Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 18:58 US-Militär stoppt Handelsschiff bei Blockade-Durchbruch +++

30.05.2026, 18:58 Uhr

Das US-Militär stoppt ein weiteres Handelsschiff, das versucht haben soll, die amerikanische Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen. Der unter gambischer Flagge fahrende Massengutfrachter "Lian Star" habe in der vergangenen Nacht mehrere Warnungen der US-Streitkräfte ignoriert und versucht, in einen iranischen Hafen einzulaufen, wie ein US-Beamter gegenüber der Das Schiff sei von US-Flugzeugen im Golf von Oman manövrierunfähig gemacht worden und treibe im Meer, so der Beamte weiter. Geentert worden sei das Schiff jedoch nicht. Mit dieser jüngsten Aktion hat das US-Militär insgesamt sechs Schiffe gestoppt, die versucht haben sollen, die Blockade zu durchbrechen. Einem Schiff wurde die Weiterfahrt gestattet.

+++ 17:41 Bericht: US-Militär lotste Schiffe mit geheimen Tipps durch Straße von Hormus +++

Das US-Militär soll Handelsschiffen mit Tipps dazu verholfen haben, sicher durch die Straße von Hormus zu gelangen. Wie das "Wall Street Journal" (WSJ) berichtet, hätte es Signale an die Kapitäne gegeben, in welchen Situationen die Lichter und Navigationssignale auszuschalten seien. Zudem haben es Anleitungen gegeben, wie Kollisionen vermieden werden könnten, heißt es im Bericht weiter. Ein Schiff, das die Meerenge Anfang kürzlich auf diese Weise durchquerte, war laut WSJ ein griechischer Öltanker mit einer Ladung von zwei Millionen Barrel Rohöl. Das Schiff soll seit Anfang März im Persischen Golf festgesessen haben. Es soll sich nun auf dem Weg nach Indien befinden. Seit dem 2. März haben laut Zahlen des Informationsdienstleisters Kpler weniger als fünf Schiffe pro Tag die Straße von Hormus passiert. Die meisten Schiffe nahmen allerdings die von Iran genehmigte Route.

+++ 16:36 Israel fürchtet wieder mehr Raketen aus dem Südlibanon +++

Die israelische Armee bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen möglichen stärkeren Raketenbeschuss der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden des Landes vor. Die Armee begründet dies auf Telegram mit einer Ausweitung ihres Militäreinsatzes im Südlibanon. Im grenznahen Bereich zum Libanon gibt es im Laufe des Tages mehrfach Raketenalarm. In der Nacht hatte die Hisbollah-Miliz laut Angaben der israelischen Armee etwa 10 bis 15 Raketen in vier Wellen auf den Norden Israels abgefeuert. Allein zehn Geschosse waren nach einem Bericht der israelischen Tageszeitung "Haaretz" unter Berufung auf Kommunalbehörden auf die grenznahe Stadt Kiriat Schmona gerichtet. Die israelische Flugabwehr fing neun Raketen ab. Ein Projektil schlug im Stadtzentrum ein und verursachte Sachschäden. Es gab keine Verletzten.

+++ 15:37 Israel fängt mögliche Hisbollah-Drohne im Norden ab +++

Nach Angaben des israelischen Militärs wird eine offenbar von der Hisbollah aus dem Libanon gestartete Drohne von der Flugabwehr über dem Norden Israels abgefangen. Während des Vorfalls sind in den Grenzorten Kfar Giladi und Metula Sirenen zu hören.

+++ 14:39 Britische Seefahrtbehörde warnt vor "rascher Eskalation" in Straße von Hormus +++

Die Sicherheitssituation in der Straße von Hormus bleibt kritisch. Das stellt die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) in einer Mitteilung klar. Die US-Seeblockade von iranischen Häfen bestehe unverändert. "Schiffe, die der Blockade unterliegen, sollten weiterhin den Anweisungen der Blockadekräfte Folge leisten", heißt es. Die Nichtbefolgung könne zu einer "raschen Eskalation" führen. Seit Tagen laufen zwischen den USA und dem Iran intensive Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe und für weitere Verhandlungen in dem Konflikt. Berichten zufolge sollte eine Einigung kurz bevorstehen. Der Iran warf US-Präsident Donald Trump jedoch vor, zentrale Vereinbarungen des geplanten Abkommens zu verzerren oder zu ignorieren. Trump hatte zuvor mit Posts über eine Einigung und eine Öffnung der Straße für Verwirrung gesorgt, eine Lagebesprechung im Weißen Haus verließ er dann US-Medienberichten zufolge aber nach zwei Stunden ohne eine Entscheidung dazu.

+++ 14:01 Hisbollah meldet Angriff auf nordisraelische Stadt +++

Die Hisbollah-Miliz meldet, sie habe die nordisraelische Stadt Kirjat Schmona mit einer "Raketensalve" angegriffen. Dies sei zur "Verteidigung des Libanon und seines Volkes und in Reaktion auf die Verletzung der Waffenruhe durch den israelischen Feind" erfolgt, behauptet die Miliz.

