ 09:38 Golfstaaten verschießen innerhalb weniger Tage mehr Patriot-Raketen als Ukraine in vier Jahren Krieg erhalten hat +++

In den ersten Tagen des Iran-Krieges haben die Länder des Nahen Ostens laut den Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und des EU-Kommissars für Verteidigung und Weltraum, Andrius Kubilius, mehr als 800 Patriot-Raketen abgefeuert. Dieser Raketenhagel sei gegen mehr als 2.000 iranische Kampfdrohnen und mehr als 500 ballistische Raketen eingesetzt worden, berichtet die "New York Times". Demnach sagt Dmytro Lytvyn, ein Berater Selenskyjs, dass Kiew in den gesamten vier Jahren des Krieges in der Ukraine nur etwa 600 moderne Patriot-Raketen erhalten habe.

+++ 08:31 Ukraine meldet fast 1,3 Millionen russische Verluste seit Beginn des Krieges +++

Russland hat laut den Berechnungen des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine im Laufe des letzten Tages 750 Soldaten durch Tod und Verwundung verloren. Damit soll sich die Gesamtzahl der Personalverluste der russischen Streitkräfte seit Beginn des umfassenden Angriffskriegs am 24. Februar 2022 auf 1.274.040 erhöht haben, heißt es in einer auf Facebook veröffentlichten Meldung. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Westliche Beobachter halten die Zahlen Kiews zu den russischen Verlusten in der Regel für übertrieben, aber nicht völlig aus der Luft gegriffen. Der Kreml macht keine Angaben zu eigenen Verlusten.

08:09 Selenskyj: Golfstaaten streben Kauf ukrainischer Shahed-Abfangraketen an  +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, dass die Ukraine den Vereinigten Staaten und den Ländern des Nahen Ostens ihre Expertise und militärische Erfahrung im Kampf gegen Shahed-Drohnen, Marschflugkörper und andere Bedrohungen aus der Luft zur Verfügung stellen wird. Dabei merkt der ukrainische Staatschef an, dass drei nicht näher spezifizierte Golfstaaten den Kauf ukrainischer Shahed-Abfangraketen anstreben. Laut dem Institute for the Study of War (ISW) in Washington sind dies wahrscheinlich die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Katar und Kuwait. Demnach hat Selenskyj in den letzten Tagen auch mit mehreren Führern aus Staaten des Nahen Ostens gesprochen, darunter mit dem bahrainischen König Hamad bin Isa Al Khalifa und dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman al Saud, um Erkenntnisse zur Abwehr iranischer Bedrohungen zu erörtern. Die Ukraine könne den USA und ihren Verbündeten im Nahen Osten einzigartige Einblicke in die Bekämpfung iranischer Angriffe bieten, da das ukrainische Militär die Kampferfahrung der vergangenen vier Kriegsjahre gesammelt, institutionalisiert und operationalisiert habe.

+++ 07:32 Fünf Verletzte nach russischen Angriffen in der Region Sumy gemeldet +++

In der Region Sumy wurden im Laufe des letzten Tages fünf Menschen infolge russischer Angriffe verletzt, berichtet Ukrinform und verweist auf einen Telegram-Post der ukrainischen Nationalpolizei. Demnach wurden in der Stadtgemeinde Sumy drei Personen verletzt. Eine Lokomotive, eine Oberleitungsbuslinie, Schaufenster eines Einkaufszentrums, Wohnhäuser und ein Auto seien beschädigt worden. In der Gemeinde Nova Sloboda wurden dem Bericht zufolge zwei Männer im Alter von 71 und 61 Jahren verletzt, und ein Haus wurde beschädigt.

+++ 06:54 Ukraine: Russische Panzerkolonne mit Drohnen an Huliaipole-Front zerstört +++

Die ukrainischen Verteidigungskräfte melden die Zerstörung einer mechanisierten Kolonne der Russen an der Huliaipole-Front mit Drohnen. Das berichtet die nationale ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf einen Telegram-Post der 414. Brigade "Magyar's Birds". "Russen der 40. Separaten Mechanisierten Brigade versuchten erneut, an der Huliaipole-Front durchzubrechen. Mit einer kleinen Infanteriegruppe scheiterten sie beim Infiltrieren, doch aus unbekannten Gründen glaubten sie an ihre eigene Stärke und beschlossen diesmal, mit gepanzerten Fahrzeugen vorzustoßen", heißt es in der Erklärung. Demnach wurden ein Panzer, ein gepanzertes Kampffahrzeug und zwei Quads zerstört. Die feindlichen Truppen, die sich in Wohngebäuden zu verstecken versuchten, seien eliminiert worden.

+++ 06:25 Russland: 234 ukrainische Drohnen in neun Stunden abgefangen +++

Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, dass seine Luftabwehreinheiten innerhalb von neun Stunden 234 Drohnen in verschiedenen Teilen Zentral- und Südrusslands abgefangen haben. Darunter seien sechs Drohnen, die nach Moskau unterwegs sind. Das Ministerium meldet im Zeitraum von 14 bis 23 Uhr keine Schäden oder Opfer. Ein Landarbeiter sei verletzt worden, sagt der Gouverneur der Region Brjansk an der ukrainischen Grenze.

