Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 17:11 Ukrainischer General: Truppen räumen Minen "am effektivsten und schnellsten" mit Drohnen +++
Die Truppen zur technischen Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte setzen bei der Minenräumung vor allem auf Drohnen in der Luft und ferngesteuerte Fahrzeuge am Boden. Das sagte Brigadegeneral Wassyl Syrotenko, Chef der Pioniertruppen des Unterstützungskommandos, in einem Interview mit der staatlichen ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform. "Solche Aufgaben werden heute von Einheiten für ferngesteuerte Minenräumung mit Drohnen und bodengestützten Robotersystemen durchgeführt. Dadurch können die Marschwege des Gegners schnell blockiert und ihm gleichzeitig Verluste zugefügt werden", hob Syrotenko hervor. "Der Schwerpunkt liegt genau auf der ferngesteuerten Minenräumung mit Drohnen. Dies ermöglicht ein deutlich effektiveres Vorgehen und reduziert - ganz entscheidend - die Risiken für das Personal. Während Pioniere früher direkt in Gefahrenzonen arbeiteten, werden diese Aufgaben jetzt aus der Ferne ausgeführt - schneller, präziser und sicherer", betonte Syrotenko.
+++ 16:26 Geopolitisches Forum gegen Russland: Kanadas Premier Carney zu EPG-Gipfel in Armenien eingeladen +++
Kanadas Regierungschef Mark Carney ist zum Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in der kommenden Woche in Armenien eingeladen. "Es ist das erste Mal, dass ein nicht-europäisches Land an der EPG teilnimmt", teilte EU-Ratspräsident António Costa am Dienstag mit. "Wir bauen ein globales Bündnis für Frieden, gemeinsamen Wohlstand und Multilateralismus auf", fügte er hinzu .Die EPG versteht sich als geopolitisches Forum gegen Russland und wurde nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 gegründet. Der achte Gipfel der Gruppe findet in der kommenden Woche in der armenischen Hauptstadt Eriwan statt. Zu den Mitgliedern gehören die 27 EU-Länder sowie 20 Partnerstaaten von Großbritannien über Serbien bis Aserbaidschan. Carney ist als Gast dabei.
+++ 15:50 Ukraine verlängert Kriegsrecht bis Anfang August +++
Die von Russland angegriffene Ukraine hat das geltende Kriegsrecht und die Mobilisierung um weitere 90 Tage bis Anfang August verlängert. Für beide von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereichten Entwürfe stimmte Medienberichten zufolge jeweils eine deutliche Mehrheit von mehr als 300 Abgeordneten. Nach dem russischen Einmarsch im Februar 2022 in die Ukraine wurde in dem osteuropäischen Land das Kriegsrecht verhängt und eine Mobilmachung angeordnet. Seitdem wird es immer wieder verlängert. Die regulären Präsidenten- und Parlamentswahlen fanden daher nicht statt. Wehrpflichtige Männer im Alter von 23 bis 60 Jahren können das Land, mit wenigen Ausnahmen, nicht verlassen.
+++ 15:19 Drohnenangriff am helllichten Tag auf Kiew -Verletzte und Schäden durch Trümmerteile +++
Russische Truppen haben die ukrainische Hauptstadt Kiew am Nachmittag mit Drohnen angegriffen. Wie der Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilt, sind dabei ein im Bau befindliches Gebäude und ein Friedhofsgelände beschädigt worden sowie zwei Menschen verletzt worden. Die Schäden wurden laut Klitschko durch von der ukrainischen Luftabwehr abgeschossene Drohnentrümmer verursacht. Drohnenangriffe auf Kiew am helllichten Tag sind selten, da die ukrainische Luftabwehr russische Drohnen üblicherweise in den umliegenden Gebieten abfängt. Russland experimentiert mit verschiedenen Drohnen- und Raketentaktiken, um die Luftabwehr zu durchbrechen und Schwachstellen aufzudecken. Kiew, Sitz westlicher Botschaften und wichtiger Regierungsgebäude, ist die am stärksten geschützte Stadt der Ukraine.
+++ 14:48 Explosionen über Kiew zu hören - "Drohnen nähern sich der Stadt" +++
Über der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind Explosionen zu hören. Die Luftverteidigungssystem sind in Betrieb, wie Kiews Bürgermeister Vitaliy Klychko laut Ukrinform meldet. "Die Luftverteidigungssysteme im Bezirk Obolon sind aktiviert. Bleiben Sie in den Schutzräumen!", schrieb er. Zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe via Telegram gemeldet: "Kiew - Drohnen nähern sich der Stadt."