+++ 12:43 CDU-Politiker fordert Betätigungsverbot für Revolutionsgarden in Deutschland +++

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Reza Asghari fordert ein Betätigungsverbot für die iranischen Revolutionsgarden in Deutschland. "In Deutschland sind die iranischen Geheimdienste sehr aktiv", sagt Asghari in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. "Es ist unverständlich, dass es immer noch kein Betätigungsverbot für die Revolutionsgarden hierzulande gibt. Wir brauchen schnellstens ein Betätigungsverbot." Die EU stuft die Revolutionsgarden mittlerweile als Terrororganisation ein. In Deutschland hat das Bundesinnenministerium die Tätigkeit der Organisation nach dem Vereinsrecht aber noch nicht untersagt.

+++ 11:39 Israelische Armee ordnet Evakuierung von sieben Dörfern im Südlibanon an +++

Die israelische Armee ruft die Bewohner von sieben Dörfern im Süden des Libanon zur sofortigen Evakuierung auf. Wegen des "Bruchs der Waffenruhe-Vereinbarung durch die Terrororganisation Hisbollah" werde die israelische Armee "entschiedene Maßnahmen" gegen die pro-iranische Schiitenmiliz ergreifen, schreibt der auf Arabisch kommunizierende Armeesprecher Avichay Adraee im Onlinedienst X. Einige der betroffenen Ortschaften befinden sich demnach in der Nähe der Großstadt Nabatäa.

+++ 10:26 Jäger zu den Verhandlungen: Wir erleben Trump wie ein trotziges Kind +++

Trotz aller Ultimaten und Ankündigungen des US-Präsidenten stocken die Verhandlungen mit dem Iran über eine Öffnung der Straße von Hormus weiterhin. Politologe Thomas Jäger erklärt, in welchen Punkten sich beide Parteien noch uneinig sind.

+++ 09:54 Bericht: Israel greift weitere Ortschaften im Südlibanon an +++

Israelische Luftangriffe sollen mehrere Ortschaft im Südlibanon getroffen haben. Wie der Nachrichtensender Aljazeera berichtet, wurden die Ortschaft Mayfadoun und die Umgebung von Shoukin im Bezirk Nabatieh angegriffen. Zudem sollen die Ortschaften Ansar, Habboush, al-Jumaymah und Sarifa getroffen worden sein, die ebenfalls im Südlibanon liegen. Das israelische Militär hat sich zu den Angriffen noch nicht geäußert.

+++ 08:13 Iran könnte mit chinesischer Rakete US-Kampfjet abgeschossen haben +++

Der im April über dem Südwesten Irans abgeschossene F-15-Kampfjet wurde einem Medienbericht zufolge möglicherweise von einer in China hergestellten schultergestützten Rakete getroffen. In der Anfangsphase des Konflikts könnte China dem Iran auch ein Langstrecken-Frühwarnradar zur Verfügung gestellt haben, das US-Tarnkappenflugzeuge aufspürt, die eigentlich der Entdeckung entgehen sollen, berichtet NBC News unter Berufung auf drei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Demnach untersuchen US-Behörden weiterhin die Umstände des Abschusses der amerikanischen F-15E Strike Eagle. Es war das erste Mal seit Jahrzehnten, dass ein US-Kampfjet durch Feindeinwirkung abgeschossen wurde. Wann genau China die militärische Ausrüstung an den Iran übergeben haben soll, ist unklar.

+++ 07:23 Libanon meldet mindestens elf Tote bei neuen Angriffen Israels +++

Bei neuen israelischen Angriffen im Libanon sind nach Angaben der Regierung im Süden des Landes mindestens elf Menschen getötet worden. Unter ihnen sei auch ein Angehöriger der Rettungskräfte gewesen, teilt das Gesundheitsministerium in Beirut mit. Bei den Angriffen an verschiedenen Orten in der Region von Tyrus seien zudem acht Menschen verletzt worden, auch unter ihnen sei ein Mitglied der Rettungsteams. Das libanesische Gesundheitsministerium spricht von einer "schweren Verletzung des Völkerrechts". Im Libanon gilt derzeit eigentlich ein Waffenstillstand, der von der pro-iranischen Hisbollah-Miliz abgelehnt wird. Beide Seiten greifen sich inzwischen wieder täglich an.

+++ 06:21 Hegseth: Sind zu erneuten Angriffen auf Iran bereit +++

Die USA sind nach den Worten von Verteidigungsminister Pete Hegseth bereit, die Angriffe auf den Iran wieder aufzunehmen, sollte keine Einigung im Atomstreit erzielt werden. "Wir sind mehr als fähig, wenn nötig, wieder anzugreifen", sagt Hegseth in Singapur. Die USA hätten genug Waffen in den Lagern, sowohl vor Ort als auch weltweit. "Wir sind also in einer sehr guten Position."

