Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 16:21 Russland bereitet laut Selenskyj neuen Großangriff vor +++
Russland bereitet nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj einen neuen Großangriff auf die Ukraine vor. Selenskyj beruft sich in einem Beitrag auf Telegram auf Geheimdienst-Erkenntnisse. Er fordert zudem weitere Sanktionen gegen Russland. Die Umsetzung von Vereinbarungen mit Partnern über die Lieferung von Luftabwehrsystemen dürfe nicht verzögert werden. Russland hatte am Montag "systematische Angriffe" auf Ziele in Kiew angekündigt. Zudem forderte die Regierung in Moskau Ausländer und Diplomaten auf, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen.
+++ 15:42 Drohnenangriff in Rumänien - Medwedew droht mit weiteren "Vorfällen" +++
Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, warnt die europäischen Staaten vor weiteren Drohnen-Vorfällen. Es herrsche Krieg, und die Bürger der EU-Staaten würden nicht mehr ruhig schlafen können, erklärt der Ex-Präsident. Es müsse zwar noch geklärt werden, wem die in Rumänien abgestürzte Drohne gehöre. Die europäischen Politiker sollten sich jedoch nicht empören, da sie sich direkt an einem Krieg gegen Russland beteiligten. Solche Vorfälle würden sich weiter ereignen, insbesondere dort, wo Drohnen für die Ukraine hergestellt würden, so Medwedew. Zudem kündigt das russische Außenministerium eine rasche Reaktion auf die Schließung des russischen Konsulats im rumänischen Constanța durch die Regierung in Bukarest an.
+++ 15:07 Deutsch-Russen liefern trotz Sanktionen nach Russland - Prozess +++
Vor dem Landgericht Münster ist ein Prozess gegen zwei Geschäftsführer eines Unternehmens aus Oelde im Münsterland gestartet. Die beiden sollen trotz der verhängten Handels-Sanktionen der Europäischen Union große Warenmengen nach Russland ausgeführt haben. Der Vorwurf lautet: Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz in 65 Fällen. Die 34- und 39-jährigen Brüder sind Deutsch-Russen. Gemeinsam mit ihrem Vater, gegen den ebenfalls ein Verfahren läuft, sollen sie Maschinenbauteile im Wert von mehr als 830.000 Euro nach Russland ausgeführt haben. Um die wegen des Ukrainekriegs von der EU verhängten Verkaufsverbote an Russland zu umgehen und vor dem Zoll zu verschleiern, sollen die Brüder die Geschäfte über Briefkastenfirmen in Kirgisistan und der Türkei abgewickelt haben. Am ersten Verhandlungstag haben sie sich nicht zu den Vorwürfen geäußert.
+++ 14:28 Rumänien weist nach Drohnenangriff russischen Konsul aus +++
Rumänien weist den russischen Konsul in der Hafenstadt Constanța aus und schließt das dortige Konsulat. Dies erklärt Präsident Nicușor Dan nach dem Einschlag einer Drohne in ein Wohngebäude. Zudem gebe es Vereinbarungen mit Nato-Verbündeten, vorübergehend militärische Ausrüstung nach Rumänien zu verlegen, bis das Land seine eigene Luftverteidigung modernisiert habe, sagt Dan weiter.
+++ 13:55 Litauen: Schießanlage am Standort der Bundeswehr-Brigade fertig +++
Litauen schließt den Bau einer Schießanlage für Panzerabwehrwaffen auf dem Militärübungsplatz Rudninkai ab, die auch von der dort stationierten Bundeswehr-Brigade genutzt werden wird. Die Anlage sei auf die Bedürfnisse der litauischen Armee und der deutschen Brigade zugeschnitten und bestehe aus zwei Schießständen, einem Beobachtungsturm und einem Schutzwall, teilt das Verteidigungsministerium des baltischen EU- und Nato-Lands in Vilnius mit. Zur weiteren Infrastruktur gehören Zufahrtsstraßen, Munitionsausgabebereiche und Unterstände für Soldaten sowie ein Parkplatz. "Wir haben die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass litauische Soldaten, die deutsche Brigade und ihre Verbündeten auf dem Schießstand für Panzerabwehrwaffen trainieren können", sagt Verteidigungsminister Robertas Kaunas. Damit sei eine weitere wichtige Phase des Baus der militärischen Infrastruktur auf dem Übungsplatz Rudninkai abgeschlossen.
