Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:20 Kiew ruft Luftalarm wegen Drohnenangriffen aus +++
Kiew hat am Abend wegen der Bedrohung durch russische Kampfdrohnen Luftalarm ausgerufen. Das berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Mitteilung der Kiewer Stadtverwaltung auf Telegram. "In Kiew wurde eine Luftalarmierung ausgerufen. Wir bitten alle dringend, sich in den Zivilschutzbunker zu begeben", heißt es in der Mitteilung. Die Luftwaffe der ukrainischen Streitkräfte habe geleldet, dass russische Drohnen aus östlicher Richtung auf Kiew zufliegen. Zuvor hatten der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj und die US-Botschaft in Kiew vor möglichen heftigen russischen Luftangriffen gewarnt (siehe auch Einträge von 121:06 und 19:18 Uhr).
++ 21:48 Ehemalige deutsche Botschafterin zum Wirtschaftsombudsmann der Ukraine ernannt +++
Die ehemalige deutsche Botschafterin Anka Feldhusen wird Anfang Februar das Amt des neuen Wirtschaftsombudsmanns der Ukraine übernehmen, nachdem sie am Mittwoch die Zustimmung des Ministerkabinetts erhalten hat. Anka Feldhusen war von 2019 bis 2023 deutsche Botschafterin in Kiew und tritt nun die Nachfolge des Kanadiers Roman Washchuk an, der den Business Ombudsman Council von Dezember 2021 bis 2025 leitete. Die Deutsche wurde im November vom Aufsichtsrat des Rates nach einem offenen Wettbewerb im vergangenen Sommer ausgewählt. Der Rat der Wirtschaftsombudsleute fungiert als Vermittler zwischen ukrainischen Unternehmen und der Regierung und geht Beschwerden von Unternehmen über staatliches Fehlverhalten oder Korruption nach.
+++ 21:06 US-Botschaft warnt vor möglichem großangelegtem Luftangriff auf Ukraine +++
Die US-Botschaft in der Ukraine hat vor einem möglichen Luftangriff auf die Ukraine in den kommenden Tagen gewarnt. Die entsprechende Sicherheitswarnung ist auf der Website der Botschaft veröffentlicht. "Die US-Botschaft in Kiew hat Informationen über einen möglicherweise bedeutenden Luftangriff erhalten, der jederzeit in den nächsten Tagen erfolgen kann", heißt es in der Erklärung. Auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj warnt vor noch heftigere russische Luftangriffe in der gegenwärtigen Frostperiode (siehe auch Eintrag von 19:18 Uhr).
+++ 20:23 Moskau und Paris tauschen Gefangene aus +++
Frankreich und Russland haben in einem politischen Deal Gefangene ausgetauscht. Staatspräsident Emmanuel Macron teilt auf X mit, der in Russland wegen angeblicher Spionage angeklagte französische Politologe Laurent Vinatier sei in die Heimat zurückgekehrt. Im Gegenzug wurde der russische Basketballer Daniil Kassatkin aus französischer Haft entlassen und flog zurück nach Russland, wie der Inlandsgeheimdienst FSB in Moskau mitteilt. Der Zentralasien-Experte Vinatier arbeitete in Russland für die Schweizer Nichtregierungsorganisation Zentrum für humanitären Dialog, die auf Konfliktlösung spezialisiert ist. Er war 2024 festgenommen und verurteilt worden, weil er gegen die Auflagen für sogenannte ausländische Agenten verstoßen habe. 2025 kam eine Anklage wegen Spionage dazu. Der Sportler Kassatkin war 2025 in Frankreich auf Betreiben der USA festgenommen worden, weil er an Cyber-Erpressung beteiligt gewesen sein soll. Die USA hatten einen Auslieferungsantrag gestellt. Der Austausch kann als Zeichen einer gewissen Entspannung zwischen Paris und Moskau gewertet werden.
+++ 19:49 Ukraine dementiert russische Einnahme des Dorfes Andriivka +++
Die ukrainische "Kursker" Streitkräftegruppe dementiert laut Kyiv Independent die Einnahme des Dorfs Andriiva in der Oblast Sumy durch russische Truppen. Dies steht einer Meldung des ukrainischen Open-Source-Kartierungsprojekt DeepState vom Vortag entgegen. Diese Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem russische Streitkräfte versuchen, die Kampfzone entlang der Front auf die Gebiete Sumy und Charkiw auszuweiten. Andriivka, weniger als fünf Kilometer von der russischen Grenze entfernt, stand im Juni 2025 unter russischer Kontrolle und wurde im von der Ukraine August befreit. Nach den russischen Vorstößen im Gebiet Sumy im Herbst und Winter dieses Jahres wurde das Dorf erneut angegriffen.
+++ 19:18 Selenskyj warnt vor neuen "massiven russischen Angriffen heute Nacht" +++
Die Ukraine richtet sich nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf noch heftigere russische Luftangriffe in der gegenwärtigen Frostperiode ein. "Es gibt Informationen, dass es heute Nacht einen neuen massiven russischen Angriff geben könnte", warnt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. Die Bürger sollten unbedingt auf Luftalarm achten und sich in Schutzräume flüchten. "Russland setzt derzeit mehr auf den Winter als auf Diplomatie, auf ballistische Raketen gegen unsere Energieversorgung und nicht auf Arbeit mit Amerika und Vereinbarungen mit Präsident (Donald) Trump", so Selenskyj. Die Temperaturen sollen in der Ukraine ab Freitag fast überall unter den Gefrierpunkt sinken. In Kiew und im nördlichen Teil des Landes werden auf Tage zehn Grad Frost und mehr herrschen.
