Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 02:45 Ukraines Außenminister verurteilt Angriff auf Atomkraftwerk in den Emiraten +++
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha verurteilt einen mutmaßlich iranischen Drohnenangriff in der Nähe des Atomkraftwerks Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten und bezeichnet jeden Angriff, der Atomanlagen gefährdet, als "völlig inakzeptabel". In einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform X erklärt Sybiha, "der heutige Angriff auf das Gelände des Kernkraftwerks Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten, bei dem eine Drohne einen Generator traf, ist völlig inakzeptabel. Die Ukraine verurteilt aufs Schärfste jegliche Angriffe, die nukleare Anlagen gefährden". Er merkt an, dass die Ukraine seit mehr als vier Jahren unter Russlands gezielten Angriffen auf die Energieinfrastruktur, einschließlich Kernkraftwerke, leide.
+++ 01:41 Ukraine: Wohngebäude in Odessa bei Drohnenangriff getroffen +++
Bei einem Drohnenangriff auf die südukrainische Region Odessa wurden nach Angaben des dortigen Gouverneurs Wohngebäude getroffen. Informationen über mögliche Opfer und Schäden lägen zunächst nicht vor, teilt Gouverneur Oleh Kiper über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.
+++ 00:39 Bericht: Dobrindt plant Milliarden für Zivilschutz +++
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will die Kapazitäten beim Zivilschutz für den Kriegs- und Anschlagsfall massiv ausbauen. "Wir rüsten auf beim Bevölkerungsschutz und der zivilen Verteidigung", sagt der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Dies geschehe "mit klarer Kante gegen hybride Bedrohungen und konsequenter Unterstützung der ehrenamtlichen Kräfte", so der Minister. Militärische und zivile Verteidigung würden stärker vernetzt, um Sicherheit und Resilienz zu erhöhen. Wie das Blatt unter Berufung auf einen Kabinettsentwurf berichtet, geht es um ein Sonderprogramm in Höhe von zehn Milliarden Euro.
+++ 23:17 Angriff bei besetztem AKW Saporischschja gemeldet +++
Eine Fahrzeughalle des von Russland besetzten ukrainischen Kernkraftwerks Saporischschja ist nach russischer Darstellung von ukrainischer Artillerie getroffen worden. Das Gebäude sowie einige darin abgestellte Busse seien dabei beschädigt worden, Verletzte habe es nicht gegeben, teilt die Verwaltung des Kraftwerks mit. Zudem sei eine ukrainische Drohne beim Anflug auf das Kraftwerk von der Flugabwehr zerstört worden. Von ukrainischer Seite gibt es dazu keine Erklärung.
+++ 22:05 Erneuter Vorfall im Baltikum: Abgestürzte Drohne in Litauen entdeckt +++
Nach mehreren Drohnenvorfällen in den baltischen Staaten ist erneut eine unbekannte Drohne auf litauischem Boden entdeckt worden. Nach Angaben des Nationalen Krisenmanagementzentrums wurde in einem Feld im Bezirk Utena ein abgestürztes Flugobjekt gefunden. Dabei soll es sich möglicherweise um eine militärische Drohne handeln. Bislang gebe es keine Anzeichen dafür, dass die Drohne explodiert sei. Die genauen Umstände des Vorfalls werden einem Rundfunkbericht zufolge nun untersucht. Zu Herkunft und Art des Flugkörpers gab es zunächst keine Angaben. Erste Informationen deuteten jedoch darauf hin, dass es sich um eine ukrainische Drohne handelt, sagte der Leiter des Krisenmanagementzentrums, Vilmantas Vitkauskas, litauischen Medienberichten zufolge in Vilnius. Demnach untersuchen Sicherheitskräfte den Fundort der Drohne, deren Absturz den Behörden von Anwohnern gemeldet worden sei. Wann und wie der Flugkörper in den litauischen Luftraum eingeflogen ist und abstürzte, blieb zunächst unklar. Utena liegt im Nordosten des baltischen EU- und Nato-Landes nahe der Grenze zu Lettland und Russlands Verbündeten Belarus. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. In dem wechselseitigen Drohnenkrieg sind die mit elektronischen Mitteln abgewehrten Fluggeräte auch eine Gefahr für die Nachbarländer. Bei ukrainischen Angriffen waren in jüngster Zeit wiederholt fehlgeleitete Drohnen in den Luftraum der baltischen Staaten eingedrungen und teils abgestürzt, mit denen Kiew Ziele im Nordwesten Russlands angegriffen hatte.
+++ 21:05 Selenskyj sieht veränderte Wahrnehmung des Kriegs: "Langstreckenfähigkeiten verändern Lage erheblich" +++
Die vergrößerte Reichweite der neuesten ukrainischen Waffen ändert nach Meinung von Präsident Wolodymyr Selenskyj die Lage im Krieg erheblich. In seiner abendlichen Videoansprache hob er die Wirkung der jüngsten Angriffe gegen die russische Hauptstadt Moskau und andere weit entfernte Ziele in Russland hervor. "Die Entfernung zu den Zielen beträgt diesmal mehr als 500 Kilometer, was auch deshalb von Bedeutung ist, weil die Region Moskau am stärksten mit russischen Luftabwehrmitteln gesättigt ist", sagte er. "Aber die ukrainischen Langstreckenwaffen überwinden dies bereits." Bei massiven ukrainischen Gegenangriffen mit mehr als 100 Drohnen sind nahe Moskau nach Angaben russischer Behörden mindestens drei Menschen getötet worden. Der Gouverneur des Moskauer Gebiets Andrej Worobjow sprach auch von fünf Verletzten. In Moskau berichtete Bürgermeister Sergej Sobjanin von zwölf Verletzten beim Angriff auf eine Ölraffinerie. Kiew antwortet damit auf die russischen Dauerangriffe der vergangenen Jahre gegen Ziele in der Ukraine. Nunmehr sollten sich Russen Gedanken "über ihre eigenen Raffinerien, ihre Ölförderanlagen und ihre Unternehmen machen und nicht darüber, wie sie das Leben anderer Völker zerstören können", betonte Selenskyj. "Und diese Reichweite unserer Waffen ist es, die die Lage und die allgemeine Wahrnehmung des russischen Krieges in der Welt erheblich verändert." Der Krieg kehre somit nach Russland "in seinen Heimathafen zurück".
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