Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 17:09 Ukraine jammt mehr als die Hälfte der feindlichen Drohnen +++

17.04.2026, 00:01 Uhr

Die ukrainischen Streitkräfte setzten bei der Bekämpfung russischer Drohnen besonders auf elektronische Abwehrmaßnahmen. "Derzeit werden mehr als 50 Prozent der feindlichen Luftziele durch die ukrainische elektronische Kriegsführung gestört", sagt Maksym Skoretsky, Leiter der Abteilung für elektronische Kriegsführung der Landstreitkräfte, dem Nachrichtenportal Oboronka. Infolgedessen verliert die feindliche Drohne die Kontrolle, bevor sie das Ziel erreicht, oder verfehlt dieses deutlich.

+++ 16:42 Hochrangiger Ex-US-General lobt die ukrainischen Streitkräfte in höchsten Tönen +++

Ex-US-General David Petraeus ist voll des Lobes für die ukrainische Armee. "Das ukrainische Militär hat nicht einfach nur sein Land verteidigt. Es hat die moderne Kriegsführung neu definiert", sagt er in einem Vortrag in Kiew Anfang April, über den "Kyiv Post" jetzt berichtet. Die Ukraine habe die Sichtweise von Militärs weltweit auf zukünftige Konflikte grundlegend verändert. Tatsächlich seien das Know-how, die Erfahrung und das Material der Ukraine nun sowohl bei europäischen Ländern als auch bei den Golfstaaten sehr gefragt. "In der Luft, an Land und auf See hat die Ukraine hochentwickelte unbemannte Systeme entwickelt und eingesetzt - und das unter denkbar schwierigsten Bedingungen. Ihre Ingenieure, Programmierer und Innovatoren haben das weltweit effektivste Ökosystem unbemannter Systeme geschaffen."

+++ 16:09 Ukrainische Angriffe zeigen Wirkung: St. Petersburg will Reservisten für Drohnenabwehr +++

Vor dem Hintergrund vermehrter ukrainischer Gegenangriffe mit Drohnen haben Behörden im Gebiet um Russlands Millionenmetropole St. Petersburg Reservisten zum Vertragsschluss bei der Flugabwehr aufgerufen. Es sei die Entscheidung getroffen worden, zusätzliche mobile Feuertrupps auf dem Gelände von Unternehmen und kritischer Infrastruktur zu stationieren, schreibt der Gouverneur der Region Leningrad, Alexander Drosdenko, bei Telegram. Drosdenko wendet sich an Einwohner mit militärischer Erfahrung. Behörden würden einen Dreijahresvertrag anbieten. Er sprach auch von mindestens zwei und maximal sechs Monaten Dienstzeit in einer Kaserne.

+++ 15:36 Bundeswehr weitet Einsatz kampferfahrener ukrainischer Ausbilder in Deutschland aus +++

Die Bundeswehr will den Einsatz kampferfahrener ukrainischer Ausbilder in Deutschland ausweiten. Ziel sei es, "ukrainische Soldaten mit praktischer Kriegserfahrung mit unseren Ausbildern zusammenbringen", sagt der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Christian Freuding, der "Welt am Sonntag". "Sie sollen gemeinsam im Gelände Taktiken ausprobieren, lehren und Kompetenzen vermitteln, möglichst nahe am tatsächlichen Kriegsbild." Der Heeresinspekteur kündigt an, die Strukturen der Bundeswehr stärker an die Realität moderner Kriegsführung mit unbemannten Systemen anzupassen. "Das bedeutet: Die Panzertruppe wird künftig mit unbemannten Systemen kämpfen - zu Lande und in der Luft, ebenso die Panzergrenadiertruppe", sagt Freuding. Die Bundeswehr wolle solche Systeme wie etwa Drohnen "mehr denn je in der Aufklärungstruppe einsetzen, zu logistischen Zwecken und um Verwundete zu bergen".

