Iran-Krieg im Liveticker+++ 18:50 Iran droht: Straße von Hormus könnte "für immer" verschlossen sein +++
Ebrahim Azizi, Vorsitzender des Ausschusses für nationale Sicherheit und Außenpolitik im iranischen Parlament, warnt die Golfstaaten vor einer diplomatischen Annäherung an Washington. Dies werde "schwerwiegende Konsequenzen" nach sich ziehen. Für Verstimmung sorgt eine Resolution im UN-Sicherheitsrat: Bahrain hat mit den USA einen gemeinsamen Entwurf verfasst, um die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen. "Die Straße von Hormus ist eine lebenswichtige Lebensader. Riskieren Sie nicht, sie sich selbst für immer zu verschließen", droht Azizi bei X.
+++ 17:27 Hisbollah-Drohne verletzt israelische Soldaten in Grenzgebiet +++
Drei israelische Soldaten sind durch einen Drohnenangriff der Hisbollah nahe der libanesischen Grenze verletzt worden, berichtet Al Jazeera und beruft sich auf Militärangaben. Die Drohne explodierte demnach im Norden Israels. Einer der Verletzten befindet sich in einem "ernsten Zustand". Mehrere mit Sprengstoff bestückte Drohnen sollen in israelisches Gebiet eingedrungen sein. Die Luftabwehr habe mehrere Geschosse abgefangen, die auf Truppen im Südlibanon abgefeuert worden seien.
+++ 16:22 Iranisches Parlament tagt aus Sicherheitsgründen online +++
Die Plenarsitzung des iranischen Parlaments wird aus Sicherheitsgründen erstmals als Videokonferenz abgehalten. Ein Parlamentssprecher erklärt laut Nachrichtenportal Tabnak, die für Sonntag angesetzte öffentliche Sitzung finde "aufgrund der aktuellen Lage" online statt. Im Mittelpunkt stünden die jüngsten Preissteigerungen nach dem Krieg, die zu einer zentralen Sorge der Bevölkerung geworden seien, so der Sprecher.
+++ 15:49 London entsendet Kriegsschiff in Straße von Hormus +++
Großbritannien entsendet einen Zerstörer für einen möglichen Einsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus. Die "HMS Dragon" werde in Position gebracht, um an einer von Großbritannien und Frankreich geführten Mission teilzunehmen, sobald die Feindseligkeiten zwischen dem Iran und israelisch-amerikanischen Streitkräften enden, zitiert die britische Nachrichtenagentur PA eine Mitteilung des Verteidigungsministeriums in London. Das Schiff war zuletzt im östlichen Mittelmeer im Einsatz, nachdem ein britischer Luftwaffenstützpunkt in Zypern von einer Drohne iranischer Bauart getroffen worden war.
+++ 15:19 Mädchen stirbt nach Drohnenangriff im Südlibanon +++
Ein junges Mädchen, das bei einem israelischen Angriff im Südlibanon schwer verletzt wurde, ist im staatlichen Universitätskrankenhaus Nabih Berri in Nabatieh nun gestorben, meldet Al Jazeera. Sie und ihr Vater wurden von mindestens einer Drohne getroffen. Ihr Vater kam dabei sofort ums Leben.
+++ 14:35 Merz: Trotz Kritik an Iran-Krieg und US-Truppenabzug keine Zweifel an Nato-Zukunft +++
Bundeskanzler Friedrich Merz sieht in dem angekündigten Abzug von mehreren Tausend US-Soldaten aus Deutschland und den Differenzen im Iran-Krieg keine Gefahr für die Nato. Die Stärke der Nato hänge nicht allein von der Truppenstärke ab, sondern von der Einigkeit bei den Zielen, sagt Merz bei seinem Schweden-Besuch in Stockholm. Merz habe keinen Zweifel daran, dass die USA ein großes Interesse an einem starken europäischen Teil der Nato an ihrer Seite hätten - und umgekehrt.