+++ 18:45 Russland greift Selenskyjs Geburtsstadt Krywyj Rih erneut mit Raketen an +++
Die südukrainische Industriestadt Krywyj Rih, Geburtsstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj, ist nach örtlichen Angaben von Russland erneut mit Raketen attackiert worden. "Die verdammten Mistkerle haben zwei ballistische Iskander-Raketen auf Mehrfamilienhäuser abgefeuert", schreibt Bürgermeister Oleander Wilkul auf Telegram. Es gebe Opfer, teilte er ohne nähere Angaben mit. Medienberichte gingen von zahlreichen Verletzten aus. Unabhängige Bestätigungen für den Einsatz der Boden-Boden-Rakete Iskander gab es nicht. Die ukrainische Flugabwehr ist gegen diese Mittelstreckenraketen mit kurzer Vorwarnzeit in den meisten Fällen machtlos. Krywyj Rih war bereits am Vorabend wie die Großstädte Saporischschja und Dnipro beschossen worden.
+++ 18:20 Ukraine beklagt Tote nach russischen Angriffen +++
Im Süden der Ukraine sind vier Zivilisten nach Behördenangaben durch russische Angriffe getötet worden. Bei einem Drohnenangriff bei der Gemeinde Beryslaw im Gebiet Cherson kam demnach ein Mann ums Leben, schreibt Gebietsgouverneur Olexander Prokudin bei Telegram. Ein weiterer sei verletzt worden. Drei Menschen wurden demnach bei einem Angriff auf einen zentralen Teil der Stadt Cherson getötet, einer von ihnen sei im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Demnach wurden dort noch zwei weitere Personen verletzt.
+++ 17:54 Belarussischer Dissident Bjaljazki fordert weiteren politischen Druck gegen Lukaschenko +++
Nach seiner Freilassung aus der Haft in Belarus hat der Dissident und Friedensnobelpreisträger Ales Bjaljazki angemahnt, den Druck auf den autoritär regierenden Staatschef Alexander Lukaschenko weiter aufrechtzuerhalten. "Menschenrechtsverteidiger, Journalisten und Aktivisten sitzen noch immer im Gefängnis", sagt Bjaljazki in einem Interview mit AFP in Oslo. Nun sei es "sehr wichtig, den Druck auf die belarussische Regierung, auf Lukaschenko aufrechtzuerhalten, damit alle politischen Gefangenen freigelassen werden". Der 63-jährige Menschenrechtsaktivist war am 13. Dezember zusammen mit der bekannten belarussische Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa und 121 anderen Gefangenen im Zuge eines Abkommens zwischen Washington und Minsk aus dem Gefängnis freigekommen. Die meisten der Freigelassenen wurden in die Ukraine gebracht, darunter auch Kolesnikowa. Bjaljazki wurde nach Litauen abgeschoben. "Wir hoffen und erwarten sehr, dass der Prozess der Freilassung politischer Gefangener fortgesetzt wird", fügt Bjaljazki nach einem erstmaligen Treffen mit dem Friedensnobelpreis-Komitee in Oslo hinzu. "Im Moment ist dies wahrscheinlich das wichtigste Problem für uns."
+++ 17:20 Bericht: Beschlagnahmter Öltanker gehört russischem Unternehmer von der Krim +++
Der von US-Streitkräften im Nordatlantik beschlagnahmte Öltanker "Marinera" soll laut "Nowaja Gaseta Europe" dem russischen Unternehmen Burevestmarine gehören, das vor sechs Monaten in Rjasan registriert wurde. Geschäftsführer und alleiniger Eigentümer ist demnach Ilja Bugai, ein Unternehmer von der annektierten Krim, der heute in Moskau lebt. Er soll außerdem CEO von Rusneftekhimtorg, einem Handelsunternehmen für Erdölprodukte sein. Laut "New York Times" besteht die Besatzung des Tankers aus Russen und Ukrainern. US-Behörden zufolge gehört das Schiff zur sogenannten Schattenflotte Putins, die unter Verstoß gegen US-Sanktionen Öl für Länder wie Venezuela, Russland und den Iran transportiert .Russland bestreitet dies.
+++ 16:45 Russland meldet Einnahme von "taktisch wichtiger" Ortschaft in Dnipropetrowsk +++
Russland hat die Einnahme einer weiteren Ortschaft in der Region Dnipropetrowsk gemeldet. Das 80 Kilometer von der Stadt Saporischschja entfernte Dorf Brazke sei erobert worden, teilt das russische Verteidigungsministerium im Onlinedienst Telegram mit. Die Ortschaft habe eine "große taktische Bedeutung", heißt es weiter. Moskau hat die Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson für annektiert erklärt - die Region Dnipropetrowsk jedoch nicht. Von ukrainischer Seite gibt es jedoch noch keine Bestätigung für die Behauptung Russlands. Auch DeepStateMap bestätigt dies nicht.