+++ 15:05 Schiffe mit Russland-Verbindung dürfen weiteres Jahr nicht in US-Häfen anlegen +++

US-Präsident Donald Trump verlängert den nationalen Notstand, der Schiffen mit russischer Verbindung die Einfahrt in US-Häfen untersagt, um ein weiteres Jahr. Dies teilt das Weiße Haus mit. Die Maßnahme wurde erstmals 2022 unter dem damaligen Präsidenten Joe Biden eingeführt als Reaktion auf Russlands Krieg gegen die gesamte Ukraine, der nach Ansicht Washingtons die internationalen Beziehungen der USA gefährdet. "Die Politik und das Vorgehen der Regierung der Russischen Föderation stellen weiterhin einen nationalen Notstand dar, da sie die internationalen Beziehungen der Vereinigten Staaten stören oder zu stören drohen", heißt es nun in der Bekanntmachung. Der nationale Notstand verleiht dem US-Minister für innere Sicherheit die Befugnis, die Einfahrt, das Ankern und die Bewegung von mit Russland verbundenen Schiffen in US-Gewässern zu regeln oder zu verbieten.

+++ 14:33 Beauty-Bloggerin entschuldigt sich tränenreich bei Putin +++

Die russische Beauty-Influencerin Viktorija Bonja rudert nach ihrer viralen Kritik an Putin massiv zurück. Ihr ursprünglicher Post ist mittlerweile gelöscht, nun legt sie unter Tränen eine Entschuldigung nach. Im Netz wird gemutmaßt, sie habe womöglich Besuch vom russischen Geheimdienst FSB bekommen.

+++ 13:58 Erster Besuch eines Königs in der Ukraine seit Beginn der Vollinvasion +++

Der schwedische König Carl XVI. Gustaf trifft im westukrainischen Lwiw ein. Ein Video des schwedischen Senders SVT zeigt, wie er dort den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj trifft. Der schwedischen Regierung zufolge ist dies der erste Besuch eines Monarchen in der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskrieges. In einer kurzen Ansprache in Lwiw sagt Carl Gustaf laut der Nachrichtenagentur TT: "Sie haben unsere volle Unterstützung." Selenskyj veröffentlicht in sozialen Medien ein Video, das die beiden beim Gedenken an gefallene ukrainische Soldaten zeigt. Er dankt dem Monarchen für diese Geste des Respekts.

+++ 13:33 US-Militäranalyst: Zeit wird für Russland immer knapper +++

Der US-Militäranalyst Michael Kofman bescheinigt der Ukraine deutliche Erfolge bei der Produktion von Langstreckendrohnen. "Mittlerweile ist eine signifikante Verbesserung der Fähigkeit ukrainischer Einheiten zu beobachten, dem Feind in seinen Konzentrationsgebieten Schaden zuzufügen", sagt der Senior Fellow von der Carnegie-Stiftung in den USA dem ukrainischen Sender Suspilne. Ihm zufolge behauptet sich die Ukraine weiterhin besser als erwartet. "Die Frontlinie ist nicht brüchig", insgesamt habe die Ukraine eine relativ gute Position an der Front. "Die russischen Streitkräfte sind noch weit davon entfernt, das Gebiet Donezk einzunehmen. Es könnte mindestens ein weiteres Jahr dauern, bis sie nennenswerte Fortschritte erzielen." Russlands Armee leidet dem Analysten zufolge zunehmend an Personalmangel. Die monatlichen Einberufungen reichten nicht mehr, um die Verluste auszugleichen. "Dies zwingt sie auch dazu, Einheiten von einem Frontabschnitt zum anderen zu verlegen, insbesondere wenn die Ukraine irgendwo einen Gegenangriff startet." Kofman ist sich sicher: "Nach den Erfahrungen von 2024 und 2025 ist klar, dass die Zeit für Russland immer knapper wird."

+++ 13:04 Schwarzmeerhafen Tuapse brennt immer noch +++

Im russischen Schwarzmeerhafen Tuapse dauern die Löscharbeiten nach dem ukrainischen Drohnenangriff vom Donnerstag an. 177 Einsatzkräfte seien mit der Brandbekämpfung beschäftigt, teilen die örtlichen Behörden mit. Bei dem Angriff wurden nach russischen Angaben zwei Menschen getötet, darunter ein 14-jähriges Mädchen. Sieben Menschen seien verletzt worden. Das ukrainische Militär hat den Angriff auf die Hafenanlagen in Tuapse bestätigt. Tuapse ist einer der wichtigsten Häfen im Süden Russlands und dient als Drehscheibe für den Export von Erdölprodukten, Kohle und Düngemitteln. Zudem befindet sich dort eine große Ölraffinerie gleichen Namens, die Rosneft, Russlands größtem Ölproduzenten, gehört.