+++ 13:53 Kreml: "Intensive Anstrengungen", um weitere ukrainische Angriffe zu verhindern +++
Nach erneuten erfolgreichen ukrainischen Angriffen auf russische Energieinfrastruktur kündigt der Kreml "intensive Anstrengungen" an, um weitere ukrainische Attacken auf russisches Territorium zu verhindern. Alle Details zu den "vom Kiewer Regime getroffenen Zielen" seien geheim, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen des ukrainischen Drohnenangriffs auf die Ölraffinerie in Tuapse (siehe Eintrag von 13:33 Uhr) werden "auf geeigneter Ebene" ergriffen, heißt es von der Regierung in Moskau.
+++ 13:33 Feuer wird größer - Evakuierungen wegen Raffinerie-Brand nach ukrainischem Angriff +++
In der südrussischen Hafenstadt Tuapse breitet sich nach einem ukrainischen Drohnenangriff Behörden zufolge erneut ein großes Feuer in einer Ölraffinerie aus. Gebietsgouverneur Weniamin Kondratjew spricht von einer ernsthaften Notfallsituation. Menschen, die in den Straßen nahe der Raffinerie leben, werden nach Angaben von Bürgermeister Sergej Bojko wegen der Gefahr, dass das Feuer sich ausbreitet, evakuiert. Der Kiewer Generalstab bestätigte in sozialen Medien einen erneuten Angriff auf die Raffinerie. Das Unternehmen sei an der Versorgung der russischen Streitkräfte in der Ukraine beteiligt, hieß es zur Begründung. Kampfdrohnen hätten das Gelände der Anlage getroffen und ein Feuer sei ausgebrochen. Die Raffinerie und der Ölverladeterminal der Stadt am Schwarzen Meer waren schon mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe. Seit Wochen kommt es deswegen zu Bränden und auch zu schweren Umweltschäden. Zuletzt war es über mehrere Tage nicht gelungen, ein Feuer zu löschen, Behörden riefen Menschen dazu auf, Aufenthalte im Freien zu vermeiden. Grenzwerte für Benzol, Xylol und Ruß in der Luft wurden selbst nach offiziellen Angaben um das Doppelte bis Dreifache überschritten. Als es regnete, schlugen sich die Ölpartikel in der Luft in schwarzen, schmierigen Flecken nieder, die Häuser und Autos verschmutzten - auch Menschen und Tiere litten darunter. Ölprodukte gelangten auch ins Meer.
+++ 12:40 Bericht: Bahnhof in NRW für Waffenlieferungen an die Ukraine ausgespäht? +++
Laut einem Bericht von WDR und NDR untersuchen Ermittler des nordrhein-westfälischen Kriminalamtes, ob der Bahnhof in Minden (Westfalen) mit einer nachtsichtfähigen Kamera zu Spionagezwecken überwacht wurde. Die Ermittler vermuteten, dass militärische Transporte und möglicherweise auch Waffenlieferungen an die Ukraine ausgespäht und vielleicht sogar Sabotagehandlungen gegen die Bundeswehr vorbereitet werden sollten, heißt es darin. Die kleine schwarze Kamera sei an einem Mast in rund fünf Meter Höhe angebracht worden und einem Mitarbeiter der Bahn wohl eher zufällig aufgefallen. Demnach klebte zwar ein Aufkleber mit DB-Logo an dem Gerät, doch die Kamera gehörte nicht der Bahn. Der Bahnhof in Minden ist wichtig für deutsche und britische Streitkräfte. Er gilt als zentraler Verladebahnhof für den Schutz der Nato-Ostflanke. Am Morgen wurde die Wohnung eines tatverdächtigen Litauers durchsucht, der seit mehreren Jahren in Deutschland lebt. Wie NDR und WDR berichten, zeigte die Kamera auf jenen Rangierbereich des Bahnhofs, wo unter anderem Bundeswehrtransporte abgewickelt werden. Auf der Kamera sollen Aufnahmen von abgestellten Zügen gespeichert gewesen sein.