+++ 05:40 Weißes Haus: Noch keine Entscheidung Trumps zu Waffenruhe mit Iran +++

US-Präsident Donald Trump hat nach einem rund zweistündigen Treffen im Weißen Haus noch keine Entscheidung über eine Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran getroffen. Das teilt ein Vertreter des Weißen Hauses mit. Trump werde nur einem Abkommen zustimmen, das gut für Amerika sei. Der Iran dürfe niemals eine Atomwaffe besitzen. Einem hochrangigen iranischen Insider zufolge steht eine Einigung über eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage kurz bevor, sei aber noch nicht gebilligt.

+++ 03:03 Teheran startet Vorbereitungen für verschobenes Staatsbegräbnis für Chamenei +++

Drei Monate nach der Tötung von Ayatollah Ali Chamenei am ersten Tag des Krieges haben die Behörden im Iran mit den Vorbereitungen für das zunächst verschobene Staatsbegräbnis begonnen. Es solle ein "grandioses" Ereignis im Beisein eines "großen Publikums" werden, kündigt im staatlichen Fernsehen der Chef des für die Organisation zuständigen Islamischen Koordinierungsrates, Mohsen Mahmoudi, an. Ein Datum für das Staatsbegräbnis stehe aber noch nicht fest. Nach mehr als 36 Jahren an der Spitze der Islamischen Republik war Chamenei am 28. Februar, dem ersten Tag des Iran-Kriegs, getötet worden. Der oberste Führer des Iran starb bei US-israelischen Angriffen.

+++ 00:45 Trump will nur bei Einhaltung seiner "roten Linien" Abkommen schließen +++

US-Präsident Donald Trump will nach Angaben aus dem Weißen Haus nur bei der Erfüllung seiner Grundbedingungen ein Abkommen mit dem Iran schließen. "Präsident Trump wird nur ein Abkommen schließen, das gut für Amerika ist und seine roten Linien wahrt", erklärt ein Vertreter des Weißen Hauses nach neuen Beratungen in Washington gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Eine der Grundbedingungen sei, dass der Iran "niemals eine Atomwaffe besitzen" dürfe.

+++ 23:29 IAEA: Kasachstan bereit zur Übernahme von Uran aus dem Iran +++

Kasachstan hat sich nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bereit erklärt, die iranischen Bestände an hoch angereichertem Uran zu übernehmen. Falls es in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zu einer Einigung komme, habe Kasachstan angeboten, das nahezu auf waffenfähiges Niveau angereicherte Uran zu lagern, sagt IAEA-Chef Rafael Grossi am Freitag der "Financial Times". Grossi hatte sich in dieser Woche in Kasachstan mit Präsident Kassym-Schomart Tokajew getroffen.

+++ 22:10 US-Finanzminister Bessent droht dem Oman +++

US-Finanzminister Scott Bessent hat betont, dass die US-Regierung sich gegen jegliche Bestrebungen hin zu einem Mautsystem in der Straße von Hormus stellen werde. "Insbesondere der Oman sollte wissen, dass das US-Finanzministerium entschlossen gegen alle Akteure vorgehen wird, die - direkt oder indirekt - an der Einführung von Mautgebühren für die Straße beteiligt sind, und dass alle willigen Partner bestraft werden", schreibt Bessent auf X. Er fordert alle Länder der Region auf, entsprechende Bemühungen des Iran zurückzuweisen. "Die Zeiten, in denen Teheran die Region und die Welt terrorisiert hat, sind vorbei", schreibt der US-Minister.

+++ 22:02 Rubio dankt Pakistan für Vermittlungsbemühungen +++

US-Außenminister Marco Rubio hat Pakistan für seine Vermittlungsbemühungen im Iran-Krieg gedankt. Das Land spielte eine "konstruktive Rolle", um Trumps "Vision für Frieden im Nahen Osten" umzusetzen, erklärte ein Sprecher Rubios nach einem Treffen des US-Außenministers mit dem pakistanischen Chefdiplomaten Ishaq Dar in Washington.

+++ 21:25 Bericht: Trump verlässt Lagezentrum - "endgültige Entscheidung" bleibt aus +++

Nach einem zweistündigen Treffen mit Sicherheitsvertretern hat US-Präsident Donald Trump den Situation Room des Weißen Hauses offenbar verlassen. Wie das US-Medium "New York Times" unter Berufung auf einen hochrangigen Regierungsvertreter berichtet, bleibt Trumps zuvor angekündigte "endgültige Entscheidung" zu den Verhandlungen mit dem Iran bislang aus. Man stehe kurz vor einer Einigung, doch unter anderem die Freigabe von Geldern für Teheran werde noch diskutiert, so der Regierungsvertreter weiter.

+++ 20:49 Acht Menschen sterben bei israelischer Attacke im Südlibanon +++

Bei einem israelischen Angriff auf eine Küstengemeinde im Süden des Libanon sind acht Menschen getötet worden. Das meldet die National News Agency, die offizielle Nachrichtenagentur des Landes. Demnach ereignete sich der Angriff in Adlun - bei den Todesopfern handle es sich um Syrer.

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