+++ 13:58 Israel attackiert Dörfer im Süden des Libanon +++
Die israelische Armee greift libanesischen Staatsmedien zufolge nach einer Evakuierungsaufforderung für mehrere Dörfer Ziele im Süden des Libanon an. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtet, israelische Kampfjets hätten nach der Warnung am Morgen die Stadt Srarijeh attackiert. Auch mehrere andere Ortschaften, die am Morgen von Israel gewarnt worden seien, wurden angegriffen. Zudem seien weitere, in der Warnung nicht genannte Gebiete, aus der Luft und mit Artillerie angegriffen worden.
+++ 13:01 Bahrain meldet Festnahmen mit Verbindung zu Revolutionsgarden +++
Bahrain nimmt nach eigenen Angaben 41 Personen fest, die mit den iranischen Revolutionsgarden in Verbindung stehen sollen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur des Inselstaates im Persischen Golf unter Berufung auf das Innenministerium berichtet, decken die Sicherheitsbehörden eine entsprechende Gruppierung auf. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft umfassen zudem Fälle von Sympathiebekundungen für iranische Angriffe. Der Iran hatte im Zuge des Kriegs mit den USA Ziele in Bahrain und anderen arabischen Golfstaaten angegriffen, in denen die Vereinigten Staaten Militärstützpunkte unterhalten.
+++ 11:35 Israel fordert zu Evakuierung von Dörfern in Südlibanon auf +++
Ungeachtet der Waffenruhe mit dem Libanon ruft die israelische Armee die Bewohner von neun Dörfern im Süden des Libanon auf, sich zum Schutz vor geplanten Militärangriffen in Sicherheit zu bringen. "Angesichts des Verstoßes der terroristischen Hisbollah gegen die Waffenruhe-Vereinbarung" sei die israelische Armee gezwungen, "kraftvoll" gegen die Hisbollah vorzugehen, teilt der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee auf X mit. Er betonte, zu ihrer eigenen Sicherheit sollten die Bewohner der neuen Dörfer ihre Häuser "umgehend" verlassen und "nicht weniger als 1000 Meter" Abstand zu den Dörfern und Städten halten.
+++ 10:26 ISW: Russland könnte Iran Tausende Drohnen liefern +++
Russland soll dem Iran mehrere Tausend Drohnen sowie Schulungen für iranische Drohnenpiloten angeboten haben. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Sie beziehen sich dabei auf einen Bericht von "The Economist", dem vertrauliche, russische Dokumente zu dem Angebot vorliegen. Der russische Vorschlag sieht demnach vor, dem Iran 5000 Kurzstrecken-Drohnen mit Glasfasertechnik und eine nicht näher bezeichnete Anzahl von satellitengesteuerten Langstrecken-Drohnen zu liefern sowie iranisches Personal zur Bedienung dieser Systeme zu schulen. Berichte über diesen Vorschlag folgen auf Berichte, wonach Russland dem Iran während des jüngsten Krieges Satellitenbilder von US-Stützpunkten und modifizierte Shahed-Drohnen geliefert habe.
+++ 09:24 Israel meldet 85 Attacken auf Hisbollah im Libanon +++
Israel setzt seine Angriffe auf den Libanon fort. Nach Angaben der israelischen Armee gab es innerhalb von 24 Stunden Attacken auf 85 Ziele der Hisbollah-Miliz. Dazu gehören demnach Waffenlager, Abschussrampen sowie weitere militärische Infrastruktur. Die Armee begründet den Einsatz mit der Abwehr von Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten im Südlibanon. In der Bekaa-Ebene sei eine unterirdische Anlage zerstört worden, die von der Hisbollah zur Herstellung von Waffen genutzt worden sein soll, hieß es weiter. Zudem griffen israelische Kräfte Kämpfer der Hisbollah-Miliz im Südlibanon an.
