Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:08 Drohne beschädigt Wohnhaus in Moskau +++
Wenige Tage vor der traditionellen Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau ist eine ukrainische Drohne nahe dem Zentrum der russischen Hauptstadt in ein Wohnhaus eingeschlagen, meldet Bürgermeister Sergej Sobjanin am frühen Morgen laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass. Es habe keine Verletzten gegeben. Das beschädigte Gebäude liege in einem Wohngebiet im Westen der Hauptstadt, in dem sich auch Botschaften befinden. Zwei weitere ukrainische Drohnen wurden Sobjanin zufolge von der Luftabwehr abgeschossen.
+++ 04:12 Über 40 Staats- und Regierungschefs beraten zu Ukraine-Hilfen +++
Die Staats- und Regierungschefs von mehr als 40 europäischen Ländern treffen sich am heutigen Montag zu Gesprächen in der armenischen Hauptstadt Eriwan (08.45 MESZ) - unter anderem für Finanzhilfen für die Ukraine. Überschattet wird der Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) von den angespannten Beziehungen zwischen Europa und den USA. Erstmals nimmt mit dem kanadischen Premierminister Mark Carney auch ein nicht-europäischer Regierungschef teil, Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Teilnahme hingegen abgesagt.
+++ 02:38 Mützenich fordert Abrüstungsgespräche mit Russland +++
Der SPD-Politiker Rolf Mützenich fordert angesichts der US-Pläne, auf eine Stationierung von US-Mittelstreckenraketen in Deutschland zu verzichten, eine stärkere Debatte über neue diplomatische Abrüstungs-Initiativen. Man müsse jetzt darauf drängen, "dass die russischen, atomar bewaffneten Mittelstreckenraketen aus Belarus und Kaliningrad abgezogen werden und weitere Schritte in einen rüstungskontrollpolitischen Gesamtprozess eingebettet würden", sagt Mützenich der "Süddeutschen Zeitung". "Europa könnte damit eine Rolle zurückgewinnen, die in der Vergangenheit aus Abschreckung und kluger Diplomatie bestand", erklärt der SPD-Politiker.
+++ 01:42 Polen dementiert US-Bericht über verzögerte Patriot-Lieferungen +++
Polen hat nach Angaben seines Verteidigungsministers Wladyslaw Kosiniak-Kamysz keine Hinweise auf mögliche Verzögerungen bei der Lieferung von US-Flugabwehrsystemen des Typs Patriot. Bei anderen Ausrüstungsgegenständen könne es zwar zu Lieferengpässen kommen, diese wären jedoch nicht in einem Ausmaß, das "Unruhe auslösen" würde. Die "Financial Times" hatte am Freitag unter Berufung auf Insider berichtet, die Regierung in Washington habe europäische Verbündete wie Großbritannien, Polen, Litauen und Estland vor langen Verzögerungen bei US-Waffenlieferungen gewarnt.
+++ 00:45 Großbritannien will sich an EU-Kredit für Ukraine beteiligen +++
Premierminister Keir Starmer werde am Montag auf dem Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft in der armenischen Hauptstadt Eriwan entsprechende Gespräche zur Beteiligung an dem Kredit ankündigen, teilt sein Büro mit. London wolle mit der EU zusammenarbeiten, um die Ukraine mit wichtiger militärischer Ausrüstung zu unterstützen.
+++ 23:39 Selenskyj kündigt "eigene Sanktionen" gegen Schattenflotte an +++
"Wir entwickeln nun unsere eigenen Sanktionsformate gegen die Schattenflotte Russlands", sagt der ukrainische Präsident Selenskyj nach den ukrainischen Drohnenangriffen gegen Öltanker in den Gewässern vor dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Die Ukraine habe demonstriert, was sie über Nacht erreichen könne. "Aber Sanktionen durch die Partner sind auch notwendig", sagt Selenskyj und dankt dabei insbesondere Großbritannien. Der britische Premier Starmer hatte Ende März erklärt, er habe das Militär ermächtigt, russische Schiffe in britischen Gewässern zu entern und festzuhalten. Damit solle ein Netzwerk zerschlagen werden, das es Russland ermögliche, trotz westlicher Sanktionen Öl zu exportieren.
+++ 21:44 Ukrainer verkünden wichtige Treffer gegen Flugabwehr +++
Die ukrainischen Drohnenkräfte wollen eine Reihe wichtiger Treffer gegen die russische Flugabwehr in den besetzten Teilen von Donezk, Saporischschja und Luhansk gelandet haben. Dazu gehören zwei Flugabwehrraketen-Systeme vom Typ "Pantsir-S1" und "Tor", sowie Radaranlagen. Das schreibt der Chef der Drohnenkräfte, Robert Brovdi, auf Facebook. Unabhängig überprüfbar ist das nicht.
+++ 21:13 Ukraine von Raketen und Drohnen attackiert +++
Russland hat die Ukraine seit dem Morgen mit neuen Angriffen überzogen. Nach vorläufigen Angaben seien fünf von sieben Marschflugkörpern und Raketen abgeschossen oder durch andere Maßnahmen vom Erreichen ihres Zieles abgehalten worden, erklären die Luftstreitkräfte der Ukraine. Zudem seien 175 von 234 Drohnen abgewehrt worden. Somit dürfte es Dutzende Einschläge gegeben haben. Die Daten zu den Treffern würden noch ausgewertet, heißt es.
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