Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 17:50 Trump ermahnt Israel nach Angriff im Libanon +++

14.06.2026, 00:01 Uhr

US-Präsident Donald Trump verurteilt den Gegenangriff Israels im Libanon. Der Angriff bei Beirut hätte nicht stattfinden dürfen, "insbesondere an einem besonderen Tag, an dem wir einem Friedensabkommen mit dem Iran so nahe sind", schreibt der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Trump ruft zugleich alle Seiten auf, sich zurückzuhalten. Man stehe kurz davor, ein Abkommen mit dem Iran zu schließen, das Frieden für die Region - den Libanon eingeschlossen - bringen würde. Es solle keine Angriffe Israels mehr irgendwo im Libanon geben und es solle auch keine Angriffe anderer Parteien, einschließlich der Hisbollah, gegen Israel mehr geben.

+++ 17:08 Behörde: Mindestens sechs Tote bei israelischem Angriff im Gazastreifen +++

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen werden nach Angaben der dortigen Gesundheitsbehörde mindestens sechs Palästinenser getötet. Das israelische Militär äußert sich zunächst nicht zu den Angriffen. Zudem übergeben die Hamas und andere Palästinenser-Gruppen den Vermittlern eine schriftliche Antwort auf den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump. Insidern zufolge stimmen die Fraktionen 14 von 15 Punkten des Entwurfs zu, lehnen aber eine bedingungslose Entwaffnung ab.

+++ 16:21 Syrien: Planen keine Beteiligung am Krieg im Libanon +++

Syrien plant nach Worten von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa keine Beteiligung am Krieg im benachbarten Libanon zwischen der Hisbollah und Israel. Die Gerüchte über einen Einmarsch Syriens im Libanon seien falsch, sagt al-Scharaa in Damaskus der Staatsagentur Sana zufolge. "Wir unterstützen ein Ende des Kriegs, eine Stärkung der Institutionen, die Schmiede wirtschaftlicher Verknüpfungen und eine Beruhigung der Lage im Libanon." Viel wichtiger sei für Syrien aktuell die Frage der schätzungsweise 1,5 Millionen syrischen Flüchtlinge im Libanon. 

+++ 15:32 Fischer: "Chamenei wird Trump kein Abkommen schenken" +++

"Man darf davon ausgehen, dass der Iran dem Abkommen zustimmen wird", sagt Politikexperte Clemens Fischer. Jedoch: Da Chamenei nicht der "Best Buddy" Trumps sei, werde er ihm dieses wohl nicht zum Geburtstag schenken. Der Vertrag sei von Pakistan allerdings sehr gut verhandelt worden.

+++ 14:56 Iran stellt geplantes Abkommen mit den USA in Frage +++

Der israelische Angriff auf die südlichen Vororte von Beirut zeigt nach Ansicht des iranischen Chefunterhändlers, dass den USA entweder der Wille oder die Fähigkeit fehlt, ihre Verpflichtungen zu erfüllen. " Wenn Ihr nicht den Willen oder die Fähigkeit habt, Eure Verpflichtungen einzuhalten, dann ist es sinnlos darüber zu sprechen, diesen Weg weiterzugehen", erklärt Mohammad Baker Kalibaf auf X.

+++ 14:32 Iran: US-Sanktionen sollen im Gegenzug für Atom-Zugeständnisse fallen +++

Der Entwurf für ein Friedensabkommen mit den USA beinhaltet nach Angaben eines iranischen Regierungsvertreters unter anderem das iranische Atomprogramm, die Öffnung der Straße von Hormus und die Aufhebung von Sanktionen. Demnach soll der Iran umgehend die für die Energieversorgung so wichtige Meerenge wieder für alle Handelsschiffe öffnen, während die USA die Seeblockade gegen iranische Häfen aufheben sollten, sagt der hochrangige Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Vorgesehen sei auch ein Aussetzen der US-Ölsanktionen, die Freigabe von eingefrorenen Geldern und eine Begrenzung des iranischen Atomprogramms. Eine endgültige Einigung solle dann innerhalb von 60 Tagen nach der Zustimmung beider Seiten zu dem Entwurf ausgehandelt werden.

+++ 13:45 Israelischer Präsident dankt Trump für "Kampf gegen Imperium des Bösen" +++

Der israelische Präsident Isaac Herzog veröffentlicht eine Nachricht, in der er dem US-amerikanischen Amtskollegen Donald Trump zum 80. Geburtstag gratuliert und ihm für seine Unterstützung dankt. "Das israelische Volk ist Ihnen dankbar für Ihre Führungsrolle im Kampf gegen das iranische Imperium des Bösen und für Ihr unerschütterliches Engagement für die Sicherheit Israels", schreibt Herzog.

