Iran-Krieg im Liveticker+++ 06:50 Asylanträge von Iranern häufig abgelehnt +++
Rund jeder dritte Asylsuchende aus dem Iran hat zuletzt Schutz in Deutschland erhalten. Das geht aus einer Auskunft des Innenministeriums an die Linken-Abgeordnete Clara Bünger hervor. So waren im Januar und Februar 35 Prozent der vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entschiedenen Asylanträge erfolgreich. Ausgeklammert sind unter anderem Verfahren, die sich aus formalen Gründen erledigt haben. Damit ist die Schutzquote allerdings zuletzt gestiegen: Im Jahresschnitt 2025 lag sie bei 26,8 Prozent. Ende Dezember 2025 begannen im Iran landesweite Proteste, die ursprünglich durch eine Wirtschaftskrise und einen Absturz der Landeswährung Rial ausgelöst wurden. Die Proteste eskalierten im Januar, als die Unruhen auch Metropolen erreichten. Der Sicherheitsapparat reagierte mit brutaler Härte. Ende Februar griffen die USA und Israel mit Luftschlägen an. Die Auskunft des Ministeriums zeigt auch, dass Iraner mit Klagen gegen ablehnende Asylbescheide häufig erfolgreich waren, und zwar im vergangenen Jahr in mehr als jedem dritten Fall. Die fluchtpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Bünger, wertet dies als Indiz dafür, dass das Bamf zu strikt über Anträge von Iranern entscheidet.
+++ 06:38 Rubios erste Auslandsreise seit Kriegsbeginn führt zu G7-Treffen +++
Die Außenminister der G7-Staaten beraten ab 11 Uhr in der Nähe von Paris über die Lage im Nahen Osten und den Ukraine-Krieg. US-Außenminister Marco Rubio reist aus Washington an, es ist seine erste Auslandsreise seit dem Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar. Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul wird erwartet. Frankreich hat derzeit den Vorsitz der G-7-Staaten, zu denen auch die USA, Deutschland, Großbritannien, Kanada, Italien und Japan zählen. Zu dem Treffen eingeladen wurden auch die Außenminister aus Indien, Brasilien, Südkorea und der Ukraine.
+++ 06:16 US-Armee: Zwei Drittel der iranischen Raketen- und Drohnen-Produktionsanlagen getroffen +++
Die US-Armee hat eigenen Angaben zufolge mehr als zwei Drittel der iranischen Produktionsanlagen für Raketen und Drohnen sowie einen ähnlichen Anteil der maritimen Produktion und der Werften des Landes getroffen. Seit Kriegsbeginn hätten die US-Streitkräfte zudem mehr als 10.000 militärische Ziele getroffen, erklärt der Befehlshaber des US-Militärkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, in einer Videobotschaft. Die US-Armee habe außerdem 92 Prozent der größten Schiffe der iranischen Marine beschädigt oder zerstört. Damit habe Teheran "nun die Fähigkeit verloren, in der Region und weltweit in nennenswertem Maße seine Macht auf See auszuüben und Einfluss zu nehmen". Die Häufigkeit iranischer Drohnen- und Raketenstarts sei um 90 Prozent zurückgegangen, sagt Cooper. Die US-Armee habe Teheran außerdem "die Fähigkeit genommen, sie wiederherzustellen". Laut Cooper liegen die US-Streitkräfte "bei der Erreichung der ganz klar definierten Ziele im Zeitplan oder sind dem Zeitplan sogar voraus".
+++ 05:50 Vereinigte Arabische Emirate: Iran greift mit Raketen und Drohnen an +++
Die Vereinigten Arabischen Emirate werden nach Angaben des emiratischen Verteidigungsministeriums mit Raketen und Drohnen aus dem Iran angegriffen. Die emiratische Luftabwehr "reagiert derzeit auf anfliegende Raketen- und Drohnen-Bedrohungen aus dem Iran", erklärt das Ministerium am Morgen im Onlinedienst X.