+++ 07:56 Trump: Ohne Deal würden USA "Projekt Freedom Plus" starten +++
US-Präsident Donald Trump erklärt gegenüber Reportern, dass die Vereinigten Staaten erneute Operationen in der Straße von Hormus einleiten würden, sollten die Friedensgespräche mit dem Iran nicht vorankommen. Das berichtet "The Jerusalem Post". "Wir könnten zum "Projekt Freedom" zurückkehren, wenn sich nichts tut", sagte Trump. "Aber es wäre dann "Projekt Freedom Plus". Demnach würde es weitere Maßnahmen einbeziehen. Der US-Präsident ging jedoch laut des Berichts nicht näher darauf ein, was genau zu dem ursprünglichen Plan hinzugefügt werden würde.
+++ 06:58 Satellitenbilder zeigen Ölteppich vor iranischer Insel Charg +++
Im Persischen Golf wird vor der iranischen Öl-Insel Charg ein Ölteppich entdeckt. Er ist auf Satellitenbildern zu erkennen, die das Conflict and Environment Observatory (CEOBS) veröffentlicht. Nach Angaben der Organisation mit Sitz in Großbritannien handelt es sich um einen der größten Ölteppiche, die seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran am 28. Februar im Golf entdeckt wurden.
+++ 05:45 Wadephul zu Tomahawks: Sprechen weiterhin intensiv mit den USA +++
Außenminister Johann Wadephul hat die Hoffnung auf Tomahawk-Marschflugkörper aus den USA noch nicht ganz aufgegeben. Auf die Frage, ob er noch Chancen sehe, Tomahawks zu kaufen, sagt der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag": "Diese Bundesregierung arbeitet jeden Tag dafür, Deutschlands Verteidigungsfähigkeit bestmöglich zu steigern. Darüber sprechen wir weiterhin auch intensiv mit unseren Alliierten in den USA."
+++ 04:41 Flughafenverband warnt vor Millionen Flugstreichungen +++
Angesichts drohender Lücken in der Versorgung mit Kerosin warnt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) vor möglichen Flugstreichungen und Preiserhöhungen. "Es ist zu befürchten, dass vor allem bei Low-Cost-Airlines und touristisch weniger bedeutsamen Destinationen weitere Flüge gestrichen werden", sagt Ralph Beisel, ADV-Hauptgeschäftsführer, der "Welt am Sonntag". "Das Best-Case-Szenario für 2026 ist eine Stagnation bei der Passagierentwicklung. Im Worst-Case-Szenario droht an manchen Flughäfen ein Kapazitätseinbruch von zehn Prozent. Hochgerechnet auf alle Flughäfen wären 20 Millionen Fluggäste betroffen", so Beisel. Einige Ziele würden dann gar nicht mehr angeflogen, andere seltener und zu höheren Preisen.
+++ 03:38 Trump erwartet "heute Abend" Antwort von Teheran auf US-Vorschlag +++
US-Präsident Donald Trump rechnet eigenen Angaben zufolge noch am Freitagabend (Ortszeit) mit einer Antwort des Iran auf den jüngsten US-Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs. "Ich erhalte angeblich heute Abend einen Brief, also werden wir sehen, wie das läuft", sagt Trump vor dem Weißen Haus zu Journalisten. Zuvor hatte bereits US-Außenminister Marco Rubio erklärt, Washington erwarte für den Freitag eine iranische Reaktion auf den Vorschlag. "Ich hoffe wirklich, dass es ein ernsthaftes Angebot ist", sagte Rubio dazu bei einem Besuch in Rom.
+++ 02:36 Katar ermahnt Kriegsparteien USA und Iran +++
Nach den jüngsten militärischen Konfrontationen zwischen den USA und dem Iran ruft Katar alle Kriegsparteien auf, sich auf Vermittlungsbemühungen einzulassen. Das habe Ministerpräsident Mohammed bin Abdulrahman Al Thani bei einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance in Washington betont, wie das katarische Außenministerium auf der Plattform X mitteilt. Die Verhandlungen könnten zu einem umfassenden Abkommen für dauerhaften Frieden in der Region führen, heißt es weiter.
