Politik

Neuer Blick in Peking?Bericht über Xi-Worte an Trump: Putin könnte Ukraine-Krieg noch bereuen

19.05.2026, 11:45 Uhr
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May-15-2026-Washington-Usa-United-States-of-America-US-President-Donald-Trump-meets-with-Chinese-President-Xi-Jinping-during-an-official-visit-aimed-at-discussing-trade-and-bilateral-relations-between-the-two-countries
Rückt Xi ein wenig von Russlands Invasion in der Ukraine ab? (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Auch wenn China nie offen die Invasion Russlands in der Ukraine unterstützt, ist offensichtlich, dass Peking an der Seite Moskaus steht. Ein Bericht lässt nun Zweifel an der unverbrüchlichen Allianz aufkommen. Beim Besuch von US-Präsident Trump soll Präsident Xi erstaunliche Worte gefunden haben.

Präsident Xi Jinping soll einem Bericht zufolge Donald Trump während des Besuchs des US-Präsidenten in China gesagt haben, dass der russische Präsident Wladimir Putin seine Invasion in der Ukraine am Ende vielleicht bereuen werde. Das meldet die "Financial Times" unter Berufung auf mehrere Personen, die mit Hintergründen des Gipfeltreffens in Peking in der vergangenen Woche vertraut sind. Demnach äußerte sich der chinesische Präsident im Rahmen umfangreicher Gespräche, bei denen es auch um die Ukraine ging.

Xis Äußerungen zu Putins Entscheidung, im Jahr 2022 die Vollinvasion in der Ukraine zu beginnen, scheinen dabei deutlich weiter zu gehen als in der Vergangenheit. So habe eine Person, die mit Xis Treffen mit dem ehemaligen Präsidenten Joe Biden vertraut ist, gesagt, dass der chinesische Präsident seinerzeit zwar offen und ehrlich gesprochen habe, aber keine solche Einschätzung abgegeben habe. Weder die chinesische Botschaft noch die US-Regierung äußerten sich zu dem Bericht.

Diese mögliche Enthüllung kommt für den russischen Präsidenten zur Unzeit. Putin reist an diesem Dienstag nach Peking und trifft seinen Amtskollegen Xi. Das geschieht nur wenige Tage nach dem Besuch des US-Präsidenten.

Putin hatte am 24. Februar 2022 die Vollinvasion in der Ukraine begonnen, drei Wochen nach einer Reise nach China. Auf dieser hatten Xi und er eine "grenzenlose" Partnerschaft angekündigt. Gut vier Jahre nach diesen Bekundungen hat sich der Ukraine-Krieg zu einer Pattsituation entwickelt. Russland hat zuletzt auf dem Schlachtfeld sogar zuvor besetztes ukrainisches Gebiet wieder verloren. Zudem setzen Drohnenangriffe der Ukraine auch die russische Wirtschaft unter Druck.

Die Biden-Regierung warf China in der Vergangenheit wiederholt vor, Russland Güter mit doppeltem Verwendungszweck - also zivil und militärisch - zu liefern, die dem Land halfen, seine Invasion gegen die Ukraine voranzutreiben. Auch die Trump-Regierung äußerte solche Bedenken, wenn auch deutlich seltener.

Quelle: ntv.de, als

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