Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 01:51 Nach Druck aus Kiew: Israel weist Getreidefrachter ab +++

01.05.2026, 00:01 Uhr

Ein Schiff, das Getreide aus den von Russland besetzten Gebieten der Ukraine nach Israel transportiert hat, wird dort nicht entladen. Das teilt der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha mit. Laut Vesselfinder hat der Frachter die Bucht von Haifa verlassen und nimmt Kurs nach Westen. Das Schiff fährt unter der Flagge Pananams und soll über 25.000 Tonnen Gerste und Weißen an Bord haben. Kiew spricht von gestohlenem Getreide und hatte den israelischen Botschafter einbestellt. Die rechtlichen und diplomatischen Maßnahmen der Ukraine hätten Wirkung gezeigt, schreibt Sybiha auf X. Das israelische Außenministerium erklärt dazu, das Schiff habe "beschlossen, die israelischen Hoheitsgewässer zu verlassen".

+++ 00:32 Russland: Zwei Teenager bei ukrainischem Drohnenangriff getötet +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Grenzregion Belgorod sind nach russischen Angaben zwei Teenager auf einem Motorrad getötet worden. Das teilt der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, auf Telegram mit.

+++ 22:25 Ukraine: Russland startet psychologische Operation in Region Charkiw +++

Im Rahmen der psychologischen Kriegsführung hat Russland laut ukrainischen Angaben eine Operation in der Grenzregion Charkiw gestartet. "Der Feind wirft massenhaft Flugblätter aus Drohnen ab, die ukrainischen Banknoten täuschend ähnlich sehen", berichtet das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation auf Telegram. "Diese Fälschungen enthalten Aufrufe zur Zusammenarbeit, Vorschläge zur, die Positionen der ukrainischen Streitkräfte zu verraten sowie Versuche, die Staatsführung zu diskreditieren." Häufig seien QR-Codes auf den Flugblättern angebracht. "Das Scannen solcher Codes führt zu Phishing-Seiten oder schädlichen Kanälen, was zum Hacken Ihres Smartphones und zum Diebstahl persönlicher Daten führen kann", warnt das Zentrum. Gefundene Flugblätter sollen den Behörden ausgehändigt werden. 

+++ 21:14 Video zeigt Angriff ukrainischer Seedrohnen auf russische Patrouillenboote +++

Die ukrainische Marine hat nach eigenen Angaben in den frühen Morgenstunden russische Patrouillenboote nahe der Kertsch-Brücke attackiert. Dabei seien ein Boot der Sobol-Klasse des Inlandsgeheimdienstes FSB und ein Anti-Sabotage-Boot der Grachonok-Klasse der russischen Marine getroffen worden. "Diese Boote sind Schlüsseleinheiten der Küstenwache des FSB und der russischen Marine, die zur Bewachung der Kertsch-Brücke und zum Kampf gegen Saboteure verwendet werden", schreibt die Marine zu einem Video, das den Einsatz zeigen soll.

+++ 20:18 Protest gegen Russland: Jury von Kunstbiennale tritt zurück +++

Die Kunstbiennale von Venedig - eine der weltweit wichtigsten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst - kommt nicht zur Ruhe. Wenige Tage vor Beginn der Ausstellung in der italienischen Lagunenstadt erklärt die internationale Jury geschlossen ihren Rücktritt. Wegen der Beteiligung Russlands an der Biennale trotz des Angriffskriegs gegen die Ukraine gibt es seit Monaten Streit. Zudem geriet die Jury vergangene Woche in die Kritik, weil sie Russland und Israel von der Vergabe der Biennale-Preise ausschloss.

+++ 19:21 Kreml-Scharfmacher zieht auf großer Bühne über Trump her +++

Russlands Ex-Präsident Medwedew hält eine Rede auf einem Bildungsforum in Moskau. Dabei stellt er fest: Eine Regierung, die sich so verhält, wie die aktuelle US-Regierung, kann kein guter Vermittler etwa im Ukraine-Krieg sein. Trump selbst spricht er dessen groß propagierte Errungenschaften ab.

+++ 18:42 Selenskyj zu Waffenstillstands-Idee: Moskau will nur Militärparade ohne Störungen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj glaubt, dass der Kreml vor allem deshalb eine kurze Waffenruhe anstrebt, um seine jährliche Militärparade in Moskau am 9. Mai ohne Störungen abzuhalten. "Sie wollen, dass die Parade einige Stunden lang ruhig verläuft und dann die Angriffe wieder aufgenommen werden", sagt Selenskyj die Nachrichtenagentur Bloomberg. "Wir wollen nicht, dass ein Waffenstillstand zu einer taktischen Täuschung der Russischen Föderation wird."

Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.