+++ 13:27 Israel will Kommandozentrum der Hisbollah angegriffen haben +++

Das israelische Militär erklärt, es habe ein Kommandozentrum der Hisbollah angegriffen. Dieses sei zur Planung von Anschlägen auf israelische Bürger und Streitkräfte im Südlibanon genutzt worden, so das Militär. Israel habe mit dem Angriff auf Attacken der Hisbollah früher am heutigen Sonntag reagiert.

+++ 13:05 Israel wirft Hisbollah Verstoß gegen Waffenruhe vor +++

Israels Militär wirft der libanesischen Hisbollah-Miliz einen eklatanten Verstoß gegen die Waffenruhe vor. Auf den Norden seien drei Geschosse abgefeuert worden, die in der Nähe von zwei Gemeinden niedergegangen seien. Bereits zuvor seien am Wochenende zwei weitere Geschosse auf israelisches Territorium vorgedrungen. Im Süden Israels heulten zudem Alarmsirenen auf. Dies sei aber ein Fehlalarm gewesen, teilt das Militär mit.

+++ 12:28 Iran baut Raketenbestände aus - mit Russlands Hilfe? +++

Der Iran soll während der achtwöchigen Waffenruhe seine Raketenbestände aufgefüllt haben. Dabei habe das Land auf die Hilfe Russlands setzen können, berichtet Bloomberg unter Berufung auf Geheimdienstinformationen. Der Iran sei nun in der Lage, wieder mit "nahezu voller Stärke" zuschlagen zu können. Die Geheimdienste seien überzeugt, dass Teheran noch etwa drei Viertel seiner Vorkriegsmunition besitze und diese Menge "problemlos erhöhen" könne. Zusätzlich befänden sich nicht näher spezifizierte russische Raketen nun in den Beständen, die vermutlich im vergangenen Jahr produziert wurden. Donald Trump ging zuletzt davon aus, dass der Iran nur noch etwa ein Fünftel seiner Raketen habe.

+++ 11:51 Cyber-Angriff auf iranische staatliche Banken +++

Durch einen Cyberangriff auf mehrere staatliche Banken im Iran sind elektronische Dienstleistungen massiv gestört. Online-Zahlungen fallen zeitweise vollständig aus. Der Banken-Koordinationsrat des Landes bestätigt laut Wirtschaftsportal Eghtesad-News die Vorfälle. Das Problem sei inzwischen behoben und der Onlineverkehr wieder normalisiert. In Teheran berichteten zuvor zahlreiche Augenzeugen, dass in Supermärkten, Restaurants und auch an Tankstellen plötzlich keine Online-Zahlungen mehr möglich waren. Viele Beträge wurden daraufhin notiert, um sie später zu begleichen. Betroffen waren insbesondere vier große staatliche Banken sowie zahlreiche Geldautomaten in der Hauptstadt.

+++ 11:12 Insider: Teheran hat noch nicht über Abkommen entschieden +++

Die Führung in Teheran hat sich laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars noch nicht festgelegt, ob sie dem Rahmenabkommen zur Beendigung des Kriegs mit den USA zustimmt. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, zitiert die iranische Agentur einen Insider. Die Prüfung der politischen, rechtlichen und technischen Aspekte laufe auf Experten- und Entscheidungsträgerebene weiter.

+++ 10:34 Israel ruft 29 Orte zur Evakuierung auf - Angriffe geplant +++

Die israelische Armee ruft die Menschen in 29 Orten im Süden des Libanon dazu auf, sich wegen geplanter Angriffe in Sicherheit zu bringen. Der arabischsprachige Armeesprecher Avichay Adraee gibt auf X zwei aufeinanderfolgende Warnungen aus, zunächst eine für 13 Orte im Süden des Libanon, anschließend für 16 weitere Orte nördlich des Flusses Sahrani. Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich fordert Ministerpräsident Netanjahu nach den jüngsten Drohneneinschlägen "mit Nachdruck" auf, "Gebäude in Dahijeh zum Einsturz zu bringen". Der israelische Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir erklärt, Dahijeh müsse "erzittern". Dahjieh ist der Name für die Region der südlichen Beiruter Vororte.