+++ 05:08 Israel meldet "großangelegte Angriffe" im Iran +++
Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge "großangelegte" Angriffe in weiten Teilen des Iran ausgeführt. Dabei sei "Infrastruktur des iranischen Terrorregimes" anvisiert worden, erklärt die israelische Armee. Unter anderem hätten die israelischen Streitkräfte die Stadt Isfahan im Zentrum des Iran attackiert. Dort soll es laute Explosionen gegeben haben.
+++ 04:13 Pistorius: Sind bereit zur Absicherung einer Waffenruhe +++
Verteidigungsminister Boris Pistorius hält einen Beitrag Deutschlands zur Absicherung einer Waffenruhe im Iran-Krieg für möglich. "Dieser Krieg ist eine Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt. Die Auswirkungen sind schon jetzt nach wenig mehr als zwei Wochen klar", sagt der SPD-Politiker. Es sei so schnell wie möglich eine diplomatische Lösung nötig. Er richtete diese Forderung vor allem an den Iran, aber auch die USA. "Wir sind vorher nicht konsultiert worden. Es ist nicht unser Krieg. Und darum wollen wir in diesen Krieg auch nicht reingezogen werden, um das glasklar zu machen", so Pistorius. Aber: "Wenn wir zu einer Waffenruhe kommen, werden wir jeden Einsatz für eine Absicherung des Friedens diskutieren, insbesondere um den freien Seeverkehr in der Straße von Hormus abzusichern."
+++ 03:04 Trump: Iran will "unbedingt eine Einigung" +++
Nach einem Dementi des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi spricht US-Präsident Donald Trump erneut von laufenden Verhandlungen mit dem Iran. "Sie verhandeln übrigens, und sie wollen unbedingt eine Einigung erzielen", sagt er bei einem Abendessen für republikanische Kongressabgeordnete in Washington. "Aber sie trauen sich nicht, das zu sagen, weil sie glauben, dann von ihren eigenen Leuten getötet zu werden." Den oppositionellen Demokraten wirft Trump vor, diese würden versuchen, "von all den enormen Erfolgen abzulenken, die wir bei dieser Militäroperation erzielen."
+++ 01:36 Hohe Spritkosten: US-Post hebt Preise für Paketsendungen an +++
Die US-Postbehörde USPS will die Preise für Pakete und Express-Sendungen wegen der gestiegenen Treibstoffkosten vorübergehend um acht Prozent anheben. Der Aufschlag soll ab dem 26. April gelten und bedarf noch der Zustimmung der Aufsichtsbehörde, teilt USPS mit. Das Standard-Briefporto sei davon nicht betroffen. Die Behörde warnt davor, dass ihr bereits im Oktober das Geld ausgehen könnte. Konkurrenten wie FedEx und UPS erheben USPS zufolge wegen des Iran-Krieges bereits Treibstoffzuschläge von 25 bis 28 Prozent.
+++ 00:20 Irans Außenminister will von Verhandlungen nichts wissen +++
Irans Außenminister Abbas Araghtschi bestreitet Verhandlungen mit den USA und lehnt Gespräche mit Washington ab. "Wir haben nicht die Absicht, zu verhandeln - bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden, und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist", sagt Araghtschi im iranischen Staatsfernsehen. "Derzeit ist es unsere Politik, weiter Widerstand zu leisten". Jetzt über Verhandlungen zu sprechen, sei "ein Eingeständnis der Niederlage." Der Iran wolle "den Krieg zu den eigenen Bedingungen beenden".
+++ 23:13 IWF prüft Finanzbedarf von Ländern wegen Iran-Krieg +++
Der Internationale Währungsfonds (IWF) spielt offenbar Szenarien durch, welche Länder bei einem länger andauernden Iran-Krieg neue Finanzhilfen benötigen könnten. Das meldet die Agentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Der IWF habe seine Länderabteilungen gebeten, Analysen zu Leistungsbilanzen und möglichem Finanzierungsbedarf vorzulegen. Der Schwerpunkt liege dabei auf Staaten, für die bereits Hilfsprogramme laufen.