+++ 12:37 Russische Kampfdrohne kracht in Leitung und explodiert +++

Eine russische Shahed-Drohne verfängt sich in einer Oberleitung in der ukrainischen Millionenstadt Dnipro und detoniert. Der Absturz löst ein Feuer in einer Lkw-Werkstatt aus. Bereits in der vorhergehenden Nacht beschießt Russland Dnipro und zahlreiche weitere ukrainische Städte.

+++ 12:17 Marineinspekteur: Bedrohung durch Russland darf nicht aus dem Fokus geraten +++

Angesichts der Diskussion um einen möglichen Bundeswehr-Einsatz in der Straße von Hormus warnt Marine-Inspekteur Jan Christian Kaack vor einer Überlastung der deutschen Seestreitkräfte. "Wir haben die kleinste Marine aller Zeiten, aber eine Masse an Aufgaben", sagte Kaack der "Wirtschaftswoche". Die Bedrohung durch Russland dürfe trotz des Iran-Krieges nicht aus dem Fokus geraten. Bundeskanzler Friedrich Merz berät heute in Paris mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und dem britischen Regierungschef Keir Starmer über einen internationalen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus.

+++ 11:43 Putin hat einen neuen Verbündeten +++

Russland intensiviert die Beziehungen zu Madagaskar – das wiederum nach einem Militärputsch im vergangenen Herbst voll auf Kremllinie liegt. Gründe für die neue Zusammenarbeit gibt es mehrere: Für Moskau kann der Inselstaat im westlichen Indischen Ozean vor allem geopolitisch wichtig werden. Madagaskar verfügt über große Metall- und Mineralschätze. Das Land ist der viertgrößte Kobaltexporteur der Welt, im Boden schlummern zudem große Mengen Grafit und seltene Erden: wichtige Rohstoffe für die Batterie-Produktion und Hightech-Geräte. Auch seine Lage macht den Inselstaat interessant. Madagaskar liegt an einer wichtigen Öl-Transportroute am Kanal von Mosambik. Etwa ein Drittel des weltweiten Rohöls passiert die Route zwischen Mosambik am afrikanischen Festland und Madagaskar. Bei einem Besuch von Interimspräsident. "Madagaskar ist ein Schlüsselpartner für Russland in Afrika", so Kremlchef Wladimir Putin bei einem Besuch von Interimspräsident Michael Randrianirina.

+++ 11:13 Kilometerhohe Rauchsäule steigt von russischem Schwarzmeerhafen auf +++

Der ukrainischer Drohnenangriff auf den russischen Schwarzmeerhafen Tuapse löst einen Großbrand in den Ölanlagen aus. Satellitenbilder zeigen eine gewaltige schwarze Rauchsäule über dem wichtigen Exporthafen. Russland meldet Tote und Verletzte.

+++ 10:44 Russisches Umfrageinstitut: Zustimmung für Putin sinkt +++

Laut einer Umfrage des staatlichen Meinungsforschungsinstitut Wziom, die vom 6. bis 12. April durchgeführt wurde, sinkt die Zustimmung für Kremlchef Wladimir Putin auf 66,7 Prozent. Das ist ein Rückgang um 1,1 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche. Auch sein Vertrauenswert sinkt auf 72 Prozent. Wie Radio Swoboda unter Berufung auf das Institut schreibt, ist Putins Zustimmungswert damit so niedrig wie nie zuvor seit Beginn der Vollinvasion in die Ukraine im Jahr 2022. In den vergangenen Wochen hat die Internetblockade Unmut hervorgerufen, auch in Kreisen, die den Krieg gegen die Ukraine befürworten. Unter anderem sorgte die Videobotschaft der Bloggerin Victoria Bonja an Putin für großes Aufsehen. Bonja sprach von einer "massiven Mauer" zwischen dem Volk und Putin und davon, wie ihn alle, sogar die "Gouverneure", fürchten.

+++ 10:13 Bukarest: Drohne dringt in rumänischen Luftraum ein +++

Die russischen Streitkräfte haben erneut den größten ukrainischen Donau-Hafen Ismajil unter Beschuss genommen. Der Angriff in der Nacht habe Brände ausgelöst, teilt das Ministerium für Infrastrukturentwicklung in Kiew mit. Rettungskräfte hätten das Feuer aber rasch unter Kontrolle bringen können. Verletzte habe es nicht gegeben. Allerdings seien Verwaltungs- und Produktionsgebäude sowie die Eisenbahninfrastruktur beschädigt worden. Eine Drohne sei in den rumänischen Luftraum eingedrungen, teilt das Verteidigungsministerium in Bukarest mit. Rumänien gehört der Nato und der Europäischen Union an und teilt eine 650 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Im Laufe des seit mehr als vier Jahren dauernden russischen Angriffskrieges sind wiederholt russische, aber auch ukrainische Geschosse in den Luftraum von Rumänien, Polen und baltischen Staaten eingedrungen. Der Hafen von Ismajil liegt an der südwestlichen Spitze der Ukraine gegenüber von rumänischem Gebiet an der Donau. Er hat sich im Krieg zu einem wichtigen und häufig angegriffenen Logistikknotenpunkt für die Ukraine entwickelt.