+++ 10:07 Hisbollah beschießt Israels Norden mit Sprengstoff-Drohnen +++

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Angaben erneut den Norden Israels mit Sprengstoff-Drohnen angegriffen. Das israelische Militär teilt mit, es habe zwei Einschläge auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zum Libanon gegeben. Niemand sei verletzt worden. Zuvor hatten in mehreren Orten an der Nordgrenze Warnsirenen geheult. Das israelische Nachrichtenportal "ynet" berichtet, eine Drohne sei im Bereich des Grenzorts Schlomi eingeschlagen. Von der Hisbollah gibt es bisher zunächst keine Reaktion. 

+++ 09:33 Katar kämpft in Teheran für Abkommen +++

Katarische Unterhändler sind einem Insider zufolge am Morgen nach Teheran geflogen. Die Reise stehe im Zusammenhang mit den Bemühungen um den Abschluss eines Abkommens zur Beendigung des Krieges zwischen den USA und dem Iran, sagt die mit der Angelegenheit vertraute Person. Führende Vertreter der USA und Pakistans haben für den heutigen Sonntag die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens in Aussicht gestellt, das den mehr als dreimonatigen Krieg beenden soll. Aus Teheran sind jedoch Zweifel an dem Zeitplan zu vernehmen gewesen.

+++ 08:41 Trump will sich mit Iran-Deal beschenken, Teheran stellt sich quer +++

US-Präsident Donald Trump verkündet eine Vereinbarung mit dem Iran, doch der will davon nichts wissen. Noch sei es zu früh, um von einer Einigung zwischen den Kriegsparteien zu sprechen. Währenddessen verspricht Trump bereits: Sofort nach Unterzeichnung soll die Straße von Hormus frei sein.

+++ 07:29 CDU-Außenexperte Beyer mahnt zur Vorsicht: "Signale sind widersprüchlich" +++

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, am heutigen Sonntag ein Abkommen mit dem Iran unterzeichnen zu wollen, ist nach Ansicht des Außenexperten der Unionsfraktion, Peter Beyer, mit Vorsicht zu bewerten. Der CDU-Politiker sagt der "Rheinischen Post": "Zu oft sind ähnliche Ankündigungen in der Vergangenheit gescheitert." Beyer mahnt zugleich: "Die widersprüchlichen Signale aus Washington, Teheran und vom Vermittler Pakistan zeigen: Verlässlichkeit ist hier noch lange keine Realität." Dennoch könne eine grundsätzliche Rahmeneinigung zwischen den USA und dem Iran nach Wochen schwerer Gewalt ein erster Schritt aus der Eskalation sein. Entscheidend sei allerdings auch, "wie Israel in eine solche Vereinbarung einbezogen würde", betont Beyer.

+++ 06:20 Iran dementiert: "Heute definitiv keine Unterzeichnung des Abkommens" +++

Die iranischen Revolutionsgarden dementierten, dass der Iran am heutigen Sonntag ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten unterzeichnen würde. Sie kritisieren auch Donald Trumps "ungewöhnliches Beharren" auf diesem Termin. Iranische Unterhändler hätten den Revolutionsgarden signalisiert, dass das "Abkommen noch nicht finalisiert ist und eine Unterzeichnung am Sonntag definitiv nicht stattfinden wird", zitiert CNN die Revolutionsgarden. "Einige Beobachter glauben, dass sein Beharren von dem Wunsch getrieben sein könnte, den Anlass symbolisch zu nutzen und ihn zu einem persönlichen PR-Ereignis zu machen." Donald Trump feiert am 14. Juni seinen 80. Geburtstag. Der Iran erklärte bereits am Samstag, dass es keine Unterschrift binnen 24 Stunden geben werde.

+++ 05:43 USA-Iran-Deal: Wird heute unterschrieben? +++

Im zähen Ringen zwischen den USA und dem Iran um ein Kriegsende scheint ein Durchbruch bevorzustehen. Beide Seiten sowie der Vermittler Pakistan sprechen von der zeitnahen Unterzeichnung eines Abkommens. Laut US-Präsident Donald Trump soll die Vereinbarung heute finalisiert werden. Das pakistanische Außenministerium schreibt auf der Plattform X, eine virtuelle Zeremonie zur Unterzeichnung sei für heute geplant. Von iranischer Seite wurde dies zunächst weder bestätigt noch dementiert. Außenamtssprecher Esmail Baghai sagte zuvor, die Unterzeichnung könnte in den kommenden Tagen stattfinden.