+++ 16:10 Merz: Bundestag muss Ukraine-Einsatz "gegebenenfalls" zustimmen +++
Bundeskanzler Friedrich Merz will über einen möglichen Bundeswehreinsatz zum Schutz der Ukraine erst nach einem Waffenstillstand und im Einvernehmen mit dem Koalitionspartner SPD abschließend entscheiden. "Wie weit wir da insgesamt gehen können, das hängt nicht allein an mir", sagt er nach seinem Besuch bei der CSU-Klausurtagung im bayerischen Kloster Seeon. Dafür brauche es eine Beschlussfassung der Bundesregierung und "gegebenenfalls" auch die Zustimmung des Bundestags. "Ich möchte, dass wir in der Koalition uns darüber verständigen, welchen Weg wir bereit sind gegebenenfalls zu gehen", so Merz.
+++ 15:50 Moskau wirft USA Schüren "militärischer und politischer Spannungen" vor +++
Nach der Beschlagnahme eines unter russischer Flagge fahrenden Öltankers im Nordatlantik hat Russland den USA das Schüren "militärischer und politischer Spannungen" vorgeworfen. Washington sei "bereit, schwerwiegende internationale Krisen zu provozieren", erteilt das russische Außenministerium mit. Dies sei "bedauerlich und alarmierend". Das Ministerium verurteilt das US-Vorgehen sowie die Unterstützung durch Großbritannien bei der Beschlagnahme als "gefährlich und unverantwortlich". Das Ministerium in Moskau warnt davor, dass der Vorfall die "bereits extrem angespannten russisch-amerikanischen Beziehungen" wegen der in den vergangenen Jahren zunehmenden Konflikte noch weiter verschlechtern könnte. Die Beschlagnahme des Tankers und die Festsetzung eines weiteren Tankers mit mutmaßlichen Verbindungen nach Venezuela in karibischen Gewässern erfolgte wenige Tage nach der Gefangennahme des mit Russland verbündeten venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz.
+++ 15:24 Merz: Müssen für Russland den Preis für den Krieg erhöhen +++
Friedrich Merz fordert, den Druck auf Russland zu erhöhen, um zu einem Kriegsende in der Ukraine zu kommen. Ein Waffenstillstand stehe nach wie vor nicht auf der Tagesordnung, sagt der Bundeskanzler auf der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Russland wolle ihn offenbar nicht. "Wir werden deshalb den Preis für diesen Krieg weiter erhöhen müssen. Russland muss erkennen, dass es keinen Sinn hat, ihn fortzusetzen", sagt Merz. Dafür zähle er auf die Solidarität der Europäer und der US-Regierung.
+++ 14:56 Merz: Von langfristigen Abkommen zu Ukraine "ziemlich weit entfernt" +++
Bundeskanzler Friedrich Merz hat in der Diskussion um Sicherheitsgarantien für die Ukraine darauf verwiesen, dass davor zunächst ein langfristiges Abkommen mit Russland stehen müsse. Von einer Zustimmung Russlands zu solch einem Abkommen "sind wir vermutlich immer noch ziemlich weit entfernt", sagt Merz bei der Winterklausur der CSU-Landesgruppe im oberbayerischen Kloster Seeon vor Journalisten. Die sogenannte Koalition der Willigen hatte sich in Paris auf Sicherheitsgarantien für die Ukraine verständigt, dies löste in Deutschland eine Debatte um das mögliche Einsatzgebiet von Bundeswehrsoldaten aus. Merz sagt, er wolle zum Vermeiden von Missverständnissen "deutlich" sagen, dass es nicht um einen Eingriff von Soldaten der EU in dem laufenden Krieg gehe. "Wir sprechen über Sicherheitsgarantien nach einem Waffenstillstand", führt Merz weiter aus. Es gebe niemanden der sage, dass er jetzt mit Soldaten in die Ukraine gehen wolle.
+++ 14:38 Selenskyj: Dokument zu Sicherheitsgarantien praktisch fertig zur Vorlage bei Trump +++
Die Vereinbarung über Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine nach einem Ende des russischen Angriffskriegs ist laut Staatschef Wolodymyr Selenskyj praktisch "fertig" für eine Absegnung durch US-Präsident Donald Trump. "Das bilaterale Dokument zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist jetzt im Grunde fertig zur Fertigstellung auf höchster Ebene mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten", teilt Selenskyj auf X mit.
+++ 14:15 Drohnenangriff auf Öltanker im Schwarzen Meer +++
Ein Öltanker auf dem Weg nach Russland wird im Schwarzen Meer von einer Drohne angegriffen. Das unter der Flagge von Palau fahrende Schiff "Elbus" bittet die türkische Küstenwache um Hilfe und ändert seinen Kurs, wie der Branchendienst Lloyd's List Intelligence und ein maritimer Sicherheitsdienst melden. Demnach zielt der Angriff auf den Maschinenraum. Verletzte unter der 25-köpfigen Besatzung oder eine Umweltverschmutzung werden nicht gemeldet.