+++ 13:23 Fragwürdige Benennung einer ukrainischen Einheit löst in Polen Kritik an Selenskyj aus +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sorgt in Polen für Empörung, indem er eine Einheit der ukrainischen Armee nach der berüchtigten Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) benennt. Die UPA war im Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der heutigen Ukraine für Massaker an Polen verantwortlich - Polens Regierungschef Donald Tusk erklärt, Selenskyjs Entscheidung "verletzt unsere historische Sensibilität". Staatschef Karol Nawrocki schlägt vor, Selenskyj die höchste polnische Auszeichnung, den Orden Weißer Adler, abzuerkennen. Die UPA galt in den 1940er Jahren als militärischer Arm der OUN, der Partei ukrainischer Nationalisten. In ihrem Kampf für die ukrainische Unabhängigkeit von der Sowjetunion kollaborierten OUN und UPA im Zweiten Weltkrieg zeitweise mit Hitler-Deutschland. Im vergangenen Jahr hatten Kiew und Warschau ihren Streit um das Massaker von Wolhynien beigelegt:
+++ 12:47 Ungarns neuer Regierungschef Magyar will keine Waffen an die Ukraine liefern +++
Auch unter der neuen konservativen ungarischen Regierung wird es keine Waffenlieferungen an die Ukraine geben. Regierungschef Peter Magyar schreibt auf der Plattform X anlässlich eines Treffens mit Nato-Chef Mark Rutte: "Ich habe den Generalsekretär darüber informiert, dass Ungarn keine Waffen oder militärische Ausrüstung an die Ukraine liefert." Magyar vertritt diese Position bereits seit längerer Zeit. Er setzt die Politik seines Vorgängers Viktor Orban in diesem Punkt fort.
+++ 12:12 Russland will Europa nicht als Vermittler +++
Die russische Seite bekräftigt ihre Position, Europa nicht als Vermittler haben zu wollen. Dies teilt Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass mit. Europa sei eine Konfliktpartei und europäische Waffen würden "direkt auf uns schießen", behauptet Peskow. Daher gebe es keinen Anspruch auf eine Vermittlerrolle. Die Ukraine setzt zur Verteidigung gegen die russische Invasion von Europa überlassene Waffen ein. Europäische Staaten befinden sich nicht in einem Kriegszustand mit Russland und führen keine Angriffe durch.
+++ 11:30 Munz zu Frust über Ukraine-Krieg: Im Kreml-TV "fiel Zahl, die wir so noch nie gehört haben" +++
Während der Kreml harsch auf die jüngste Ankündigung der EU-Kommissionsvizepräsidentin Kaja Kallas reagiert, fällt ntv-Korrespondent Rainer Munz etwas Ungewöhnliches auf. In der regierungsnahen Sendung "60 Minuten" kommt es zu einer deutlichen Kritik am Ukraine-Krieg:
+++ 10:47 Reisner: Ukraine muss bald militärische Wende erreichen +++
Die Ukraine könnte nach Angaben von Oberst Markus Reisner die Mobilmachung ausweiten. Kyrylo Budanow, Leiter des Präsidialamts der Ukraine und enger Vertrauter von Ukraine-Präsident Selenskys plane 18- bis 25-jährige Ukrainer einzuziehen, um mehr Soldaten im Krieg gegen Russland einsetzen zu können, so Reisner bei ntv. Denn trotz Einsatz von Robotern und Drohnen mangele es an Personal an der Front. Dies sei ein großes Problem, denn gerade die jungen Ukrainer seien eigentlich nicht mehr als Streitkräfte vorgesehen, sondern für den Wiederaufbau der Ukraine eingeplant. Deshalb müsse der militärische Druck auf Russland so stark erhöht werden, dass sich Putin möglichst bald zu echten Verhandlungen bereit erklärt. Ferner warnte Reisner vor einer russische Sommeroffensive, für deren Vorbereitung es Anzeichen gebe.