+++ 04:40 Israelische Soldaten entdecken Karten von Grenzdörfern in Hisbollah-Tunnel +++

Die israelische Armee setzt die Räumung der Tunnel unterhalb des Beaufort-Rückens im Süden des Libanons fort, wie das Militär mitteilt. Die israelischen Streitkräfte (IDF) hätten in einem der Tunnel Karten entdeckt, auf denen Ortschaften im Norden Israels an der Grenze zum Libanon verzeichnet waren. Laut KAN News errichtete die Hisbollah einen weitläufigen unterirdischen Komplex, der für den Notfalleinsatz der Terrorgruppe gedacht war, nachdem sie die mittelalterliche Burg Beaufort durch Israels Anti-Terror-Operation verloren hatte. Das Tunnelsystem sei ein "zentraler Knotenpunkt der Terrororganisation Hisbollah in diesem Gebiet" gewesen, hieß es weiter. Den Armeeangaben zufolge wurde das Tunnelsystem vom Iran finanziert und so konzipiert, dass es Hunderten Kämpfern Schutz bieten kann.

+++ 01:27 Medien: Proteste vor Irans Außenministerium gegen Friedensvereinbarung mit den USA +++

Im Iran haben dutzende Menschen gegen eine Friedensvereinbarung mit den USA demonstriert. Sie riefen vor einem Büro des Außenministeriums in der Stadt Maschhad Parolen gegen Außenminister Abbas Araghtschi, der zuvor in einem Fernsehinterview über ein mögliches Abkommen gesprochen hatte. Auf einem Video, das die iranische Nachrichtenagentur Fars verbreitet, waren Frauen in schwarzen Umhängen zu sehen, die "Tod dem ehrlosen Araghtschi" skandierten.

+++ 22:40 Israelischer Ex-Diplomat zu möglichem Deal: "Trump ist in eine neue Phase eingetreten" +++

Israels ehemaliger Generalkonsul in Los Angeles, Yaki Dayan, bewertet das Drängen von US-Präsident Donald Trump auf ein Abkommen mit dem Iran als einen Richtungswechsel in Washington, der in Israel Besorgnis ausgelöst habe. In einem Interview mit dem israelischen Radiosender 103FM sagt Dayan, Trump sei in eine neue Phase eingetreten. "Trump hat eine neue Phase eingeleitet. Er konzentriert sich nun auf den Weltfrieden, den Frieden mit dem Iran und die Erweiterung der Abraham-Abkommen", erklärt Dayan laut der "Jerusalem Post". "Er wird durch Zeichen und Wunder zeigen wollen, dass er ein Präsident des Friedens ist." Zu den Einzelheiten des sich abzeichnenden Abkommens mit Teheran sagt Dayan, das Bild sei nicht ermutigend.

+++ 21:23 Starmer bekundet gegenüber Trump Unterstützung für Iran-Abkommen +++

Der britische Premierminister Keir Starmer betont in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump, dass jedes Abkommen mit dem Iran einen "dauerhaften und nachhaltigen Frieden" gewährleisten solle. Starmers Büro teilt mit, der Premier habe bekräftigt, dass Großbritannien "bereit sei, die Umsetzung jedes Friedensabkommens zu unterstützen und mit internationalen Partnern zusammenzuarbeiten, um dessen Erfolg zu gewährleisten". In der Erklärung heißt es weiter, beide Staatschefs seien sich einig, dass die Freiheit der Schifffahrt wiederhergestellt werden müsse.

+++ 20:11 US-Insider: Geplantes Abkommen ist sehr gut +++

Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter bezeichnet das sich abzeichnende Abkommen mit dem Iran als sehr gut. Die USA werden sich an der Minenräumung in der Straße von Hormus beteiligen, sobald die Vereinbarung besiegelt ist, erklärt er.

+++ 19:24 USA wollen bei G7-Gipfel über weitere Iran-Schritte sprechen +++

US-Präsident Donald Trump will beim G7-Gipfel nach US-Angaben über das weitere Vorgehen rund um ein Rahmenabkommen im Iran-Krieg sprechen - dabei könnte es auch um eine Beteiligung bei der Minenräumung in der Straße von Hormus gehen. Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter sagt vorab, G7-Länder hätten erklärt, es gebe einiges, was sie tun könnten, sobald ein Rahmenabkommen steht. Er spricht die Minenräumung in der für den Ölhandel wichtigen Meerenge an. Die USA hätten in dem Bereich Möglichkeiten, aber auch einige der G7-Länder verfügten über erhebliche Kapazitäten, die sie freiwillig zur Verfügung stellen wollten, ergänzt er.

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