+++ 13:48 Ukrainisches Militär: Andriiwka nicht von Russland erobert +++
Der Ort Andriiwka im Norden der Oblast Sumy soll ukrainischen Berichten zufolge weiter unter der Kontrolle der ukrainischen Streitkräfte stehen. Dies schreibt "The New Voice of Ukraine" unter Berufung auf das Kommunikationszentrum der Militärgruppe Kursk. Zuvor hatte der militärnahe ukrainische Blog "Deep State" über die Besetzung des Dorfes durch russische Truppen berichtet. Derzeit hält Russland knapp 20 Prozent der Ukraine besetzt. Laut "Deep State" waren die russischen Streitkräfte 2025 trotz der Besetzung von mehr als 4.000 Quadratkilometern ukrainischen Territoriums in keiner operativen Richtung mehr als 40 Kilometer vorgerückt.
+++ 13:20 Hunderttausende in der Ukraine noch immer ohne Strom +++
Im Gebiet Dnipropetrowsk sind am Morgen noch etwa 800.000 Verbraucher weiter vom Strom abgeschnitten. Reparaturarbeiten zur Versorgung mit Licht und Wärme dauern nach an. Der Bürgermeister der Stadt Dnipro, Borys Filatow, verlängert die Schulferien aufgrund der Situation um zwei Tage. Im Gebiet Saporischschja ist die Strom- und Heizungsversorgung nach Behördenangaben wiederhergestellt. Gouverneur Iwan Fedorow spricht vom ersten totalen Blackout in der gesamten Region seit Jahren. Das sei Russlands Krieg gegen das ukrainische Volk und das Leben in der Ukraine, schreibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Medien - ein Versuch, die Ukraine zu brechen. Es gebe keine militärischen Gründe für solche Angriffe auf den Energiesektor und die Infrastruktur, die Menschen ohne Elektrizität und Heizung im Winter zurücklassen.
+++ 12:52 Verfassungsschutz warnt: Russen beschaffen sich heimlich militärisch nutzbare Technik +++
Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor einer verdeckten Rüstungsbeschaffung Russlands in Deutschland. In einer nun veröffentlichten Analyse schlägt der Verfassungsschutz Alarm wegen verstärkter russischer Aktivitäten zum Erwerb militärisch nutzbarer Technik in Deutschland: Der Angriffskrieg gegen die Ukraine habe in Russland den Bedarf an Rüstungsgütern sowie an so genannten "proliferationsrelevanten Produkten" - also Technologien für Massenvernichtungswaffen - erhöht, und Russland umgehe dabei EU-Sanktionen. Trotz der Sanktionen und umfassender Exportkontrollen suche Russland immer wieder neue Wege, die Schutzmechanismen zu umgehen - häufig verdeckt, über verborgene Netzwerke und mithilfe der Nachrichtendienste, analysierte die Behörde.
+++ 12:23 Russland: Westliche Truppen in der Ukraine wären "legitime Ziele" +++
Russland betrachtet alle Truppen, die von westlichen Regierungen in die Ukraine entsendet würden, als "legitime Kampfziele". Die Warnung folgt auf Pläne Großbritanniens und Frankreichs, im Falle eines Waffenstillstands eine multinationale Truppe dort zu stationieren. Das russische Außenministerium bezeichnet die "militaristischen Erklärungen" der Ukraine-Unterstützer-Staaten der sogenannten Koalition der Willigen in einer Erklärung als zunehmend gefährlich.
+++ 11:50 "Handeln statt fürchten": Ukraine lobt US-Festsetzung von Tanker +++
Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha lobt die Festsetzung des unter russischer Flagge fahrenden Schiffes im Nordatlantik. "Die Festsetzung eines unter russischer Flagge fahrenden Schiffes im Nordatlantik unterstreicht die entschlossene Führungsstärke der Vereinigten Staaten und von Präsident Trump", schreibt Sybiha auf X. "Wir begrüßen einen solchen Ansatz im Umgang mit Russland: Handeln statt fürchten. Dies ist auch für den Friedensprozess und die Herbeiführung eines dauerhaften Friedens von Bedeutung."
+++ 11:20 Beschlagnahmung von russisch beflaggtem Tanker: China spricht von Willkür +++
China wirft den USA nach dem Vorgehen des US-Militärs gegen einen unter russischer Fahne fahrenden Öltanker Willkür vor. Die willkürliche Beschlagnahmung ausländischer Schiffe durch die USA in internationalen Gewässern sei ein schwerwiegender Verstoß gegen das Völkerrecht, sagt Außenamtssprecherin Mao Ning in Peking. China habe sich stets gegen "illegale einseitige Sanktionen" ausgesprochen, die keine Grundlage im Völkerrecht hätten und nicht vom UN-Sicherheitsrat genehmigt worden seien, erklärt sie. US-Streitkräfte hatten den Öltanker am Mittwoch im Nordatlantik beschlagnahmt. Der Zugriff sei wegen "Verstößen gegen US-Sanktionen" auf Anordnung eines Bundesgerichts erfolgt, teilt das Europa-Kommando der US-Streitkräfte mit.