+++ 10:17 "Angemessene Maßnahmen" - Rumänien will russisches Vorgehen nicht hinnehmen +++
Rumänien wird es nach den Worten von Präsident Nicusor Dan nicht hinnehmen, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine auf seine Bevölkerung übergreift. Er habe das Außenministerium aufgefordert, unverzüglich eine Reihe von Maßnahmen bezüglich der Beziehungen zu Russland vorzulegen, erklärt Dan. Diese müssten "dieser sehr ernsten Lage angemessen" sein. Russland darf nach den Worten der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas den europäischen Luftraum nicht ungestraft verletzen. Der Absturz einer russischen Drohne in ein Wohngebäude im rumänischen Galați sei eine eklatante und schwerwiegende Verletzung der Souveränität des Nato- und EU-Staates und des europäischen Luftraums, schreibt Kallas auf der Plattform X. Russland habe schon vor langer Zeit aufgehört, Grenzen zu respektieren.
+++ 09:30 Wieder die Opferrolle: Ex-Verteidigungsminister stellt abstruse Behauptung auf +++
Der ehemalige Verteidigungsminister und heutige Sekretär des Sicherheitsrats der Russischen Föderation, Sergej Schoigu, behauptet laut dem osteuropäischen Medium Nexta: "Insgesamt kämpfen effektiv 56 Länder gegen uns." Befragt wurde er den Angaben zufolge zur ukrainisch-deutschen Drohnenproduktion. Deutschland wolle er aber nicht speziell herausgreifen, so Schoigu. Mit seiner Aussage zu den 56 Ländern betreibt der Putin-Vertraute eine für die russische Führung typische Täter-Opfer-Umkehr. Russland wird nicht von 56 Ländern bekämpft, sondern es gibt Unterstützungsleistungen für die Ukraine bei der Verteidigung gegen den illegalen russischen Angriffskrieg. Dieser wurde begonnen, als Schoigu noch Verteidigungsminister war.
+++ 08:53 Nato sagt Rumänien Unterstützung zu - Bukarest bestellt russischen Botschafter ein +++
Die Nato stellt Rumänien nach dem Einschlag einer Drohne in ein Wohnhaus einen Ausbau der Abwehrfähigkeiten in Aussicht. "Wir verurteilen Russlands Rücksichtslosigkeit, und die Nato wird ihre Verteidigung gegen alle Bedrohungen weiter stärken - auch gegen Drohnen", teilt Sprecherin Allison Hart mit. Generalsekretär Mark Rutte stehe nach dem Einschlag der Drohne in Kontakt mit den rumänischen Behörden. Bukarest bestellt zudem nach Angaben von Außenministerin Oana-Silvia Țoiu den russischen Botschafter ein.
+++ 08:19 Drohneneinschlag in Wohnhaus in Rumänien: Wütende Worte in Richtung Russland +++
Rumänien wirft Russland nach dem Einschlag einer Drohne auf seinem Gebiet eine "schwere und unverantwortliche Eskalation" vor. Man werde die notwendigen diplomatischen Maßnahmen ergreifen, um auf diesen schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht und die Verletzung seines Luftraumes zu reagieren, teilt das Außenministerium mit. Rumänien habe die Verbündeten und Nato-Generalsekretär Mark Rutte über den Vorfall informiert. Zudem habe man darum gebeten, den Transfer von Drohnenabwehrkapazitäten nach Rumänien zu beschleunigen. Rumänien ist Mitglied der Nato und der Europäischen Union und grenzt an die Ukraine. Bei dem russischen Angriff auf die Ukraine ist in der Nacht zum Freitag eine Drohne in ein zehnstöckiges Wohnhaus in der Grenzstadt Galati im Südosten Rumäniens eingeschlagen. Zwei Menschen wurden verletzt.
+++ 07:38 Mit EW-System gestört: Flugkörper trifft russisches Gericht +++
In der russischen Millionenstadt Nischni Nowgorod trifft ein Flugkörper ein Justizgebäude und beschädigt Dach sowie Kuppel. Verletzt wird laut Behörden niemand. Ukrainische Medien berichten, Russland habe das Signal der Drohne mit einem elektronischen Störsystem (Electronic Warfare System) beeinflusst:
+++ 07:02 Ukraine greift russische Region an +++
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff sind in der russischen Oblast Jaroslawl Behördenangaben zufolge Treibstofflager in Brand geraten. Die Löscharbeiten dauerten an, teilt Michail Jewrajew, der Gouverneur der nordöstlich von Moskau gelegenen Oblast, auf Telegram mit.
