Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 01:22 Trump: Putin schon länger zu Einigung bereit +++
Kremlchef Putin und US-Präsident Trump haben in einem Telefonat über eine befristete Waffenruhe im Ukraine-Krieg gesprochen. Trump sagt danach im Weißen Haus, er habe Putin in einem "langen", "guten" Gespräch eine Waffenruhe nahegelegt - "und ich glaube, er könnte das tun". Mit Blick auf Putin betont der US-Präsident, er denke, der Kremlchef sei schon vor einiger Zeit bereit gewesen, eine Einigung zu erzielen. "Ich glaube, einige Leute haben es ihm schwer gemacht, einen Deal zu machen." Aus Moskau heißt es, Putin habe Trump seine Sicht auf die Lage an der Front geschildert und Kiew Terror und Angriffe auf zivile Ziele vorgeworfen. Der Kremlchef beharrt demnach erneut auf den russischen Kriegszielen, er würde aber vorziehen, sie im Rahmen von Verhandlungen zu erreichen.
+++ 23:31 Ukraine nimmt mit Sanktionen Belarus ins Visier +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt in seiner Abendansprache, er habe ein neues Sanktions-Paket unterzeichnet. Das berichtet "Ukrainska Pravda". Besonders im Fokus stünden Maßnahmen gegen mit Belarus verbundene Einrichtungen. "Ich habe ein weiteres ukrainisches Sanktionspaket unterzeichnet - ein bedeutendes -, das insbesondere auf Einrichtungen in Belarus abzielt", sagt Selenskyj. "Dies ist ein Signal an viele unserer Partner, wo Druck ausgeübt werden sollte, um das Ausmaß und die Intensität dieses Krieges zu verringern."
+++ 22:01 London weist russischen Diplomaten aus +++
Als Reaktion auf die Ausweisung eines britischen Diplomaten aus Russland verweist Großbritannien nun einen russischen Diplomaten des Landes. "Wir verurteilen die ungerechtfertigte Entscheidung Russlands vom vergangenen Monat, einen weiteren britischen Diplomaten auszuweisen, sowie die darauffolgende böswillige öffentliche Verleumdungskampagne aufs Schärfste", heißt es in einer Erklärung des britischen Außenministeriums. Das Verhalten Russlands sei "völlig inakzeptabel". "Wir haben deshalb den russischen Botschafter einbestellt, um ihm mitzuteilen, dass wir Gegenmaßnahmen ergreifen und die Akkreditierung eines russischen Diplomaten widerrufen", heißt es aus dem Ministerium weiter. Wann genau der Botschafter Andrei Kelin einbestellt wurde, wurde nicht mitgeteilt.
+++ 21:17 Gouverneur: Drei Tote bei ukrainischem Drohnenangriff auf Russland +++
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf einen Bus in der russischen Region Belgorod sind nach offiziellen Angaben drei Menschen getötet worden. Acht weitere Personen seien in einem Dorf nahe der Stadt Schebekino verletzt worden, teilt Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mit.
+++ 20:27 Russische Wirtschaft schrumpft erstmals seit 2023 +++
Die russische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2026 erstmals seit drei Jahren geschrumpft. Den Daten des Wirtschaftsministeriums zufolge lag das Minus bei 0,3 Prozent, nach einem Plus von 1,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dabei verhinderte ein Wachstum im März einen stärkeren Rückgang. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte nach der Konjunkturschwäche zu Jahresbeginn seine Spitzenbeamten gerügt und Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaft gefordert.
+++ 19:40 Putin und Trump telefonieren lange: Kreml will Waffenstillstand am 9. Mai +++
Laut einem Kreml-Berater haben der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Trump ein rund eineinhalbstündiges Telefongespräch geführt. Das berichtet "Kyiv Independent". Es sei "freundlich und sachlich" abgelaufen. Während des Gesprächs habe Putin den Attentatsversuch auf Trump verurteilt. In Bezug auf die Ukraine glaube Trump, dass eine Einigung zur Beilegung des Konflikts nahe sei, erklärt der Berater. Putin habe einen Waffenstillstand während der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges am 9. Mai vorgeschlagen. Trump habe positiv auf den Vorschlag reagiert. Die Ukraine behauptet, Russland habe frühere Waffenruhen wiederholt verletzt und während des Waffenstillstands zu Ostern Anfang dieses Monats über 400 Verstöße registriert.
+++ 19:03 Kreml-Sprecherin watscht Merz ab +++
Russlands Außenamtssprecherin Sacharowa nahm zu Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz Stellung, wonach die Ukraine für einen Frieden womöglich Gebiete an Russland abtreten müsse. Weder Deutschland noch die EU seien am Verhandlungsprozess beteiligt. "Alle Äußerungen ihrer Führung zu dem Thema sind für uns bedeutungslos", so Sacharowa. Es mache keinen Sinn, auf Aussagen europäischer Politiker zu reagieren, solange der Kontinent weiterhin die Ukraine finanziere. Eine rhetorische Breitseite bekamen auch Bulgarien und die Türkei ab. Und das, obwohl in Bulgarien vor kurzem der als prorussisch geltende Rumen Radew die vorgezogene Parlamentswahl gewonnen hat und Kremlchef Wladimir Putin zum türkischen Präsidenten Recep Erdogan freundschaftliche Beziehungen unterhält.
+++ 18:25 USA geben 100 Millionen für Tschernobyl-Reparatur +++
Die USA beteiligen sich mit 100 Millionen Dollar an der Reparatur der beschädigten Schutzhülle um die Atomruine Tschernobyl. Die Finanzierung der Instandsetzung sei kürzlich auf einer Konferenz mit internationalen Partnern besprochen worden, teilte der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal am Mittwoch auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Kosten dürften sich insgesamt auf schätzungsweise 500 Millionen Euro belaufen. Eine Drohne hatte die Stahl- und Betonkonstruktion über dem zerstörten Reaktor im Februar vergangenen Jahres getroffen. Die Regierung in Kiew machte Russland verantwortlich, was in Moskau zurückgewiesen wurde. Bei dem Angriff wurde nach ukrainischen Angaben die hermetische Abdichtung der Hülle beschädigt. Zwar sei keine Strahlung ausgetreten, die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) erklärte jedoch nach einer Inspektion, dass die Konstruktion ihre wesentlichen Sicherheitsfunktionen nicht mehr vollständig erfüllen könne.
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