+++ 09:44 Hafen und Wohnanlagen in Odessa verwüstet +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Region Odessa werden in der Nacht Hafen-, Verkehrs- und Wohnanlagen beschädigt. Der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, teilt bei Telegram mit, dass an mehreren Orten Brände ausgebrochen seien. Unter anderem seien Verwaltungsgebäude, Container und mindestens sechs Wohnhäuser getroffen worden. Verletzt wird den Angaben zufolge niemand.

+++ 09:15 Millionenschaden: Sanktionierte kremltreue Kryptobörse stellt Betrieb nach Cyberangriff ein +++

Eine mit Sanktionen belegte Kryptowährungsbörse mit Verbindungen zu Russland stellt ihren Betrieb ein, nachdem bei einem Cyberangriff Vermögenswerte in Höhe von mehr als 1 Milliarde Rubel – umgerechnet rund 11,1 Millionen Euro - gestohlen worden waren. Dies berichtet die Agentur Reuters und beruft sich auf eine Mitteilung von Grinex. Demnach beschuldigt die Börse ausländische Geheimdienste aus unfreundlichen Staaten, an dem Cyberangriff beteiligt zu sein, liefert jedoch keine Beweise dafür. Nach vorläufigen Erkenntnissen wurde der Angriff koordiniert, um der finanziellen Souveränität Russlands direkten Schaden zuzufügen, heißt es. Die Börse mit Sitz in Kirgisistan und Verbindungen zu Russland wurde im vergangenen Jahr von den Vereinigten Staaten, Großbritannien und der EU mit Sanktionen belegt.

+++ 08:42 Z-Blogger drängen Kreml zu Angriff auf EU-Firmen +++

Am Frontabschnitt im Norden der Ukraine toben weiter harte Kämpfe. Doch zuletzt gelingen der russischen Armee kaum noch signifikante Geländegewinne. In Russland werden derweil Stimmen lauter, die Angriffe auf EU-Unternehmen fordern. ntv-Korrespondent Rainer Munz berichtet.

+++ 08:12 Russland plant offenbar Truppenverstärkung im Südosten der Ukraine +++

Das russische Militärkommando will vermutlich seine Truppen im Südosten der Ukraine verstärken. Dies schreibt das Institute for the Study of War unter Berufung auf den stellvertretenden Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR, Generalmajor Wadym Skibytskyjj. Demnach bereitet sich Russland wahrscheinlich darauf vor, auf seine strategischen Reserven zurückzugreifen, um seine Truppen im Südosten der Ukraine um 20.000 frische Soldaten zu verstärken. Wie es weiter heißt, deutet ein HUR-Bericht darauf hin, dass Russland den gesamten Donbass bis September 2026 erobern wolle; derzeit seien rund 680.000 Soldaten im Einsatzgebiet stationiert. Skibytskyjs Aussage stützt laut dem ISW die jüngsten Berichte des ukrainischen Militärbeobachters Kostjantyn Mashowets, wonach russische Streitkräfte Teile ihrer strategischen Reserve in Richtung Oleksandriwka und Saporischschja verlegen, beides Gebiete abseits ihres Hauptangriffs in der Oblast Donezk. 

+++ 07:43 Trump nennt jüngste russische Angriffe "schrecklich" +++

Es sind seltene Worte des US-Präsidenten, denen aber wohl kaum Taten folgen dürften: Donald Trump verurteilt den jüngsten russischen Angriff auf die Ukraine, bei dem 19 Menschen ums Leben kamen und über 100 verletzt wurden. Auch ein Kind wurde getötet. "Ich finde das schrecklich", antwortet Trump auf die Frage eines Reporters von Radio Free Europe. In der Nacht zu Donnerstag führte die russische Armee einen kombinierten Angriff auf die Ukraine durch, bei dem in Kiew, Odessa, Dnipro und der Region etliche Menschen getötet oder verletzt wurden.