+++ 10:48 Ukraine meldet Tote, Verletzte und beschädigte Gebäude +++
Bei russischen Angriffen auf die Regionen Cherson und Saporischschja werden innerhalb eines Tages drei Menschen getötet und sieben weitere verletzt, wie die ukrainischen Behörden bekanntgeben. Demnach führen russische Truppen im Laufe des Tages allein 698 Angriffe auf 30 Siedlungen in der Region durch. Bei dem Angriff werden fünf Personen verletzt. Auch Wohnhäuser und Autos werden beschädigt. In der Region Cherson sind die Stadt Cherson und eine Reihe von Siedlungen in der Region Drohnenangriffen, Luftangriffen und Artilleriebeschuss ausgesetzt. Russische Truppen greifen hier kritische Infrastruktur, soziale Einrichtungen und Wohngebiete an und beschädigen dabei unter anderem mehrere Häuser, eine Kirche und Autos. Drei Menschen werden den Angaben zufolge getötet und zwei weitere verletzt.
+++ 10:15 Trump: Ohne mich hätte Russland jetzt "DIE GANZE UKRAINE" +++
US-Präsident Donald Trump kann zwar den von ihm versprochenen schnellen Frieden in der Ukraine nicht vorweisen. Auf seiner Plattform "Truth Social" brüstet er sich dafür damit, Millionen Menschenleben gerettet und die Ukraine vor einer totalen Eroberung durch Russland bewahrt zu haben: "Ohne meine Beteiligung hätte Russland jetzt DIE GANZE UKRAINE", schreibt er - was viele Ukrainer mit Erstaunen zur Kenntnis nehmen dürften. Tatsächlich hat die Trump-Administration bisher nur wenig zur Unterstützung des Landes beigetragen und sich immer wieder dem Kreml angedient. In militärischer Hinsicht ist die Ukraine, beispielsweise bei der Geheimdienstaufklärung oder etwa bei Starlink, jedoch auf US-Technik angewiesen. Trump brüstet sich im selben Beitrag auch einmal mehr damit, ganz allein acht Kriege beendet zu haben - wofür er aber "närrischerweise" nicht den Friedensnobelpreis erhalten habe.
+++ 09:46 SPD-Politiker halten Debatte über Bundeswehrmandate für verfrüht +++
Dirk Wiese, der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, hält die Frage, ob künftig Bundeswehrsoldaten zur Friedenssicherung in der Ukraine stationiert werden könnten, für verfrüht. "Soldaten in der Ukraine, das ist der dritte Schritt vor dem ersten", sagt Wiese im Frühstart von RTL/ntv Frühstart. Erst mal müsse Putin zeigen, dass er wirklich einen Waffenstillstand möchte. Momentan sehe es aber eher nicht danach aus, meint Wiese. "Wenn ich mir die Situation aktuell anschaue, dann muss ich einfach feststellen, dass Putin kein Interesse an ernsthaften Verhandlungen hat, dass er kein Interesse daran hat, an einem Waffenstillstand." Sollte es jedoch zu einem Waffenstillstand kommen, brauche es starke Sicherheitsgarantien für die Ukraine. „"Und von daher ist es richtig, dass der Bundeskanzler jetzt auch bei den Gesprächen in Paris ja gesagt hat: Wir können uns durchaus vorstellen, an der NATO-Ostflanke, in Polen auch deutsche Soldaten zu stationieren. " Auch der SPD-Außenexperte Ralf Stegner hält die Debatte über Bundeswehrmandate für verfrüht. "Man darf den vierten Schritt nicht vor dem ersten tun", sagt er bei Phoenix. "Und der erste Schritt muss sein, einen Waffenstillstand herbeizuführen, denn ohne den gibt es keine Vereinbarung." "Deswegen sollten wir jetzt nicht über deutsche Mandate reden, sondern darüber, was wir dazu beitragen können, damit es zu einem Waffenstillstand kommt."
+++ 09:18 ISW: Russische Armee kann kaum Verluste ausgleichen und strategische Reserven aufbauen +++
Laut dem Institute for the Study of War (ISW) ist es unwahrscheinlich, dass die russischen Streitkräfte gleichzeitig die in der Ukraine erlittenen Verluste ausgleichen und ihre strategischen Reserven aufbauen können. Das ISW stützt sich dabei auf Aussagen des ukrainischen Militärbeobachters Kostjantyn Mashovets, Danach stellte das russische Militärkommando von den ursprünglich für 2025 geplanten 17 Manöverdivisionen und bis zu 9 Brigaden lediglich 4 neue Divisionen auf. Mashovets schätzt zudem ein, dass die russischen Streitkräfte 2026 voraussichtlich keinen Überschuss von über 70.000 Soldaten zur Bildung einer strategischen Reserve generieren werden – eine Zahl, die für die Aufstellung der geplanten 17 Manöverdivisionen nicht ausreicht.