+++ 12:10 Selenskyj droht Israel wegen Getreideimporten mit Sanktionen +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilt den israelischen Kauf von Getreide aus den von Russland besetzten Gebieten. Dies könne "kein legitimes Geschäft sein", da das Getreide von Russland gestohlen worden sei. Kiew bereite Sanktionen gegen all jene vor, die versuchten, daraus Profit zu schlagen. Ein weiteres Schiff mit solchem Getreide sei in einem israelischen Hafen angekommen und bereite sich auf das Entladen vor, schreibt Selenskyj auf X. "Den israelischen Behörden kann nicht entgehen, welche Schiffe in den Häfen des Landes einlaufen und welche Ladung sie befördern." Die Ukraine habe über diplomatische Kanäle alle notwendigen Schritte unternommen, um solche Vorfälle zu verhindern. "Wir sehen jedoch, dass ein weiteres solches Schiff nicht aufgehalten wurde", so Selenskyj. Sein Land bereite derzeit ein "entsprechendes Sanktionspaket vor, das sowohl diejenigen betrifft, die dieses Getreide direkt transportieren, als auch die natürlichen und juristischen Personen, die versuchen, von diesem kriminellen Vorhaben zu profitieren".
+++ 11:48 Zwei Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine +++
Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine im Laufe des vergangenen Tages mindestens zwei Menschen getötet und 20 weitere verletzt worden. Die russischen Streitkräfte hätten in der Nacht 123 Drohnen gegen die Ukraine eingesetzt, teilte die Luftwaffe in Kiew mit. Davon seien 95 abgeschossen worden. Jeweils einen Toten gab es laut ukrainischen Behörden bei einer Reihe russischer Angriffe im Gebiet Dnipropetrowsk sowie im Gebiet Charkiw. Demnach handelte es sich dabei um einen 40-jährigen und einen 74-jährigen Mann.
+++ 11:10 Ukrainische Drohnenbrigade verhöhnt Russland nach erneutem Angriff auf Tuapse +++
Nach dem dritten Angriff auf eine Ölraffinerie in der russischen Hafenstadt Tuapse binnen zwei Wochen verhöhnt die Einheit des Chefs der ukrainischen Drohnenstreitkräfte den russischen Gegner mit Poesieversuchen auf X. Zu "Tuapse 3.0" schreibt der Account "414 Magyar's Birds" (benannt nach dem Spitznamen von Kommandeur Robert Brovdi) außerdem: "Regelmäßige thermische Entsorgung von schwarzem Wurmgold." Damit nimmt der Verfasser offensichtlich Bezug auf die vorherigen Angriffe auf Tuapse mit verheerenden Folgen. Giftiger schwarzer Regen hatte in der südrussischen Stadt Autos, Straßen, Gebäude und sogar Haustiere mit einem öligen Belag überzogen, woraufhin die Behörden den Einwohnern rieten, in ihren Häusern zu bleiben. Das Feuer in der Ölanlage von Tuapse hatte mehrere Tage lang gebrannt. Nun gab es in der Nacht einen neuen ukrainischen Angriff.
+++ 10:30 Moskau: Ukraine greift mit mindestens 186 Drohnen an - drei Tote in Belgorod +++
Im russischen Gebiet Belgorod an der Grenze zur Ukraine sind Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow zufolge bei ukrainischen Drohnenangriffen drei Menschen getötet worden. Demnach erlag ein Mann im Dorf Wosnessenowka bei einem Einschlag in ein Auto seinen Verletzungen. Im Dorf Bobrawa seien eine Frau und ein Mann ebenfalls bei einem Einschlag in ein Auto ums Leben gekommen, ihr 16-jähriger Sohn, der demnach auch in dem Fahrzeug saß, sei ins Krankenhaus gebracht worden. Bei einem anderen Einschlag seien zwei Menschen verletzt worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Morgen mit, dass in der Nacht 186 ukrainische Drohnen abgewehrt worden seien - auch über den Gebieten Krasnodar und Belgorod. Zu Schäden macht das Ministerium keine Angaben.
+++ 09:50 "Spannend: Kremltreue Blogger kritisieren Putin persönlich" +++
Der iranische Außenminister reist nach Moskau, doch laut ntv-Korrespondent Rainer Munz kommt dabei nicht mehr als "Symbolik" und "schöne Worte" heraus. Derweil führen verschiedene Kreml-Fraktionen eigene, interne Machtkämpfe. Die Internetblockade sorgt für Unmut, Putin-Kritiker werden öffentlich diffamiert.