+++ 06:15 "Qualitativ neu" - Ukraine bekommt Gripen-Kampfjets - und eine brandgefährliche Waffe dazu +++
Der stellvertretende Leiter des Büros des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Pavlo Palisa, spricht in einem Beitrag auf Telegram über die schwedischen Gripen-Kampfjets. 16 Stück der Version C/D wird die Ukraine wohl Anfang nächsten Jahres erhalten. Zudem sollen sie unter anderem mit Meteor-Luft-Luft-Raketen ausgestattet sein. Diese haben eine besonders hohe Reichweite von bis zu 200 Kilometern. "Das ist nicht einfach nur eine weitere Verstärkung der Luftwaffe. Es ist ein weiterer Schritt hin zu einer qualitativ neuen Architektur unserer Verteidigung", schreibt Palisa. Die Meteor-Raketen bezeichnet er als "langen Arm" der Luftwaffe. Palisa zufolge wird es möglich sein, die russischen Flugzeuge, die Gleitbomben mit sich tragen, von der Front fernzuhalten. "Das ist eine unschätzbare Verstärkung sowohl unserer Luftwaffe als auch des Schutzes der Infanterie." Russland setzt jährlich Zehntausende Gleitbomben ein und tötet damit sowohl Zivilisten als auch Soldaten. Es ist eine der größten Herausforderungen, denen die Ukraine im Kampf gegenübersteht.
+++ 05:30 Ukraine: Russland attackiert Hafenstadt Ismajil in Oblast Odessa +++
Nach Angaben der örtlichen Behörden gibt es momentan einen Drohnenangriff auf das Gebiet um den ukrainischen Hafen Ismajil in der südlichen Oblast Odessa. Eine der Drohnen habe sich in Stromleitungen verfangen, wodurch die Stromversorgung in fünf Dörfern vorübergehend unterbrochen worden sei, teilen die Behörden der Nachrichtenagentur Reuters zufolge über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ismajil liegt nahe der rumänischen Grenze und beherbergt den größten ukrainischen Hafen an der Donau. Die strategisch wichtige Stadt ist häufig Ziel von Angriffen.
+++ 04:25 US-Vertreterin kritisiert Russland ungewöhnlich scharf +++
Die Vereinigten Staaten haben ungewöhnlich scharfe Kritik an Russland geübt und das Land aufgefordert, von seinen angekündigten "systematischen Angriffen" auf Kiew abzusehen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die jüngste Sitzung des UN-Sicherheitsrats, die die Ukraine als Reaktion auf Russlands Beschuss mit Hunderten von Drohnen und Raketen am Sonntag gegen Kiew und die umliegenden Gebiete beantragt hatte. Tammy Bruce, die stellvertretende US-Botschafterin bei den UN, nannte den Einsatz unter anderem einer Oreshnik-Rakete "eine unerklärliche, gefährliche und barbarische Eskalation" des Krieges. "Wir mahnen Russland, keine sogenannten systematischen Angriffe auf Kiew zu führen, die weitere zivile Opfer riskieren und die Aussichten auf Frieden zurückwerfen könnten." Der russische Botschafter Wassili Nebensja bekräftigte dagegen Moskaus Darstellung, wonach der Beschuss am Sonntag auf wichtige militärische und nachrichtendienstliche Einrichtungen abgezielt habe. Er erneuerte zudem Russlands Versprechen, neue Schläge gegen "Entscheidungszentren und Führungsstellen" zu führen. "Da sich die oben genannten Einrichtungen über ganz Kiew verteilen, haben wir Ausländer, darunter das Personal diplomatischer Vertretungen und Büros internationaler Organisationen, davor gewarnt, die Stadt so bald wie möglich zu verlassen."
+++ 03:17 Drohne trifft Hochhaus in rumänischer Stadt +++
Eine Drohne hat in der rumänischen Stadt Galati nahe der Grenze zur Ukraine ein Hochhaus getroffen. Der Einschlag löste einen Brand im zehnten Stock des Gebäudes aus, zwei Leichtverletzte wurden vor Ort versorgt, wie das Innenministerium des EU- und Nato-Staats auf Facebook mitteilt. Bislang seien keine weiteren Drohnen gesichtet worden. Ein auf Explosionen spezialisiertes Ermittlerteam sei auf dem Weg zum Einsatzort. Das Ministerium macht noch keine Angaben zum vermuteten Ursprung der Drohne. Russland greift das Nachbarland Ukraine immer wieder mit zahlreichen Drohnen an. Dabei gab es auch einzelne Fälle, bei denen Drohnen den Luftraum von Nato-Staaten verletzten. Ebenso gab es vereinzelt Luftraumverletzungen durch ukrainische Drohnen oder Geschosse.