+++ 07:10 Ukrainische Ministerpräsidentin nach USA-Besuch optimistisch +++

Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko zeigt sich nach Gesprächen mit der US-Regierung in Washington zuversichtlich über die weitere Unterstützung für ihr Land. US-Finanzminister Scott Bessent stehe an der Seite der Ukraine, sagt Swyrydenko. Sie habe bei dem Treffen deutlich gemacht, dass die Sanktionen gegen Russland nicht abgeschwächt oder ausgesetzt werden dürften. Zudem hoffe sie, dass der Regierungswechsel in Ungarn den Weg für ein blockiertes EU-Hilfspaket in Höhe von 90 Milliarden Euro sowie neue Sanktionen freimache.

+++ 06:39 Eingefrorene russische Gelder: London überweist Hunderte Millionen an Kiew +++

Großbritannien überweist eingefrorene russische Vermögenswerte in Höhe von umgerechnet 863 Millionen Euro an die Ukraine, wie "Kyiv Independent" schreibt.. "Die Ukraine hat die jüngste Tranche aus dem Vereinigten Königreich in Höhe von 752 Millionen Pfund Sterling als Teil der G7-Initiative 'Extraordinary Revenue Acceleration for Ukraine' erhalten"“, teilt das ukrainische Finanzministerium mit. Finanzminister Serhij Marchenko erklärt demnach, die Mittel würden zur Deckung dringender Bedürfnisse im ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungssektor verwendet. "Ich bin der Regierung des Vereinigten Königreichs dankbar für ihre konsequente und entschlossene Unterstützung der Ukraine bei der Abwehr der russischen Aggression im fünften Jahr der Vollinvasion."

+++ 06:12 Russland greift Tschernihiw in der Nordukraine an +++

Das russische Militär greift die ukrainische Stadt Tschernihiw an und schneidet mehrere Viertel von der Stromversorgung ab. Nach Angaben des regionalen Militärverwalters Dmitri Bryschinskyj werden mehrere Objekte der Energieinfrastruktur getroffen und in Brand gesetzt. Vorerst gibt es keine Berichte über mögliche Verletzte. Bryschinskyj macht in seiner Mitteilung auf Telegram keine Angaben, welche Waffen bei dem Angriff eingesetzt wurden.

+++ 05:43 Brüssel stellt Ukraine nach Reformen weitere Milliardenhilfen in Aussicht +++

Die Europäische Union will nach Fortschritten bei Reformen in der Ukraine in Kürze weitere Milliardenhilfen an das Land auszahlen. Es gehe um 2,5 bis 2,7 Milliarden Euro, teilt EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos am Rande der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank in Washington mit. Das ukrainische Parlament habe in der vergangenen Woche die dafür notwendigen Gesetze verabschiedet. "Es gibt einen Ukraine-Plan, in dem 173 Reformen aufgeführt sind, die sie umsetzen müssen und wenn sie diese erfüllen, können wir ihnen das Geld geben", so Kos nach der Veranstaltung.

+++ 04:49 EU fliegt Tausende Patienten aus der Ukraine aus +++

Mehr als 5000 Patienten sind nach Angaben der EU-Kommission seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor über vier Jahren aus der Ukraine zur Behandlung in europäische Krankenhäuser gebracht worden. Die Kommission habe im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens "die sichere Verlegung von mehr 5000 Patienten aus der Ukraine in Krankenhäuser in 22 Ländern in ganz Europa für spezialisierte medizinische Behandlungen ermöglicht", heißt es. Zuletzt wurden demnach am Mittwoch Patienten nach Deutschland, Finnland, Norwegen und in die Niederlande ausgeflogen.

+++ 02:49 Russland eskaliert Drohnenstreit mit Balten und Finnland +++

Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergei Schoigu, warnt Finnland, Estland, Lettland und Litauen, dass Moskau sich das von ihm so bezeichnete "Recht auf Selbstverteidigung" vorbehalte, falls ukrainische Drohnen Russland über ihren Luftraum angreifen sollten, berichtet die kremlnahe Nachrichtenagentur TASS. Die Äußerungen folgen auf eine separate Warnung Moskaus vom Vortag, dass die europäische Unterstützung für die Drohnenfähigkeiten der Ukraine "unvorhersehbare Folgen" haben könnte. Schoigu beschuldigt mehrere Länder, Teil von Kiews "strategischem Hinterland" zu werden.

