Iran-Krieg im Liveticker+++ 15:01 "Sackgasse": Hisbollah-Abgeordneter wettert gegen Verhandlungen mit Israel +++
Ein Abgeordneter der Hisbollah erklärte am Sonntag, die "direkten Verhandlungen" mit Israel hätten nicht zu einer Waffenruhe geführt und die libanesischen Behörden "in eine Sackgasse getrieben, die sie von Kompromiss zu Kompromiss führen wird, ohne Ergebnis". Die libanesische Regierung habe "das Land in eine sehr schwere Krisen gestürzt", da sie nicht umsetzen könne, was Israel wolle - "insbesondere, was die Entwaffnung der Hisbollah betrifft", fügte der Abgeordnete Hussein Hadsch Hassan hinzu.
+++ 13:46 Abu Dhabi meldet Drohnenangriff auf Atomkraftwerk +++
Bei einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist an einem Atomkraftwerk ein Feuer ausgebrochen. Ein Stromgenerator der Anlage in der Wüstenregion westlich von Abu Dhabi sei in Brand geraten, teilt das Medienbüro der Hauptstadt mit. Der Brand habe die Sicherheit der Anlage aber nicht gefährdet und der Betrieb laufe normal, heißt es. Auch Verletzte habe es nicht gegeben. Der Verdacht richtete sich schnell gegen den Iran, der die Emirate seit Kriegsbeginn im Nahen und Mittleren Osten besonders stark angegriffen hat. Das Land meldete seit Ende Februar nahezu 3000 iranische Angriffe mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern. Das Atomkraftwerk Baraka ist die wichtigste Stromquelle der Emirate und soll mit seinen vier Reaktoren etwa ein Viertel des landesweiten Strombedarfs decken.
+++ 12:29 Israel greift Süden und Osten des Libanon an +++
Nach der Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon hat Israel libanesischen Angaben zufolge den Süden und den Osten des Landes erneut angegriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtet von zwei israelischen Luftangriffen auf die Ortschaft Sohmor in der Bekaa-Region im Osten des Landes. Im Süden gab es demnach weitere Luftangriffe in den Regionen Nabatijeh und Tyros. Israel und der Libanon hatten sich am Freitag unter US-Vermittlung auf eine Verlängerung ihrer Waffenruhe um 45 Tage geeinigt.
+++ 10:49 Israel rechnet mit möglichem Neubeginn des Iran-Kriegs +++
Israel stellt sich nach Medienberichten auf eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe im Iran ein. Die israelische Armee sei in höchster Bereitschaft, schrieb die Zeitung "Jediot Achronot" unter Berufung auf israelische Regierungsvertreter.
+++ 08:23 Bericht: Hisbollah wandelt Angriffstaktik gegen Israel +++
Die Terrororganisation Hisbollah wandelt einem Medienbericht zufolge ihre Taktik mit Drohnenangriffen gegen Israel. Wie die BBC berichtet, verstärkt die Miliz den Einsatz kleiner Drohnen mit First-Person-View (FPV) zur Bekämpfung Israels. Darunter seien auch Systeme, die über Glasfaserkabel gesteuert werden, um hoch entwickelte Verteidigungssysteme zu umgehen. BBC Verify hat eigenen Angaben zufolge 35 Videos geolokalisiert, die von der libanesischen bewaffneten Gruppe seit dem 26. März geteilt wurden. Die Videos zeigten Angriffe auf israelische Soldaten, gepanzerte Fahrzeuge und Luftverteidigungssysteme im Südlibanon und in Nordisrael. Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) sind Experten zufolge bisher nicht in der Lage, wirksame Gegenmaßnahmen zu entwickeln, da die kleinen Drohnen die Erkennungssysteme leicht umgehen können. Die Drohnen können demnach auch aus handelsüblichen und 3D-gedruckten Komponenten hergestellt werden. Im Vergleich zu den wertvollen Zielen, die sie zerstören können, seien sie billig, sagen Experten weiter. Der Einsatz billiger FPV-Drohnen hatte zuvor während des Russland-Ukraine-Krieges die moderne Kriegsführung verändert.
+++ 06:47 London bringt kostengünstigere Drohnenabwehr in Nahen Osten +++
Vom Iran angegriffene Golfstaaten und deren Verbündete schießen mit teils sündhaft teuren Abfangraketen vergleichsweise spottbillige Drohnen ab - dieses Problem geht Großbritannien nun an. Das Verteidigungsministerium in London teilt mit, seine Kampfflugzeuge im Nahen Osten vom Typ Typhoon würden mit neuen und kostengünstigen Raketen speziell zur Drohnenabwehr ausgerüstet. Damit sei die präzise Zerstörung von Zielen möglich - und das "zu einem Bruchteil der Kosten der Raketen, die aktuell dafür genutzt werden". Das Waffensystem sei innerhalb weniger Monate von ersten Tests zur Auslieferung in den Nahen Osten gegangen, heißt es weiter. Es werde der Luftwaffe helfen, "bei viel geringeren Kosten viel mehr Drohnen abzuschießen", sagt Verteidigungsminister Luke Pollard.