+++ 09:20 Ukraine: Haben im März so viele russische Drohnen abgeschossen wie noch nie +++
Nach Aussage des ukrainischen Verteidigungsministers hat die Ukraine im März so viele russische Drohnen abgeschossen wie noch nie. Im vergangenen Monat seien mehr als 33.000 unbemannte Flugobjekte von ukrainischen Abfangdrohnen unschädlich gemacht worden, sagt Mykhailo Fedorov. Das ukrainische Militär habe von seinen Partnern seit Jahresbeginn zweimal so viele Abfangdrohnen erhalten wie im gesamten vergangenen Jahr.
+++ 08:30 Russische Behörden: Erneuter Angriff auf Ölraffinerie in Tuapse +++
Russland bestätigt Berichte über einen neuen ukrainischen Drohnenangriff auf die Ölraffinerie Tuapse am Schwarzen Meer. Dabei sei wieder ein Feuer ausgebrochen, teilen die Behörden mit. Die Ukraine hatte in den vergangenen Wochen mehrfach die Raffinerie des russischen Konzerns Rosneft und den Hafen von Tuapse attackiert. Dabei kam es zu einem schweren Brand, der erst nach mehreren Tagen gelöscht werden konnte. Die Raffinerie, die hauptsächlich Ölprodukte für den Export liefert, hatte ihren Betrieb nach einem Drohnenangriff am 16. April eingestellt, wie es in Branchenkreisen hieß. Die Ukraine hat ihre Angriffe auf Ölanlagen in Russland seit März verstärkt, um die Einnahmequellen der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres Angriffskriegs zu schwächen. Die Anlage in Tuapse hat eine jährliche Produktionskapazität von etwa zwölf Millionen Tonnen und stellt unter anderem Diesel und Heizöl her.
+++ 08:00 Trotz schwerer Umweltschäden: Kommandeur verteidigt Angriffe auf russische Ölanlagen +++
Der Chef der ukrainischen Drohnenstreitkräfte verteidigt die Angriffe auf Ölraffinerien in Russland. Darauf angesprochen, dass die Bewohner der Stadt Tuapse am Schwarzen Meer nach mehreren ukrainischen Angriffswellen über toxischen Regen klagen, sagt Kommandeur Robert Brovdi der BBC: "Wenn Ölraffinerien ein Mittel sind, um Geld zu verdienen, das für Kriegseinsätze verwendet wird, dann sind sie ein legitimes militärisches Ziel und dürfen zerstört werden." Putin fördere Bodenschätze und verwandele sie in "Blutgeld", das die russischen Streitkräfte dann in Form von Shahed-Drohnen und ballistischen Raketen gegen die Ukraine einsetzten. Nach ukrainischen Drohnenangriffen dauerte der Brand von Ölanlagen in der südrussischen Hafenstadt zuletzt mehrere Tage an und verursachte schwere Umweltschäden. Nachdem die örtlichen Behörden den Brand in dieser Woche unter Kontrolle gebracht hatten, soll es in der Nacht einen neuen ukrainischen Angriff auf Ölanlagen in Tuapse gegeben haben (Eintrag von 05:11 Uhr).
+++ 07:30 "Eine Explosion nach der anderen": Schäden nach russischem Angriff auf Konotop +++
Bei russischen Angriffen auf die Stadt Konotop im Gebiet Sumy sind laut ukrainischen Angaben Wohnhäuser, ein Krankenhaus und die Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs beschädigt worden. "Eine Explosion nach der anderen", schreibt der örtliche Bürgermeister Artem Semenikhin über die Angriffe. Der gesamte Nahverkehr sei vorübergehend eingestellt worden. Demnach wurden zwei Shahed-Drohnen über der Stadt gesichtet.
+++ 06:50 Ukrainischer Drohnenchef: Töten im Monat derzeit rund 30.000 russische Soldaten +++
Nach Aussage des Chefs der ukrainischen Drohnenstreitkräfte tötet das ukrainische Militär aktuell jeden Monat rund 30.000 russische Soldaten. Seine Teams hätten die Anweisung bekommen, mehr "feindliche Soldaten" zu töten als Russland rekrutieren kann, sagt Robert Brovdi der BBC. "Sie können es einen 'Kill-Plan' nennen, ja, und derzeit übertreffen wir ihn." Demzufolge ist dieses Ziel zuletzt vier Monate infolge erreicht worden. Unabhängig bestätigen lassen sich diese Angaben nicht.