+++ 00:38 Insider: USA verzögern Waffenlieferungen an Europa +++

Die USA werden Insidern zufolge voraussichtlich einige bereits vereinbarte Waffenlieferungen an europäische Länder verzögern. US-Regierungsvertreter hätten ihre europäischen Kollegen darüber informiert, dass der Krieg im Iran an den Waffenbeständen zehre, sagen drei mit dem Vorgang vertraute Personen. Betroffen seien mehrere Staaten, darunter Länder im Baltikum und in Skandinavien. Bei den Rüstungsgütern handele es sich um Käufe im Rahmen des US-Programms für ausländische Militärverkäufe (FMS), die noch nicht ausgeliefert worden seien. Das Weiße Haus, das US-Verteidigungsministerium und das Außenministerium in Washington nehmen bislang nicht Stellung. Die europäischen Staaten rüsten wegen Russlands Angriff auf die Ukraine ihre Armeen massiv auf.

+++ 23:13 Zwei Verdächtige nach Anschlag in Kiew festgenommen +++

In der Ukraine werden zwei junge Männer nach einem mutmaßlichen Terroranschlag festgenommen. Die 17- und 23-Jährigen sollen für eine Explosion in der Region Kiew verantwortlich sein, berichtet "Ukrainska Prawda" unter Berufung auf den ukrainischen Geheimdienst SBU.

+++ 22:09 Enorme schwarze Rauchsäule nach ukrainischem Drohnenangriff auf Ölanlage +++

Der ukrainische Angriff auf die Ölanlagen im Schwarzmeerhafen Tuapse hat zu schweren Bränden geführt. Auf Bildern ist eine kilometerhohe schwarze Rauchsäule zu sehen.

Das Kommando der ukrainischen Armee-Spezialeinheiten teilt mit, dass die Ölverladeanlagen wie Objekte der örtlichen Raffinerie beschädigt worden seien. Der Komplex gehört dem größten russischen Ölkonzern Rosneft.

Blick-aus-dem-All-auf-die-russische-Schwarzmeerkueste-bei-Tuapse-Die-Auswirkungen-der-Braende-im-Oeldepot-des-russischen-Hafens-sind-auf-der-Satellitenaufnahme-vom-16-April-2026-gut-zu-erkennen-Der-Kuestenabschnitt-im-Bild-ist-von-Nordwesten-bis-Suedosten-rund-170-Kilometer-lang-Die-auf-dem-Bild-erkennbare-Qualmwolken-ziehen-sich-ueber-rund-70-Kilometer-hinaus-Richtung-Suedwesten-aufs-offene-Meer
Blick aus dem All auf die russische Schwarzmeerküste bei Tuapse: Die Auswirkungen der Brände im Öldepot des russischen Hafens sind auf der Satellitenaufnahme vom 16. April 2026 gut zu erkennen. Der Küstenabschnitt im Bild ist von Nordwesten bis Südosten rund 170 Kilometer lang. Die auf dem Bild erkennbare Qualmwolken ziehen sich über rund 70 Kilometer hinaus Richtung Südwesten aufs offene Meer. (Foto: Satellitenfoto © Copernicus Sentinel Data 2026)

+++ 21:39 Deepstate: Russen rücken in der Region Sumy vor +++

Laut dem ukrainischen Militärbeobachtungsportal Deepstaate kann die russische Armee in der Region Sumy Geländegewinne verzeichnen. "Der Feind rückte in der Nähe von Novodmitrowka und Stepka vor", heißt es bei Deepstate. Die Region Sumy liegt direkt an der Grenze zu Russland. Derzeit hat Moskau auf ukrainischem Gebiet in der Region die Kontrolle über rund 150 Quadratkilometer. 

+++ 21:00 Klingbeil: Russland darf nicht Gewinner des Ukraine-Kriegs sein +++

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil warnt davor, dass Russland vom Iran-Krieg profitiert. "Es liegt nicht in unserem Interesse - und es kann auch nicht im Interesse der Vereinigten Staaten liegen - dass Russland als Sieger aus dem Iran-Krieg hervorgeht", sagt der SPD-Politiker am Rande der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds in Washington. Die russische Wirtschaft wachse, Russland profitiere von der Energiesituation. Er habe dies auch im Rahmen der G7 gegenüber den Vereinigten Staaten angesprochen: "Russland ist der Gewinner dieser Situation. Und das ist keine gute Situation."

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