+++ 06:02 Schwedischer Geheimdienst: Russland größte Bedrohung der Nato +++

Der schwedische Militärgeheimdienst hat Russland als größte Bedrohung für die Sicherheit Schwedens und der Nato bezeichnet. In seinem Jahresbericht warnt der Dienst, dass Moskaus zunehmend riskantes Verhalten eine gefährliche Eskalation auslösen könnte, wie Politico berichtet. Der Bericht bezeichnet die Bedrohung durch Russland als "ernst und konkret" und beschreibt Moskaus Verhalten als "opportunistisch und aggressiv". Beispiele für feindselige Aktionen sind Luftraumverletzungen, Sabotageakte und Cyberangriffe im Ostseeraum. Das Dokument nennt Russland "die größte Bedrohung für Schweden und die Nato".

+++ 05:35 Selenskyj: Ukraine schickt Drohnen zum Schutz von US-Basen nach Jordanien +++

Die Ukraine schickt auf Bitten der USA Abfangdrohnen und Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "New York Times". Dem Bericht zufolge baten die USA am Donnerstag um Hilfe, woraufhin das ukrainische Team am nächsten Tag abgereist sei und in Kürze im Nahen Osten erwartet werde.

+++ 04:19 Partisanen sabotieren Eisenbahndepot in Brjansk +++

Agenten der ATESH-Widerstandsbewegung haben Sabotageakte im Brjansker Eisenbahndepot verübt. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf einen Telegram-Post. Das Depot ist ein wichtiger Nachschubknotenpunkt für die russische Nordgruppe der Streitkräfte, die die ukrainischen Grenzregionen terrorisiert. Die Partisanen kehrten demnach zum selben Depot in Brjansk zurück, wo sie bereits im vergangenen November eine erfolgreiche Sabotageaktion durchgeführt hatten.

+++ 02:45 Ukrainische Armee: Russen erleiden maximale Verluste bei minimalen Geländegewinnen +++

Statistiken über die Kampfeinsätze der ukrainischen Verteidiger in diesem Winter zeigen ein ungünstiges Verhältnis zwischen Geländegewinnen und Personalverlusten. Das berichtet Ukrinform mit Verweis auf den Leiter des Reserverats der Landstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte, Ivan Tymochko "Statistiken zeigen unter anderem, dass die Russen in diesem Winter, obwohl sie nur ein minimales Gebiet besetzt hielten, maximale Personalverluste erlitten haben - größer als je zuvor im Verhältnis zu jedem Quadratmeter besetzten Landes", sagt er demnach in einer TV-Sendung. Tymochko merkt zugleich an, dass es den ukrainischen Streitkräften in den vergangenen zwei Monaten gelungen sei, systematisch eine große Anzahl feindlicher Artilleriesysteme zu zerstören - mehrere Dutzend Einheiten pro Tag.

+++ 01:40 Fico: Falls Orban verliert, wird Slowakei EU-Milliarden für Kiew blockieren +++

Die Slowakei werde "den Staffelstab von Ungarn übernehmen" und EU-Gelder für die Ukraine blockieren, falls der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban die bevorstehende Wahl verliere, sagt der slowakische Ministerpräsident Robert Fico in einer Videoansprache auf Facebook. Ungarn blockiert derzeit einen Kredit in Höhe von 90 Milliarden Euro an die Ukraine aufgrund von Streitigkeiten um die Druschba-Pipeline, die seit Januar den Transport von russischem Öl eingestellt hat. Die Slowakei und Ungarn, die einzigen EU-Länder, die noch russisches Rohöl über diese Pipeline importieren, haben daraufhin den Druck auf Kiew verstärkt. Fico lässt durchblicken, dass Kiew die Reparatur verzögert und auf eine Niederlage Orbans in Ungarn spekuliere.

+++ 00:13 Bericht: Deutschland viertgrößter Waffen-Exporteur +++

Vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine ist Deutschland zum viertgrößten Rüstungsexporteur aufgestiegen. Damit überholte die Bundesrepublik China, wie aus einem Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervorgeht. Fast ein Viertel der deutschen Waffenexporte flossen in die Unterstützung der Ukraine. Weitere 17 Prozent wurden dem Bericht zufolge in andere europäische Länder ausgeführt. Die globalen Waffenlieferungen stiegen laut den Friedensforschern zwischen den Perioden 2016 bis 2020 und 2021 bis 2025 um 9,2 Prozent. Die europäischen Staaten verdreifachten ihre Waffenimporte in diesem Zeitraum. Größter Treiber dieser Entwicklung ist weiterhin der Krieg in der Ukraine.

+++ 23:13 Kiew stemmt sich gegen Moskaus Teilnahme an Biennale in Venedig +++

Die Ukraine protestiert gegen die geplante Wiedereröffnung des russischen Pavillons bei der Kunstbiennale in Venedig. In einer in Kiew veröffentlichen Erklärung nennen Außenminister Andrij Sybiha und Kulturministerin Tetjana Bereschna die Zulassung russischer Künstler zu internationalen Veranstaltungen "inakzeptabel". Die Kunstbiennale vom 9. Mai bis 22. November in Venedig zählt zu den wichtigsten internationalen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.

+++ 21:51 Bericht: Iranische Drohne auf Zypern enthielt russische Technologie +++

Bei einem Drohnenangriff auf die britische Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern wurde offenbar russische Technologie eingesetzt. Laut einem Bericht der "Times" brachten britische Geheimdienste die Überreste der Kamikaze-Drohne in ein Labor - diese sollen ein russisches Kometa-B-Navigationssystem enthalten haben. Die Drohne sei von einer "iranisch ausgerichteten Gruppe" aus dem Libanon gestartet worden, erklärt der britische Generalstabschef Richard Knighton. US-Präsident Donald Trump relativierte zuletzt Berichte, nach denen Russland Iran beim Angriff auf US-Streitkräfte unterstütze.

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