+++ 02:07 Gouverneur: Drei tote Mitarbeiter eines Wasserversorgers durch ukrainischen Drohnenangriff +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff im russisch kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk sind nach Angaben der dortigen Behörden drei Menschen getötet worden. Die Mitarbeiter eines Wasserversorgers seien in einem Auto in Wuhlehirsk nördlich der Stadt Donezk unterwegs gewesen, als dieses von Drohnen getroffen worden sei, teilt der von Russland eingesetzte Verwaltungschef Denis Puschilin via Telegram mit. Ein vierter Mann sei schwer verletzt worden. Auch in der russischen Grenzregion Brjansk kam nach Angaben des amtierenden Gouverneurs Jegor Kowaltschuk ein Mensch bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Dorf ums Leben.
+++ 00:50 Drohnenangriff auf Energieanlagen in russischer Region Wolgograd +++
Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Gouverneurs Andrei Botscharow ukrainische Drohnen abgefangen, die auf Energieanlagen und zivile Infrastruktur in der Region Wolgograd zielten. Dabei sei ein Wohnhaus getroffen worden, es gebe nach ersten Erkenntnissen aber keine Opfer, meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Politiker. In der Region Wolgograd befindet sich eine große Raffinerie des russischen Energiekonzerns Lukoil.
+++ 23:45 "Unsere Mission": US-Demokraten setzen sich für zusätzliche Abwehrmittel und Sanktionen ein +++
Zwei demokratische US-Politiker, die im Laufe des Tages Kiew besucht haben, appellieren an die US-Regierung, positiv auf die Bitte der Ukraine um zusätzliche Luftabwehrraketen zu reagieren. Das berichtet der "Kyiv Independent". Hintergrund sind die verstärkten russischen Luftangriffe unter anderem auf die Hauptstadt Kiew. Anfang dieser Woche hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj einen Brief an den US-Präsidenten Donald Trump gesandt und vor der Knappheit an Luftabwehrsystemen, insbesondere bezüglich der Abwehr ballistischer Raketen, gewarnt. Bei einer Pressekonferenz in Kiew sagte laut Bericht US-Senator Richard Blumenthal, er erwarte, dass die Vereinigten Staaten die Bitte der Ukraine unterstützen werden. "Meine Hoffnung und Erwartung ist, dass Amerika positiv auf diese Bitte reagieren wird", so Blumenthal, der mit seinem Kollegen aus dem Repräsentantenhaus, Jim Himes, in das Kriegsland gereist war. Blumenthal sagte, beide würden sich nach ihrer Rückkehr nach Washington für zusätzliche Luftabwehr und härtere Sanktionen gegen Russland einsetzen. "Was wir als unsere Mission ansehen werden, wenn wir zurückgehen, ist sicherzustellen, dass die Ukraine die Mittel hat, die Aufgabe zu erfüllen."
+++ 22:13 Gegen ukrainische Drohnen: Russische Privatunternehmen dürfen nun schwere Waffen kaufen +++
Die russischen Behörden genehmigen eine Regel, die es privaten Unternehmen ermöglicht, schwere Waffen zu erwerben. Damit sollen sie Industrieanlagen gegen Drohnenangriffe verteidigen können, berichtet RBC unter Berufung auf das Umfeld des Verteidigungsministeriums. Das neue System werde es Unternehmen ermöglichen, Flugabwehrartilleriesysteme, Geschütztürme, Radargeräte, Spezialfahrzeuge und elektronische Kampfsysteme zu beschaffen, berichtet RBC. "Um neu gebildete mobile Feuergruppen umgehend mit allem Notwendigen auszustatten, wurden kürzlich auf staatlicher Ebene entsprechende Beschlüsse gefasst", erklärt eine Quelle gegenüber RBC. Dieser Schritt unterstreicht die wachsende Besorgnis der russischen Behörden und Wirtschaftsführer angesichts der zunehmenden Häufigkeit ukrainischer Drohnenangriffe auf Ölraffinerien, Industrieanlagen und andere strategische Infrastrukturen in ganz europäischem Russland.