+++ 22:18 Bericht: USA entsenden 2500 Soldaten in den Nahen Osten +++
Die USA haben die Entsendung von rund 2500 Soldaten in den Nahen Osten angeordnet, wie ein Beamter des Verteidigungsministeriums gegenüber Al Jazeera bestätigt. Demnach umfassen die für den Einsatz vorgesehenen Kräfte Kommandeure und logistische Unterstützungseinheiten Das Weiße Haus hatte zuvor mit massiven Angriffen gedroht, sollte Teheran nicht auf den US-Deal eingehen.
+++ 22:01 Wadephul äußert sich zu Trumps Iran-Verhandlungen +++
Außenminister Johann Wadephul hat Teheran aufgefordert, sich auf Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Krieges einzulassen. Es sei begrüßenswert, dass US-Präsident Donald Trump sein Ultimatum gegenüber der iranischen Führung zunächst um einige Tage aufgeschoben habe und nun Verhandlungen anstrebe, sagt der CDU-Politiker. "Irans Regime ist gut beraten, jetzt darauf einzugehen."
+++ 21:18 Weißes Haus droht Iran: "Trump blufft nicht - und er ist bereit, die Hölle zu entfesseln" +++
Die Verhandlungen mit dem Iran "dauern an" und seien "produktiv", sagt Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses - trotz anderslautender Aussagen aus Teheran. Die iranische Führung müsse "die Realität der gegenwärtigen Lage akzeptieren" - andernfalls komme es zu massiven US-Angriffen. "Präsident Trump blufft nicht - und er ist bereit, die Hölle zu entfesseln", droht Leavitt in Richtung Teheran.
+++ 20:57 Iran-Experte: Teheran nutzt Straße von Hormus für Ölausfuhr nach China +++
Die Blockade der Straße von Hormus wird nach Einschätzung des iranischen Journalisten Ali Fathollah-Nejad zu einem immer größeren internationalen Problem. Doch die Meerenge ist längst nicht für jeden Tanker geschlossen.
+++ 20:37 Iran prüft US-Vorschläge - dementiert aber direkte Verhandlungen +++
Der Iran führt nach Angaben von Außenminister Abbas Aragtschi keine direkten Verhandlungen mit den USA. Zwar sende Washington über verschiedene Vermittler Botschaften - dies bedeute jedoch keine Verhandlungen, betont Aragtschi. Die oberste Führung in Teheran prüfe derzeit die vorliegenden Vorschläge. Der Iran fordere ein dauerhaftes Ende des Konflikts sowie Entschädigungen für die Zerstörungen. Die USA hätten laut dem iranischen Minister die Kriegsziele wie einen schnellen Sieg und einen Regimewechsel verfehlt. Aragtschi ruft die Nachbarstaaten auf, auf Distanz zu den USA zu gehen.
+++ 20:13 ntv-Reporterin: "Unklar, ob Trump und Netanjahu gleiche Ziele verfolgen" +++
In der vierten Woche des Krieges im Nahen Osten legt Donald Trump einen 15-Punkte-Plan vor - diesem dürfte der Iran aber wohl kaum zustimmen, kommentiert ntv-Reporterin Raschel Blufarb aus Israel. Bei Benjamin Netanjahu steigt wohl die Nervosität.
+++ 19:54 Iran droht mit Angriffen auf "lebenswichtige Infrastruktur" +++
Geheimdienstinformationen deuten nach den Worten des iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf darauf hin, dass "Feinde" die Besetzung einer iranischen Insel planen. Dies solle mit Unterstützung eines namentlich nicht genannten Landes aus der Region geschehen, teilt Ghalibaf bei X mit. "Die iranischen Streitkräfte beobachten die Bewegungen des Feindes", schreibt er weiter. Sollten diese aktiv werden, werde der Iran die "lebenswichtige Infrastruktur" in dem unterstützenden Land mit "ständigen und unerbittlichen Angriffen" überziehen.
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