Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:45 Selenskyj warnt bei Front-Besuch vor russischer Frühlingsoffensive +++

07.03.2026, 00:01 Uhr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einer Reise in die umkämpfte Region Donezk im Osten des Landes vor einer Frühlingsoffensive des russischen Militärs gewarnt. Diese werde gerade vorbereitet und es sei wichtig, dass die Verteidigungspositionen ausgebaut und die ukrainischen Soldaten gut ausgerüstet seien für den Fall, sagte er in einer Videoansprache - diesmal aus der Stadt Druschkiwka, gut 20 Kilometer von der Front entfernt. Zuvor hatte Selenskyj mehrere Kommandopunkte der Ukrainer in der Region besucht, Soldaten ausgezeichnet und sich von den Offizieren ein Lagebild geben lassen, wie aus verschiedenen Beiträgen in sozialen Netzwerken des Präsidenten hervorgeht. Es ist nicht die erste Reise Selenskyjs ins Frontgebiet. Die Region Donezk ist schwer umkämpft, die Ukrainer halten noch etwa ein Fünftel des Territoriums, darunter aber auch den gut ausgebauten Verteidigungsgürtel um das Ballungsgebiet rund um Slowjansk und Kramatorsk.

+++ 04:13 Pipeline-Streit: Ungarn behält Gold von freigelassenen Bankmitarbeitern +++

Nach der vorübergehenden Festnahme mehrerer Ukrainer durch ungarische Behörden vor dem Hintergrund eines Streits um eine Öl-Pipeline hat Ungarn die festgenommenen Bankmitarbeiter wieder freigelassen - das bei der Festnahme beschlagnahmte Bargeld und Gold jedoch einbehalten. Ungarn habe die Wertsachen noch nicht zurückgegeben, erklärt der Chef der ukrainischen Zentralbank, Andryj Pyschnyj, auf Facebook.

+++ 01:51 US-Finanzminister Bessent erwägt Lockerung der Öl-Sanktionen +++

Wegen der angespannten Situation auf dem Ölmarkt hat US-Finanzminister Scott Bessent die Möglichkeit einer weiteren Lockerung der Sanktionen auf russisches Öl ins Spiel gebracht. "Wir könnten weitere russische Öllieferungen von Sanktionen befreien", sagt Bessent dem Sender Fox Business. 

+++ 00:40 Ischinger warnt: Ukraine darf nicht aus dem Fokus geraten +++

Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, sieht durch den Iran-Krieg auch die westliche Unterstützung für die Ukraine in Gefahr. Deutschland müsse als europäische Führungsnation den USA sagen: "Wir müssen uns auf die Ukraine konzentriere - und nicht auch noch Munitionsknappheiten für die Ukraine verstärken durch eine längere militärische Auseinandersetzung mit dem Iran", mahnt Ischinger.

+++ 23:38 Merz reist mit Pistorius und Forschungsministerin Bär nach Norwegen +++

Bundeskanzler Friedrich Merz wird zusammen mit Verteidigungsminister Boris Pistorius und Forschungsministerin Dorothee Bär kommenden Donnerstag nach Norwegen reisen. Während er am Donnerstagabend mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre zusammenkommen will, steht am kommenden Freitag eine Debatte zusammen mit Pistorius und Bär zur Weltraumkooperation mit norwegischen Vertretern auf der Agenda. Norwegen gilt als potenzieller Hub für Satellitenstarts.

+++ 23:05 Merkel mahnt: Europa muss sein Schicksal selbst bestimmen +++

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Länder Europas angesichts der weltweiten Krisen und Kriege zu Einigkeit und Geschlossenheit aufgerufen. "Europa muss sein Schicksal mehr denn je in die eigene Hand nehmen", sagt die CDU-Politikerin beim Matthiae-Mahl im Hamburger Rathaus vor rund 400 Gästen. Sie wünsche sich ein Europa, das nach innen und nach außen handlungsfähig sei und mit einer Stimme in der Welt wahr- und ernst genommen werde ".Das geht für mich weit über den Sicherheitsaspekt hinaus", betont Merkel. Ein geeint handelndes Europa bedeute Eintreten für Demokratie, Rechtsstaat, Menschenwürde, Wohlstand, Arbeitsplätze, aber auch den Schutz der Außengrenzen, der kulturellen Identität und der gemeinsamen Schöpfung.

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