+++ 08:47 Blackout in ukrainischen Regionen nach "gewaltigem Drohnenangriff" +++
Durch die jüngsten russischen Angriffe sind die ukrainischen Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja von der Stromversorgung abgeschnitten. Russland habe eine "gewaltigen Drohnenangriff auf die Energieinfrastruktur mehrerer Regionen" ausgeführt, erklärt der staatliche Netzbetreiber Ukrenergo in der Nacht. In der Folge seien Verbraucher in den Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja, darunter regionale Zentren, ohne Strom. Der Chef der Militärverwaltung von Dnipropetrowsk, Wladyslaw Gaiwanenko, teilt mit, dass bei dem Angriff kritische Infrastruktur der Region beschädigt worden sei. "Die Situation ist schwierig". Jedoch würden die Reparaturarbeiten beginnen, "sobald die Sicherheitslage es erlaubt". Der Journalist Denis Trubetskoy twittert am Mittwochabend: "Der russische Beschuss sorgt für nahezu vollständigen Blackout in den Großstädten wie Dnipro, Krywyj Rih und Saporischschja sowie in den dazugehörigen Regionen. Dort funktioniert aktuell so gut wie gar nichts. Alle andere als schön."
+++ 08:15 Russischer Journalist in Frankreich aus Fenster gestürzt +++
Ein nach Frankreich geflohener russischer Journalist wird in der französischen Gemeinde Meudon tot aufgefunden. Dies berichtet "Le Figaro" unter Berufung auf eine Polizeiquelle. Demnach stürzte der Mann aus dem Fenster seiner Wohnung im siebten Stock. Die Polizei soll einen Stuhl in Fensternähe und Medikamente in einem Mülleimer gefunden haben. Die Polizei ermittelt nun die Umstände des Todes. Der Journalist soll Drohungen aus Russland erhalten haben.
+++ 07:46 Russland: Ukrainische Drohnen in zahlreichen Regionen abgefangen +++
Das russische Verteidigungsministerium meldet in der Nacht die Zerstörung von 66 ukrainischen Drohnen. Diese seien über der Krim, dem Asowschen Meer, dem Schwarzen Meer sowie den Regionen Krasnodar, Rostow, Orlow, Kursk, Wologograd und Brjansk abgefangen und zerstört worden. Über Schäden macht das Ministerium keine Angaben.
+++ 07:16 Online-Portal für US-ukrainische Investitionsprojekte startet +++
Die amerikanische International Development Finance Corporation (DFC) stellt ein Portal online, über das Antragsteller Projekte bei einem US-amerikanisch-ukrainischen Wiederaufbaufonds einreichen können. Die ersten Investitionen könnten bereits in den kommenden Monaten getätigt werden, heißt es. Der Wiederaufbaufonds wurde durch ein Abkommen zwischen der Ukraine und den USA im April 2025 ins Leben gerufen, das den USA bevorzugten Zugang zu Investitionsprojekten in der Ukraine gewährt. "Der Fonds ist bereit, Investitionen zu tätigen, die die gemeinsame wirtschaftliche Sicherheit und den Wohlstand der Vereinigten Staaten und der Ukraine fördern werden", sagt Conor Coleman, Leiter der Investitionen der DFC und Mitglied des Verwaltungsrats des Fonds.
+++ 06:44 Grüne fordern massive Stärkung von Bevölkerungsschutz +++
Grünenchefin Britta Haßelmann fordert Innenminister Alexander Dobrindt auf, jetzt so schnell wie möglich den Schutz kritischer Infrastruktur zu verbessern. "Bundesinnenminister Dobrindt steht jetzt in der Pflicht", sagt Haßelmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Der über Jahre vernachlässigte Schutz unserer Infrastruktur muss schnellstmöglich hochgefahren, der Bevölkerungsschutz massiv gestärkt werden." Mit der Zustimmung der Grünen zum Sondervermögen habe die Partei die finanziellen Mittel dafür bereitgestellt. "Nun muss der Bund auch liefern." Und weiter: "Immer häufiger werden unsere kritischen Infrastrukturen angegriffen", so Haßelmann. "Dies kann, wie aktuell beim Stromausfall in Berlin, zu verheerenden Folgen für viele Menschen führen." Darauf würden die Grünen seit langem hinweisen und hätten deshalb darauf gedrängt, dass auch Bevölkerungsschutz im Sondervermögen Infrastruktur berücksichtigt wird.
+++ 06:13 Unabhängiger von Russland: 10 Prozent der Gasimporte über LNG-Terminals +++
Deutschland wickelt 2025 mehr als zehn Prozent seiner Gasimporte über die Terminals für Flüssigerdgas (LNG) an Nord- und Ostsee ab. Nach vorläufigen Zahlen der Bundesnetzagentur entfallen von den insgesamt 1.031 Terawattstunden (TWh), die importiert werden, 106 auf die LNG-Terminals. Der genaue Anteil liegt demnach bei 10,3 Prozent nach 8 Prozent im Jahr davor (69 TWh). Die Bundesregierung hatte den Aufbau von LNG-Terminals an Nord- und Ostsee nach dem russischen Angriff auf die Ukraine forciert, um unabhängiger von russischen Gaslieferungen zu werden. Zuvor verfügte Deutschland nicht über solche Terminals, mit denen per Schiff geliefertes verflüssigtes Erdgas angelandet werden kann, und bezog sein Gas nur über Pipelines, vor allem aus Russland. Mittlerweile kommt das meiste Erdgas per Pipeline aus Norwegen.
