Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:33 Estland: Kosten für Rüstungsgüter um 50 Prozent gestiegen +++

17.05.2026, 00:01 Uhr

Die europäischen Länder sehen sich mit steigenden Kosten für Verteidigungsgüter konfrontiert - in den letzten zwei Jahren sind die Preise in einigen Fällen aufgrund erhöhter Nato-Verteidigungsausgaben um mehr als 50 Prozent gestiegen. Der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur äußert sich dazu auf der Lennart-Meri-Sicherheitskonferenz in Tallinn, wie Ukrinform unter Berufung auf Bloomberg berichtet. "Wir stellen fest, dass die Preise für einige Artikel um 50 oder 60 Prozent gestiegen sind, wenn wir die vor zwei Jahren gekauften Mengen - also die gleichen Artikel - jetzt erhöhen wollen", sagt er. Der drastische Preisanstieg bei Waffen und militärischer Ausrüstung erschwert die Verteidigungsausgabenpläne der Nato, da Europa unter Druck steht, rasch aufzurüsten. Bloomberg merkt zudem an, dass Europa einen Großteil der Lieferungen für die Ukraine übernehmen muss, während die USA ihren Fokus auf andere Regionen richten.

+++ 02:03 Rumänische Behörden entschärfen Blindgänger nahe der ukrainischen Grenze +++

Das rumänische Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass auf einem Grundstück nahe der Grenze zur Ukraine ein nicht explodiertes Geschoss entdeckt wurde. Das Geschoss wurde im Hof ​​eines unbewohnten Hauses im Dorf Pardina im rumänischen Kreis Tulcea gefunden, berichtet der "Kyiv Independent". Rumänien teilt eine 650 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Das Ministerium bezeichnet das Objekt als ein "ungelenktes reaktives Geschoss", macht aber keine Angaben zur Herkunft. "Technische Überprüfungen bestätigten das Vorhandensein von zwei Kilogramm Sprengstoff im Geschosskörper", heißt es in der Erklärung. Laut dem rumänischen Verteidigungsministerium wurde "das Geschoss kontrolliert gezündet".

+++ 00:18 Kanzleramtsminister Frei besucht Irpin und Butscha +++

Eine deutsche Delegation unter der Leitung von Kanzleramtsminister Thorsten Frei hat laut Ukrinform die Region Kiew besucht. Der Leiter der Kiewer Regionalverwaltung, Mykola Kalashnyk, schreibt auf Facebook, die Delegation habe Irpin und Butscha besucht - beide Städte sind seit dem russischen Überfall auf die Ukraine zu Symbolen des Widerstands geworden. In Irpin besuchte die Delegation die Romanivskyi-Brücke, die in den ersten Kriegstagen zu einer Evakuierungsroute für Tausende von Zivilisten wurde, die vor der russischen Besatzung und dem Beschuss flohen.

+++ 23:14 USA lassen Ausnahme von Sanktionen auf russisches Öl auslaufen +++

Die USA haben eine Ausnahmeregelung auslaufen lassen, die in den vergangenen Wochen angesichts der im Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise Sanktionen auf russisches Öl gelockert hatte. Vor gut einem Monat hatte eine Behörde des Finanzministeriums mitgeteilt, den Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auf Schiffe geladen wurde, bis zur Nacht auf diesen Samstag von US-Verboten auszunehmen. Bis zum Nachmittag (Ortszeit) veröffentlicht die Behörde auf ihrer Website keinen Hinweis über eine Verlängerung der Maßnahme.

+++ 22:00 Paris und Kiew wollen Zusammenarbeit bei Abwehrsystemen vertiefen +++

Bei einem Telefonat haben der französische Präsident Emmanuel Macron und sein ukrainischer Amtskollege Wolodymyr Selenskyj über die Stärkung der Flugabwehr der Ukraine gesprochen. "Frankreich ist bereit, an ballistischen Abwehrfähigkeiten zu arbeiten", schrieb Selenskyj auf X. Er danke Macron dafür und sprach von einem "wichtigen Schritt". Macron schrieb seinerseits auf X, dass sich die Ukraine auf Frankreich verlassen könne.

+++ 21:05 Selenskyj plant Maßnahmen wegen Transnistrien: Russland sollte mehr an eigene Raffinerien denken +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will sich eng mit der Regierung der Republik Moldau über das Vorgehen angesichts der jüngsten Schritte Russlands in Bezug auf das Separatistengebiet Transnistrien abstimmen. "In Moskau erzählen sie (...) oft, dass sie angeblich nur am Donbass interessiert seien. In Wirklichkeit geht es bei weitem nicht nur um den Donbass. Darauf müssen wir reagieren", sagte Selenskyj. Er habe das ukrainische Außenministerium angewiesen, mit Moldau eine gemeinsame Bewertung und gemeinsame Maßnahmen zu erarbeiten. "Ich erwarte auch Vorschläge von den ukrainischen Geheimdiensten bezüglich der Form der Reaktion. Russland sollte mehr über seine eigenen Raffinerien und Ölumschlaganlagen nachdenken, statt über die Bürger anderer Staaten und die Länder anderer Völker." Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuvor die Ausgabe russischer Pässe im Separatistengebiet Transnistrien erleichtert und damit den Druck auf die Republik Moldau verstärkt.

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