+++ 01:38 USA sanktionieren iranisches Drohnenprogramm - Spuren führen nach China +++
Das US-Finanzministerium verhängt Sanktionen gegen zehn Personen und Unternehmen, darunter mehrere in China und Hongkong, wegen der Unterstützung des iranischen Militärs. Diese helfen demnach bei der Beschaffung von Waffen und Rohstoffen für den Bau von Schahed-Drohnen. Der Schritt erfolgt wenige Tage vor einer geplanten Reise von US-Präsident Donald Trump nach China zu einem Treffen mit Präsident Xi Jinping. Zugleich geraten die Bemühungen um ein Ende des Krieges mit dem Iran ins Stocken.
+++ 00:34 Hisbollah-Miliz feuert Raketen auf Israel ab - Mindestens elf Tote im Libanon +++
Die pro-iranische Hisbollah-Miliz hat eigenen Angaben zufolge Raketen und Drohnen auf israelische Militärstützpunkte abgefeuert. Zunächst sei eine Militärbasis südlich der israelischen Küstenstadt Naharija getroffen worden, erklärt die Miliz. Später sei ein weiterer Stützpunkt im Norden mit einem Drohnen-Schwarm attackiert worden. Laut libanesischen Angaben wurden bei israelischen Angriffen mindestens elf Menschen getötet. Die Angriffe auf israelische Militärstützpunkte seien eine Reaktion auf jüngste Angriffe der israelischen Armee auf die südlichen Vororte von Beirut und Dörfer im Süden des Libanon, erklärt die Miliz.
+++ 23:31 Fed-Bericht: Iran-Krieg und Ölpreisschock größte Risiken für Finanzstabilität +++
Der Krieg mit dem Iran und der daraus resultierende Ölpreisschock sind laut der US-Notenbank Fed zur größten Bedrohung für die Finanzstabilität geworden. In dem gerade veröffentlichten halbjährlichen Bericht der Zentralbank nennen drei Viertel der Befragten geopolitische Risiken als Hauptsorge. 70 Prozent verweisen auf den durch den Krieg ausgelösten Ölpreisschock. Ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten könnte in Verbindung mit Rohstoffengpässen und gestörten Lieferketten die Inflation anheizen und das Wirtschaftswachstum bremsen, warnt die Fed. Zudem könnten starke Preisschwankungen an den Energiemärkten zu Belastungen führen. Der Inflationsdruck durch den Energieschock könnte die Zentralbanken zwingen, ihre Geldpolitik trotz eines schwächeren Wirtschaftswachstums zu straffen. Höhere Zinsen und eine steigende Inflation könnten erhebliche Auswirkungen haben und zu sinkenden Vermögenspreisen führen, heißt es in dem Bericht weiter.
+++ 22:25 Krieg verursacht Bildungskrise an iranischen Universitäten +++
Im Zuge des Kriegs herrscht an iranischen Universitäten große Unsicherheit über die Zukunft. Irans Wissenschaftsminister sagt, es sei immer noch keine Entscheidung über Vorlesungen in Präsenz gefallen. Dies gelte auch für Prüfungen. "Wir haben noch keine Entscheidung darüber getroffen (...) und warten ab, wie sich die Lage entwickeln wird", sagt Hussein Simaei laut der Nachrichtenagentur Tasnim am Rande einer Gedenkfeier. Die Regierung sei immer noch dabei, die im Krieg bombardierten Universitäten wiederaufzubauen. Dafür seien jedoch erhebliche finanzielle Mittel notwendig. Seit Wochen bereits unterrichten Lehrende an iranischen Hochschulen nur online. Informierten Kreisen zufolge soll es dabei jedoch auch massive Probleme geben. Dazu kommt die Netzsperre, die Irans Bevölkerung vom weltweiten Internet abgeschnitten hat. Studierendenverbände beklagten unterdessen anhaltend harte Repressionen nach den inzwischen verstummten Massenprotesten vom Januar.
+++ 21:33 Irans Militär: Gefechte in Straße von Hormus beendet +++
Das iranische Militär erklärt die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus für beendet. "Nach einer gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit eingestellt und die Lage ruhig", zitiert die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte militärische Quelle.
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