+++ 06:13 Linken-Chef für Russlands Rückkehr zur Fußballweltmeisterschaft +++
Der Vorsitzende der Linkspartei, Jan van Aken, kann sich eine Rückkehr Russlands bei Fußballweltmeisterschaften vorstellen. "Ja, das fände ich richtig, wenn zeitgleich klargestellt wird, dass Kriegsverbrecher festgenommen werden", sagt van Aken dem "Tagesspiegel". Er sei gegen jede Art von kulturellem und sportlichem Boykott. "Sport, Kultur und Wissenschaft können die letzten Wege für Kommunikation sein, die es dann noch gibt", sagt van Aken und erinnert an Naturwissenschaftler aus dem Westen und der Sowjetunion, die zu Zeiten des Kalten Krieges friedlich miteinander gearbeitet hätten. "Das hat mich als Biologen sehr geprägt."
+++ 05:42 Wadephul betont Notwendigkeit von Sicherheitsgarantien für die Ukraine +++
Nach dem Gipfeltreffen zur Ukraine in Paris bekräftigt Bundesaußenminister Johann Wadephul zusammen mit seinen Amtskollegen aus Polen und Frankreich die Notwendigkeit von Sicherheitsgarantien für die Ukraine. "Diese werden von entscheidender Bedeutung sein, um den Frieden langfristig zu sichern", sagt der CDU-Politiker nach Beratungen im Format des Weimarer Dreiecks mit dem französischen Außenminister Jean-Noël Barrot und dem polnischen Außenminister Radoslaw Sikorski.
+++ 05:09 "Geld ist genug da": Linken-Chef van Aken offen für Kauf neuer Patriot-Raketen +++
Der Vorsitzende der Linkspartei, Jan van Aken, spricht sich angesichts des anhaltenden Ukrainekriegs und der Drohungen der USA gegen andere Staaten für mehr Engagement in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik aus. "Die EU- und Landesverteidigung muss gestärkt werden. Ich bin dafür, dass die EU sich militärisch gegen Angriffe verteidigen kann", sagt van Aken dem "Tagesspiegel". Konkret zeigte er sich offen für den Kauf neuer Waffensysteme. "Ich höre immer wieder, Deutschland habe gerade so genug Patriot-Raketen, um Berlin zu schützen, aber für München oder Hamburg reicht es schon nicht mehr. Dann soll man halt noch ein paar kaufen. Geld ist genug da", sagt van Aken. "Die personelle Aufstockung der Bundeswehr und anderer europäischer Armeen lehnt van Aken dagegen ab. "Die EU-Staaten haben 1,5 Millionen aktive Soldaten, Russland nur 1,3 Millionen. Damit wird Russland uns wohl kaum angreifen. Natürlich haben wir genug Soldaten", sagt der Linken-Chef.
+++ 04:11 Vorwurf Turbinenlieferung auf Krim: Geschäftsmänner in Hamburg freigesprochen +++
In einem Prozess um die mutmaßliche Lieferung von Gasturbinen auf die von Russland annektierte ukrainische Halbinsel Krim werden zwei Männer in Hamburg freigesprochen. Das Landgericht war nach der Beweisaufnahme nicht davon überzeugt, dass die Angeklagten die ihnen vorgeworfenen Taten vorsätzlich begangen hatten, wie eine Sprecherin mitteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte den Männern vorgeworfen, die Lieferung trotz des seit 2014 geltenden sogenannten Krim-Embargos mitverantwortet zu haben. Bei dem 61-Jährigen und dem 65-Jährigen, die nun freigesprochen wurden, handelt es sich um den Geschäftsführer und den Vertriebsleiter eines Unternehmens.
+++ 02:49 US-Senator Graham: Trump macht Weg für Russland-Sanktionen frei +++
US-Präsident Donald Trump gibt grünes Licht für die Weiterverfolgung eines parteiübergreifenden Gesetzesentwurfs zu Russland-Sanktionen und ebnet damit den Weg für eine mögliche Abstimmung im Senat bereits nächste Woche. Das teilt der republikanische Senator Lindsey Graham auf X mit. "Dies kommt zum richtigen Zeitpunkt, da die Ukraine Zugeständnisse für den Frieden macht und Putin nur große Reden schwingt und weiterhin Unschuldige tötet", schreibt Graham. Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würden Sekundärsanktionen gegen Länder wie China, Brasilien und Indien verhängt, die russisches Öl und Gas kaufen. Ziel ist es, eine wichtige Finanzierungsquelle für Russlands Krieg gegen die Ukraine einzuschränken. "Dieses Gesetz wird es Präsident Trump ermöglichen, jene Länder zu bestrafen, die billiges russisches Öl kaufen und damit Putins Kriegsmaschinerie antreiben", sagt Graham weiter.
+++ 01:53 Litauens Präsident setzt auf deutsche Brigade ab 2027 +++
Ein Engagement deutscher Soldaten zur Sicherung eines Friedensplans in der Ukraine gefährdet nach Ansicht von Litauens Präsidenten Gitanas Nauseda nicht die dortigen Pläne zur Stationierung der Bundeswehr in dem baltischen Land. "Ich halte Deutschland für einen sehr starken und verlässlichen Partner und bin überzeugt, dass es möglich ist, eine Friedensmission in die Ukraine zu entsenden und gleichzeitig alle Verpflichtungen gegenüber Litauen zu erfüllen", sagt Nauseda bei seinem Besuch bei der CSU-Klausur im oberbayerischen Kloster Seeon.