+++ 06:20 20.000 Teddybären: US-Politiker erinnern an verschleppte ukrainische Kinder +++
20.000 Teddybären auf der National Mall in der US-Hauptstadt Washington sollen an die vielen von Russland entführten ukrainischen Kinder erinnern. Die 20.000 Stofftiere "repräsentieren 20.000 ukrainische Kinder, die durch Putins brutale Invasion aus ihren Familien gerissen wurden", schreibt die demokratische Abgeordnete Amy Klobuchar. "Wir müssen an der Seite der Ukraine stehen." Seit Beginn des Kriegs gegen die Ukraine vor gut vier Jahren wurden nach Angaben von Europol schätzungsweise mehr als 19.500 Kinder aus den besetzten Gebieten nach Russland oder Belarus verschleppt. Einige seien von Russen adoptiert worden, andere würden in Umerziehungslagern oder psychiatrischen Kliniken festgehalten.
+++ 05:11 Ukraine greift erneut Ölanlagen in Tuapse an +++
Ukrainische Drohnen greifen in der Nacht erneut Ölanlagen in Tuapse der russischen Region Krasnodar an. Dort hatte es bereits in den letzten Tagen verheerende Angriffe gegeben, laut ukrainischem Generalstab wurden 24 Tanks zerstört. Anwohner berichteten von "Ölregen" und massiven Umweltverschmutzungen. Laut Informationen des russischen Telegram-Kanals Astra steht nach den erneuten Angriffen die Raffinerie in Tuapse in Flammen. Genauere Informationen gibt es bislang nicht.
+++ 01:38 Tusk: Ukraine wird Polen bei Drohnenentwicklung unterstützen +++
Die Ukraine wird Polen beim Ausbau einer "Drohnenflotte" unterstützen. Das kündigt der polnische Ministerpräsident Donald Tusk an. Polens Drohnenentwicklungsplan werde durch "das technische Fachwissen und die Drohnenkompetenzen ukrainischer Partner" unterstützt, sagt Tusk bei einer Rede laut dem polnischen Nachrichtenportal Interia Wydarzenia. Die Beziehungen zwischen der Ukraine und ihren europäischen Partnern seien nicht einseitig, betont Tusk demnach. Die geplante Drohnenflotte solle sowohl Polens Landesverteidigung als auch die Unterstützung für Verbündete stärken.
+++ 23:38 Kiew bestellt Israels Botschafter wegen Getreideschiff ein +++
Das ukrainische Außenministerium in Kiew bestellt den israelischen Botschafter Michael Brodsky ein. Hintergrund ist der Vorwurf, Getreide aus russisch besetzten Gebieten der Ukraine zu beziehen. Trotz ukrainischer Warnungen sei bereits ein zweites Schiff mit "gestohlenen Waren" im israelischen Hafen Haifa eingetroffen, schreibt Außenminister Andrij Sybiha auf X. Israel reagiert umgehend auf die Vorwürfe. "Behauptungen sind keine Beweise", schreibt Außenminister Gideon Saar ebenfalls auf X. Die Angelegenheit werde von den israelischen Behörden überprüft. Fast ein Fünftel des ukrainischen Staatsgebiets ist seit der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim 2014 und dem Einmarsch von 2022 unter Kontrolle Moskaus. Die Ukraine betrachtet den Handel mit Gütern aus den besetzten Gebieten als illegal.
+++ 22:23 Duma-Sprecher dankt Nordkorea für Unterstützung bei der "Befreiung von Kursk" +++
Das russische Parlament, die Staatsduma, lobt Nordkoreas Rolle bei der "Befreiung von Kursk" und den Einsatz nordkoreanischer Soldaten auf der Seite Russlands. "Gestatten Sie mir, Ihnen, verehrter Genosse Kim Jong Un, und dem koreanischen Volk meinen Dank für ihre brüderliche Unterstützung bei der Befreiung von Kursk auszusprechen", sagte Duma-Sprecher Wjatscheslaw Wolodin an den nordkoreanischen Machthaber gerichtet bei einem Besuch in der Hauptstadt Pjönjang. Wie die ukrainische Zeitung "Kyiv Post" berichtet, nahm eine russische Delegation an der Eröffnung einer Gedenkstätte für im Ukraine-Krieg gefallenen Soldaten teil. Nordkorea hat Berichten zufolge Tausende Soldaten und Raketen zur Unterstützung Russlands entsandt. Die Truppen wurden in die Region Kursk verlegt, um einer monatelangen ukrainischen Gegenoffensive entgegenzuwirken.