+++ 05:44 Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" kehrt nach 326-tägigem Einsatz in die USA zurück +++
Der aus dem Iran-Krieg abgezogene US-Flugzeugträger "USS Gerald R. Ford" ist nach seinem 326 Tage dauernden Einsatz auf See wieder in den USA angekommen. Verteidigungsminister Pete Hegseth nahm den größten Flugzeugträger der Welt in dessen Heimathafen in Norfolk im US-Bundesstaat Virgina in Empfang, wie die US-Armee im Onlinedienst X mitteilt. Das Schiff hatte die Golfregion vor rund zwei Wochen verlassen, nachdem es zuvor an Militäreinsätzen gegen den Iran beteiligt war. Über zehn Monate befand sich die "USS Gerald R. Ford" auf See. Das ist laut dem Marine-Institut der Vereinigten Staaten die längste Mission eines US-Flugzeugträgers seit Ende des Kalten Krieges.
+++ 04:53 Iran-Krieg hinterlässt Spuren auf Europas Stellenmärkten +++
Der Krieg im Iran und seine Auswirkungen haben die Stellenmärkte in großen Teilen Europas durcheinandergewirbelt. Die Jobseite Indeed verzeichnet einen durchschnittlichen Rückgang der Stellenausschreibungen um 5,6 Prozent in neun untersuchten Ländern. In Deutschland lag das Minus bei 4,6 Prozent. Besonders starke Einbrüche gab es demnach in Großbritannien (minus 7,4 Prozent), Irland (minus 7,1 Prozent) und Frankreich (minus 5,9 Prozent). Auch der Ausbildungsmarkt sei - entgegen dem eigentlich saisonüblichen Trend - eingeknickt. Einziger Lichtblick bleibt Spanien - mit einem Plus von 4,1 Prozent.
+++ 02:45 Medienbericht: London will Steuererhöhung auf Sprit verschieben +++
Die britische Finanzministerin Rachel Reeves will einem Medienbericht zufolge eine für September geplante Erhöhung der Kraftstoffsteuer verschieben. Dies berichtet die Zeitung "The Sun" am späten Abend. Eine seit 2022 geltende vorübergehende Senkung der Mineralölsteuer sollte im September auslaufen, was einen Preisanstieg von fünf Pence pro Liter bedeutet hätte. Britische Regierungen haben die Senkung jedoch wiederholt verlängert. Premierminister Keir Starmer und Reeves haben wiederholt betont, wie wichtig es sei, die Bürger bei den Lebenshaltungskosten zu entlasten. Umfragen zufolge ist dies eine der größten Sorgen der Wähler. Die Mineralölsteuer ist jedoch eine wichtige Einnahmequelle für den Staat und brachte im vergangenen Finanzjahr 24 Milliarden Pfund ein. Die weltweiten Ölpreise sind seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar um rund 60 Prozent gestiegen.
+++ 01:53 FIFA-Treffen mit Iran: Unterstützung für WM zugesagt +++
Der Fußball-Weltverband FIFA zeigt sich trotz der jüngsten scharfen Kritik aus dem Iran zuversichtlich für eine WM-Teilnahme des Nationalteams aus der islamischen Republik in den USA. Bei einem Treffen in Istanbul sei dem iranischen Verband Unterstützung zugesagt worden, teilt die FIFA mit. FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström betont, dass es eine enge Zusammenarbeit gebe. Der Weltverband freue sich darauf, den Iran bei der WM begrüßen zu dürfen.
+++ 00:53 Hisbollah-Miliz greift Kasernen im Norden Israels an +++
Kurz nach der Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon hat die pro-iranische Hisbollah-Miliz eigenen Angaben zufolge erneute Angriffe auf Israel geflogen. Ihre Kämpfer hätten im Norden Israels "die Ja'ara-Kasernen mit einem Schwarm von Angriffsdrohnen" attackiert, erklärt die Miliz. Zuvor hatte die Miliz mehrere Kampfeinsätze gegen Truppen der israelischen Streitkräfte im Süden des Libanons angekündigt.
+++ 23:29 Guterres drängt auf Einhaltung der Waffenruhe +++
UN-Generalsekretär António Guterres hat die Konfliktparteien im Libanon aufgefordert, die jüngst verlängerte Waffenruhe einzuhalten. Er rufe "alle Akteure nachdrücklich auf, die Einstellung der Kampfhandlungen uneingeschränkt zu respektieren". Trotz der jüngst verlängerten Waffenruhe bekämpfen sich Israel und die Hisbollah weiterhin im Libanon.
+++ 22:16 Israelische Angriffe treffen Südlibanon schwer +++
Israel hat mehrere Angriffe auf die Bezirke Tyros und Nabatieh im Südlibanon durchgeführt. Mehrere Menschen wurden getötet und und verletzt, außerdem richteten die Angriffe erhebliche Schäden an Wohnhäusern an, wie die staatliche Nachrichtenagentur berichtete. Die genaue Zahl der Opfer ist demnach unklar.
+++ 21:35 Iranische Börse öffnet am Dienstag wieder +++
An der iranischen Börse soll ab Dienstag wieder gehandelt werden. Das berichtet die iranische Nachrichtenagentur IRNA unter Berufung auf einen hochrangigen Börsenvertreter. Der Handel war während des Krieges mit den USA und Israel ausgesetzt worden. "Die Aussetzung der Börsenaktivitäten seit Kriegsbeginn diente dem Schutz der Vermögenswerte der Aktionäre, der Verhinderung von panikgetriebenen Handelsgeschäften und der Schaffung transparenterer Preisbildungsbedingungen", sagt Hamid Jari, stellvertretender Leiter der Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde. "Mit der Wiedereröffnung der Börse werden nun alle Bereiche des Kapitalmarktes ihre volle Tätigkeit wieder aufnehmen", fügt er hinzu.
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