+++ 00:42 Ukraine-Gespräche unter Beratern fortgesetzt +++
Nach dem Gipfel der sogenannten Koalition der Willigen in Paris über die Absicherung eines möglichen Waffenstillstands in der Ukraine setzen Kiewer Vertreter und internationale Sicherheitsberater die Gespräche fort. Im Mittelpunkt stehen Parameter für Sicherheitsgarantien, die Eindämmung der russischen Aggression und logische weitere Schritte im Friedensprozess, wie der ukrainische Unterhändler und Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, mitteilt. Details nennt er nicht. Das ukrainische Team berät demnach mit Sicherheitsberatern Frankreichs, Großbritanniens, Deutschlands, Italiens, Polens und der Türkei unter Beteiligung der USA, der Nato und der EU.
+++ 23:32 Ukraine: Stromausfälle nach russischen Angriffen +++
Russische Angriffe führen in Teilen der Südost-Ukraine zu weitreichenden Strom- und Wasserausfällen, wie örtliche Behörden und Medien berichten. In der Stadt Dnipro sei der Strom ausgefallen und die U-Bahn habe ihren Betrieb eingestellt, meldet der öffentlich-rechtliche Sender Suspilne. Der Energieversorger DTEK teilt mit, dass auch Teile der Region Saporischschja von den Stromausfällen betroffen seien.
+++ 22:54 Trump strebt für 2027 Erhöhung der US-Militärausgaben um 50 Prozent an +++
US-Präsident Donald Trump strebt nach eigenen Angaben für 2027 eine Erhöhung der Militärausgaben um 50 Prozent an. "Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass zum Wohle unseres Landes, insbesondere in diesen sehr unruhigen und gefährlichen Zeiten, unser Militärbudget für das Jahr 2027 nicht 1 Billion Dollar, sondern 1,5 Billionen Dollar betragen sollte", erklärt Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Zu diesem Schluss sei er "nach langen und schwierigen Verhandlungen" mit Kongressmitgliedern, Ministern und anderen politisch Verantwortlichen gelangt, fügt Trump an.
+++ 22:13 SPD-Fraktion hält sich Zustimmung zu Ukraine-Einsatz offen +++
Die notwendige parlamentarische Zustimmung zu einem Bundeswehreinsatz im Zuge eines möglichen Waffenstillstandes in der Ukraine steht noch nicht. "Wir schließen nichts aus", sagt der verteidigungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Falko Droßmann, dem "Tagesspiegel". "Es kann zum jetzigen Zeitpunkt aber auch noch keine pauschale Zustimmung geben. Dafür müssen noch zu viele Dinge geklärt werden." Käme es tatsächlich zu einer Waffenruhe, müssten aus Sicht des Sozialdemokraten folgende Fragen geklärt werden: "Wer würde eine solche Operation führen? Wie robust ist das Mandat? Und befänden wir uns automatisch im Krieg mit Russland, wenn es zu einer möglichen militärischen Konfrontation käme?"
+++ 21:46 Nach US-Aktion im Atlantik: Litauen für mehr Härte gegen russische Schiffe +++
Angesichts der Beschlagnahmung eines unter russischer Flagge fahrenden Öltankers im Atlantik durch die USA spricht sich Litauens Präsident Gitanas Nauseda für ein schärferes Vorgehen gegen die russische Schattenflotte aus. Auf eine Frage nach der US-Operation verweist Nauseda als Gast der Klausurtagung der CSU-Bundestagsabgeordneten im bayerischen Kloster Seeon auf Schiffe der russischen Schattenflotte in der Ostsee, die für zahlreiche Beschädigungen von Unterwasserkabeln zwischen EU- und Nato-Staaten verantwortlich gemacht werden. "Wir gehen daher sehr streng dagegen vor und sehen darin eine große Gefahr für die kritische Infrastruktur in der Ostsee und auch an Land", sagt Nauseda. "Ich denke daher, dass wir diese Schattenschiffe noch mehr und entschlossener bestrafen und sanktionieren sollten." Die Sanktionen der EU gegen russische Schattenflotte seien unzureichend. Litauen beobachte weiterhin Aktivitäten in der Ostsee. "Ich spreche von der Ostsee, weil sie bei Litauen liegt, aber das passiert überall", so Nauseda.
+++ 21:10 Selenskyj schließt Kriegsende bis Mitte 2026 nicht aus +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schließt angesichts von Fortschritten bei Friedensgesprächen ein Ende des Krieges in der ersten Jahreshälfte 2026 nicht aus. "Wir stellen fest, dass die Verhandlungen mit unseren europäischen Partnern und natürlich mit den USA und allen Mitgliedern der Koalition der Willigen einen neuen Meilenstein erreicht haben", sagt Selenskyj bei einem Besuch in Zypern. In der Hauptstadt Nikosia war die EU-Spitze zu Beginn der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Zyperns versammelt. "Wir sind uns bewusst, dass dieser Krieg noch während Ihrer Präsidentschaft beendet werden kann", sagt Selenskyj der Nachrichtenagentur Interfax Ukraina zufolge bei der Zeremonie.
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