+++ 21:47 Russisches Militär attackiert erneut mit Drohnen parkende Fahrzeuge in Sumy +++
Russische Streitkräfte haben in Sumy einen weiteren Parkplatz im Bezirk Kowpakiwski mit einer Drohne angegriffen und dabei sieben Fahrzeuge beschädigt. Das meldet Ukrinform unter Berufung auf Serhij Krywoschejko, Leiter der Militärverwaltung der Stadt. "Eine feindliche Drohne hat heute einen weiteren Parkplatz in Sumy angegriffen", schrieb Krywoschejko. Seinen Angaben zufolge ereignete sich der Vorfall ebenfalls im Bezirk Kowpakiwski. Verletzt worden sei niemand. wurden Bei einem vorigen Angriff in der Oblast wurden 15 Lastwagen und zwei Busse beschädigt.
+++ 21:02 Selenskyj sieht EU-Beitritt als Teil einer Friedenslösung +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sieht einen Beitritt seines Landes in die Europäische Union als wichtigen Teil einer Friedenslösung. Darüber hinaus nannte er in einer Videobotschaft als Voraussetzung für einen "realen Frieden in Europa" einen "Wiederaufbau unseres Landes nach dem Krieg". Ebenso müssten die Grenzen und die Souveränität der Ukraine respektiert sowie ihr Sicherheitsgarantien gewährt werden. Er erinnerte dabei daran, dass dem russischen Angriff vom Februar 2022 unter anderem die Besetzung der südukrainischen Halbinsel Krim voranging.
Zuvor hatte Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU eine stärkere Einbindung der Ukraine in die Europäische Union als wichtige Basis für ein Ende des russischen Angriffskriegs bezeichnet. Gleichzeitig schloss Merz jedoch auch einen ukrainischen Gebietsverzicht nicht völlig aus. Für eine Zustimmung in einem Referendum müsse Kiew daher die Perspektive einer Vollmitgliedschaft in der EU erhalten.
+++ 20:17 "Geht um Menschenleben" - Selenskyj will 50.000 unbemannte Bodenfahrzeuge fürs Militär in diesem Jahr +++
Die Ukraine will die Produktions- und Liefermengen unbemannter Bodenfahrzeuge für das Militär kräftig erhöhen. 50.000 unbemannte Bodenfahrzeuge sind das Ziel für dieses Jahr, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Mitteilung in den sozialen Medien. "Produktions- und Liefermengen müssen erhöht werden. Das Auftragsvolumen für dieses Jahr hat sich im Vergleich zum Vorjahr bereits mehr als verdoppelt. Dieses Niveau muss unbedingt noch gesteigert werden", so Selenskyj. "Es sind unbemannte Bodenfahrzeuge, die derzeit zu den dringendsten Bedürfnissen unserer Streitkräfte gehören, und Produktion und Lieferung müssen mit der Nachfrage Schritt halten", betonte der ukrainische Staatschef. "Der ukrainische Verteidigungsminister und der Generalstab haben die Aufgabe, mindestens 50.000 unbemannte Bodenfahrzeuge in diesem Jahr zu beschaffen. Jeder muss verstehen: Es geht darum, Menschenleben zu retten." Es gehe um die Logistik an der Front, die Evakuierung Verwundeter, Kampfeinsätze", betonte der ukrainische Staatschef. "Der Einsatz von unbemannten Bodenfahrzeugen nimmt derzeit rasant zu."
+++ 19:45 Sicherheitsexperte Weber: Beim Iran-Krieg "schlagen zwei Herzen in Russlands Brust" +++
Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat auch direkte Folgen für Teherans Partner Moskau - sowohl vorteilhafte als auch unvorteilhafte. Sicherheitsexperte Joachim Weber blickt für ntv auf die Lage im Nahen Osten.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.