+++ 21:26 Armenien nähert sich EU an - Russland setzt Importe aus +++
Russland wird die Einfuhr von frischem Obst, Gemüse und Kräutern aus Armenien aussetzen, teilt die russische Behörde für Lebensmittelsicherheit mit. Als Grund wird gesehen, dass die Regierung der ehemaligen Sowjetrepublik engere Beziehungen zur Europäischen Union anstrebt. Während Rosselkhoznadzor Sicherheitsbedenken anführt - und behauptet, in diesem Jahr bisher 181 Fälle von kontaminierten armenischen Erzeugnissen dokumentiert zu haben -, ist der Schritt wahrscheinlich politischer Natur. Kürzlich hatten russische Behörden den Import von Blumen und den Verkauf einiger armenischer alkoholischer Produkte in russischen Geschäften ausgesetzt. Gleichzeitig drohte Russland diese Woche damit, ein bilaterales Abkommen aus dem Jahr 2013 aufzukündigen, das Armenien zollfreies Erdgas und Öl garantiert, sollte das Land weiterhin engere Beziehungen zur Europäischen Union anstreben. Der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan wies die Drohungen zurück. Er argumentierte, dass ein EU-Beitritt letztendlich weitaus mehr Geld einbringen würde, als Armenien durch einen Anstieg der russischen Erdgaspreise verlieren würde.
+++ 20:44 Russland findet neuen militärischen Kooperationspartner: die Taliban +++
Russland und die Taliban-Regierung in Afghanistan haben ein Abkommen über militärische Zusammenarbeit unterzeichnet, melden staatliche russische Nachrichtenagenturen. Das Abkommen wurde im Rahmen eines internationalen Sicherheitsforums in der Region Moskau nach einem Treffen zwischen dem Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Sergei Schoigu, und dem afghanischen Verteidigungsminister Mohammad Yaqoob besiegelt. Die genauen Bedingungen des Abkommens sind nicht bekannt. Bilaterale Rahmenvereinbarungen dieser Art beinhalten in der Regel den Austausch von Waffen, Fertigungslizenzen und Verteidigungstechnologie sowie gemeinsame Forschungsprojekte. Einige Analysten spielten die unmittelbaren Auswirkungen des Abkommens herunter und bezeichneten es als symbolische Geste Moskaus. "In Wirklichkeit wird es definitiv weder zu einem vollwertigen Militärbündnis noch zu einer gegenseitigen Verteidigungskoalition kommen", erklärt Ruslan Suleimanov, Analyst am New Eurasian Strategies (NEST) Center, gegenüber dem unabhängigen Nachrichtenportal The Insider.
+++ 20:07 Angeblich geleakte russische Karte verschiebt Frontlinie um bis zu 10 Kilometer +++
Schummeln russische Generäle bei ihren Fortschritten an der Frontlinie? Eine angeblich geleakte Karten zur Lage in der Region Saporischschja legt das zumindest nahe. Zunächst: die Herkunft der Karte ist gänzlich unklar. Ebenso, wer sie geleakt haben soll. Nach Angaben einiger westlicher Militärblogger auf X soll sich die dortige Darstellung allerdings mit früheren Karten und Äußerungen des russischen Verteidigungsministeriums decken. Der Blogger Vitaly zeigt in einem kurzen Video die Unterschiede zwischen der tatsächlichen Lage und der geleakten Karte. Rückhalt für seine Darstellung erhält er aus Russland selbst. Das populäre Kriegsblog Rybar stellt die Frontlinie in der Region Saporischschja vor gut einer Woche ähnlich dar, wie es etwa auch die ukrainischen Blogger von DeepState tun. Rybar hatte sogar eher von ukrainischen als von russischen Vorstößen in der Region berichtet. Die Frontlinie auf der mutmaßlich geleakten russischen Karte befindet sich teils bis zu 10 Kilometer weiter im Landesinneren. Tatsächlich ist die Situation um die kleine Ortschaft Stepnohirsk jedoch seit Monaten mehr oder weniger unverändert. Dass es sich, sollte die Karte echt sein, um ein Versehen handeln, ist nicht anzunehmen. Es könnte eher dem Versuch dienen, die Lage an der Front besser darzustellen, als sie tatsächlich ist. Immer wieder meldete das russische Militär die Einnahme ukrainischer Ortschaften, ohne dass es dafür Belege gab. Zudem wurden teils Ortschaften als eingenommen erklärt, die bereits seit längerer Zeit unter der Kontrolle des russischen Militärs standen.
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